Brutraum oder Honigraum?

  • hallo, ich habe dieses Jahr mit der Imkerei angefangen und besuche z.Z. einen Anfängerkurs beim Herr Dr. Liebig in Hohenheim. Vom Kurs aus habe ich ein sehr starkes einzargiges Volk bekommen das ich dann auch prompt erweitern musste weil die Kiste rappelvoll war. Neben dem Volk aus Hohenheim habe ich mir noch 2 weitere einzargige Völker zugelegt die momentan jeweils auf 6 Wabengassen sitzen. Nun steht die Tracht unmittelbar vor der Tür, und mich würde es interressieren wie man im ersten Jahr in dem man ohnehin nur mit Mittelwänden arbeiten kann, vorgeht. Warte ich nun ab bis die einzargigen Völker auch 8 Wabengassen belegen, bis ich sie erweitere, oder kann ich gleich die zweite Zarge draufsetzen. Und soll ich ein Absperrgitter + Honigraum draufsetzen und eventuell dann später noch mit einem zweiten Brutraum erweitern, oder gleich erst noch einen Brutraum. Da befürchte ich aber das die Tracht halber rum ist, bis da die Mittelwände ausgebaut werden. Ja eigentlich ist mir die Honigernte garnicht so wichtig, ich würde viel lieber im kommenden Jahr dann gut da stehen und möglichst sinnvoll in die Völker investieren. Aber ein bisschen könnte doch abfallen. Vielleicht habt Ihr ja ein paar gute Ratschläge für mich...

  • Hallo nub,
    willkommen im Forum.
    Erweiter mit einem zusätzlichen Brutraum.
    Da Du nicht unbedingt Honig ernten möchtest,
    ist dieser Schritt nicht verkehrt.
    Aber da Du beim "Bienenpapst" im Kurs bist:
    Frag ihn selbst.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo NUK,


    also ich würde mit Abspergitter erweitern und auch nur mit MW. ein bis zwei Brutwaben hochhängen, unten einen Drohnenrahmen am Rand einfügen zwischen zwei ausgebauten Rahmen. Dann in zwei Wochen noch einen Honigraum zwischenschieben und 4-5 Brutwaben hochhängen. Danach muss man mal weiter sehen, als nächstes wird dann geschleudert und geschröpft.


    Also nicht wie Lothar meint, irgendwas zusammeneiern, du willst ja das Imkern lernen und nicht Bienen produzieren.


    Noch einen Rat, am Rand mit den MW aufpassen, wenn du hast, dort lieber ausgebaute Waben hinhängen, werden sonst gern mal verbaut.


    Grüsse 8)

    Bis die Tage, ich komm wieder, keine Frage !

  • Hallo und erstmal herzlich wilkommen nub! :D 
    Also ich würde an deiner Stelle auch noch einen 2. Brutraum aufsetzen, ich denke bei einem Brutraum wirds dann auf die Dauer doch etwas eng und die Damen kommen vlt auf Schwarmgedanken. Ausserdem vermeidest du durch das Aufsetzen eines 2. Brutraumes eher die Schwärmerei als wenn du den Bienen wie Berni es vorschlägt 2 Honigräume aufsetzt, die Bienen wollen sich ja auch irgendwo vermehren. Ach ja, mehr Bienen bringen dann später vlt doch noch mehr Honig als ein abgeschwärmtes Volk 8) ...
    Berni : Du schreibst:"Also nicht wie Lothar meint, irgendwas zusammeneiern, du willst ja das Imkern lernen und nicht Bienen produzieren."
    Diese Aussage ist vollkommen unnötig und, bei allem Respekt, es klingt wesentlich mehr nach unnötiger Rumeierei was du in deinem Beitrag vorher geschrieben hast...
    Das weiteren ist es für eine vernünftige Honigernte soweit ich es beurteilen kann, durchaus nötig Bienen zu produzieren, denn die bringen den Honig 8)..und es ist Bestandteil der Imkerei, zu wissen wie und durch welche Massnahmen man den Bienen die Möglichkeit gibt, ein starkes Volk aufzubauen...wenn (Hobby-) imkerei NUR Honig produzieren ist, dann versteh und seh ich da was falsch, mir macht der Umgang mit den Tieren und deren Beobachtung Spass, natürlich auch das Honigernten, aber das ehrlich gesagt nur nebenbei.
    Das muss erstmal reichen!


    Gruß Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo Patrik,


    dann setz doch deinen zweiten Brutraum auf ! :lol: Die Antwort war ja nicht für jemanden der schon alles weiß.


