Flachzargenbetrieb auch im Brutraum

  • Hallo an Alle,
     
    Ich möchte meine Flachzargen gerne auch im Honigraum verwenden, 2/3 Langstroth mit dicken Oberträgern.
    Also auch 3 Bruträume.
     
    Hier habe ich so viele Berichte über Flachzargen im Honigraum gelesen jedoch nicht auch im Brutraum.
     
    Grundsätzlich habe ich ein wenig bedenken bei den dicken Schwarten von Oberträgern und der Überwinterung da immer vom Anschluß zum Futter die Rede ist.
    "Georg Schuster" hat diese sogar abgeschrägt was sich als Drohnenbaufördernd herausstellte.
     
    Auch wenn jemand im Internet etwas über diese Betriebsweise kennt wäre es schön wenn mir da jemand bescheid sagen könnte.
     
    Generell bin ich dankbar für jede Bemerkung die etwas mit diesem Thema zu tun hat.
     
    So denn, Grüße Dennis

  • Hallo Dennis,


    die Bedenken - so viel Holz - werden oft geäußert. Es sieht ja auch nach viel aus: der dicke Oberträger, die untere Rähmchenleiste und dann noch der Zwischenraum.
    Ich kann Dich beruhigen - die Bienen verkraften das. Zumindest bei allen Imkern, die mit Flachzargen im BR arbeiten :wink: . Das geht sogar in kälteren Klimaten als Mitteleuropa.
    Und nicht vergessen - die zwei horizontalen Teilungen des BR (drei Flachzargen) bieten einen wunderbaren Durchschlupf, um bei Bedarf die Wabengasse wechseln zu können. Das wirkt dem Verhungern trotz voller Waben entgegen.
    Über Schuster und anderes mit Flachzargen findest Du Einiges im Forum.


    Grüße, Thomas

  • Hallo Thomas,
    vielen dank für deinen Zuversichtliche Antwort. Erscheint mir logisch.
    So gesehen ist das ja gegenüber 2BR sowie einem Brutraum die beste Variante von allen dereien.
    Du hast Recht, im Forum gibt es viele Einträge über Flachzargen jedoch fast ausschließlich im Honigraum. Wobei dort nur nebensächlich die Möglichkeit über die Verwendung im BR hingewiesen wird, was aber nicht weiter besprochen wird.
    Hauptsächlich gilt es den Flachzargen im Honigraum.
    Desswegen finde ich es nützlich wenn über dieses Thema gezielt Disskutiert wird.


    Aber genauso wie im Forum findet man im Internet keine gezielte Beschreibungen dieser Betriebsweise. - Wenn Du was weisst wäre es cool wenn Du mir einen Tip geben könntest.


    Die von mir gefunden Nachteile der drei Bruträume bezw. sind:


    Die Anzahl der Rähmchen - Wobei ich dieses in Anbetracht des nicht-verbauens, der Flexibilität der Schichtbeweglichkeit und des Gewichtes gerne in Kauf nehme.


    Ja, und über das suchen der Königin wird halt noch "gemeckert" wobei ich mich frage wie oft die nach Ihren Königinnen suchen?


    Ich denke mir halt es muß doch noch ein paar mehr geben die ich gefunden habe?


    Die Schustersache hat mich natürlich auch inspiriert jedoch dachte ich mir das verfehlt doch den Sinn der dicken Oberträger und die Bemerkung mit dem Drohenbau hat mich von der "Schusterrähmchenvariante" abgebracht.


    So! bin mal gespannt ob ich noch ein Paar Hinweise bekomme.


