!?! Weiselzellen schon im März ?!?

  • :D Hallo


    und vorab schon mal herzlichen Dank für das Interesse und eine mögliche Antwort auf meine Fragen.


    Ich habe gestern bei der ( Kurz-) Durchsicht bei einem Volk etwas festgestellt, dass mir Rätsel aufgibt.


    Es handelt sich um ein Volk, das ich Ende des letzten Sommers aus einer 4-Waben-Schaubeute heraus geschenkt bekam. In der Hoffnung, dass ich mich im Frühjahr damit als Pflegevolk bei der Königinnen-Aufzucht versuchen könnte, habe ich es aufgefüttert und mit 11 Waben DN einzargig überwintert. Die Futtervorräte sind bestens, die Königin hatte angefangen zu brüten. Auf 3 Waben sind etwa handtellergroße Brutflächen mit offener und verdeckelter Brut ( keine Drohnenzellen ), aber es sind auch einige verdeckelte Weiselzellen auf einer Wabe.
    Darauf hin habe ich genauer durchgesehen, die "alte Dame" ( Königin `03 ) aber trotz intensiver Suche nicht finden können.


    :-? Es macht doch keinen Sinn, dass die "Mädels" sich schon jetzt eine neue Regentin ziehen. Noch fehlt es doch überall an Drohnen. :-?


    :roll: Wie könnte es mit diesem Volk ( es sind noch ordentlich viele Bienen vorhanden, kaum Wintertotenfall ) weitergehen?


    :oops: Soll ich einfach der Natur ihren Lauf lassen und schauen, was sich ergibt ?


    oder


    :oops: Soll ich die Bienen mit einem anderen Volk vereinigen um dort für Verstärkung zu sorgen?


    Neugier kontra Nutzen - wer von euch erfahrenen Imkern mag mir mit seiner Stellungnahme eine Entscheidungshilfe geben. Ich freue mich darauf.


    Claudia

    Es ist besser ein Licht zu entzünden, als auf die Dunkelheit zu schimpfen ( Konfuzius )

  • Liebe Claudia,


    Das ganze sieht mir nach Nachschaffungszellen (Königin verloren gegangen) aus - vielleicht auch Umweiselung (Königin schwach), dann sollten aber weiterhin Stifte zu finden sein.


    Abwarten - bringt Erfahrung,
    ob's klappt ist eine andere Frage, denn es müssten in rund zwei, längstens vier Wochen schon begattungsreife Drohnen fliegen und schönes Wetter sein für einen erfolgreichen Hochzeitsflug.


    Wenn es eine Umweiselung ist, mag es funktionieren.
    Bei einer Nachschaffung wegen Verlust sind die Aussichten schlechter, weil die Zeit mehr drängt.


    Vereinigen ist die sichere Seite, Abwarten vielleicht die interessantere.


    Soweit - und viel Erfolg


    Michael Weiler

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21

  • Hallo Claudia,


    sind die Weiselzellen tatsächlich verdeckelt? :o Manchmal findet man im Frühjahr auf den Waben mehr oder weniger große Reste von Weiselzellen, ein Hinweis darauf, dass im Herbst noch (still :D ) umgeweiselt worden ist. Dass es keine Drohnen- (und damit Buckel)brut gibt, ist ja ein gutes Zeichen. Dann wird es ja auch noch eine Königin geben. Ich wäre also zunächst einmal optimistisch.


    Viele Grüße,


    Vorgebirge

    (seit 2002 Carnica, Standbegattung; Löwenzahn, Obstblüte, Sommerblüte, Robinie, Linde; Zander, Zeidlermagazin (Heroldbeute), Hohenheimer Einfachbeute; Neutralgläser, eigene Etiketten; Honig, Propolis, Met, Bärenfang)

  • Hallo Michael und Vorgebirge,
    vielen Dank für die "Anteilnahme" und zur Info einen "Abschlussbericht".


    Aus den 2 Weiselzellen ( es waren wohl wirklich Nachschaffungszellen ) ist leider nichts geworden. :cry:


    Die Bienen habe ich dann, nach nochmaliger vergeblicher Suche der alten Königin, daraufhin einem anderen Volk mit junger Königin aufgesetzt. So können sich die verleibenden Bienen wenigstens dort noch nützlich machen, was sie inzwischen auch fleißig tun.


    Den Versuch wars wert, denn schließlich lernt man ja bekanntlich aus eigenen Erfahrungen/Fehlern am besten.



    :wink: Claudia

    Es ist besser ein Licht zu entzünden, als auf die Dunkelheit zu schimpfen ( Konfuzius )