Völkerverluste

  • Was ist normal! .Bei uns in der Schweiz Völkerverluste schwischen 50 -100% ausfall! Grosse Waldhonigernte,bis mitte August.Demzufolde zu viel Waldhonig im Brutraum,strenger Winter mit wenig Reinigungflug!Habe von 100 Völker,50 verloren.Aber troztem viel Glück gehabt.Mit freundlichen Grussen Ursus

  • Hallo Ursus
    Bitte etwas konkreter.
    Zuerst wäre es schön, wenn Du mindestens sagen würdest aus welcher Gegend Du kommst und wie Du imkerst.
    Zu den Verlusten in der CH folgendes:
    Gemäss meiner Infos hat es vorallem die Bodenseeregion, den Jura erwischt und meistens war es die Varoa. Fehlende/falsche Herbst/Winter behandlung in zusammenhang mit einem harten Winter hat den Völkern das Genick gebrochen.
    Es gibt in allen Regionen auch Imker welche keine Nennenswerten Verluste hatten und dort wurden die Behandlungen konsequent durchgeführt.
    Mit freundlichem Gruss
    Hugo

  • Hallo,


    ich war gestern bei meinen Bienen und anschließend bin ich an den Nachbarständen die ich so kenne vorbei gefahren. Folgendes Bild auf den fünf direkten Nachbarständen!


    von 46 leben noch 12!
    von 29 leben noch 9!
    von 55 leben noch 45!
    von 22 leben noch 7!
    von 31 leben noch 27!


    an meinem Stand dort leben von den 24 eingewinterten noch 20!


    also von 207 eingewinterten leben hier noch 120!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • In meiner Ecke:
    von 12 leben noch 3
    von 8 leben noch 4
    von 7 leben noch 7.


    Schlußfolgerung: Aus den wenigen Beobachtungseregebnissen Einzelner, die sehr weit streuen, ist keine sinnvolle Aussage zu entnehmen.


    Grüße, Thomas

  • Hallo Zusammen,


    wir haben drei Stände:


    Von 16 lebt noch 1 Volk
    von 10 leben noch 6 Völker
    von 6 leben noch 5 Völker


    Interessant wird es, wenn man sich anschaut, wo die Völker stehen: Der Standort mit dem starken Verlust steht in einem intensiv landwirtschaftlich genutzen Gebiet, während die beiden anderen in Gebieten mit lediglich Weidewirtschaft stehen.
    Wenn es mehreren Kollegen genauso geht, wäre das zwar noch kein Beweis dafür, daß Spritz- oder Beizmittel Schuld am Bienensterben sind, aber immerhin ein starker Hinweis.


    Aber bitte verfallt jetzt nicht in alte Diskussion, interessanter wären die die Völkerverluste und die Umgebung der jeweiligen Stände.


    Viele Grüße,
    Effendi

  • toyotafan schrieb:

    Hallo,


    also von 207 eingewinterten leben hier noch 120!


    Hallo,
    Und nach Ansicht unserer ach so schlauen Superimker seid ihr jetzt alle
    Bienenmörder, die keine Ahnung davon haben wie man Bienen hält. 8) 
    Zitat : " Ich kille ja auch keine Bienenvölker ! " :evil:


    Ich habe auch Verluste gehabt wie viele andere Kollegen, wir hatten hier oben im Norden der Republik über 4 1/2 Monate Frostperiode ohne Möglichkeiten für die Bienen zu einem Reinigungsflug. :evil: 
    Die Beuten der toten Völker sahen aus, wie reingesch...en.
    Alle Rähmchen, Futterwaben, Beuteninnenseiten voller Kot.
    Ich frage wirklich, was ma da hätte machen sollen ?? , das ist eben die
    Natur mit der wir imkern.
    Sicher mache ich genau wie viele andere auch noch Fehler bei der Varroabehandlung,
    aber den Wintereinfluss kann eben keine beiseite räumen.

  • Ralf Patjens schrieb:

    Und nach Ansicht unserer ach so schlauen Superimker seid ihr jetzt alle
    Bienenmörder, die keine Ahnung davon haben wie man Bienen hält. 8) 
    Zitat : " Ich kille ja auch keine Bienenvölker ! " :evil: 
    Ich habe auch Verluste gehabt wie viele andere Kollegen, wir hatten hier oben im Norden der Republik über 4 1/2 Monate Frostperiode ohne Möglichkeiten für die Bienen zu einem Reinigungsflug. :evil: 


    Hallo Ralf,
    meiner Erfahrung nach und auch die der Wetterforscher waren die Winter früher bei weitem strenger als heute und komischerweise haben die Bienen überlebt.
    Eine Biene kann 4 Monate ohne abzukoten im Stock verbleiben, d. h. natürlich ohne Störungen, ohne "Warmeinpackerei". In diesen 4 Monaten wird doch immer wieder ein Tag dabeisein, wo die Sonne auf die Beuten scheint und die Temperatur auf 7 - 8 Grad ansteigt. Sogar hier in Niederbayern waren solche an meinem Bienenstand immer dabei. Falls ich natürlich meine Bienen in einem nordseitigen Bienenhaus oder sogar in einem dichten Hochwald stehen habe, ergäbe sich schon wieder meine oft gestellte Frage des richtigen Bienenstandplatzes. Man kalkt ja z. B. auch die Stämme der Obstbäume um den Temeraturanstrich im Winter zwischen Sonnen - und Schattenseite zu kompensieren und da steigen bei direkter Sonneinstrahlung im Winter die Temperaturen ins zweistellige.
    Meinst du früher waren nicht Winter dabei, die manchmal fast die ganzen Bestände dahinrafften. Aber auf mehrere Jahre hin gesehen ist 20 % Verlustrate ein Wert der durchhaus im Normalbereich liegt.


