Macht eine Reizfütterung im März Sinn?

  • Habe 6 Carnica Völker (Werbung: alle samt mit Herzogenauracher Königinnen) und bis heute leider noch kein Reinigungsflug. Da bei uns, bis jetzt nur max. 5 Grad waren. Am Stand stehen derzeit wie schon gesagt 6 Völker auf DNM Frankenbeute (Hochboden mit Einlegeplatte) und Futterzarge oben drauf. Da es bis jetzt so eine Eiseskälte war, habe ich noch nicht nachgeschaut, ich denke immer das man die Völker dadurch schwächt. Nun meine Frage, bringt eine Reizfütterung mit Neopoll und/oder APInvert via Futterzarge was?


    Gruss blue-planet

  • blue-planet schrieb:

    Habe 6 Carnica Völker (Werbung: alle samt mit Herzogenauracher Königinnen) und bis heute leider noch kein Reinigungsflug. Da bei uns, bis jetzt nur max. 5 Grad waren.


    Hier würde es nicht schaden mal den Deckel anzuheben und zu schauen oder zu horchen, dann erübrigt sich vielleicht die zweite Frage!


    blue-planet schrieb:

    Nun meine Frage, bringt eine Reizfütterung mit Neopoll und/oder APInvert via Futterzarge was?


    Bringt absolut gar nichst, schade um das Geld! Das Volk darf nur nicht verhungern. Futtervorräte müssen sein. Sogar bei Beginn der Kirschblüte sollen noch 2 volle Futterwaben im Volk sein, denn es honigt erst bei bestimmten temperaturlichen Voraussetzungen, die wir noch lange nicht haben!.

  • Moin "Erde",


    Frühjahrsreizfütterung bringt Bewegung in die Völker.


    Sie nehmen Futterteige und auch Flüssigfutter ab, sobald es im Stocke warm genug ist. Dann fliegen sie, wie immer, wenn's Tracht hat, raus und erfrieren im Regen oder Schnee. Der Imker sieht aber schöne fliegende Völker.


    Nektapoll ect. sind gerade getestet worden. In Celle. Die Ersatzstoffe nützen nichts, weil die Bienen sie nicht sinnvoll aufschließen und verdauen können.


    Futterzarge drauf lassen?
    Hab' ich dieses Jahr getestet. Ergebnis: negativ!
    Die Futterzarge kann oben nicht verkittet werden, weil die Bienen da nicht ran kommen und der letzte Futterfilm nimmt Feuchtigkeit an und gammelt. Flüssigfutter, jetzt vor'm Ausflug gegeben, wird nicht abgenommen und warmes führt zu todlicher Ausfliegerei. Die Völker mit den Zarge drauf sehen schlechter aus als die andern. Und man kann sie nicht mal sehen, weil die Zargen undurchsichtig sind. Auch für'n Imker.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo!


    Danke erstmal für eure Antworten.
    Gehorcht habe ich schon öfters, bis dato brummt und summt es, weiss halt nur nicht wie es drin aussieht. Ja, das mit der Futterzarge ist so ein Tip, es soll sich dort das Kondenswasser sammeln, ob der Tip gut ist kann ich nicht einschätzen. Gammeln kann da eigentlich nichts denn ich entferne immer das Gitter und las die Zarge nach der letzten Apiinvert® Gabe, von den Bienen reinigen. Die Innenwände sind leicht gilblich vom Kitharz das halte ich für steril. Habe dieses Jahr auch erstmals Thymol und Menthol Rähmchen eingesetzt. Den Erfolg wird das Frühjahr zeigen. Im Vergleich habe sonst nur mit Nassenheider Verdunster und 60% Ameisensäure behandelt und hatte jedes Jahr 1/3 Ausfall. Laut Hörproben dieses Jahr erstmals nicht mehr. Naja, mal schaun.


    Was haltet ihr eigentlich von Apiguard®?


    Gruss blue-planet

  • nix

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Oh, schon´ne Antwort, war gerade noch beim editieren.


    Wie sieht mit Erfahrungen mit Thymol und Menthol Rähmchen (Frakno-Rähmchen nach Imkermeister Knobelspies) aus?


    Gruss blue-planet

  • Hallo miteiander,


    Imkerkollegen von mir haben diese Varoabekämpfungsmethode genutzt. Die Rähmchen blieben das ganze Jahr im Volk, was mit Sicherheit eine erhebliche Erhöhung des Thymolgehaltes im Honig zur Folge hatte.
    Der Wirkmechanismus beruht, so weit ich mich erinnere, darauf, daß sich die Milben, die sich normalerweise an einem Kotfleck in der Zelle zur Paarung treffen, in der Zelle nicht finden, da das Thymol diesen Duft überlagert. Die ersten 2-3 Jahre war der Behandlungserfolg ausreichend. Danach waren wahrscheinlich ausreichend viele Milben resistent, wodurch es zu Völkerverlusten bis zu 70 % kam. Auch waren die Begattungsergebnisse schlechter als bei Nichtthymolvölkern.


    Gruß Steffen