Drohnenbrutschneiden

  • Nachdem die Durchsicht am Freitag große Mengen an Drohnenbrut offenbarte habe ich heute die Messer gewetzt und insgesamt 1 Wabe (DNM) verdeckelte Drohnenbrut rausgesäbelt. Ein ziemliches Gemetzel, bei dem ich doch Anfänger-bedingt ein ziemlich schlechtes Gewissen hatte.


    Die Inspektion einiger Zellen ergab aber auch, daß so in etwa jede dritte Zelle von 1 bis 2 Milben besetzt war - war also wohl ein ziemlicher Schlag gegen die Milben-Mafia.


    Gibt es noch gescheitere Verwertungen für die ausgeschnittene Brut außer das Abkippen in die Mülltonne? Hühner habe ich keine...auch keinen Gartenteich voller feister Karpfen...


    Melanie

  • Hymenoptera schrieb:

    Die Inspektion einiger Zellen ergab aber auch, daß so in etwa jede dritte Zelle von 1 bis 2 Milben besetzt war - war also wohl ein ziemlicher Schlag gegen die Milben-Mafia.Melanie


    ...ich war heute auch ziemlich entsetzt, als ich bei der Frühjahrsdurchschau auf einem Stück Drohnenbau aus 38 verdecklungsreifen Drohenzellen 3 Milben gefunden habe........ Mein Gefühl: Es haben bedeutend mehr Milben den Winter überlebt, als uns Recht sein kann.......
    Wirken die organischen Säuren nicht mehr? Meine Völker werden mit Ameisensäure und Oxalsäure (Bienenwohl) behandelt.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"


  • Hallo Melanie,
    ein schlechtes Gewissen müsstest du haben, wenn du nicht die ersten Drohenrahmen ausgeschnitten hättest. Du kannst ja ungefähr überschlagen, welch großartigen Schlag du gegen die Milbenmafia du da ausgeführst hast. Alle 3 Wochen verdoppeln sich die Varroen. Erfahrungswerte belegen, dass ein Volk bei 4000 - 5000 am Ende ist. Dann rechne mal, ob du bei der Einfütterung A. Sebtember nicht schon diesen Wert erreicht hättest.

  • Zitat

    und insgesamt 1 Wabe (DNM) verdeckelte Drohnenbrut rausgesäbelt


    Hallo Melanie,


    eine Verständnissfrage; hast Du einen kompletten Baurahmen
    ausgeschnitten oder aus mehreren Waben, wo teilweise Drohen-
    brut errichtete wurde, diese ausgeschnitten?


    Das Rumschnippeln an einer Wabe habe ich auch im ersten Jahr
    gemacht, mach es aber nicht mehr und lasse die Drohnen schlüpfen.


    Gruß Peter

  • @ wuz


    Ich habe auf 2 Rähmchen jeweils die untere Hälfte entfernt. Der Hintergrund: Ich arbeite nur mit Mittelwandanfangsstreifen. Im letzten Jahr ist die Königin noch spät im Jahr buckelbrütig geworden und die Ladies haben noch ziemlich viele Drohnenwaben angesetzt - eben auf diesen beiden besagten Rähmchen, die quasi vom Arbeiterinnenmaß auf das Drohnenmaß umgearbeitet wurden. Habe noch vor dem Winter umgeweiselt; die neue hat aber natürlich brav diesen Drohnenanbau bestückt. Das Schneiden ging also noch verhältnismäßig gut; im oberen Bereich beider Waben waren nur Honigvorräte; es gab kaum Arbeiterinnenbrut dazwischen so daß sich der Schaden wohl in Grenzen hält.


    Habe ihnen jetzt noch einen leeren Rahmen zum Basteln gegeben aber mal sehen was für Waben sie jetzt unten anbauen werden...womöglich wieder Drohnenzellen; mal schauen.


    Auf den anderen Waben gibt es auch noch kleinere "Drohnennester" (das Volk brütet inzwischen auf beiden Zargen mit jeweils 8 Rähmchen oder so...also massig Brut) aber die habe ich auch gelassen...das bringt vermutlich nicht viel; es sind nur wenige Ecken und wenn ich dieses Jahr noch nen Ableger machen will, braucht es ja auch ein paar Drohnen (sofern ich mir keine Königin kaufe...muß mal schauen....).


    Melanie

  • Hm, habe auch in den alten Wabenrahmen in den Ecken Drohnenbrut. Dummerweise aber auf der anderen Seite des Rahmens Arbeiterinnenbrut. Sollte man die trotzdem ausschneiden? Oder besser ein paar Drohnen mitschlüpfen lassen?
    Die Baurahmen sind sie fleissig am bebrüten, aber noch nicht verdeckelt. Da muss ich noch warten mit Ausschneiden.


    Wie handhabt ihr das mit den Waben zwischen oberer und unterer Zarge? Weiß nicht weshalb die Mädels alles mit Waben vollstopfen, an sich ist ausreichend Platz für Brut ?

  • moin, Thyrie,
    Verbauungen zwischen den Zargen sind außer im Winter meist auf nicht passenden Bienenabstand (7-10mm) oder nicht genaues Übereinanderhängen der Rähmchen zurückzuführen.
    Normalerweise läßt man da keine Brut zu.
    Hast du schon den Honigraum drauf? Da könnten sie sich dann an den Mittelwänden genug austoben.
    Was sie gern machen, sind Weiselzellen unten in den nicht ganz ausgebauten Ecken ansetzen und die dann bis zwischen die Zargen hängen lassen....


    Die Drohnenecken würde ich stehenlassen, statt auch noch Arbeiterinnen mit zu killen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hey Sabi(e)ne :)


    ...danke für den Tipp!!! :wink: 
    Nachdem du das schon an anderer Stelle erwähnt hattest, hab ich die neuen Rähmchen genau über die alten gehängt und siehe da, die Verbauung is wech!


    Ich hab das Problem letztes Jahr ohne Ende gehabt.
    Das war eine Schweinerei beim Ankippen der Zargen.


    Wie machst du das mit dem Verkitten der Rähmchen untereinander?
    Mit der Zeit sind die in meinen Segerbergern wie festbetoniert. Meine 10er Holzzargen haben da etwas mehr Luft.
    ...in Ruhe lassen oder Sauber machen und auf eine Seiten schieben?



    Best!
    Arnd

  • 8) Meine Buckis kitten ja kaum (im Gegensatz zu der Dunklen) , aber ich würde für Sauberkratzen im Frühjahr plädieren, sobald die Temperaturen es erlauben, und anschließend immer schön an eine Seite drücken.
    Das hilft ganz gut.
    Ich hab neuerdings den hier:
    http://swienty.com/?pid=1&id=106313
    und der ist goil! Für alles, was so an den Kisten & Rähmchen draußen zu machen ist.
    Wer der deutsche Händler dafür ist, weiß ich leider nicht mehr, kostet aber dasselbe.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Danke für die Tips :D 
    Das mit den nicht genau übereinander stehenden Rähmchen stimmt, sind die Beuten, die ich samt Völkern und Rähmchen gekauft habe. Zum Teil haben sie breite Oberträger und zum Teil schmale.


    Dann werde ich mal aufräumen :wink: