Fließendes warmes Wasser in der Bienenbeute!

  • Hallo Miteinander,
    ich weiß nicht, wie ihr es so haltet mit der Abdeckung über den Rähmchen. Ich meine, dass ich im Laufe der Jahre die ideale Lösung gefunden habe.
    Jetzt im Frühjahr habe ich Folie als Abdeckung. Der große Vorteil m.E., dass hier große Flugbienenverlust vermieden werden können. Jetzt da doch schon größere Brutflachen vorhanden sind, ist im Bienenvolk ein großer Wasserbedarf vorhanden, der jederzeit von der Plane genommen werden kann, ansonsten müssten die Flugbienen bei den jetzt schon seit einer Woche dauernden schlechten Wetter raus.
    Im Herbst kommt aber die Folie raus und wird durch Gaze ersetztz, denn da wäre Verschimmelung vorprogrammiert.

  • Hallo Franz-Xaver !


    Mir ist die Folie einfach ein Teil zu viel. Das mit dem Kondenzwasser ist zwar ein Argument, jedoch entwickeln sich die Völker meiner Ansicht nach heute gegenüber früher wo ich eine verwendete nicht schlechter. Meine brauchen bei diesem Sauwetter auch nur bis ans Flugloch krabbeln und den Rüssel raushalten, da gibt es wenigstens Frischwasser :wink: .
    Außerdem gibt es ja immer noch kleine Regenpausen in denen die Wasserholer mal schnell los können :roll::roll::roll: .


    Beste Grüße


    Frank


    www.bienenpower.de

  • Hallo Franz-Xaver!
    Imkere ja (genau wie du?!) in der Segeberger Beute und habe immer Folie als Rähmchenabdeckung drauf, bisher hatte ich da keinerlei Probleme mit Schimmel durch...
    Ansonsten würde ich Frank zustimmem, auch wenn ich keine praktische Erfahrung damit habe, denke ich, dass es keinen SO grossen Unterschied für die Volksentwicklung macht, ob die Bienen ihr Wasser in oder an der Beute aufnehmen...wobei du sicherlich auf der andren Seite recht hast, dass Flugbienenverluste minimiert werden können durch den Einsatz der Folie, da so die Wasserholerinnen bei grenzwertigem Wetter nicht in Versuchung geraten (werden)auszufliegen, weil Wasser is ja da... Hierbei bin ich mir aber wieder nicht sicher, ob diese möglichen Flugbienenverluste sich irgendwie auf die Entwicklung des Volkes auswirken, ausser vlt durch das Fehlen von Wasser in letzter Konsequenz...?! Weiss dazu vlt jemand etws genaueres, wieviel Prozent der Bienen z.B. Wasser holen und wieviele von denen nicht wieder zurückkommen?


    Gruß Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo miteinander,


    wer von Euch weiß, was die Bio-Imker für eine Abdeckung nehmen? Ich hatte den Eindruck, es seien wachsimprägnierte Jutestücke gewesen, aber letzten Sommer haben mir die geflügelten NAGETIERE die Jute geschrotet (samt Stockkarte) :( .


    Gruß


    Eden

  • Frank Osterloh schrieb:

    Hallo Franz-Xaver !


    Mir ist die Folie einfach ein Teil zu viel.


    Hallo Frank,
    heißt das, du verwendest gar keine?



    Frank Osterloh schrieb:


    Meine brauchen bei diesem Sauwetter auch nur bis ans Flugloch krabbeln und den Rüssel raushalten, da gibt es wenigstens Frischwasser :wink: .


    Was hast du für eine Rasse von Bienen :lol::lol: Ich imkere doch schon lange und habe allein schon wegen der besseren Beobachtung die Bienen am Haus stehen, aber ich habe noch nie gesehen, dass eine Biene das Wasser am Flugloch holt. Das Flugloch ist bei den Temperaturen die Grenze und da gehen sie nicht darüber!



    Frank Osterloh schrieb:


    Außerdem gibt es ja immer noch kleine Regenpausen in denen die Wasserholer mal schnell los können :roll::roll::roll: .


    Diese Regenpausen gabe es schon, aber meine Bienen fliegen unter + 8 Grad nicht und dieser Wert wurde so gut wie nie überschritten und wenn dann hatte es böigen Wind!

  • Patrick Johannes schrieb:

    Hierbei bin ich mir aber wieder nicht sicher, ob diese möglichen Flugbienenverluste sich irgendwie auf die Entwicklung des Volkes auswirken Gruß Patrick


    Hallo Patrick,


    ich müsste meine imkerliche Biblothek umwälzen, um nachzuschauen, wieviel Wasser ein Bienenvolk zur Brutpflege benötigt. Nur soviel weiß ich noch, dass mir bei dem gelesenen Wert die Kinnlade runter klappte, so hoch war dieser, für mich unterschätzte Wert.


    Bei mir zählt besonders im Frühjahr jede einzelne Biene. Erstens ist die derzeitige Umstellung des Volkes von Winter - auf Sommerbienen (Durchlenzung) ohnehin eine heikle Phase und für die Erwärmung der jetzt stetig wachsenden Brutflächen zählt jede Biene und wenn man dann noch hohe Flugbienenverluste hat, weil das Wasser unbedingt geholt werden muss, vermeide ich diese eben.


    Sicher ist die Biene eine "Wildtier", das in Baumhöhlen auch zurecht kommen muss, kann mir aber vorstellen, dass solche wilden Völker nicht die Stärke eines Wirtschaftsvolkes haben.


    Ein Volk, dass in einem hohlen Baum auf meinem Grundstück im vorigem Jahr einzog, lebt schon nicht mehr. Für mich bestätigt sich daher auch, dass Bienen in Freiheit bei weitem nicht die Überlebenschancen hätte, als die von und gehaltenen Völker.
    Ich bin sehr viel in der Natur unterwegs, aber wo und vor allem wie oft sieht man noch wild lebende Honigbienen und wenn dann nicht lange. Ausnahmen bestätigen die Regel, wie es so schön heißt.

  • Hallo Franz-Xaver !


    Ja, ich imkere komplett ohne Folie (Segeberger B.). Das meine Buggis den Rüssel zum Flugloch herraushalten ist möglicherweise etwas übertrieben...... :wink::wink::wink: . Bei uns war das Wetter trotz häufiger Regenphasen so, das die Bienen zwischendurch immer mal Wasser und sogar Pollen (Weiden) besorgen konnten, Temperaturen um 10°C. Heute morgen strahlend blauer Himmel, mal schauen wie der Tag wird...... :roll::roll::roll:



    Beste Grüße


    Frank



    www.bienenpower.de

  • Hallo Frank,


    bei uns an der Ostsee auch strahlend blauer Himmel, was der Wettermann wohl mit "böig" meint :-?


    Naja, für Sonntag hat er 15° angesagt, das wäre dann der zweite Tag in diesem Jahr , wo man mal in die Völker gucken können.


    Grüsse 8)

    Bis die Tage, ich komm wieder, keine Frage !

  • Frank Osterloh schrieb:


    Ja, ich imkere komplett ohne Folie (Segeberger B.).


    Hallo Frank!
    du weißt, ich bin ein Imker, der alles auspobiert und auch über längere Zeit testet. Das Imkern ohne Abdeckung finde ich sch....Wenn ich an die Biene gehe, dann genügt schon manchmal ein Blick durch die Folie ohne größere Störungen über gewisse Infos, so z.B. lebt das Volk noch, muss ich erweitern, oder wo ist der Bienensitz oder im Frühjahr gibt mir normalerweise das "Handauflegen auf die Folie" ein Feedback, ob das Volk in Brut ist und, und...... Das ist zum einen ein Riesenplus für die Folie. Aber ein weiterer schwerwiegender Aspekt ist, die bei weitem ruhigerere Bearbeitung der Völker. Du kannst mir nicht erzählen, dass deine Buckis (dazu kenn ich diese Rasse zu gut) nicht den Deckel etwas an den Rähmchen anheften und wenn du den Deckel abhebst, wird das Rähmchen in Unruhe versetzt wird, dann sind die Bienen sofort unruhig.
    Du wolltest doch auch nicht, dass einer bei dir ohne Anmeldung die Türe aufreißt, dass dein Regal von der Wand fällt :lol::lol: 
    Ich konnte so nie an den Bienen vernünftig arbeiten.
    Wennn ich an die Bienen gehen, dann kommen ein paar Rauchstöße ins Flugloch, dann der Deckel weg, die Folie, die meistens nicht am Eck der Zarge anklebt, wird etwas angelupft und auch hier gibt es ein paar Rauchstöße. Dann sollte der geduldige Imker etwas Zeit haben, bis sich die Bienen den Honigmagen vollgesogen haben, denn das ist ja der Zweck des Rauches, denn mit vollem Bauch bist auch du ein träger Kämpfer und wenn bei dir einer ins Haus kommt - ruhig, lässt dir Zeit, bis du satt gegessen bist, hat er doch auch die bessere Verhandlungsbasisis :lol::lol:


    Fazit: Mit meiner Methode ist das ein ganz anderes, bequemeres Arbeiten an den Bienen, absolut nicht vergleichbar mit dem "Einbruch" dem manche Imker an den Beuten machen und dann sich wundern, warum sie ihre "Mädels" nicht in den Griff bekommen.

