Beute aus Styrodur Dämmplatten ?

  • Hallo zusammen,


    könntet Ihr Euch vorstellen, Ablegerkäster oder gar eine größere Beute aus 50 mm Styrodurplatten zu bauen ? Der Boden würde über ein Fliegengitternetz belüftet, geklebt würden die Platten mit Silikon. Gibt es da ökologische Bedenken ?


    Danke für alle Ratschläge.


    Gruß
    Frank aus Dorsten

  • Styrodur wiegt nur 35-40g/l, Segeberger haben ein Litergewicht von 100g.
    Sie würden sehr leicht wegfliegen, denk ich mal.
    Ablegerkästen - naja.
    Ganze Beuten? Niemals.
    Volle Honigzargen wiegen einiges, und ich glaube nicht, daß Silikonkleber das hält.


    Ökologisch betrachtet, gibt's den üblichen Erdöl-Einwand.
    Aber warum willst du dir die Arbeit damit machen?
    Holz ist nicht mehr Arbeit, wird aber sehr viel länger halten und ist stabiler....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Frankman
    kommt darauf an, was Du unter "ökologische Bedenken" verstehtst.
    Die Bioverbände sagen dazu jedenfalls ein klares Nein.


    Außer, daß ich vom Prinzip her zu den Holzbeuten tendiere - im Selbstbau auf jeden Fall einfacher als mit Plaste - in der Großserie als ein Stück geschäumt natürlich praktischer & billiger - Styrodur ist nicht ganz so stabil wie es aussieht. Mir haben die Bienen auf jeden Fall ganz schöne Löcher in einen Styrodurschied geknabbert - und einige Zellen darin angelegt. (Beweisphotos, sobald ich mal wieder mit der Digicam zum Stand gehe).


    Ich würde Dir beim Selbstbau (Ablegerkästen ggf abgesehen, da hilft die zusätzliche Isolierung vieleicht etwas) von Plastikbeuten abraten - Holz ist da viel angehmer zu verarbeiten.


    Mirthran

    Wer Linksschreibfehler findet, darf sie behalten...

  • hi,


    gehe doch mal auf die Funktion "Suchen".
    Da findest Du einiges über Styrodur.
    Ach so, lass es mit der Bauerei.
    Die Bienen nagen Dir dein Styrodur schneller an, wie Dir lieb ist.
    Dann schneits in der Beute, sieht g... aus, nützt dir aber wenig.
    Die Styroporbeuten sind nicht umsonst so hart gepresst, wie Sabine schon sagte.
    Styrodur, selbst das kaschierte mit der grünen Oberfläche, ist viel zu weich.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo,


    Ich habe schon seit 2 Jahren Ablegerkästen aus Styrodur und bin damit sehr zufrieden, kann an ihnen kein knabbern erkennen. Deshalb habe ich mir dieses Jahr 15 Halbhohe-Zargen daraus gebaut.


    mfg
    daniel

    Wer den Kampf nicht kennt,
    kennt auch keinen Erfolg!

  • Hallo,


    und wie sieht es mit Holzbeton aus? Das wird ja für den Bau für zum Beispiel Hornissennester genutzt. Und ist einfach selbst herzustellen.


    Um die Phantasie mal wieder in Schwung zu bringen *galloppier* :o


    Bernhard Heuvel

  • hab mal irgendwo einen Bericht über die deutsche Besetzung in Frankreich gesehen (?) - Erinnerung an Titel und Ort = null.


    Wie auch immer...
    ...die Jungs haben damals nicht nur Panzersperren aus Beton gegossen :wink:


    sabi(e)ne
    Damit hättest du keine Rückenprobleme mehr, müsstest halt mit Gabelstabler und 40tonner zum Stand *LOL*



    With a smile!
    Arnd

  • Hi arndt,


    Zitat

    hab mal irgendwo einen Bericht über die deutsche Besetzung in Frankreich gesehen (?) - Erinnerung an Titel und Ort = null.


    Stimmt!
    Die Jungs hatten ja immerhin jahrelang ziemliche Langeweile.
    Also haben sie kurzerhand auch Bienenbeuten aus Beton gegossen.
    Die Dinger stehen teilweise immer noch in der Landschaft herum und jahrzenhnetelang wußte niemand, was das sein sollte.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • viel schwer.... bei 500-1600kg/m³


    Nehmen wir mal eine Zarge für die Warrébeute. 30x21x2 mal zwei plus 34x21x2 mal zwei. Macht dann -öhm- 5376cm³. Also 0,005376m³.


    0,005376m³x1050kg = ~5,65 kg



    Je nachdem wie das Verhältnis Holz zu Beton genommen wird, wird auch das Gewicht beeinflusst. Das Gewicht sollte zwischen 2,69kg und schlimmstenfalls
    ~8kg liegen. Wenn ich den Holzanteil dramatisch erhöhe sind 2,7 kg drin.


    Dann kommt der fahrbare Lastenheber fürs Gelände von Dir zum Einsatz, Sabi(e)ne :wink:


    Bernhard Heuvel

  • Radix schrieb:

    hast Du einen Mischungsvorschlag für Holzbeton?


    Wikipedia schrieb:

    Holzbeton ist ein Werkstoff, bestehend aus einer Mischung von Sägespänen (5 Volumenanteile) und Zement (3 Volumenanteile). Holzbeton wird mittlerweile fast ausschließlich im Naturschutz verwendet, und zwar für Nistkästen, Bruthöhlen und Überwinterungsquartiere diverser Tiere.


    Verarbeitung


    Das Gemisch wird mit Wasser angerührt bis es etwa die Konsistenz von feuchter Gartenerde hat. Beim Auspressen einer Handvoll sollte spärlich etwas Flüssigkeit abtropfen. Der Zusatz von Calciumchlorid beschleunigt das Abbinden. - Zur Verarbeitung müssen vorher Formen gefertigt werden, in die die pastöse Masse eingestampft wird.


    Der Anteil des Zementes lässt sich aber noch verringern, da muß man ein bisschen experimentieren, ob das klappt.


    HTH,


    Bernhard Heuvel

  • arnd schrieb:

    hab mal irgendwo einen Bericht über die deutsche Besetzung in Frankreich gesehen (?) - Erinnerung an Titel und Ort = null.


    Hallo arnd,


    Titel: Bauten deutsche Soldaten Betonbeuten? - Ein rätselhafter Fund in Südfrankreich
    Ort: Imkerfreund 07/2004, Seite 15



    Gruß Ambrosius

  • :lol: mehr als 5kg für so eine kleine Zarge?#kratz
    Naja, zumindest würde es die Standfestigkeit erhöhen.... :wink:


    Meine Frage bezüglich der Winter/Sturmsicherung ist noch offen....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen