Buckfastimker 1/2006

  • Da stehen zwei sehr interessante Artikel drin, einmal Josef Koller, Imkern ohne Varroabehandlung ( auch er imkert mit kleinen Zellen), und Paul Jungels, Ergebnisbericht der Varroatoleranz-Überlebenstests 2000-2005.


    Ich stimme mit J.Koller absolut überein, daß es Varroatoleranz als ein einziges, vererbbares Merkmal wohl nicht gibt.
    Hochinteressant ist seine Bemerkung, daß in Dänemark oder Norwegen die Verluste der dortigen Imker mit Bienen derselben Genetik wie er sie hat, bei nur etwa 5% liegen.
    Da bin ich sehr gespannt auf die Vergleichsversuche...


    Paul Jungels schreibt in seinen Ergebnissen, daß bei ihnen die Selektion die problemzeit verschoben hat, von früher Mitte Juli auf jetzt Ende August (sichtbare Virusinfektionen).
    Besonders interessant fand ich:
    Einzelne Völker der selektierten Zuchtlinien kommen mit sehr hohem Milbenbefall zurecht, der sich im Spätherbst auffallend reduziert, und diese Völker überleben im allgemeinen, wenn auch deutlich geschwächt. In Klammern die Frage, ob es sich evt. um eine Milbenkrankheit bei sehr hoher Milbendichte handeln könnte.
    Auch da bin ich hochinteressiert, wie es weitergeht.


    Wer von euch hat's auch gelesen?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • sabi(e)ne schrieb:

    Da stehen zwei sehr interessante Artikel drin, einmal Josef Koller, Imkern ohne Varroabehandlung ( auch er imkert mit kleinen Zellen), und Paul Jungels, Ergebnisbericht der Varroatoleranz-Überlebenstests 2000-2005.
    Ich stimme mit J.Koller absolut überein, daß es Varroatoleranz als ein einziges, vererbbares Merkmal wohl nicht gibt.
    Hochinteressant ist seine Bemerkung, daß in Dänemark oder Norwegen die Verluste der dortigen Imker mit Bienen derselben Genetik wie er sie hat, bei nur etwa 5% liegen.
    Da bin ich sehr gespannt auf die Vergleichsversuche...


    Hast du mit dem Koller Josef schon mal gesprochen, wie er das Imkern ohne Varroabehandlung händelt?


    Ich schon, also lass ich es oder meinst du das Wunder ist die 4,9 mm Zelle! :lol::lol::lol:

  • Reiner Schwarz schrieb:

    Hallo Xaver,


    weisst du überhaupt von was Sabine spricht?


    Ja ich weiß es und werde nicht darüber diskutieren! Habe mir den Frust schon der Seele geschrieben, das reicht jetzt wieder eine Weile :D:D

  • Hallo Zusammen
    Sabiene spricht von einem extrem heissen Eisen.
    Ich habe es gelesen und auch verstanden.
    Leider ist es so, dass im Bereich Varoatoleranz und nicht Carnica alles auf privater Basis gemacht werden muss, weil einfach noch zu viel Holz vor dem Kopf vieler Imker und Institutswissenschaftler dafür sorgen, dass der Durchblick behindert wird.
    Ich hoffe, Ihr verzeiht mir diese Sätze, aber ich finde es einfach tragisch, dass es im deutschen Sprachraum nicht möglich ist an einem Strick in der gleichen Richtung zu ziehen.
    Zum Glück sind wir bei uns mit dem drei Rassen konzept auf dem Weg aber auch bei uns ist noch nicht alles gut.
    Freundliche Grüsse
    Hugo

  • honigmayerhofer schrieb:


    Ja ich weiß es und werde nicht darüber diskutieren! Habe mir den Frust schon der Seele geschrieben, das reicht jetzt wieder eine Weile


    Nein, Xaver du weisst es nicht, da du die Quellen nicht gelesen hast. DAS frustet immer wieder!

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Reiner Schwarz schrieb:

    Nein, Xaver du weisst es nicht, da du die Quellen nicht gelesen hast. DAS frustet immer wieder!


    Hallo Reiner,
    es genügt, wenn ich sage, dass ich die Zusammenhänge kenne. Was von mir gesagt werden musste, habe ich gesagt und das tat mir unendlich gut.
    Vielleicht hast du vergessen, dass ich in Eggenfelden einmal einen Buckfastzüchtertag mitvorbereitete, wo dein Landesvorstand Koller auch mit mir über die Thema sprach und er auch einen Vortrag hielt.
     
    http://www.buckfast-bayern.de/vorstand.html


    Ich sprach nur davon, dass nicht allein die 4,9 mm Zelle das Wunder der "Nichtbehandlung" ausmacht und mir der Weg dieses Imkerns zu steinig sei.

  • Hugo,
    wenn ich nicht so viele Leute weltweit mailmäßig kennen würde, die auch mit kleinen Zellen oder anderen Ansätzen arbeiten, hätte ich längst aufgegeben.
    Josef schreibt: Suchen Sie sich Mitstreiter, möglichst in Ihrer Nähe. In Depressionsphasen, die sicherlich eintreten werden, kann man sich gegenseitig wieder aufrichten.
    Okay, in der Nähe direkt hab ich kaum jemand, aber e-mails und news-groups helfen schon sehr....
    Ich kenne jemand, der vorletztes Jahr von 200 Völkern 180 verloren hat, ud trotzdem weitermacht. Anders wird es nicht gehen.
    Es wird keine "Superkönigin" geben, sondern ein Puzzle aus ganz vielen Faktoren, wobei die Genetik und Betriebsweise dann doch einen großen Teil ausmachen.
    Nur ist es schade, daß man kaum öffentlich darüber reden kann, ohne zerlegt zu werden.
    Die Konsequenz heißt, weitermachen, und sich sehr genau überlegen, wem man etwas mitteilt.
    Und das gilt dann nicht nur für Varroatoleranz, sondern auch für andere Entdeckungen.
    Ich finde es absolut schade, daß ich mich nicht in einem deutschen Forum frei austauschen kann, sondern wirklich vorurteilsfreies Interesse eher auf anderen Kontinenten finde...
    Ich habe nicht nur Karl Kehrle viel zu verdanken, sondern auch Leuten wie Harry, Reiner, Henry, Dee Lusby, Walt Wright, Erik Österlund, Denis Murell, und und und....
    Jeder hat ein Stück zum Puzzle geliefert, und über die Rückmeldungen auch welche bekommen.
    Bloß hier geht das nicht.


    LG, Sabi(e)ne


    P.S.: xare : meine Ferkel wurden unter Narkose kastriert, und Schwänze kupieren oder Zähne abkneifen gab es gar nicht.
    Wie weit ging eure Tierliebe, sobald sie kostet?
    Wer mir Liebe zur Kreatur predigt, sollte keine AS in seine Brut geben, und sich mal vorstellen, selbst ohne Narkose kastriert zu werden....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Liebe Interessierte,


    seit vielen Jahren verfolge ich unsere nationalen Bemühungen in Sachen V-T/R. Es ist schon so, dass jeder, der sich die Aufgabe V-T/R (ohne jede Behandlung) bei seinen Bienen zu erreichen auf den Rücken geladen hat bestenfalls belächelt wird.
    Rückschläge sind dann der Beweis für die Unsinnigkeit des Vorhabens.
    Es wurde in diesem Forum sogar ernsthaft darüber diskutiert, diese Imker für eigene Völkerverluste haftbar zu machen.


    Warum werden Veranstaltungen eigentlich nicht existierender Imkerorganisationen so gern von Bienenwissenschaftlern besucht? Ich meine gerade in Sachen Varroa aus Wissenschaftlermund inzwischen Formulierungen gehört zu haben, die vor Jahren dort schon ausgesprochen wurden.
    Also scheint wohl vielleicht doch etwas dran zu sein?
    Nur ist die Geschichte leider noch nicht filmreif (Bioimker mit schwerer Schutzkleidung bei der Rettung seiner Lieblinge)...


    Viele Grüße


    Manne

  • Liebe Imker und vor allem Tierschützer,
    man sollte nicht alles glauben, was hier so geschrieben wird. Imker sind normalerweise sehr Tier und Natur verbundene Menschen. Der Großteil der Imker wird niemals wissentlich den Tod ihrer Bienen wegen Unterlassung der Varroabehandlung billigend in Kauf nehmen!
    Ausserdem ist von Amts wegen, schon aus Sicht des Tierschutzes und auch aus Verbreitungsgründen, damit auch des Nachbars Bienen nicht durch die Nichtbehandlung einzelner "Bienenhalter" den Tod durch Varroa erleiden müssen, eine Varroabehandlung gesetzlich angeordnet. Auch in meinem Landkreis ist ine Varroabehandlung von Amts wegen vorgeschrieben.
    Damit ihr nicht mit dem Gesetz in Konflikt kommt und nicht mit einem schlechten Gewissen imkern müsst, schlage ich euch vor, euch bei eurem zuständigem Veterinäramt zu erkunden. Meistens ist dies auch über das Internet möglich:


    Hier z.B. irgendein Link zu dieser Sache:


    http://www.lra-aic-fdb.de/kult…ldungen/bienenvoelker.htm


    Dieser Beitrag liegt mir zum Wohle unserer Bienenvölker und auch zur Präsentation unseres Hobbys gegenüber Nichtimkern und besonders des Tierschutzes besonders am Herzen!

  • honigmayerhofer schrieb:

    ... man sollte nicht alles glauben, was hier so geschrieben wird. ...


    Ein derzeit leider immer mehr vernachlässigtes Sprichwort lautet: Wer viel redet, der schwindelt auch viel.


    Viele Grüße


    Manne

  • Hallo zusammen,


    leider bekomme ich den Buckfastimker nicht.
    Würde gerne wissen was drinnen steht. Gibt es einen Link zu den Berichten.


    Sabine
    Ich würde gerne mehr über Deine Betriebsweise wissen und den Zusammenhang mit den kleinen Zellen. Zielt Deine Betriebsweise darauf hin, keine Behandlungen durchzuführen?


    Ich finde es schon interessant, über den Tellerrand hinaus zu schauen.


    Gruß Peter

  • Hallo Sabine,
    Hallo Peter,


    es gibt keinen Imker, der kleine Zellen gibt und
    damit das Varroaproblem gelöst hätte.
    Welche Zellengröße den Bienen passt, kann jeder
    Imker sehen, wenn er Erfahrungen mit Wildbau
    (Naturbau) sammelt.


    Gruß


    Manne