Hohenheimer Einfachbeute ohne Deckelisolierung, ...-Mängel

  • Hallo,


    ich imkere seit 2004 in Hohenheimer Einfachbeuten entsprechend http://www.schreibauer.com/html/beuten.html .


    Es wird aber dort, oder auf jenen DIN A4-Angebotskopien, nicht erwähnt, dass die Deckel-Wärmeisolierung der Beutenkäufer selbst zusätzlich anschaffen muss.


    Auch auf http://www.uni-hohenheim.de/bienenkunde/einfachbeute.htm , der Webseite vom Beutenkonstrukteur Dr. Liebig, wird die Isolierung nicht erwähnt. S. und L. antworten auf entsprechende wiederholte Email-Anfragen von mir nicht mal mit der Empfangsbestätigungs-Anforderung.


    Als bei meiner diesjährigen Gesundheitszeugnis-Nachschau, am 01.04.2006, die Wabenrähmchen teilweise wieder nicht ziehbar waren, Kondenswasser unter der Deckelfolie hatte sie so stark aufquellen lassen, ging ich der Sache nun "eindringlicher" auf den Grund.


    Die Windelschieber sind hier eingeschoben, ausser im Sommer. Denn die Beuten stehen am felsigen und verengten Talhang, wo ansonsten der Wind, von unten durch die offen 6x8cm-Rähmchenaufstellung, die gedeckelte Brut wieder zum Teil unterkühlen würde. Meine Stände, im Nordschwarzwald auf 450m, in der Nähe der Hornisgrinde, haben ein IMO überdurchschnittlich kaltes und nasses Klima.


    Mein BV, bei dem das Beutenangebot ausliegt hat auch keine Erklärung für die fehlende Isolierungs-Information. Die 3er-Magazin-Beuten kosteten 55 Euro, ab 2006 dasselbe aber ohne Mehrwertsteuer, entsprechend 63,80 Euro. ;-)


    Mein "Anfänger"-Schaden:


    1. Honig-Kondenswasser fliesst vom Herbst bis zum Frühjahr auf die Windeln, ca. 50 ml je Beute. Die hinteren oberen Waben schimmelten stark.


    2. 2004 war bei S. die hintere Windelleiste statt 12 mm nur 8 mm dick. Der Spalt deswegen bis 9 mm hoch, ebenso wie am Rand, wodurch die Bienen das Honig-Kondenswasser räubern konnten.


    3. Vom Stand mit den 2004er-Beuten blieben mir von 11 Völkern per 08.2005 04.2006 noch 3. Der Rest wurde zusehends ausgeraubt. Auf einem Nachbarstand mit hier verbesserten Windel-Leisten von 2005 gab es kaum Räuberei, von jenen 10 Völkern habe ich nun noch 8 (2 09.2005 drohnenbrütig).


    4. Die Deckelplatte ist wie die Windel aus 4 mm dickem dunkelbraunem Sperrholz. Die gleichfarbigen Varroa-Milben können auf den Windeln schwerer als auf Andersfarbigem gefunden werden. 2004 war das Varroagitter ein graues diagonalgekreuztes Kunststoffgitter, das schon nach einem Jahr auf den Windeln auflag. Auch dadurch kann dort der Varroabefall nicht korrekt festgestellt werden!



    Auf dem DIN-A4-Angebotsblatt von Dehner ist die Isolierung auch nicht erwähnt. Aber immerhin bekam ich von dort die Email-Info: "Beute mit einer atmungsaktiven Deckelplatte ausgestattet. Das heißt diese hat einen sehr hohen Isolierwert. Zudem kann nachträglich über dem Einfachdeckel nochmals eine Isolierplatte eingebrachet werden".


    Doch bei http://www.bienenweber.sagehost.de/beutensysteme.htm steht:
    "Innendeckel ohne Isolation ... Blechdach Abholpreis: 79,90 EUR inkl. MWSt. :-).


    Auf http://www.imkereibedarf24.de falle ich nicht herein, nach der Forumsinfo hier von 04/05.2003.



    Beim hiesigen Haisch-Baumarkt fand ich als mögliche Isolierungsplatten für die 53 cm x 43 cm Isolierungen:


    8 mm Fasoper (1,2 m x 1 m zu 5,01 Euro, braun-grau aus feinem Sägemehl gepresst?) oder
    30 mm Styrodur (1,2 m x 0,5 m ca. 6 Euro) oder
    30 mm Styropor (1 m x x 0,5 m ca. 1,50 Euro)


    Ich verwende nun die natürlichen (hoffentlich ohne giftigen Formaldehyd-Kleber?) Fasoper-Platten zu 1,25 Euro je Isolierung Damit gibt es kein Kondenswasser mehr :-).



    Wie können die Hersteller S. und D. dazu gebarcht werden, die fehlende Isolierungsinfo zukünftig auf Ihren Neuimker-Angeboten mit anzugeben?

  • Habe auch 2 Beuten bei der Firma Schreibauer gekauft und bin bei weitem ncht damit zufrieden. Zargen sind nicht paasgenau verarbeitet. Zum Teil minderwertiges Holz :evil: verarbeitet. Zum Thema Deckel dieser ist nur eine Sperrholzplatte ohne jegliche Isolierung habe mir einen Neuen Deckel und Blechabdeckung bei der Fa. Wasinger bestellt diese ist kompatibel.Ich werde auf jedenfall bei der Fa. Schreibauer nichts mehr bestellen selbst wenn diese günstig ist.
    Schöne Grüße
    Toddy

  • Hallo Jungs,


    ohne Firmennamen nennen zu wollen (ich kenne die oben genannten nicht), weiß ich, dass jede Menge schwarze Schafe auf dem Markt sind.
    Und daß die billigen irgendwo etwas gegenüber den teuren einsparen müssen, ist doch klar.
    Beuten kauft man doch nicht für ein, zwei Jahre.
    Als ich vor drei Jahren auf Holzbeuten umgestiegen bin, habe ich monatelang auf jeder Ausstellung Händler besucht, bin zu denen auf den Hof gefahren und habe mir die Dinger angesehen.
    Vor allen Dingen habe ich mir Beuten im Einsatz zeigen lassen, die schon mehrere Jahre auf dem Buckel hatten! :wink: 
    Denn nach einigen Überwinterungen sieht man erst den Unterschied in der Qualität.
    Klar, als Anfänger hat man noch nicht so den Blick, aber beim nächsten Mal schaut euch mal genau um.
    Wenn ihr noch Auskünfte braucht über gute Beuten, fragt doch mal bei mir oder Reiner Schwarz per PM nach, ich möchte hier keine Werbung machen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Moin Michael,


    mach doch ma Werbung, bitte! Du kriegst doch keine Provision 8) , da kannste doch auch Geheimnisse lüften und so manchen nicht-PM-Schreiber informieren. (Oder soll ich Dir 'ne PM schreiben und Dich fragen und dann auch um Erlaubnis bitten, diese PM zu veröffentlichen oder soll ich sie dann aus dem Gedächtnis zitieren oder wird das wie beim LS vom Mr.W. und ich muß dann erst noch Geld irgendwohin schicken?)


    Wo gibt's Deine Beuten?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo miteinander,


    bei der Hohenheimer Einfachbeute nach Liebig, so scheint mir jedenfalls, wird das Thema 'Deckelisolierung' meistens ausgeklammert. Ich habe mir diesen Beutentyp bei Bienenweber (http://www.bienenweber.sagehost.de/) gekauft. Weber weist darauf hin, dass seiner Erfahrung nach keine Isolierung der Deckel nötig ist. Im letzten kalten und langen Winter habe ich die Innendeckel aber dennoch isoliert und zwar mit 4 cm dicken Gutex-Platten (weiche Holzfaser!) aus dem Baumarkt.


