Maikrankheit im April?

  • Hallo alle miteinander,
    ich habe heute am Bienenstand Kotspritzer auf einer Beute festgestellt und einige träge Bienen gefunden, die gelben Kot in Klumpen absetzten. Meiner Meinung nach handelt es sich um die Maikrankheit. Die letzten Tage waren recht kühl und feucht, nicht gerade Flugwetter und bisher wurde viel Pollen (Weide und Haselnuß) gesammelt. Nun lese ich teils, daß man Zuckerwasser 1:1 geben sollte, teils aber auch daß sich das Problem in einigen Tagen von selbst erledigt. Was denn nun? Die nächsten Tage sollen vom wetter her nicht so toll werden, sodaß ich die Mädels nicht unbedingt nochmals stören möchte.
    Ich habe 1-räumig überwintert, 8-9 Waben sind dicht besetzt, aber noch nicht ganz durchgebrütet, ca. 4 Waben sind Futterwaben.
    Gruß
    holmi

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hallo Zusammen,
    der Name ist verwirrend.
    Die Englische Krankheit bekommen Kinder hier ja auch.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lothar,
    danke für den Tipp, hilft mir aber nicht wirklich weiter.
    Anscheinend erledigt sich das Problem aber doch von selbst, habe gestern keine weiteren Bienen mehr draußen gefunden und es waren auch keine weiteren Kotspritzer vorhanden.
    Gruß
    holmi

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Also nachdem dir hier wohl keiner von den Besserwissern eine vernünftige Antwort geben kann ein paar vernünftige Worte zu diesem Phänomen.
    Ich kenne dieses Problem und habe es selber schon beobachtet. Die Bienen haben einen aufgedusenen Hinterleib, klettern an Grashalmen hoch und geben gelbe Kotpatzen ab. Wohl Probleme mit dem Stuhlgang!
    Das ist die Ruhr.
    Wahrscheinlich sind die Fluglöcher und im Stock dei Waben auch verschmutzt.
    Es mag wohl am kalten Wetter liegen, auch können ostseitige und windige Standorte eine Rolle spielen, doch ich glaube an eine andere Ursache.
    Tatsache ist, dass es vor 20 Jahren dieses Problem nie gegeben hat, und ich hab seit über 40 Jahren Bienen.
    Ich vermute, dass es mit einer Übersäuerung des Winterfutters zu tun hat. Und zwar erst, seitdem wir Oxalsäure und Ameisensäure zur Varroabehandlung verwenden.
    Diese Säuren lagern sich winterüber im Darm ab und dann schwillt der Darm an und dann ....Pfurz!
    Bei der F.X. Mayer Abmagerungskur kriegst ja auch Glaubersalz zur Darmreinigung....Pfurz!
    Womit hast du Varroabehandelt ? Oxal oder Ameisensäure?
    Wahrscheinlich liegt hier der Grund!
    mfg.
    happybee

  • Nabend Happybee!
    1. Deine Einleitung ist vollkommen unangebracht, durch Äusserungen wie diese kommt auch immer wieder Streit auf, nicht nur hier, sondern generell.
    2. Deine Antwort hilft dem Holmi genausoviel wenn nicht weniger weiter als die vom Lothar
    3. Habe gestern bei mir auch so ein paar (20-50) Bienen vor bzw. um eine meiner Beuten herum sitzen gesehn, haben aber nur einige von in der beschriebenen Weise abgekotet, Waben und Flugloch sind auch sauber, dachte auch an Maikrankheit
    4. Woran genau liegt die Maikrankheit? An zuviel Pollen bzw. im Verhältnis zu wenig Wasser für die Ammenbienen?


    Liebe Grüsse
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • 4. genau.
    Verstopfung.
    Bei grottenschlechtem Wetter hat sich eine Innentränke sehr bewährt.
    Zur Not halt wieder die Nummer mit den Ziplock-Beuteln, nur dann mit 4g Salz und 1 EL Honig per Liter.


    edit: bei voller Bruttätigkeit brauchen die Mädels 0,25-0,5l Wasser pro Tag, je nach Außentemperatur.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Happybee,


    dein Beitrag hilft hier keinem, wenn man schon so lange Bienen hat dann sollte man wissen was das für eine Krankheit ist, als dumme Sprüche hier abgeben wo keiner was davon hat. :( 
    Das es von AS und OS ist großer Blödsinn und schließt auf Unwissenheit von deiner Seite. :o


    Jetzt zum Thema, das ist wirklich die Maikrankheit und nichts anderes, Jungbienen fressen zu viel Pollen aber können wegen schlechten Wetter nicht ausfliegen dazu herrscht Wassermangel was diese Krankheit aus auslöst.
    Schlicht und einfach Verstopfung wie Sabiene schon geschrieben hat, da hilft einfach etwas Honiglösung reichen oder dünne Zuckerlösung 1:1.
    Mir ist das auch schon aufgefallen, das einige Bienen am Boden liegen, es handelt sich um Jungbienen.
    Ich hatte das bis jetzt sehr selten, kein Wunder es liegt einfach am Wetter was keinen richtigen Bienenflug zu läst, in 2-3 Tagen ist das Ganze vergessen. :D

  • sabi(e)ne schrieb:

    Bei grottenschlechtem Wetter hat sich eine Innentränke sehr bewährt.
    edit: bei voller Bruttätigkeit brauchen die Mädels 0,25-0,5l Wasser pro Tag, je nach Außentemperatur.


    Ja da hilft doch wieder ganz einfach die gute Folie als Abdeckung, da brauch ich nicht noch auch die Bienen zu wässern! :lol::lol:

  • "Druckverschlußbeutel", in denen Kleinteile verpackt werden, "Zip-lock, der Gefrierbeutel mit dem Reißverschluß" von Melitta.
    Melitta ist besser, weil dicker und dadurch nicht so wabbelig, und vor allem DICHT.
    Gibt's in 1-, 3-, und 9-Liter Ausführung.
    (Deine Frau kennt die bestimmt :lol: )


    Ist wirklich die schnellste und sicherste Methode, Flüssigfutter (oder Wasser) in den Stock zu bringen, weil man sie direkt über dem Bienensitz auflegt und anpiekst, d.h., für die Bienen ein sehr kurzer Weg.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Noch `ne Frage zum Ziplock: :oops::oops:


    Drauflegen und anpieksen...


    Oben oder unten anpieksen (Abnahme wie beim Eimer mit Siebgitter)?


    :oops::oops: Irgendwann weiß ich alles... Aber dann wird`s langweilig...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • :lol: Nein, obendrauf, und einmal etwas drücken, daß was rausfließt und die Mädels es schneller finden....
    Es gibt auch Leute, die die Beutel nur halbvoll machen, Luft rausdrückenzumachen, und dann nicht nur pieksen, sondern kleine Schlitze reinschneiden.
    Das ist mir aber zu riskant.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo zusammen,
    also habe ich doch wieder etwas Neues mitbekommen, obwohl ich nach etwas ganz Anderem gefragt hatte. Nun weiß ich auch, wie das mit dem Zip-lock-Beutel funktioniert.
    an Franz-Xaver: Ich habe Folie als Abdeckung drauf und habe auch schon gesehen, wie die Bienen das Kondenswasser dort abschlecken. Aber das hat anscheinend doch nicht ausgereicht.
    Etwas vom Bienenstand entfernt steht auch eine Bienentränke. Ich denke nur, das Wetter war so schlecht (kalt), daß die Bienen nicht dorthin geflogen sind.
    Mittlerweile hat sich das Problem komplett von selbst gelöst. Mein Ein-Zarger ist jetzt voll besetzt und ich habe neuen Brutraum dazugegeben, denn hier gehen jetzt die Schlehen auf und das ist eine ganze Menge. Dazu kommen jetzt die Kirschen, die Natur "explodiert" hier und versucht den Rückstand ganz schnell aufzuholen.
    Gruß
    holmi

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi