Hahnenfuß

  • Hi ,


    so als alter Großstädter kenne ich mich mit Blumen u. Gewächsen etc. nicht so 100ig aus. Im Schwabenland sind dieses Jahr massenhaft gelbe Blümchen auf den Feldern angepflanzt. Meine Sohn nennt sie Butterblumen und ich habe sie als Hahnenfuß identifiziert. Schaut man in Trachtpflanzebüchern nach, so wird der Hahnenfuß mit der Maikrankheit durch Vergiftung der Bienen in Verbindung gebracht. Hat jemand Erfahrung mit dieser Pflanze? Was bringt sie und was schadet sie den Bienen. Warum baut dieses Jahr jeder Hahnenfuß an? Herrscht das Jahr des Hahnenfußes oder so etwas?

  • :o Maikrankheit der Bienen ist einfach Verstopfung, sprich, zuviel Pollen und zuwenig Wasser.
    Und Butterblumen SIND Hahnenfuß, das stimmt schon.
    Aber Hahnenfuß baut gewiß kein Bauer an, bist du sicher, daß es kein Raps ist? :o
    So von wegen feldmäßig???
    Nicht mal auf Brachflächen läßt man Hahnenfuß hochkommen.
    Auf Wiesen für Pferdeheu läßt man die Gräser etc. bis Ende Blüte stehen, aber dafür ist es noch zu früh......
    kannst du mal ein Gesamtbild und ein Detailbild machen?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Freibad,
    also ich Diesle ja jeden Morgen an Deinem Stand vorbei....wenn es dein Stand ist (??), ist es der mit dem munteren Zargenwechsel? 8) . Aber Raps ist nicht in Standnähe. Das wird wohl der hochgeschossene Hahnenfuß (aka Butterblume) sein.



    Einen XL-Verwandten habe ich hier: Sumpfdotterblume.


    Gruß
    Simon

  • Ja, Löwenzahn gibt was her.
    Das obige Exemplar stand im Halbschatten, die inneren Blütenblätter wirken außergewöhnlich dick und saftig. Vielleicht bringt die Blüte etwas 1,5 Teelöffel Nektar? :wink:

    Ach, ich kann gar nicht genug davon bekommen....

    ...sehen auch hübsch, wenn sie ein zweites Mal "blühen".


    Gruß
    Simon

  • Hallo freibad,
    ist mir auch schon aufgefallen, daß wir hier im Schwäbischen besonders viel Hahnenfuß auf den Wiesen haben. Aber keines der vorherigen Bilder zeigt den Hahnenfuß. Dessen Blüte sieht der von der Sumpfdotterblume ähnlich, nur kleiner und auf einem langen Stängel. Der Hahnenfuß wird bestimmt nicht von den Bauern angepflanzt, da die Tiere den nicht fressen, denn er ist leicht giftig. Deshalb glaube ich auch nicht, daß die Bienen da ran gehen. Ich denke, daß er vielleicht aufgrund der diesjährigen Witterungsverhältnisse so zahlreich ist.
    Gruß
    holmi

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hallo zusammen, hallo Holmi!
    Holmi, du schreibst, dass du der Meinung bist, dass die Bienen evtl. nicht an die Blüten des Hahnenfußes gehen, da dieser leicht giftig ist. Da mich auch immer mal wieder Leute gefragt haben, wieso Hummeln z.B. vom Fingerhutblütenbesuch nicht einghen, weil der ja auch (hoch-)giftig ist, meine Frage: Was hätte eine Blütenpflanze davon, ihre potentiellen Bestäuber und somit Vermehrer zu vergiften bzw. sie vom Blütenbesuch abzuhalten? Dann müssten diese Pfanzen ja mittlerweile längst ausgestorben sein, oder? Weiss vlt jemand näheres dazu?
    Schöne Grüße
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • :lol: genauso ist es!
    Seinen Vermehrer umzubringen ist nicht so sinnvoll.....
    Andererseits haben Insekten andere Empfindlichkeiten als wir Säugetiere.
    (#kratz mir fällt nur grad kein Beispiel ein... :oops: )


    Wenn Pflanzen giftig sind, ist das in erster Linie gegen Fraßfeinde gerichtet.
    Meistens schmecken solche Pflanzen dann auch etwas bitter, als Warnzeichen.
    Erstaunlicherweise sind aber gerade unter den giftigen sehr viele traditionelle Heilpflanzen, oder gerade deshalb?