    Viele Grüße,


    Vorgebirge

    (seit 2002 Carnica, Standbegattung; Löwenzahn, Obstblüte, Sommerblüte, Robinie, Linde; Zander, Zeidlermagazin (Heroldbeute), Hohenheimer Einfachbeute; Neutralgläser, eigene Etiketten; Honig, Propolis, Met, Bärenfang)

  • Tschuldigung,


    Bienenweber weist natürlich darauf hin, dass seiner Erfahrung nach eine Isolierung der Innendeckel nicht (!!!) nötig ist.


    Grüße,


    Vorgebirge

    (seit 2002 Carnica, Standbegattung; Löwenzahn, Obstblüte, Sommerblüte, Robinie, Linde; Zander, Zeidlermagazin (Heroldbeute), Hohenheimer Einfachbeute; Neutralgläser, eigene Etiketten; Honig, Propolis, Met, Bärenfang)

  • ich würde auch sagen: Bitte Namen nennen!
    Hersteller von guten Beuten sollten auch belohnt werden!
    Ich habe meine von Wasinger und von Hofmaier, verarbeitung, bei beiden, sehr gut. Da ich sie neu habe, kann ich nichts über die Haltbarkeit aussagen. Bisher habe ich selbst gebaut.
    Gruß! Nikk

  • Hallo Peter,
    was sind konkret die Schwächen und Mängel bei Schreibauers Beuten? Du schreibst, dass du diese als Anfänger nicht erkennen konntest, nur was konntest Du nicht erkennen? Sind sie nicht maßhaltig, ist nasses Holz verwendet worden, gehen die Beuten aus dem Leim, oder was genau ist damit? Was hat Herr Schreibauer auf deine Reklamation erwähnt und was genau meinst du mit: "... ich kenne den Herrn und seine Werkstatt..."?


    Ich frage so gezielt, weil ich dort auch Beuten bestellt habe, die ich demnächst bekommen soll. Nur sind mir Experimente zu teuer und ich würde gern anhand deiner Erfahrungen abschätzen wollen, ob es sich lohnt die Bestellung zu stornieren.


    Gruß
    Ralph

  • Hallo @all,


    ich habe auch Beuten von ihm. Material: Weymouthskiefer!!!
    (ohne Mehrkosten)
    Boden mit Anflugbrett, Kunststoffschieber (Mäusegitter) und Boden-Edelstahldraht.
    Deckel zum überstülpeln (gewählt) und mit irgendeiner wasserfesten
    Platte. Habe allerdings wegen Außenaufstellung eine Kunststoff-
    plane sicherheitshalber übergeklebt.
    Einige Details habe ich persönlich mit ihm abgesprochen
    und entsprechen wurde produziert (statt Holzauflage Einfräsung für
    Metallschiene).
    Im Vergleich zu Weber, wo ich durch arbeitendes Holz
    geringe Abweichungen bekommen habe, kein nennenwerter
    Unterschied von der Qualität, im Gegensatz zum Preis.
    Neuerdings wird bei ihm auf der Homepage Mehrwertsteuer
    ausgewiesen, was das Produkte teurer macht.
    Ein Nachteil sind die langen und nicht bestimmbaren Lieferzeiten.


    Ansonsten eine günstige Alternative.


    Gruß Peter

  • Hallo Imkerjonny,


    ich habe seit Anfang 2005 meine Beuten in 3 Etappen bei der Fa. Schr.... gekauft und konnte natürlich als Anfänger die Schwächen auch nicht erkennen.
    Da ich immer selber abgeholt habe, kenne ich den Herrn natürlich und auch seine Werkstatt.


    Die Qualität der Beuten war von mal zu mal anders. Mit den ersten war ich absolut zufrieden, dann wurde es vom Holz her und von der Verarbeitung immer schlimmer.