    Folgendes Bild ergab sich bei uns 3 Imkern im Dorf:


    Stand 1: 10 Völker - 10 überlebt
    Stand 2: 9 Völker - 9 überlebt
    Stand 3: 6 Völker - 2 überlebt


    letzter Stand war der Bienenbestand meines alten Imkernachbarns der seine Völker mitten im Hochwald stehen hatte und die zwischen Leerwaben erfroren sind.
     
    Mich regen nur so schwachsinnige Parolen ala Bildzeitung auf:
    80 % der deutschen Bienenvölker tot - 60% der oberbayrischen Bienen tot. Wenn ich dann schon höre, ich habe gehört................

  • :o xare, wir hatten *warmen*Tage, bloß war da jedesmal extremer Wind, oder es hat geregnet, also null Flugwetter. Und hier saßen sie geschlagene 5 Monate fest...
    Das ist verdammt lange...
    Und das ist selten, weil normalerweise um Weihnachten rum ein warmes Tief kommt, wir hatten schon öfters auf Heiligabend 12°C und fetten Flugbetrieb.
    Bloß diesmal fiel das aus, vor Mitte März ging GAR NICHTS hier.
    Insofern kann ich Ralf voll verstehen, sowas hat dann nichts mit Können zu tun, sondern eher mit Naturgewalt.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • An meine Kästen kam die Wintersonne und die Bienen konnten lange vor anderen Völkern fliegen. Wahrscheinlich deshalb eine so gute Überlebensrate.
    Andrea

  • sabi(e)ne schrieb:

    also null Flugwetter. Und hier saßen sie geschlagene 5 Monate fest...
    Das ist verdammt lange...
    Bloß diesmal fiel das aus, vor Mitte März ging GAR NICHTS hier.


    Du willst mich nicht vergackeiern oder etwa doch ???? :D:D:D 
    Erzähl mir wie du auf 5 Monate kommst?
    Flugunwetter von Mitte Oktober bis Mitte März, das glaube ich dir nicht und schon gar nicht, dass nie ein wenig Flugwetter war! Bei solchen Situationen fliegen die Immen auch unter 7 Grad und 4 Monate hält ihre Kotblase!

  • :evil: Klar. Im Januar hat mein LG mir bei strahlendem Sonnenschein, Schnee und +3°C erzählt, daß vereinzelt Bienen ausfliegen und sch...
    Als ich gefragt habe, wieviel er denn wieder habe landen sehen und *reinkrabbel*: Keine.
    Und Flugtage kurz nach dem Einfüttern nützen mir nichts, wenn Monate später nix geht....
    Im Süden war es diesen Winter öfter mal schön, wenn hier oben nur Regen und Nebel war, du erinnerst dich?
    Es gibt einfach Sachen, die du nicht beeinflussen kannst, und die Zeit bis zum Reinigungsflug gehört nun mal dazu. Leider.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Die Bienenverluste resultieren nicht alleine von einer Sache her.
    Das müßte doch inzwischen einleuchtend sein.
    Wenn dich tagsüber dein Chef anranst, mittags die Bratwurst zu fett ist und abends dein Sohn schlechte Noten bringt, dann kann deine Frau nicht auch noch das Fernsehprogramm auswählen.
    Das ist zu viel des Guten.
    Bei den Bienen ist das auch der Fall.
    So und so viele sind ein bischen krank!
    Dann gibts ein bischen Gift ins Winterfutter!
    Ein wenig falsches Futter! Ein langer Winter!
    Doch was können wir(Menschen) beeinflussen?
    Wollen wir weiterhin erfolgreich imkern, sollten wir das Gift reduzieren, bzw. die Landwirte und Brunnenvergifter der Chemieindustrie zum Teufel jagen.
    Denn als Imker verwende ich nichts davon.
    Aufgepasst Leute, das Zeug reichert sich im Boden an.
    Da saufen eure Bienen Wasser und in ein zwei Jahren werden wir uns wieder fragen:
    War es die Kälte?
    War es die Schiss?
    war es Varroa Ssp. destruktor invisiblis
    oder brauchen wir nochmals zwei Jahre.
    Zuviel am Kopf kratzen verursacht schwere Wunden.
    Gruß Musikus

  • sabi(e)ne schrieb:

    :evil: Klar. Im Januar hat mein LG mir bei strahlendem Sonnenschein, Schnee und +3°C erzählt, daß vereinzelt Bienen ausfliegen und sch...
    Als ich gefragt habe, wieviel er denn wieder habe landen sehen und *reinkrabbel*:


    Oh Gott, fällt mir das entzetzlich schwer *Stöhn, seufz, Finger weg von Tastatur*. :D:D


    Nein, ich antworte jetzt nicht und wenn ich explodiere, obwohl ich mir ein Grinsen von einem Ohr zum anderen nicht verkneifen kann!
     :D:D:D:D:D:D:D:D:D