    Gruß Dennis

  • Hallo Dennis,
    möchte Dir folgenden Buchtipp geben:
    Josef Bretschko,
    "Naturgemäße Bienenzucht",
    Leopold Stocker Verlag
    ISBN 3-7020-0501-3
    Er beschreibt neben Ganzwabenbetriebsweise auch Betriebsweisen mit
    Flachwaben und Mischbetriebsweisen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Dennis,


    ich finde drei Zargen im BR besser als zwei, da so im Frühjahr problemlos eine ausreichende Anzahl Waben (ein Drittel) weggenommen werden kann und diese unterste Zarge ist fast immer frei von Brut und Futter ist, Pollen ist aber oft noch darin. Bei zwei Zargen ist meist schon Brut und noch Futter darin.
    Die vielen Rähmchen machen ein gründliches "Gucken" mühsam. Ich schaue mir, um den Zustand des Volkes zu erfahren, meist nur ein paar Waben der obersten Zarge an - Brut und Futter. Die Königinnen sehe ich fast nie - wozu auch? Mich interessiert ja nicht ihr hübsches Aussehen, sondern ihre Leistung.


    Diskussionen zum Flachzargenbetrieb gab es auf den Seiten der AG Magazinimker, doch das Forum ist eingeschlafen.
    Ein Buchtipp wäre noch Moosbeckhofer/Bretschko "Flachzargenbetriebsweise" (oder so ähnlich). Jedoch schrieb Moosbeckhofer nur etwas zu Bretschkos altem Werk hinzu ohne große eigene Erfahrung mit Flachzargen (so jedenfalls das Urteil von K. Kieß). Auch wird darin viel über den Zargenwechsel geschrieben (Sinn: Anregung zu verstärkter Brut), doch ich zweifle, ob die Mühe den Effekt rechtfertigt.


    Mein Fazit: Flachzargen sind nur etwas für Imker, die ihre Bienen auch ohne Kontrolle machen lassen können und eine möglichst schwarmträge Biene haben oder anderenfalls fleißig Ableger bilden. Dann sind sie aber herrlich bequem - echt für Faulpelze.


    Grüße, Thomas

  • Vielen Dank für euere Hinweise


    Erst einmal Lothar :


    Ein Buch habe ich auch schon erwischt jedoch werden ind iesem Buch nur die Völkerführung neben der normalen Betriebsweise "erläutert"


    Ihc suche Literatur in welcher dies Auschließlich erwähnt wird.


    Merkwürdig ist nur das diese sehr in der Erwerbsimkerei verwendung findet jedoch kaum erwähnt wird.


    Ich bin mir sicher das sich dies auch in der Hobbyimkerei etablieren könnte.


    Für weitere Tips wäre ich sehr dankbar.


    Auch würde ich mich mal gerne mit einem Erwerbsimker unterhalten. Leider sind diese in diesem Forum Rah gesäht.


    So denn..... Gruß Dennis

  • Lieber Dennis
    Außer Bretschko und Schuster gibt es keine Literatur. Lies beide, arbeite damit und Du wirst neue Erfahrungen sammeln können. Wende Dich an die Magazinimkerarbeitsgemeinschaft, da kannst Du die Spezis erfragen. Ich arbeite schon seit langen damit. Kontrolliere bitte Deine P-Mail, konnte Dich nicht erreichen.
    Gruß Peter

  • Hallo habe gerade über die Suchfunktion von Google diesen Forumsbeitrag gefunden da ich mich auch für den Flachzargenbetrieb interessiere .


    Ich imkere zur zeit noch auf Langstroth Vollzarge und wollte auch auf Langstroth 2/3 umsteigen.


    Ich weis nicht ob der Bericht schon von Hr Liebhart bekannt ist der imkert schon seit 25 Jahren auf Flachzarge ich geb einfach mal den Link rein vieleicht hilft es ja dem einem oder anderen.



    Gruß Lars Spranger-Thiel :Biene:



    http://magazinimker.de/downloa…inflachzargenliebhart.pdf

  • Moin, ich imkere mit Flachzargen im Brut und Honigraum.


    Geht super finde ich. Ok habe damit gleich angefangen. Wirtschaftsvölker sind über den Winter auf 3 Zargen im Frühjahr ist die unterste Brutfrei und nehme die dann weg. Wenn doch brut ist wird sie hochgehängt. Von oben honigzargen rein und und unten raus, und die Waben einschmelzen. Einwachskreislauf. Ich hänge dann im Raps aus den Brutraumhonigzargen raus und fülle sie mit Leerwaben bzw. Mittelwände auf. Dadurch hoffe ich das die Schwarmstimmung nicht so schnell kommt und die Honigkappe gebrochen wird. Vermehrung geht auch super die Mittelste Zarge dann raus für Ableger mit oder ohne Queen. Diese dann mit 2 Zargen(Zarge mit Mittelwänden oder eine Leerwabenzarge) auffüllen und Ableger ist fertig. Die Königin hat nach einer Woche die ganze Leerwabenzarge(ehemals Honigzarge) vollgestiftet und das Volk bringt mir dann noch Lindentracht.


    Der Vorteil ist noch das Ihr in den meisten Schleudern sehr viele Rähmchen unterbringt und dort sehr schnell seit bei den schleudern. Nachteil viele Rähmchen zum nageln und drahten und kaufkosten.
    Kleine Trachten können auch gut gernet werden und im Herbst muss die oberste voll Futter sein dann kommen sie auch gut durch. Was habt ihr noch für Fragen?


    Gruß Micha

    Micha aus Leipzig, Fliegen lassen ist wie anschaffen lassen!!! :-)

  • Hallo liebe Imkers,
     
    wäre so eine Betriebsweise auch mit DN möglich oder sind die 1/2DN nun wirklich zu futzelig :confused:
     
    Ich stecke ja auch noch in den Anfängen, finde aber die Version von Micha sehr interessant.
    Ich neige auch zum Minimalismus:wink:
     
    Andererseits macht mich stutzig, dass vielerorts die 1 1/2 Bruträume angestrebt werden.
     
    Bin gespannt auf Antworten
     
    Gruß LULU

  • Ein weiter vielleicht auch der entscheidendeste Grund ist das Themagewicht.


    Wenn man ein Volk transportieren will ist es gewichtsmässig egal ob du 3 Frankenbeuten 2/3 hast oder 2 DM Zargen. aber wenn Du honig erntest muss Du nicht ganz so viel schleppen auf einmal. immer nur eine Zarge. Bei mir ungefähr dann so 20kg bei DM 25kg zirka wenn nicht mehr. Und das macht sich für den Rücken schon bemerkbar. Und wir wollen ja unsere Hobby lange und ohne Rückenprobleme betreiben.


    Gruß Micha

    Micha aus Leipzig, Fliegen lassen ist wie anschaffen lassen!!! :-)

  • Hallo Imkerfreunde,


    1/2 DNM als Brutraum ist wirklich zu klein. Man muß sich immer eine Kugel als Brutnest vorstellen und da kommt bei 2 Zargen 1/2 DNM auch nur Stückwerk zusammen. Der Nachteil ist bei 2 Brutraumzargen immer die Königin zu suchen. Unsere Vorfahren haben mit DNM hochkant geimkert, das ist für das Brutnest sehr optimal. Deshalb bin ich dabei Bruträume mit 11/2 DNM aufzubauen. 1/2 und 2/3 Zargen sind für den Honigraum zu empfehlen, macht aber mehr Arbeit.


    Gruß Reinhard

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • @ Drobi,
     
    ich habs mir ja fast gedacht:-(, ich fand die Idee mit der einfachen Bauerneuerung und der Ablegerbildung nur reizvoll.
     
    Ich habe 1/2 DN im Honigraum und bin begeistert. Es ist ein ganz schöner Unterschied vom Gewicht. Einlöten entfällt, und es passen ja immer zwei statt einer Wabe in die Schleuder. Beim Entdeckeln ist es allerdings ganz schön fipsig. Hat jemand Erfahrung mit nem Fön:confused:
     
    Gruß LULU

    Viele Grüße Manuela

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