Drohnenbrutschneiden

  • Hallo Melanie,


    auch mir fällt das Gemetzel schwer, muss aber leider sein!


    Ich stecke die ausgeschnittenen Waben in eine Plastiktüte und gebe sie für zwei, drei Tage in die Tiekkühltruhe.


    Die gefrorenen Waben hänge ich dann mittels eines "Behälters", den ich aus einem Streifen Kaninchendraht, der an beiden Enden zu einer Art Tasche zusammengebogen ist, zwischen die Zweige einer Hecke (tiefer Schatten, sonst hat man Bienenbesuch!).
    Nach wenigen Stunden haben Meisen und andere Vögel die Leckerbissen für sich entdeckt und leeren die Waben vollständig!
    Grüße von Kalle

  • Du weißt aber, daß das aus seuchentechnischen Gründen in Deutschland verboten ist?
    Nicht nur "ungern gesehen", sondern "amtlich untersagt".

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • d.h. ich muss die "Reste" vergraben?
    Bisher hab ich den Komposthaufen damit beglückt. Das im-Sonnenwachsschmelzer-brutzeln-lassen rockt auch nicht wirklich.


    btw.
    Gestern war ich bei den Ladies und hab den ersten Rahmen geschitten.
    Beim Schneiden ist mir aufgefallen das gerade 3 Jungs am schlüpfen waren, ne Pause war eh fällig, also hab ich mir im Schatten das Schlüpfen mal angeschaut. Auf jeder Drohne waren bis zu 3 dicke, fette, hellbraune Milben :o


    ...alter Schwede!
    Seit gestern ist mir ein wenig klarer warum das not tut.



    sabi(e)ne:
    Das mit den Rähmchen sauber machen ist mir echt zu viel rumgefummel am Stock. Gestern hab ich damit mal testweise angefangen und freiwillig nach der ersten Zarge sein lassen. Rähmchen übereinander ist ja noch sinnvoll um diese Jahreszeit, aber Putzen geht nur wenn es das erste mal richtig warm wird im Jahr. 2 voll besetzte Zargen voll Bienen finden das gar nicht witzig. :wink:



    So long!
    Arnd

  • hallo forum,


    was spricht dagegen die drohenrahmen eines standplatzes konzentriert in ein volk, das etwas abseits steht, unterbringt und hier die drohnen schlüpfen laesst?


    fragt bernie

    Imkeranfänger, Start April 2006,
    Standort: Kongo Bavaria * 4 Völker auf Eigenbau Dadant mod. * Brutraumzargen bestehen sich aus 2 einzelne, verschraubte Halbzargen * Zargeneckverbindung
    --> "Verdeckt Nut - Feder" verschraubt und genagelt* Wandstärke: 22mm Fichte

  • Daß die varroabesetzten Drohnen sich hurtig in die anderen Drohnenarmen Völker einbetteln werden und du sie dann auch gleich drinlassen könntest. :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Kalle,



    Waben mit Drohnenbrut hängt man nicht in die Bäume.
    Ob mit oder ohne Kaninchendraht, es ist eine grosse Gefahr
    für Deine Bienen. Wenn Du einmal die Faulbrut hättest, dann
    denkst Du anders darüber.

  • Nachdem ich schon öfters gelesen habe, dass man ausgeschnittene Drohnenwaben nicht für die Vögel aufhängen soll, mache ich es auch nicht. Ich verstehe allerdings nicht, wieso auf diesem Wege die Faulbrut übertragen werden sollte. Ich habe keine Faulbrut in den Stöcken, das Wachs von den Drohnen kommt nicht mehr rein, und mit dem was draußen herumfliegt kommen die Bienen sowieso in Kontakt.
    Kann mir also jemand eine logische Erklärung dafür geben?
    lG Helene

  • Denke das gilt eben deshalb, weil die Faulbrut eben erst sichtbar wird, wenn es schon zu spät ist - davor kann die Sporenbelastung im Honig aber schon so hoch sein, daß besuchende Bienen, die von der Drohnenbrut angezogen werden, kräftig Sporen mit heimschleppen können.


    Allerdings wenn ich sowas hier lese, frage ich mich wirklich wie das mit dem Seuchenschutz bestellt ist:


    Zitat

    Leider habe ich im Moment keine Bienen mehr. Ich habe zwei Völker im Schulgarten betreut und bei mir im Garten ein Volk gehabt. Das Problem ist: Im Flugradius der Bienen befindet sich ein Honiggroßhändler und Honigabfüller, der unzählige Fässer gestapelt im Freigelände stehen hat. Importhonig aus aller Welt. Rund um dieses Lager gibt es immer wieder Fälle von bösartiger Faulbrut. Die Beweisführung ist schwierig und es dauert hier zu lange, die ganze Geschichte zu schreiben. Fazit: Nachdem die Bienen im Schulgarten schon einmal bei meinem Vorgänger von Faulbrut betroffen waren und ein Bienennachbar auch immer wieder Sporen hat, hat es im letzten Sommer auch mich erwischt. Die Bienen im Schulgarten und auch meine eigenen waren betroffen. [aus: Hymenoptera-Foren unter http://www.hymenoptera.de/html/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=366


    Grüße
    Melanie

  • Hallo Zusammen,
    für Honighändler wie für Honig verarbeitende Betriebe gilt doch nach wie vor, das diese Honigfässer und alles, was mit Honig zusammenkommt,
    bienendicht unterbringen müssen.
    Das Lagern auf dem Hof unter freien Himmel ist auf keinen Fall eine solche.
    Auch wenn man dem Honighändler die Verbreitung der Faulbrut nicht nachweisen kann (Warum nicht? Eine Honigprobe aus den Fässern kann man doch auf Faulbrutsporen untersuchen.), stellt dies eine Ordnungswidrigkeit dar.
    Dieses müsste dem Amtsveterinär oder der/-in
    bekannt sein.
    Sicherlich aber der staatlichen Lebensmittelkontrolle.
    Vielleicht sollte man diese darauf einmal aufmerksam machen?


    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.