Hahnenfuß

  • Moin, Elke,
    der in deutschen Gärten vorkommende Rhododendron ist ein ganz anderer als der beschriebene griechische/pontische, also keine Sorge.

    Zitat

    Familie Ericaceae
    Die 2500 Arten der Heidekrautgewächse sind überwiegend Sträucher oder Zwergsträucher der gemäßigten Nordhalbkugel. Typische Inhaltsstoffe sind Phenolglycoside (Phenolheteroside) und Gerbstoffe, ätherische Öle sind dagegen selten. Einige Arten der Gattung Rhododendron werden als Zierpflanzen genutzt, obwohl sie giftige Diterpene produzieren, die man auch im Nektar finden kann („Pontischer Honig“).



    Da müßtest du also bei 70kg Körpergewicht zwischen 1400 und 3500g Honig aufnehmen, und das geht in diesen Mengen eigentlich nur als Met, und dann dürfte auch gleichzeitig eine Alkoholvergiftung vorliegen.... :wink:


    Hier bei uns kann so etwas nicht vorkommen, weil keine dieser von dir genannten Pflanzen als Massentracht auftritt, und Bienen sind blütenstet, d.h., meist sammelt das ganze Volk an einer Blütenart rum.
    Also kein Grund zur Aufregung! :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo alle zusammen, hallo Patrick,
    es stimmt schon, daß Hummeln z.B. nach einem Fingerhutbesuch nicht eingehen, die sind resistent. Vögel gehen ja auch an die Eberesche (Vogelbeere), die für uns erst im abgekochten Zustand genießbar ist. Aber ich habe auf Hahnenfuß noch nie Bienen gesehen. Kann sein, daß kleinere Insekten rangehen, aber vielleicht wird er ja auch vielmehr durch Wind bestäubt. Nicht alle Pflanzen werden durch Insekten bestäubt. Bei dem Hahnenfuß handelt es sich um den "scharfen", der heißt nicht umsonst so. Weidetiere und z.B. auch unsere Hasen gehen an den nicht ran und der riecht auch nicht gerade angenehm.
    Gruß
    holmi

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hallo zusammen,
    sabi(e)ne : vielen Dank, Du hast mich beruhigt wegen der Giftpflanzen, muss ich also doch nicht nachts mit der Säge durch die Gärten schleichen :lol: und meinen frisch gepflanzten Seidelbast aus dem Boden holen.
    Zum Hahnenfuß: habe davon leider auch große Bestände und noch nie eine Biene drauf gesehen. Der braucht auch keine Bestäuber, weil er sich mit seinen Wurzelausläufern invasiv vermehrt. :evil:
    Viele Grüße
    Elke

    LG
    Elke


    Bienen seit April 06, Carnica in Heroldbeute auf DNM , Gartenbienen

  • Gartenfreak schrieb:

    ...wegen der Giftpflanzen, muss ich also doch nicht nachts mit der Säge durch die Gärten schleichen :lol: und meinen frisch gepflanzten Seidelbast aus dem Boden holen.


    <humor>
    ...absägen? wär doch mal was neues und noch dazu "legal" :wink:
    neue absatzmärkte erschließen lautet das motto :lol:
    ...das glas für nen "zwanni" ist doch auch nicht schlecht.
    </humor>


    with a smile
    arnd

  • Hallo zusammen,
    habe gerade ein paar alte Zeitungen die biene bekommen und fand beim Stöbern DIE ERKLÄRUNG ZUM HAHNENFUSS!!!
    Sowohl beim Hahnenfuss wie auch beim Scharbockskraut und der Sumpfdotterblume wird der leicht weiß glänzende Effekt der Blütenblätter durch eine Tapinschicht verursacht. Diese Tapinschicht hat nur die Aufgabe, die Blüte für das Bienenauge unsichtbar zu machen, weil der Pollen dieser Pflanzen für Bienen giftig ist!! Hat die Trachtpflanzenforscherin Anna Maurizio 1920 herausgefunden. 8)
    Viele Grüße
    Elke

    LG
    Elke


    Bienen seit April 06, Carnica in Heroldbeute auf DNM , Gartenbienen

  • (Pontischer Honig) Den gibt es auch noch in der Türkei.


    Da drüber gibt es auch schöne Geschichten, wenn mir nur eine einfallen würde... :roll:


    Best!
    Arnd


    Der griechischische Feldherr Xenophon berichtet aus dem 4. Jahrhundert vor Chr. darüber. Seine Holiten waren nach dem Genuss von Pontischem Honig 2 Tage kampfunfähig, sie gebärdeten sich wie Betrunken und Toll, überstanden diesen Rausch aber unbeschadet. Weniger Glück hatte der römische Konsul Gnaeus Pompeius Magnus, dessen Heer in den 60er Jahren des 1. Jahrhunderts nach Chr. nach dem Genuss pontischen Honigs kampfunfähig von den Gegnern geschlagen wurde :lol: