• Habe heuer viele meine Völker verloren. Großteils Frostschaden, da zu wenig Kopfisolierung auf den Beuten war. Die Bienentraube war außen mit einem 10 cm breiten Gürtel toter Bienen gesäumt. Die waren dann so schwach, dass ich sie auflösen mußte. Lehrgeld....eh mein eigenes.
    So, nun zur Frage: Ich habe jetzt eine Anzahl voll verdeckelter, schöner Futterwaben. Soll ich diese im Herbst einfach als obere Einheit über das Volk anstatt zu füttern, aufsetzen? Soll ich vielleicht 7 Waben aufsetzen, und den Rest auffüttern?
    Bitte um Antwort

  • Also ich würde die Futterwaben auf jeden Fall erstmal bergen und sicher verwahren. Für eine normale Wintereinfütterung fänd ich sie zu schade - aber ungmein praktisch für die Ablegerbildung oder die Notfütterung falls doch mal was schief geht. Verdeckelt und kühl und trocken verwahrt kann eigentlich nix passieren und immer schnell zur Hand falls gebraucht!


    Melanie

  • Hallo Fritz,
    Deine schönen Futterwaben sind keineswegs verloren! Wie Melanie Dir schon empfiehlt: Du kannst sie nach und nach in Ableger verfüttern. Wenn Du trotzdem noch zu viele hast, dann kannst Du sie wieder mit in die Winterfütterung geben. Ich empfehle hier aber nie eine alte komplette Futterzarge auf ein Volk zu setzen, sondern die Futterwaben auf alle anderen Völker verteilen. Es könnte nämlich sein, dass das alte Futter ganz oder teilweise bereits kandiert ist, und dann könntest Du, wenn Du alles nur einem Volk gegeben hast, mit diesem Volk Probleme bekommen.

  • Fritz Wieland schrieb:

    ...Frostschaden, da zu wenig Kopfisolierung auf den Beuten war.


    also Kopf-Isolierung hab ich eigentlich auch keine auf meinen Beutenund hab auch dadurch noch nie Völker verloren! auch nicht an meinem Bienenstand auf 700 Meter!


    Fritz Wieland schrieb:

    ...
    Die Bienentraube war außen mit einem 10 cm breiten Gürtel toter Bienen gesäumt.....


    das hat doch dann andere Ursachen?


    vielleicht zu hohe Feuchtigkeit im Stock, diese dann gefroren? und somit die Völker verhungert?


    oder ist das Futter gar für die Bienen toxisch?


    jedenfalls würd ich erst mal testen ob die Futterwaben bei Ablegern nicht auch wieder zu bienensterben führen!


    sonst hast du nächsten Winter wieder tote Völker!


    Güßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • toyotafan schrieb:

    [quote=Fritz Wieland].
    jedenfalls würd ich erst mal testen ob die Futterwaben bei Ablegern nicht auch wieder zu bienensterben führen!
    Güßle


    Hallo Toyota,


    genau das war auch mein erster Gedanke, alle empfehlen wie früher, die schönen Futterwaben wieder zu verwenden, bei den heutigen Krankheitsbildern wäre ich da vorsichtig, so kann man schön die Seuche verschleppen!


    Grüsse 8)

    Bis die Tage, ich komm wieder, keine Frage !

  • Aber nur wenn man sie hat. :lol:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Fritz,


    Winterverluste durch mangelhafte Kopfisolierung kann ich mir schwer vorstellen.
    Ich habe schon Völker fliegen sehen, die einen ganzen Winter ohne Deckel, nur mit Folie im Schnee gestanden haben.
    Aber über die anderen möglichen Gründe zu philosophieren, ist müssig und nützt dir jetzt auch nix.
    Ich persönlich würde die Futterwben, sofern gut gedeckelt, kurz antesten , ob das Futter kandiert ist und dann für Ableger nutzen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Moin,


    das die Völker wegen fehlender Kopfbedeckung eingegangen ist für mich unlogisch.
    Im Winter wird es in der Beute selbst sehr kalt da nützt dir eine extra Abdeckung mit einer Decke etc. so gut wie gar nichts, die Völker kann man nur warm halten wenn das Brutgeschäft im Gange ist, alles andere ist Käse und unnötig.
    In der heutigen zeit sollte man mit Futterwaben sehr vorsichtig sein, denn die Wahrscheinlichkeit das man sich damit Krankheiten am Stand verteilt ist nicht ausgeschlossen, das soll jetzt keine Angst bei dir auslösen, aber ein Hinweis sein.


    Ich selbst hebe auch einige schöne Futterwaben auf, die schlechtesten und unschönen werden eingeschmolzen, das ist zwar ein Verlust aber sicher ist sicher, eine Garantie hat man nur wenn man alle Futterwaben entfernt.


    Die Wissenschaft sollte besser einen Schnelltest für den Imker entwickeln, um die meisten Krankheiten nach zu weißen.
    So könnte man auch Futterwaben auf Faulbrut oder andere Krankheiten überprüfen.

  • Moin Imkers,


    bei den meisten Seuchen wird der ganze Stand behandelt oder saniert. Da ist es egal, woher und wie sich eine Krankheit am Stande ausgebreitet hat. Futterwabentransfer ist solange unkritisch, wie das Volk nicht an Ruhr oder Nosema eingegangen ist (verschissenen Waben) oder die Waben selber verpilzt und verschimmelt sind. Die Faulbrutsporen verbreiten sich am Stand durch Verflug ohnehin sehr rasch. Die Quarantäneeinheit ist also nicht ein einzelnes Volk sondern immer der ganze Stand oder die gesamte Imkerei.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,


    Nosema ist eine unbedeutete Bienenkrankheit in den letzten Jahren geworden.
    Durch das einsetzen von Ameisensäure und Essigsäure, hat diese Krankheit an schrecken verloren, weil durch den Einsatz der Säuren der Ausbruch verhintert wird, weil diese Bakterien keine saure Umgebung lieben und dadurch eingehen.
    Ich hatte bis jetzt keinen einzigen Nosemafall bei meinen Völkern, auch ist mir von anderen Imkern keine Erkrankung bekannt.
    Ruhr ist eine ähnliche Krankheit, wird aber meist durch ungeeignetes Winterfutter verursacht, was Waldhonig oder Melezitosehonig, Blatthonig enthält.
    Ruhr kommt auch bei sehr langen Wintern wie z.B. dieses Jahr vor.
    Die Verbreitung von Faulbrutsporen ist über Futterwaben nicht ausgeschlossen, dazu kommt auch Kalkbrut.
    Diese Krankheit ist auch hoch ansteckend und kann die Völker sehr schwächen, in den meisten Fällen verläuft diese Krankheit eigentlich harmlos, Ausnahmen gibt es immer.

  • ihr denkt alle immer gleich an Krankheiten der Bienen usw. bei der weitergabe von Futterwaben aus gestorbenen Völkern! das ist ja weiters auch so ok und ich will das alles nicht in Fragestellen!


    aber:


    kann sich denn keiner vorstellen, daß der Pollen welcher sich unter Futterwaben befinden kann mitunter für die Bienen nicht gut sein kann?


    oder vielleicht gar toxisch sein kann?


    bin denn immer nur ich (Klaus sorry, dich hab ich jetzt glatt vergessen) der, der auch an Vergiftungen denkt wenn Bienen sterben?


    Jährlich werden zig tausende Tonnen Insektiziede ausgebracht! davon sind ein Teil davon laut Etikett Bienenverträglich
    aber auch ne ganz große Menge davon sind für Bienen tötlich!


    so und warum soll sowas nicht auch bei Fritz Wieland irgendwo mit beteiligt sein?


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Moin Toyota,


    da läßt Du aber auch die Erdstrahlen außer acht. :lol:


    Ich laß' jedenfalls keine Völker hungern oder ganz sicher eingehen, nur weil ich befürchte, unter dem Futter könnte giftiger Pollen sein. Die Chance daß die Völker dann vielleicht am Giftpollen eingehen ist mir niedriger als die Gefahr daß sie ohne das Futter überleben. Oder so. :roll:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Zusammen,
    giftigen Pollen gibt es nicht.
    Wozu sollte das gut sein?
    Zumindest bei Pflanzen, die von Insekten bestäubt werden.
     
    Was es sicherlich gibt, ist vergifteter Pollen.
    Das irgendwelche Stoffe, egal welchen verschönerndenNamen sie haben,
    von den Pflanzen aufgenommen werden und so auch in den Pollen gelangen, wer kann das widerlegen?
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.