    Grüsse 8)

    Bis die Tage, ich komm wieder, keine Frage !

  • Hallo nub,


    normal erweitert man immer ohne Gitter, mit Gitter dauert die Annahme einer neuen Zarge immer viel länger, weil die Bienen kein Bock haben sich durchs Gitter zu zwängen.
    Egal was dir andere erzählen einer Erweiterung erfolgt bei mir immer ohne Gitter.
    Bei guter Tracht und gutem Wetter drückt der Honig Brut automatisch nach unten.


    Meine Völker Überwintern nur auf einer Zarge, danach wird mit in der Zarge selbst erweitert das erfolgt schon im März wenn das Wetter es zu läst sonst später, die Entnahme von Futterwaben dafür sollte man aber genug Erfahrungen haben, die Erweiterung erfolgt mit dem Baurahmen, bei bedarf mit Waben


    Das Ganze setzt Erfahrungen voraus, wenn die Hauptzarge voll ist und die Bienen überbauen wird mit einer neue Zarge meist mit Waben und Mittelwänden erweitert und das immer ohne Gitter.
    Sind Waben Mangelware erfolgt die Erweiterung mit Mittelwänden diesen sollten immer ohne Gitter aufgesetzt werden.
    Da du erst neu angefangen hast, und keine Waben besitzt musst du mit Mittelwänden erweitern.


    Eine Honigraumfeigabe gibt es bei mir nicht, es wird erst so erweitert und später umgehangen.
    Erst eine Zarge mit Waben und Mittelwänden oder nur Mittelwänden, ein umhängen von Brutwaben kommt mir nicht in die Tüte das ist nicht stört die Harmonie im Volk, man reist im Frühjahr kein Brutnest auseinander. :( 
    Ich hänge höchstens den Drohnenrahmen von der ersten Zarge in die zweite. :D


    So was solltest du auch von Anfang an auch nicht aneignen.
    Was in den Büchern steht ist alter Schnee und nicht mehr Zeitgemäß.


    Was mich etwas ärgert, wer zum Teufel dreht dir im Frühjahr Völker an, die nur 6 Waben belagern :evil::evil::evil: , diese Völker wenn man diese so bezeichnen darf bringen dir keine Ernte ein und wenn dann ist es nicht viel, da gebe ich dir besser den Rat suche das bessere Volk von den beiden aus und davon behältst du die Königin, von dem anderen sucht du die Königin und drückst diese am besten ab und vereinigt das ganze mit einer feuchten Zeitung diese legst du auf das Volk mit der Königin da drauf kommt das Volk ohne Königin, was aber min 2 Std. ohne Königin sein sollte, vor her suchen, warten und vereinigen.


    Honig bekommst du auch mit dem aufsetzen der zweiten Zarge, denn die Bienen lagern auch Honig da genug ab, einen Teil der Waben bei guter Tracht kann man nach oben umhängen, so mache ich das, man sollte aber immer darauf achten das die Völker immer genug Futtervorrat haben, die Randwaben bleiben immer unangetastet sei denn das Volk hat unten viel Futter, aber das kommt sehr selten vor und nur bei starker Tracht.


    Zur Info noch, ich lasse pro Jahr min 15 Mittelwände pro Volk ausbauen, dieses Jahr etwas mehr weil ich Wabenmangel habe und wieder genug brauche. :D

  • Hallo Nub,


    da ich momentan im gleichen Kurs bin wie Du würde ich vorschlagen, Du machst es einfach wie der Liebig gesagt hat.


    Ich habe ebenfalls ein starkes Volk mitgenommen, und dann eine Woche später erweitert. Ich bin der Meinung das war kein Fehler, und die Aussage war ja, dass man eigentlich nicht zu früh erweitert.


    Wie Du habe ich noch einen einzarger gehabt auf 6 Wabengassen.
    Den habe ich auch aufgesetzt, und der Raum wurde durch das gute Wetter die letzten Tage auch gut angenommen.


    Weiter geht`s am 6. Mai.... um wieviel Uhr bist Du da ???

  • Moin Berni!
    Das mit dem 2. Brutraum würde ich auch bestimmt tun, ich überwintere aber auf 3 Zargen, somit entfällt es bei mir 8) .
    Achja, ich bin weit davon entfernt, alles zu wissen, fand deine Antwort aber für jemanden der grad anfängt nicht gerade geeignet.
    Mehr sage / schreibe ich dazu an dieser Stelle nicht.


    Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Michael2 schrieb:

    Hallo nub,
    normal erweitert man immer ohne Gitter, mit Gitter dauert die Annahme einer neuen Zarge immer viel länger, weil die Bienen kein Bock haben sich durchs Gitter zu zwängen.
    . :D


    Hallo Michael,
    deshalb soll er ja auch zwei Brutwaben mit in den "Honigraum" hängen! Das zieht die Bienen nach oben. Und man hat den Vorteil als Anfänger, das diese Waben nicht bebrütet werden. Man kann also schön Honig entnehmen!


    Eigendlich wollt ich es nicht schreiben, aber da du es ansprichst, eigendlich sollte man zwischen die beiden 5 -Wabenableger auch ein Absperrgitter und Zeitung legen. Nach einer Woche schauen, welche Königin überlebt hat und dann diese Zarge nach unten setzen.
    Ich geh mal davon aus , dass NUB aus Süddeutschland kommt, da is das Wetter ja schon seit Zeiten gut. Mich wundert das die Völker so schwach sind. Deshalb auch meine Empfehlung, die Q's taugen wohl nix, wenn man also einen zweiten Brutraum gibt, wird da nicht viel passieren, man kann also nur hoffen, dass die wenigstens ein bischen Honig schleppen.


    Selbst hier im Norden, wo es erst seit Ostern "schön"(besser) ist, stehen die Völker auf zwei Zargen und nicht nur die Segeberger, sondern auch die Zanderbeuten. Da muss nun auch der Honigraum rauf.


    @ P-J: 3-Zargige-Überwinterung, auch eine seltene Betriiebsweise! :lol: Immer schön die alten Waben drin lassen. :wink:

    Bis die Tage, ich komm wieder, keine Frage !

  • Hallo B. 911!
    Die 3-zargige Überwinterung erfüllt den Zweck, dass man einen dreijährigen Wabenumtrieb erreicht und das man gleichzeitig die Waben immer in den Völkern hat, zum Schutz vor der Wachsmotte. Man könnt natürlich die unterste Zarge auch im Spätherbst entfernen, wobei ich nicht sicher bin, ob das so gut für die Bienen wär (sitzen vlt noch unten)bei meinem Imkerpaten funktioniert`s so aber schon jahrelang gut und bei mir gabs diesen Winter auch keine Probleme, also was solls. Und ob die alten Waben nu im Herbst oder Frühling rauskommen macht m. E. keinen wesentlichen Unterschied bzgl. der Wabenhygiene.
    Ansonsten lieber B. 911: Wenn schon bitte P.J., das dann englisch aussprechen, dann is gut :wink:


    Gruß Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo Berni,


    bitte keine Brutwaben in den Honigraum hängen.
    Sie enthalten doch noch reichlich Vorräte aus der
    Herbsteinfütterung.Was sind das nur für Ratschläge.

  • Hallo Zusammen,
    wenn es darum geht, hauptsächlich die Völker aufzubauen,
    erweitert man ohne Absperrgitter mit Mittelwänden.
    Auch Bernie 911 hat gelesen, das die Völker nicht die stärksten sind.
    Warum in aller Welt empfielt er, deren Brutnest auseinanderzureißen
    mit der Gefahr, das dieses dann von den Völkern nicht mehr ausreichend gewärmt werden kann ?
    Oder das bei einen Kälteeinbruch diese verlassen weden ?
    Also, Brutnest zusammenlassen , genügend Bauerwartungsland geben,
    auf gutes Wetter hoffen und abwarten (wenn letzteres gerade bei Anfängern schwerfällt).
    Mit Patricks Dreiraumüberwinterung haben wir uns schon an anderer Stelle befasst.
    (Dieses sch... Wetter im April, glaub ich)
    Auch bei der mehr vorsichtigen Erweiterung fallen noch einige Honigwaben an.
    Nub hat ja nicht nur die Rapstracht.
    Völker ohne Schwarmstimmung an die Sommertracht herangeführt, das hat doch auch was.
    Aber Bernie911 als Imker , der alles auf die Rapstracht setzt oder setzen muss, kennt das nicht.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Moin Bernie,


    wenn man erweitert dann ohne Brut und Gitter, die Bienen nehmen sich was sie brauchen.
    Das mit der Brut hoch hängen, steht in fast jeden Buch, für mich ist das aber nicht optimal.
    Brut sollte da bleiben wo sie ist, ich reise kein Brutnest auseinander das gibt es nicht.
    Man bringt damit auch dunkle Waben nach oben was ich nicht möchte und es gibt ein durch einander. :-?