    Und, in besonders stickstoffarmen Gegenden, wie z.B. Mooren, haben sich durchaus Pflanzen entwickelt, die ihre Bestäuber gleich verdauen (Kannenpflanze), und damit dann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Bei Venusfliegenfalle und Sonnenhut weiß ich nicht mal, ob sie dadurch auch bestäubt werden, merke ich gerade :oops:


    Naja, auf jeden Fall kenne ich keine "normale" Pflanze, deren Nektar für die Bienen giftig wäre. Und das einzige Beispiel für nicht so ganz bekömmlichen Honig ist dieser griechische Rhododendronhonig, der auch in die Kategorie "leicht giftig" fällt.
    Sprich, du stirbst nicht davon, aber Kopfschmerzen oder ganz leichte Übelkeit sind da schonmal drin.
    Vom deutschen Hahnenfuß ist das nicht zu befürchten. :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • sabi(e)ne schrieb:

    Und das einzige Beispiel für nicht so ganz bekömmlichen Honig ist dieser griechische Rhododendronhonig, der auch in die Kategorie "leicht giftig" fällt.
    Sprich, du stirbst nicht davon, aber Kopfschmerzen oder ganz leichte Übelkeit sind da schonmal drin.
    Vom deutschen Hahnenfuß ist das nicht zu befürchten. :wink:


    Den gibt es auch noch in der Türkei.

    Zitat


    giftiger Honig aus dem ostpontischen Gebirge am Schwarzen Meer (Türkei), dessen Genuss zu schweren Rauschzuständen, zu Kreislaufkollaps und vereinzelt zum Tod führen kann. Diese Giftwirkung beruht vermutlich auf dem Rhodotoxin-Gehalt des Nektars der dortigen Rhododendron-Arten; auch das Aconitin des Eisenhuts kommt als Ursache in Frage.


    Quelle: http://de.geocities.com/schon_gelesen/03_11_03/toll.html


    Da drüber gibt es auch schöne Geschichten, wenn mir nur eine einfallen würde... :roll:


    Best!
    Arnd

  • Hallo zusammen,
    ich bin geschockt.
    Sabine schreibt, der griechische Rhododendron Honig sei leicht giftig und unbekömmlich. Arnd schreibt, der pontische Honig sei vereinzelt tödlich giftig wegen Rhododendron und Aconitum und außerdem berauschend. :o :o
    Ich kenne keinen deutschen Garten OHNE Rhododendron, und Aconitum ist eine häufig gepflegte einheimische Pflanze, die sich auch mal gerne ausbreitet. Und die Bienen gehen dran!! :o
    Wird unser Honig denn auch auf die Pflanzengifte untersucht oder beschränkt sich die Untersuchung auf Pflanzenschutz - und Umweltgifte?
    Stelle mir den deutschen Imker gerade als unabsichtlichen Rausch - Gifterzeuger vor... :( 
    Wie ist das mit den Giftpflanzen und dem Honig?? Maiglöckchen sind giftig, Seidelbast, Fingerhut, Pfaffenhut...da kommt eine lange Liste zusammen.
    Sind die Artikel über Pflanzengifte im Honig wissenschaftlich fundiert oder als versteckte Werbung für den deutschen Honig einzustufen?
    Würde mich wirklich interessieren..
    Viele Grüße aus dem Ruhrgebiet
    Elke

    LG
    Elke


    Bienen seit April 06, Carnica in Heroldbeute auf DNM , Gartenbienen