    Ich habe nach meiner letzten Abholung nochmals mit Ihm telefoniert, und ihn darauf hingewiesen.


    Zum Thema Deckelisolierung :
    Stimmt, nirgends steht dass diese nicht dabei ist, aber ich bin irgendwo darüber gestolpert und habe die mitgelieferten Deckel mit 2 cm Styrodur isoliert.


    Da ich momentan noch im Anfängerkurs von Dr. Liebig bin, kann ich Dir sagen dass der "Papst" selber überhaupt keinen Deckel verwendet, sondern nur die Styrodurplatte auflegt und dann die Blechhaube darüber.


    Aber um auf die Beuten zurückzukommen... ich bin langsam auch der Meinung, dass man die Firma meiden sollte...
    die Rähmchen die ich da gekauft habe musste ich auch nochmal nacharbeiten, da sie kaum in die Beute passten ( zu langer Oberträger ).


    Die Empfehlung habe ich auch über meinen Imkerverein bekommen, muss aber wie gesagt in der Zwischenzeit auch warnen....

  • Hallo Ralph, hallo at all....


    Mir ist bei meinen 3 Bestellungen aufgefallen, dass die Qualität des Holzes nachgelassen hat. Ich meine hier nicht wg. Ästen oder so, sondern die Verarbeitung, dass ich zum Teil noch Rindenstücke dran hatte ( war hoffentlich eine Ausnahme ) und dass die Verarbeitung des Holzes nachgelassen hat.


    Am Anfang hatte ich wunderbares, gehobeltes und schön anzusehendes Holz... dann war das gehobelte Holz nicht mehr so und das hat mich schon etwas geärgert.


    Falls dies falsch rausgekommen ist... ich werde warscheinlich wieder bei Ihm bestellen, und dann aber auf solche Sachen im Vorfeld hinweisen.
    ... und vielleicht auch mal die eine oder andere Zarge bei Ihm lassen.

  • Ich habe mit drei Völkern Hohenheimer Beuten von Weber mitbekommen (2 Jahre alt) und für 2 die von Bergwinkel neu gekauft.
    Die von Weber sind gut gearbeitet, die von Bergwinkel aber noch besser! Bei beiden Beuten waren isolierte Deckel dabei (weiß aber nicht, ob es bei den gebrauchten evtl. Zubehör ist). Bergwinkel baut die Hohenheimer seit diesem Jahr, kosten mit flachem Boden, Einschiebewindel und noramlen Dach (Blechdeckel geht extra) knapp 90 Euro.

  • Hallo zusammen,


    ist schon erstaunlich was es da für Preisunterschiede gibt! 55 € zu 90 €!


    da frag ich mich dann wer jetzt da richtig kalkuliert! und wer da die bessere Qualität hat! und warum der Schreibauer jetzt auf einmal die MwSt. noch drauf haut?


    Beuten sind in meinen Augen Investitionsgüter und keine Verbrauchsmittel! wenn ich also Geld ausgebe dann doch für etwas, das auch möglichst lange halten soll!


    Und da Beuten ja die meiste Zeit drausen im Freien stehen ist gerade die Qualität sehr entscheident!


    Ich frag mich daher ob es wirklich immer Sinn macht auf den Preis zu achten! Ich weiß wenn man Anfänger ist hat man das Geld nicht gerade im überfluß und muß wohl jeden Cent drei mal umdrehen! dennoch glaub ich daß es manchmal der falsche Weg ist immer nur das billigste zu kaufen!


    wie denkt ihr darüber?


    Lieber ein paar Cent mehr für den Honig verlangen und dafür rechtes Werkzeug kaufen, als sich immer mit den unzulänglichkeiten der Billigwaren rum schlagen?


    oder anders rum immer nur die billigsten Sachen kaufen, so daß man auch den Honig so preiswert als möglich den Kunden weiter geben kann?


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!