schwarm von heute früh

  • hallo forum,


    habe vor 6 stunden eigenen schwarm gefangen, kann ich ihn wieder mit dem altvolk vereinigen?

    jungimker/ carnica/ freiaufstellung/ hohenheimer einfachbeuten

  • Hallo Gerrith,
    warum das?
    Hast kein Platz für ein anderes Volk?
    Vereinigen, also wieder zurück zum Restvolk, klappt nicht.
    Jedenfalls kenne ich dafür keine Methode.
    Was aber klappt, ist den Schwarm einschlagen und am Platz des Restvolkes aufstellen.
    Das Restvolk dann über oder neben den Schwarm aufstellen, damit die Flugbienen den Schwarm verstärken.
    Auch kann man das Restvolk in Ableger aufteilen.
    Eine Futterwabe (Honigwabe), mehrere Brutwaben undeine Schwarmzelle belassen.
    Wenn Du nicht den Volksbestand vermehren willst,
    gibst Du nach einer Woche den Honigraum des Restvolkes zum Schwarm,
    nach einer weiteren Woche den Oder die Bruträume.
    Vereinigen von Schwarm und Restvolk geht nicht sofort,
    nur über mehrere Schritte.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • hallo lothar,
    danke für die tipps, werde das restvolk wegrücken...


    ich möcht halt auch mal bischen entlohnt werden für die mühen und etwas mehr aus den völkern herausholen, deshalb die frage nach der wiedervereinigung...
    in den völkern 2 und 3 hab ich gestern dann auch noch schwarmzellen gefunden und 2 ableger gebildet...(und zellen gebrochen, keine schöne sache!!!)
    somit sind es grade 7 einheiten (aus 4 vorgestern...)
    ich will erstmal max. 8 völker führen um den überblick zu behalten...


    bis dann, ger.

    jungimker/ carnica/ freiaufstellung/ hohenheimer einfachbeuten

  • Lothar schrieb:

    Vereinigen, also wieder zurück zum Restvolk, klappt nicht.
    Jedenfalls kenne ich dafür keine Methode.


    Ich kenn eine, letztes Jahr mehrfach erfolgreich durchgeführt. Klappt aber nur, wenn Du weisst, aus welchem Volk sie kommen.


    Schwarm in einem großen Honigeimer einfangen.
    Absperrgitter drauf und vor das ausgeschwärmte Volk stellen.
    Es bildet sich dann oben auf dem Absperrgitter ein "Bienenpelz".
    Den kannst Du dann mit dem Bienenbesen vor die Beute abfegen.
    Das macht Du solange bis der Rest im Eimer so klein ist, daß Du die Königin finden kannst.
    Königin rausfangen und den Rest vor die Beute kippen.
    Die laufen schön artig wieder ein als wäre nichts geschehen. :lol:


    Ist aber natürlich nur sinnvoll wenn man nicht vermehren will und die
    Schwarmverhinderung nicht geklappt hat, d.h. man will die Bienen möglichst im alten Volk behalten zur Honiggewinnung. 8) 
    Bei mir hat das funktioniert :lol:

  • Hallo,


    klar ist das möglich wenn man weiß aus welchem Volk der Schwarm kam, deshalb sollte jede Königin gezeichnet sein.


    Ein geschwärmtes Volk bringt keine Ernte mehr ein, deshalb halte ich nichts wenn man fleißig Schwärme von seinen Völkern fängt.


    Wenn ein Volk in Schwarmstimmung sollte man auch da gegen was und nicht einfach schwärmen lassen, das bringt weniger Ertrag und auch mehr Arbeit.


    Die beste Lösung gegen Schwarmstimmung, ist der Zwischenboden.


    Einfach den Honigraum auf den Boden des geschwärmten Volkes oder in Schwarmstimmung geratenen Volkes stellen, dann hängt man eine offene Brutwabe in Mitte der Honigzarge, setzt einen Zwischenboden mit Flugloch auf, da drauf kommen die zwei Brutzargen mit Königin.


    Das ganze solle bis spätestens 15 Uhr erfolgen und nur bei Flugwetter.
    Die Flugbienen sind gewohnt in das alte Flugloch zu fliegen, so fliegen sich die Flugbienen ab, und in den beiden Brutzargen bleiben nur noch Jungbienen, Königin übrig, nach 2 Tagen bringt die Königin wieder an zu legen.


    Nach spätestens 9 Tagen müssen in der Honigzargen die Weiselzellen auf der Brutwabe ausgebrochen werden, bei bedarf kann wieder eine neue offene Brutwaben in den Honigraum einhängen und für weitere 9 Tage.


    Der Vorteil man läst die Volksleistung zusammen und die Flugbienen sammeln weiter Nektar was bei einer kompletten Trennung nicht möglich ist, die Königin oben geht wieder voll in Eilage.


    Nach dem vereinigen hat man super starke Völker für Robienentracht und Waldtracht.

  • das klingt auf den ersten blick nach einem guten system, um die schwarmstimmung in griff zu bekommen. ich habe aber noch ein paar fragen dazu:


    1. in einer massentracht arbeiten sich die flugbienen schneller tot als sonst. besteht dann nicht die gefahr, dass nach 9 (18) tagen der honigraum leer von bienen ist und wer kümmert sich im honigraum um den frisch eingetragenen honig, wenn die bienen dort fast nur flugbienen sind ?


    2. das "hauptvolk" mit der königin, bekommt es einen honigraum oben drauf ? klar, die alten flugbienen werden den unteren eingang nehmen. aber es kommen ja neue flugbienen nach, die den neuen eingang - vom zwischenboden - nehmen werden und die werden doch auch weiter honig eintragen und der muss ja wohin.


    3. wenn die zargen wieder zusammengestellt werden, fliegen die neuen flugbienen dann in den eingang vom boden - der zwischenboden ist ja weg?

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Hallo Christian,
    meine Variante mit dem Zwischenboden sieht etwas anders aus. Ich stelle unten eine Zarge mit Mittelwänden (wenn noch Bautrieb da ist) oder leeren Honigwaben und mitten drin eine Wabe ohne Bienen mit offener Brut auf. Darüber kommt der dichte Zwischenboden mit eigenem Flugloch, die beiden Brutzargen, Absperrgitter und der Honigraum drauf.


    Nach 7, 14 bis max. 21 Tagen, je nachdem wie lange der Schwarmtrieb andauert, wird jeweils die einzelne Brutwabe entnommen bzw. gegen eine neue Brutwabe mit offener Brut getauscht; die Wabe kann aus einem x-beliebigen Volk entnommen worden sein. Auf den entnommenen Brutwaben werden die Weiselzellen ausgebrochen und die Waben ohne Bienen anderen Völkern oder Ablegern zugegeben.


    Nach der letzten Entnahme der Brutwabe wird das Volk rückvereinigt, d.h. unten kommen die beiden ursprünglichen Bruträume wieder hin, darüber Absperrgitter, dann der "neue" Honigraum, ergänzt um eine Leerwabe oder Mittelwand als Ersatz für die entnommene Brutwabe und dann der ursprüngliche Honigraum. Wichtig ist, dass der "neue" Honigraum unter dem ursprünglichen Honigraum kommt, da sich hier der frisch eingetragene Honig befindet, der erst noch reifen muss.


    Das Ganze macht nur Sinn, wenn die "Kiste" richtig voll ist, allerdings ist vorher in der Regel auch kein Schwarmtrieb vorhanden, von "Schwarmteufeln" einmal abgesehen. Die Bienen stellen sich blitzschnell auf die neue Situation ein. Ein Teil der Flugbienen übernimmt in der untersten Zarge die Brutpflege, ein anderer Teil kümmert sich um den frisch eingetragenen Honig etc. und über dem Zwischenboden werden neue Flugbienen rekrutiert. Nach Wegnahme des Zwischenbodens dauert es nur wenige Stunden bis die Bienen merken, dass jetzt das Flugloch wieder ausschließlich unten ist.
    Gruß
    Gerry

  • Hallo Christian,


    die Regel sagt 9 Tage, so schnell sterben die Bienen nicht, da den Flugbienen der Verlust der Königin vorgetäuscht wird ändert sich auch der Ablauf.


    Man kann zwei mal 9 Tagen die Trennung von Flugbienen durchführen, aber die Regel sagt einmal 9 Tage, danach vereinigt man das Ganze wieder.


    Ich habe ein Volk jetzt die zweite Woche so laufen, die Harmonie in den zwei Brutzargen war optimal, kein Schwarmtrieb mehr die Königin legt sehr gut, nur in der zweiten Brutzarge war viel Honig was ja von Vorteil ist. :D


    Bald wird geschleudert dann ist das Volk sehr stark wird zurück vereinigt und für die Robinientracht vorbereitet, liefert noch Bienen zur Zucht oder Ableger.


    Die Bienen gewöhnen sich schnell um, nach 3 Tagen fliegt wieder alles normal.

  • Hallo Gerry,


    Mittelwände in die untere Zarge zu hängen ist nicht gerade optimal, diese werden schlecht ausgebaut, der Honigraum soll nach unten und keine neue Zarge.


    Wenn eine neue Zarge auf den neuen Boden kommt, und der Honig über den Brutzargen bleibt gibt es meist Probleme, weil die Bienenmenge nicht dafür ausreicht.


    Man kann den Honigraum auf den Boden setzen und eine Zarge Mittelwände mit oben drauf, aber direkt auf den Boden bewirkt dass diese Mittelwände nicht gut ausgebaut werden.

  • Hallo Gerry und Michael2,
    ich habe am Freitag in einem schwarmträchtigen Volk nach der Kö gesucht; sie war (leider) nicht gezeichnet. Hat so knapp 2 Std. gedauert. Ich habe dann einen Königinnenableger gemacht. Beim nächsten Mal wollte ich den Zwischenboden anwenden, zumal ich z.Z. keine weiteren Ableger mehr benötige. Hierzu noch Fragen:
    1. Habe bei Pfefferle gelesen, man soll den Flugbienen 2 Brutwaben und 2 Futter+Pollenwabe geben. Ist das nicht ein bisschen üppig? Wieso überhaupt Futter?
    2. Muss/müssen die Brutwabe/en bienenfrei sein? (Gerry sagt: ja.)
    3. Kann man auf Außenstände die Zwischenboden-Methode auch vorsorglich anwenden, ohne das Shwarmträchtigkeit vorhanden ist? (bevor es zu spät ist)
    Schon mal Danke für eure Erfahrungsberichte.

  • Hallo Gerry und Michael2,
    nochmal der Zander. Habe noch was vergessen.
    zu Frage2: Bei Brutwaben aus einem fremden Volk ist mir die Bienenfreiheit klar.
    Frage 4 (an Michael2): Können die aufsitzenden Bienen des HR auf den Waben verbleiben oder sollten sie zur Kö / in den Brutraum abgefegt werden?

  • Hallo Zander,


    den Flugbienen mehre Brutwaben zuhängt ist quatsch, es kommt nur eine offene Brutwabe in den Honigraum unten, diese sollte Bienenfrei sein, Futter brauchen die Flugbienen ja nicht können ja vom Honig aus der Zarge naschen :D ist ja genug davon da.


    Die Bienen in Honigraum braucht man nicht unbedingt abfegen.


    Die Brutwabe sollte immer abgefegt werden, das ist zur Sicherheit das die Königin nicht drauf ist, viele übersehen diese leicht, besser abfegen.


    Diese Art der Schwarmvorwegnahme kann man auch zur Vorsorge machen, wenn die Völker stark sind, aber ob es einen Sinn hat ist eine andere Sache.


    Nach 9 Tagen muss aber eine Nachschau erfolgen.

  • Hallo Zander,


    Zur Frage 1) Es reicht eine einzige Wabe mit offener Brut, denn Honig und Pollen sind in der Volltracht, die wir zzt. haben, genügend vorhanden.


    Frage 2) Die Brutwabe aus fremden Volk sollte bienenfrei sein, damit evt. Kämpfe zwischen den beiden Herkünften unterbleiben; bei einer Brutwabe aus dem selben Volk mache ich die Wabe nur deshalb bienenfrei, damit ich ganz sicher sein kann, dass die Königin nicht dabei ist. Abkehren geht bei einer dicht besetzten Wabe außerdem schneller als die Königin suchen.


    Frage 3) Einen Zwischenableger zu machen hat nur dann Sinn, wenn die "Kiste" tatsächlich "rappelvoll" ist. Man mus sich darüber im Klaren sein, dass der zu besetzende Raum plötzlich um ca. 25 % erweitert wird, was doch schon ein nicht zu unterschätzender Eingriff bedeutet.


    Für mich ist ein untrügliches Startzeichen für den Zwischenboden dann gegeben, wenn neben den vermehrt auftretenden Weiselzellen zusätzlich unter der untersten Brutzarge im hohen Unterboden ein dicker Klumpen Bienen sitzt, der Wildbau errichtet. Also, "wunderschönen" Wildbau unten errichten geht, aber "wunderschöne" Mittelwände unten ausbauen soll nicht gehen, wie manche Kollegen behaupten? Das kann ich absolut nicht bestätigen. Außerdem sage ich meinen Kritikern, wenn der neue Honigraum später unter dem obersten Honigraum gesetzt wird, können die Bienen dort die Mittelwände ja fertig ausbauen.
    Gruß
    Gerry