    Ich verstehe nicht das man Anfängern so schwache Völker verkauft, gehört wohl zu Liebigs Anfängerkurs. :o :evil: 
    Ich halte so was nicht für optimal, denn solche Völker bringen weder Honig, liefern keine Brut für Ableger.
    Warum diese Ableger so kann man diese auch nennen, so schwach sind, obwohl diese aus einer warmen Gegend kommen ist für mich nicht nachvollziehbar.


    Patrick Johannes


    Ein Imkerkollege hatte vor einigen Jahren auch eine Zeit lang mit 3 Zargen überwintert die Völker waren nicht immer sehr stark.


    3 Zargen Überwinterung halte ich für sehr aufwendig, dazu bekommt man kaum starke Völker hat ein Wabenchaos wo hinterher man nicht durch blickt.
    Der große Raum ist eine Entwicklungsbremse und nicht gerade Brutförderlich.
    Eine Wabenerneuerung stelle ich mir mit 3 Zargen viel schwieriger vor und dazu bekommt man ältere Waben schwer aus den Völkern.


    Wenn du so viel Erfolg hast damit kannst du es ja so weiter betreiben, ich selbst halte das nicht für optimal, denn der Imker soll was tun und nicht faul sein, dazu seine Waben selbst verwahren.
    Ich habe keine Probleme mit der Bauerneuerung, ich lasse viel bauen und überwintere nur auf einer Zarge.


    Die untere Zarge kommt im Spätsommer raus, der neue Brutraum wird die zweite Zarge, diese kommt mit Königin nach unten, die obere Zarge nach schlüpfen der Brut weg, so einfach ist das. :D
    Ich habe jetzt schon Völker die auf einer Zarge 11 DN überwintert haben auf 3 Zargen sitzen, ob du so schlagkräftige Völker hast bezweifele ich aber sehr, denn das ist nicht Bienengerecht auf 3 Zargen überwintern und auch nicht Naturnah. :D 
    Wenn du Pech hast und die Bienen das Futter schlecht und ungünstig ablagern dann kann dir das Volk verhungern. :-?

  • Lieber Michael 2!
    Aufwendig ist die 3-zargige Überwinterung nicht, wieso denn auch???
    Wabenchaos habe ich nicht, unten alte Waben, in der Mitte einjährige Waben, oben diesjährige Waben, wo ist da das Chaos?
    Das der grosse Raum für normal entwickelte Völker ne Entwicklungsbremse sein soll, glaub ich so drastisch nicht, die Bienen heizen soviel, wie sie brauchen und decken den Rest mit ihren Körpern ab.
    Achja, faul bin ich nicht und wieso sollte ich die Waben zwanghaft irgendwo in den Schrank oder sonstwo lagern, wenns auch so geht??? Für mich unnütze Mehrarbeit (in meinem Fall!!!)
    Probleme mit der Bauerneuerung habe ich nicht, bei mir bauen die Bienen aber dann statt 2 Zargen oder mehr wie vermutlich bei dir "nur" eine oder zwei Zargen aus, die jeweiligen Honigräume nämlich.
    Meine Völker haben auf 2x11(Ableger) bzw. 3x11 DNM überwintert und gestern den Honigraum bekommen, kann also noch nicht sagen, ob sie den auch schon vollkommen bestzen wie bei dir scheinbar, bin aber durchaus zufrieden mit 2 fast randvollen Zargen um diese Zeit, zumal ich auch erst im 2. Jahr imkere.
    Das mit der mangelnden Naturnähe und der nicht vorhandenen Bienengerechtheit der 3 -zargigen Überwinterung halte ich schlichtweg für Stuss, ich gehe mal nicht davon aus, dass die Bienen im hohlen Baum im Spätherbst von Mutter Natur `ne Trennwand o.ä. zur Raumverkleinerung eingestzt bekommen bzw. bekämen und die im Frühjahr wieder entfernt wird /würde. Und ich bin des weiteren der Meinung, dass die Bienen schon wissen, wie und wo sie ihr Futter ablagern, wenn man die natürlich auf 1 Zarge setzt, dann können die das Futter natürlich nicht möglicherweise unerreichbar oder falsch einlagern, weil die dann ja quasi auf dem Futter sitzen.
    Ansonsten finde ich deine Spekulationen über den Zustand meiner Völker sehr erheiternd, ich danke allerdings für deine ausführliche Argumentation bzw. deine Äusserungen und Ansichten zur dreizargigen Überwinterung!
    Gruß Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!