Allgemeine Entwarnung Völkerverluste!?

  • So habe ich es noch nicht gesehen.
    Wenn die Völker weg sind, sind sie nicht eingegangen.
    Hat das evtl. noch versicherungstechnische Hintergründe?


    Gruß


    Manne

  • Bumblebee schrieb:

    Völkerverluste sind schon ausgeglichen.
    Durch Diebstahl oder Kauf.
    Gruß
    Simon


    Bei knapp 10 % Winterverluste die normalerweise ein Imker hat, muss man nicht stehlen oder kaufen. Natürlich gibt es Imker ausserhalb dieser Norm, sowohl nach unten oder nach oben.
    In normalen Jahren hat ein Imker, der so imkert, dass er auch im Jahr darauf noch Völker hat, immer zuviele Völker an Bord.

  • Bumblebee schrieb:

    Natürlich sollte man mit Überschuss arbeiten und Verluste einkalkulieren.
    Einige meinen, dass man den Überschuss bei mir kostenlos abschöpfen kann!!! :evil: 
    Deshalb die Ironie.


    Gruß
    Simon


    Simon, ich verstehe ja, dass du sauer bist und auch mit Recht!

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem wunderschönen guten Morgen :D 
    Ich bezweifle nicht das das Institut wahrheitsgemäßes Aussagen trifft, d.h. die sie vom Rücklauf ihrer Umfragebögen her hat.
    Aber wieviel Imker machen da mit, wenn ich meine Telefonnummer oder meine Mailadresse (haben die automatisch bei Absendung) angeben soll :cry: .
    Von anonym wie versprochen sehe ich da leider nichts.


    Jeder weiß doch das viele Imker es als persönliches Versagen ansehen, wenn Sie übermassen tote Völker beklagen.


    Da ich mit sehr vielen Imkern in Kontakt stehe und mir sehr viel anhöre weiß ich das etliche bis zu 100% Verlust haben :cry::cry: leider.
    Und ich glaube nicht das diese Leute mich anlügen, warum auch.
    Dem einzelnen Imker (weit weg, unbekannt) kann man soetwas erzählen, da ich garantiert nie einen Namen, Wohnort u.s.w. weiter zu erzählen und ich Sie auch nicht auslache.
    Ich glaube sogar es tut Ihnen gut mal mit jemanden darüber zu reden und sich "Trost" zu holen.


    Sehr viele Verluste gibt es in den Neuen Bundesländern (90%) am wenigste in Soltau,Hamburger Gegend (unter 15%).


    Liebes Mayener Institut, bitte gestaltet diesen Bogen anoym, wahrscheinlich werden sich mehr Imker dann daran beteiligen.
    Kein Imker wird euch ehrlich antworten mit was er behandelt hat und wieviel er da benutzt hat. Viele wissen es wahrscheinlich selber nicht so genau und die Wahrnehmung über große, kleine, migrige Völker ist doch bei jedenm Imker verschieden.
    Allso auch was und wieviel er anwendet.
    Fragt nach besetzten Waben.
    Leider ist es auch so das sich viele Imker den Touch geben wollen (nach ausen zur Öffentlichkeit), biolgisch zu imkern, lest doch mal die Hompagen.
    Viele meinen mit dieser Aussage angesehner und mehr Kunden zu bekommen :o was in manchen Fällen auch stimmt, aber leider nur in manchen und dann nur wenn Sie sich nach EU-norm oder einen Verband angeschlossen haben.
    Allso mit ihrem Ettiket damit werden können.
    Die anderen sollten sich mal überlegen ob sie deswegen mehr oder teurer Ihren Honig verkaufen können :oops:


