Über Hände voller toter Bienen

  • Liebe Imkers,
    jetzt, wo die Bienen bei Sonne doch schon mal den Rüssel vor die Tür stecken, habe ich endlich mal etwas geputzt und den Totenfall herausgekehrt. Hatte das schon einmal gemacht und war doch geschockt, nunmehr die gleiche Menge zu finden:

    Irgendwo hatte ich ja noch gelesen: zwei Hände voll, maximal zwei Tassen voll im Winter...aber diese Mengen waren mir doch sehr unheimlich.
    Also kehrte ich den Haufen mal auf eine Waage und war dann wieder überrascht - der abgebildete Haufen sind grad mal 120 g.
    In etwa die gleiche Menge hatte ich schon mal rausgeholt, dann nehmen wir mal etwas Feuchtigkeitsverlust an (dürfte nicht allzuviel sein, der Beutenboden war offen und die toten Bienen zeigten eher Schimmelneigung als Austrocknung) so daß ich mit einem Daumenwert von 250 g toten Bienen (also nur der Totenfall im Stock) ausgehen kann.


    Macht bei 90 mg Gewicht einer Arbeitsbiene rund 2700 tote Tiere. Bei einer normal starken Einwinterung halte ich das für einen völlig akzeptablen Wert. Drinnen summts und sie scheinen auch schon fleissig zu brüten - ein kurzes Ankippen der oberen Zarge zeigte kein Riesenvolk aber eine kompakte Wintertraube auf 2 Waben. Denke also, das rappelt sich.


    Allerdings: das mit den 2 Handvoll tote Bienen hätte ich nicht hinbekommen...entweder haben die Imkers alle gewaltig große Bärenhände oder ich habe schlichtweg zu kurze Grabbler...


    Allen anderen "Erstüberwinterern" das zum Trost & Geleit falls sie schon den Trauerflor an die Beute stecken wollen...nur nicht aufgeben!


    Melanie