  • Hallo Franz,


    eine Folie ist bei mir das ganze Jahr auf den Völkern, Schimmel hab ich so gut wie nie, es kann aber vorkommen.
    Meist liegt es aber an der Volksstärke, stimmt der Rauminhalt mit der Bienenmenge nicht überein, also ist das Volk zu schwach kommt es meist zu Schimmel weil die Luftfeuchtigkeit bei weniger Bienen ganz anders ist.
    Ich überwintere meine Völker nur auf einer Zarge oder DN 1,5 da habe ich keine Probleme mit Schimmel.
    Schimmel kommt meist bei zwei Zargen Völkern vor und bei schlechter Belüftung der Beute, zu kleines Flugloch und verschlossener Boden, wie bei alten Segebergerboden mit festem Flugbrett.


    Früher als es noch kaum Gitterböden gab, kannte ich einige die Probleme mit Schimmel hatten, man hatte damals bei Völkern auf zwei Zargen die Randwaben auf einer Seite entnommen und das Problem war somit gelöst, Schimmel gab es dann viel weniger.


    Völkern ohne Folie verbauen den Deckel zu sehr was eine Bearbeitung sehr problematisch macht und was ich selbst nicht möchte.
    Der Deckel ist mit Wachs versaut und sehr schlecht zu reinigen.
    Unter dem Deckel gehört eine Folie egal ob Sommer oder Winter, das ist heute üblich und ich selbst kenne keinen der ohne Folie arbeitet, egal zu welcher Jahreszeit.


    Bei starken Völkern bildet sich kein Kondenswasser unter Folie, um diese Zeit so oder so nicht mehr weil die Völker schon eine Zarge voll haben und morgen erweitert werden. :D


    Flugbienenverluste habe ich kaum, Wasser steht im Nahbereich der Bienen, so gibt es auch keine Probleme.

  • Michael2 schrieb:

    Flugbienenverluste habe ich kaum, Wasser steht im Nahbereich der Bienen, so gibt es auch keine Probleme.


    Hallo Michi,
    hast du einen "Brieftaubenzähler" am Flugloch weil du das weist.
     :lol::lol::lol: 
    Mann habt ihr wohlerzogene Bienen, denn meine saufen auf meinem Grundstück kein Wasser, aber bei meinem Nachbarn, da wimmelt es bei schönen Wetter nur so von meinen Bienen!
    PS: Habe mir eine ähnliche Tonschüssel gekauft, aber weiß der Teufel, auch das ignorieren sie.

  • Michael2 schrieb:


    Ich überwintere meine Völker nur auf einer Zarge oder DN 1,5 da habe ich keine Probleme mit Schimmel.


    Ja am Anfang meiner züchterischen Karriere hatte ich auch immer so Königinnen, die über eine Zarge nicht hinaus kamen! :D:D:D:D:D

  • Hallo Franz,


    wenn ich gleich in den Garten gehe mache ich mal 2 Fotos von meiner Tränke, die Besteht aus einer Pflanzschale und Pflastersteinen und als Träger ein älteres dunkles Handtuch was ich gelegentlich bei 95 Grad wasche und noch mal klarspüle.


    Wichtig bei der Tränke, man sollte besser Regenwasser nehme das mögen die Bienen lieber als Leitungswasser.
    Im Sommer schütte ich auch Leitungswasser dazu bei starkem Besuch und bei heißem Wetter.
    Obwohl ich in der Nachbarschaft Gartenteiche habe komme immer noch Bienen zum Wasser holen an meine Tränke.
    Als es die Teiche noch nicht gab, hatte ich zum Teil 100 und mehr Bienen beim heißen Wetter an der Tränke, die haben jeden Tag 10 Liter Wasser getrunken bei Trachtmangel.


    Ich schau mir den Boden vor den Völkern an ob verkühlte Bienen liegen.
    Mit einer warmen Hand kann man diese wieder zu Leben erwecken und fliegen wieder in den Kasten. :D

  • Michael2 schrieb:


    Wichtig bei der Tränke, man sollte besser Regenwasser nehme das mögen die Bienen lieber als Leitungswasser.
    Im Sommer schütte ich auch Leitungswasser dazu bei starkem Besuch und bei heißem Wetter.


    Vergiß es Michi, was meinst du, was ich schon alles probiert habe. REGENWASSER, Salz, Honig, verschiedene Töpfe usw... Dass das Wasser des Nachbarn die Bienen so anzieht ist das einizige, was mir bisher unerklärlich ist. Vielleicht liegt es daran, dass er Nitrate am Grenzwert mit seinem Brunnen hat und mein Tiefbrunnen lt. Untersuchungen bei weitem bessere Werte als so manches Mineralwasser hat. Aber auch das Regenwasser verschmähen sie und ziehen zum Nachbarn.
    Solange ich keine Probleme bekomme, ist es mir egal, nur verstehen würde ich es gerne.