    Es tut mir leid die Betreffenden so vom Kopf zu stossen, aber was in Namen von Bio alles gemacht wird, Bienen zu begasen (so oft wie`s geht, schadet ja nichts, mit Säure zu verdunsten und die Atemwege zu verätzen oft über drei Wochen, den Imker sollte man selber mal darein setzten!! :evil: u.s.w.) und bedampfen , zu tränken bis zu % Minuten u.s.w.
    Warum gibt den keiner zu mit was er behandelt, weil er Angst hat von den andern Imker alls Chemischleuder und verdrechten Honigverkäufer angeprangert zu werden!!!! :evil:


    Ich behandle meine Völker nach der Abschleuderung mit Oxalsäure (träufeln) und gleichzeitiger Brutentnahme und im Winter mit Perezin.
    Bin ich deswegen weniger wert?
    Liebe ich deswegen meine Bienen weniger?
    Ist mein Honig deswegen schlechter?


    Aber das überlasse ich Euch, ich für meine Bedürfnisse habe den richtigen Weg (für mich) eingeschlagen und meinen Bienen geht es dieses Jahr sehr gut.
    Mein Verlust liegt bei 17% darunter 3x Specht, 2x Mäuse, leider 3x verhungert und 1x Scheißer, der Rest schon im Vorfeld erkannt das er nicht überlebt und wie es die Natur so will auch von einer Linie, die nicht winterfest war 90% tot, ist dann auch nicht schade drum.


    Gruß
    Heike

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Hallo Freunde,
    hier bei uns im Norden gilt die Regel: in jedem Jahr Ableger in der Größenordnung von mindestens 50% der Standvölkerzahl zu bilden. Früher habe ich angesichts der "Ablegermasse" (bedingt durch das Schröpfen) oftmals einen Schreck bekommen, weil ich mich fragte:"wohin mit all`den Bienen?" Aber im Spätsommer hat sich dann alles in Wohlgefallen aufgelöst. Ja, in manchem Jahr hätte ich gut noch einige Ableger mehr gebrauchen können. Die Erkenntnis hieraus: immer fleißig Ableger machen.
    @ Heike: sehr schöner Beitrag vorstehend von Dir!

  • Hallo Peter, hallo Heike,


    ich finde Heikes Beitrag nicht so toll, mag er auch in vielen Punkten richtig sein. Es hilft ja nicht weiter, wenn man die Verluste verschweigt und es hilft schon garnicht der Aufklärung, wodurch wir das Problem nicht lösen! IOch glaub auch kaum, das Mayen plötzlich anruft und den Imker fertig macht. Ein sehr kindliches Verhalten der bayrischen Imker, dass sie in der Sache ja schon garnicht weiterbringt! Wie heißt es so schön, aus Fehlern soll man lernen!


    Richtig ist natürlich, dass der einzelne Imker nicht an der Lösung dieses Problems arbeitet/mitarbeitet.


    Gleiches gilt natürlich auch für das Monitoring, die ganzen Schwachimker Deutschlands sind dort aussen vor. Die Ergebnisse können also nicht zu richtigen Resultaten führen, da es nicht repräsentativ ist !!! Es bildet einfach nicht die in Deutschland betriebene Imkerei ab. Hoffen wir also auf einen Zufall, der das Rätsel löst.


    Viel mehr Sorgen macht mir der Tatbestand, dass bei angesehenen Imkern, die eine gute Imkerei betreiben, ganze Stände abkacken! Es kommt auch nur zu regional hohen Verlusten. Diese komische Nosema scheint ja für ein teil der Verluste verantwortlich zu sein, Aber wie schütz ich mich dagegen? wie erkenn ich sie? wie behandel ich meine Völker dann ?


    Also bleibt wie jedes Jahr, 2/3 der Völker durch neue zu ersetzen, extreme Wabenerneuerung und die Ableger natürlich gegen Varroa behandeln. Hoffen wir mal, dass es aus irgend einem Grund der richtige Weg ist.


    Grüsse 8)

    Bis die Tage, ich komm wieder, keine Frage !

  • Berni911 schrieb:

    ich finde Heikes Beitrag nicht so toll, mag er auch in vielen Punkten richtig sein.


    ...ich glaube, du solltest Heikes Beitrag nochmal langsam durchlesen. Nach meinem Dafürhalten hat sie den Nagel auf den Kopf getroffen......


    Zitat

    Gleiches gilt natürlich auch für das Monitoring, die ganzen Schwachimker Deutschlands sind dort aussen vor. Die Ergebnisse können also nicht zu richtigen Resultaten führen, da es nicht repräsentativ ist !!!


    ...klar bleiben viel Imker außen vor und das Monitoring ist nicht unbedingt representativ. Aber zumindest besteht die Möglichkeit ,dass sowohl pathogene Keimen (egal ob Viren, Bakterien oder Protozoen) entdeckt werden, sollten sie für das Völkersterben verantwortlich sein. Wenn solch' Faktoren (inclusive Umweltgifte) nicht für's Völkersterben verantwortlich ist ,so liegt's an den weiterbildungsresistenten Imkern..... Aber das Ergebnis wird in einigen Jahren (hoffentlich) auf dem Tisch liegen.......


    Die "neue Form" der Nosema würde ich als Ursache definitiv ausschließen wollen, denn die Syntome sind gleich der klassisschen Nosema. Und die sollte man erkennen. [/quote]

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo Gustmann,


    Vorletzteres ist auch genau meine Meinung, hoffen wir weiter !


    Nosema Ceranea = Apis, wäre mir neu, aber ok, wenn du meinst !


    Grüsse 8)

    Bis die Tage, ich komm wieder, keine Frage !

  • Ich habe auch einmal nachgeforscht und kann folgende Zahlen präsentieren, die aus vertrauenswürdigen Quellen stammen:


    Die Berufsimkereien Böhm/Sachsen und Dühnen/Niedersachsen geben jeweils 50% Verluste an, haben also zur Zeit noch 150 Völker von einstmals 300 bzw. 250 von 500 eingewinterten Bienenvölkern.


    Der DBIB hat in der Region Oberbayern aus persönlichen Gesprächen mit Kreis/Bezirksvorsitzenden einen durchschnittlichen Verlust von 60% erfragt und gibt diese Zahl auch offiziell als repräsentativ an. Manfred Hederer schätzt diesen Winter in bezug auf die Verluste ähnlich ein wie 2002/2003.


    Ich bin selber diesen Winter mit 30% Verlust davongekommen.

  • Herr Maresch,
    beziehen sich die von Ihnen angegebenen Verluste von 60% in Oberbayern auf den Angaben, die von Berufsimkern (Mitgliedern des DBIB) gemacht wurden oder wurde die Abfrage bei den Kreis/u. Bezirksvorsitzenden der drei „Hobbyistenverbände“(in Oberbayern sind dies sicherlich über 6000 „Hobbyimker“ mit über 60.000 Bienenvölker) gemacht.
    Sind dies nun verlässliche Zahlen, die durch Abfragen unter den Imkern ermittelt wurden oder ist es ein subjektiver Eindruck der durch die Gespräche mit den Kreis- und Bezirksvorständen entstandenen ist.


    Mit freundlichen Grüßen


    Martin

  • Hallo Martin,


    spielt das denn eine Rolle woher die Infos kommen?


    wie ist es denn in der Vergangenheit gewesen?


    z.B. 2002/2003? dort war es der DBIB der schon in Donaueschingen größere Verluste angekündigt hat!


    1995/96 auch so!


    und als das quasi die Profis zugegeben hatten, waren auch die breite Masse der Imkerschaft bereit es zuzugeben!


    nach dem Motto wenn das den "Großen" schon passiert ist es ja auch nicht mein alleiniger Fehler!


    und jetzt ist der DBIB eben etwas später damit raus, und schwups die wups reden auf einmal alle von großen Verlusten!


    etwas mehr als komisch finde ich!


    Ich muß hier der Heike schon recht geben!


    Wie ehrlich sind die Imker wirklich!



    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!