Was ist das?

  • Hallo,
    nach einer Woche auswärts und endlich zurückgehendem Hochwasser hab ich heute nix anderes gemacht als Bienikisten an den Ständen einzusammeln.
    Was mir auffiel:
    es sind tatsächlich nur 11 mit dem varroatypischen Bild dabei, d.h., Futter genug, aber keine Bienen mehr da.
    Unabhängig von Spitzmausbefall hab ich aber etliche mit vollen Futterwaben, ein zweihandgroßer Klumpen tote Bienen mittig um die Königin, jede Menge Bienen tot an der Rähmchenoberkante Kopf zur Wand ringsum (!!!) nur in der Zarge, egal ob da noch eine drüber war oder darunter.
    Das hab ich noch nie gesehen.
    Und es war nicht nur in meinen Holzbeuten, sondern auch in den Holtermännern, also nix mit "es war zu kalt" oder so.


    Wer kann's mir erklären oder hat sowas auch schon mal gesehen?


    P.S.: ein Standort ist wohl wirklich eher an dem Phaecelia-Acker nebenan eingegangen, ich hatte auf 40kg Gesamtgewicht aufgefüttert und hab heute dort tw. 2 Zargen a 35kg abgeholt :o
    Und welches Waldviech ist stark genug, von unten Alu-Fliegengitter auf 10cm Löcher zu zerreißen?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hi Sabine,



    Zitat

    Und welches Waldviech ist stark genug, von unten Alu-Fliegengitter auf 10cm Löcher zu zerreißen?


    Also spontan fallen mir dazu nur Wolpertinger ein. :D

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • ich kann kein Foto machen, aber ich hab insgesamt 15 von diesen kaputten Böden.
    ICH krieg den Draht nicht auf mit den Fingern, da braucht es schon ein Messer oder einen Schraubenzieher für....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem wunderschönen guten Morgen :D 
    Morgen Sabi(e)ne,
    mit deinen kapputen Böden,habt Ihr Waschbären?
    Auch Siebenschläfer machen das.


    An was deine Bienen eingegangen sind, ist schon komisch.
    Schick einfach mal was ein, aber wahrscheinlich bekommst nur wieder Varroa zu hören.


    Gruß
    Heike

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Hallo Heike,
    meinst Du wirklich Siebenschläfer?
    Machen die im Winter nicht das, was ihr Name verrät?
    Aber Waschbär oder Dachs, halte ich für möglich.
    Gibts bei Sabine nicht auch schon Marderhunde?
    In dieser Hinsicht sind wir ja schon ein Einwanderungsland :) .
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Lieber Lothar,


    Gibt's dazu weitere Informationen?


    Wie bei Sabine beschriebene Symptome hat's auch an einem Stand auf er Schwäbischen Alb bei etlichen Völker - zerbissen, zerrissen und alle Waben weggefressen.


    Wir wären an weiteren Informationen interessiert.


    Frohe Ostern


    Michael Weiler

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21

  • Hallo Michael,


    bei uns gibt es noch die Elwetritsche, die machen auch alles kaputt... :wink:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Jungs,


    hallo Radix:

    Zitat

    Hallo Michael,


    bei uns gibt es noch die Elwetritsche, die machen auch alles kaputt...


    Ja, und auch die Uchteln :wink: , die sind aber extrem selten geworden im Saarland.


    Michael Weiler
    Das Schadensbild, das Du da beschreibst, passt ziemlich eindeutig zu Wildschweinen!
    Ich habe mal Schäden durch hungrige Wildschweine gesehen, das sah haargenau so aus.
    Die schmeißen die Beuten um, leeren sie regelrecht aus und zerlegen die Waben .


    Ich weiß, Sabine, damit ist dir nicht geholfen, aber ich kenne nun wirklich kein Tier, das solche wie von Dir beschriebenen Fraßschäden anrichtet.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Nee, Wildschweine schmeißen die Beuten um.
    Meine standen aber alle brav auf Palette, und eben 10cm Löcher von unten durch's Gitter.
    Keine Gänge unter der Palette oder so, also zu niedrig für Waschbären oder Dachse.
    Ich weiß auch nicht, was ich davon halten soll. Absolut zweifelsfrei identifiziert hab ich bisher die Sturmschäden, die Varroa, die Räuberei, die Spitzmäuse und die bis zum Frost Mitte November blühende Phaecelia. Die Ratten waren extrem auffällig, weil die eben nicht die Bienen gefressen haben, sondern im Stock gehaust haben wie die Wilden, und auch der passende Kot drin war. Bloß machen die keine 10cm Löcher, denen haben 4cm dicke gereicht.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Danke für die gut gemeinten Hinweise :-?


    Die Kästen waren nicht umgeschmissen - eben nur von unten die Gitter kaputt, wie Sabiene das beschrieben hat.


    Michael

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem wunderschönen duten Morgen :D 
    Ich meine Siebenschläfer.
    Diese Schäden werden von dennen schon im Frühwinter gemacht.
    Da sind die auf der Suche nach schönen molligen Wohnungen.
    Da aber letztes Jahr der Herbst sehr schön wahr, sind die Bienen denen auf den Pelz gerückt und sie sind nicht eingezogen.
    Dannach haben sich die Mäuse an den jetzt leicht zugänglichen Futterwaben gütlich getan.


    Gruß
    Heike

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Hallo Sabine,


    so ähnlich sah es bei einem Imkerkollegen auch vor ein paar Wochen aus.


    Bodengitter teilweise rausgerissen bzw. Löcher drin, und Wabenteile waren auf dem Grundstück verteilt. Die Völker waren leider hin.


    Das Grundstück ist eingezäunt. Wir tippen auf einen Marder.

    Viele Grüße aus Niedersachsen


    Martin

  • Hier mal Beweisfotos, was in meinen Beuten passiert ist letzten Winter,
    heute war jemand mit Kamera zu Besuch, und bitte: das ist Alu-Fliegengitter, kein Stoff oder Plastik, verdammt reißfest:

    Nr. 1

    Nr.2

    Nr.3



    Eine von ca. 70 Zargen, die SO aussehen, keine Wabenstücke mehr drin, alles verwüstet, angenagt, Drähte verbeult, teilweise die Paletten darunter sogar angenagt....

    Detail


    Und neuer gesicherter Boden, zu dem Alufliegengitter noch Karnickeldraht:


    Soch, und ihr sagt mir jetzt, was das war.
    Von draußen war NICHTS zu erkennen, den ganzen Winter über nicht......

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo


    also Fliegengitter ist absolut nicht reisfest
    und das aus Alu noch weniger.


    Nimm ein Reststück und einen Nagel
    dann siehst Du es.


    Ich verwende Edelstahlgewebe das kriegen
    die Waschbären nicht kaputt.


    Gruß Uwe