Nichts mehr da!

  • :( Ich hab heut mal in meine Beuten geschaut, weil sich bei den guten Wetter nichts tut.
    Was musste ich feststellen:
    Nichts mehr da!
    (Futterwaben voll, keine toten Bienen, gut Eingefüttert, Varoa behandelt)
    Wo ist da der Fehler?
    Ich bin am Verzweifeln!
    Letzten Winter 2004 auf 2005 hat jemand meine Bienen umgeschmissen (2x) und nichts ist mit Ihnen pasiert. :evil: 
    Diesen Jahr 2005 auf 2006 standen Sie ruig und ohne Belästigung und jetzt ist nichts mehr da. :cry:

  • Moin Edgar,


    Edgar schrieb:

    ... Futterwaben voll, keine toten Bienen ...


    Edgar schrieb:

    ... Varoa behandelt ...


    Edgar schrieb:

    ... Wo ist da der Fehler?...


    Wie lange imkerst Du mit diesen Völkern? War der 04/05er Winter der erste dieser Völker? Der 05/06er also der zweite?


    Das von dir beschrieben Schadbild schreit förmlich: Varroa!!!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ja so ist es, es ist mein zweiter Winter!
    Ich habe die Volker 1x nach der Honigernte behandelt (Ameisensäure) und 1x im Spätherbst (Ameisensäure)!
    War das zu wenig?
    Behandlung mit Universalverdunster 2Wochen lang!

  • Edgar schrieb:

    Ja so ist es, es ist mein zweiter Winter!
    Ich habe die Volker 1x nach der Honigernte behandelt (Ameisensäure) und 1x im Spätherbst (Ameisensäure)!
    War das zu wenig?
    Behandlung mit Universalverdunster 2Wochen lang!


    Hallo Edgar,
    so bringt man keine Völker über den Winter!
    Hast du Drohnenbrut geschnitten? Nein!
    Hast du einen Ableger erstellt? Nein!
    Hast du einen Kunstschwarm gemacht? Nein!
    1 X nach der Honigernte AS, die Zeit hättest du dir sparen können - 3 x sollten es schon sein!
    Ob die Spätherbstbehandlung gewirkt hat, möchte ich bezweifeln, aber da waren ohnehin schon zuviele Milben an Bord!
    Ausfall wegen mangelnder Varroabehandlung!


    Tut mir leid, wenn du auch meine Antwort als hart empfindest, aber vielleicht findet sich noch ein Imker, der auf Umweltschäden tippt.
    Traurig wäre es nur, wenn ein Imker seine Fehler nicht einsieht.
    Heuer hast du die Möglichkeit deine Betriebsweise zu ändern - Nütze diese!

  • Hallo Edgar,
    tut mir leid, daß Du so viel Lehrgeld zahlen mußtest.
    Du fragst:

    Zitat

    Ich habe die Volker 1x nach der Honigernte behandelt (Ameisensäure) und 1x im Spätherbst (Ameisensäure)!
    War das zu wenig?


    Antwort: Da sie alle tot sind, eindeutig ja.
    Und das ist der Knackpunkt:
    In manchen Jahren Jahren ist es ausreichend, in manchen nicht.
    Es langt nicht, die Verdunster einzuhängen und danach die Varroen zu zählen.
    Es ist wichtig zu wissen, wie viele drin sind(!)und wie viele man davon rausbekommen hat.
    Wie viele Du hast, kannst Du ganz schnell beurteilen, wenn Du vor der Behandlung den natürlichen Varroa-Totenfall ermittelst.
    Dann weißt Du in etwa, wie viele fallen müssen.
    Tun sie das nicht, stimmt die Behandlungsmethode nicht und sollte überdacht werden.
    Gerade die Langzeitverdunster bergen Risiken:
    Man bemerkt oft nicht, ob genügend AS verdunstet, die Schwankungen in der Stockluft und der Luftfeuchte "außerhalb" sind oft enorm und beinträchtigen die Verdunstungsmenge.
    Eine Blockbehandlung mit Schwammtüchern oder Medizinflasche hat sich da besser bewährt.
    Die AS - Behandlung (und gerade die mit Langzeitverdunstern) im Spätherbst ist schlichtweg für die Füße. :-? 
    Man benötigt Tagestemperaturen über die ganze Verdunstungszeit hinweg von > 15-18° C .
    Wie soll das funktionieren?
    Nimm im Spätherbst lieber OS, egal in welcher Form, oder auch Perizin, wenns denn sein muß.
    Hattest Du einen Imkerpaten?
    Ja?
    Hat er noch Völker?
    Wenn ja, dann hat er seine Völker anders behandelt!
    Löchere ihn mit Fragen, er soll rausrücken mit der Wahrheit!
    Aber kein Grund, Trübsal zu blasen.
    Schau in die Natur, da geht es aufwärts.
    Nicht mehr lange, und Ableger und auch Schwärme sind zu haben.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Michael,


    ich kann nur erzählen, was ich so gehört habe, abschleudern, dann 10 Liter Sirup füttern, eine Woche nach dem Abschleudern 3 mal 85% AS(für 3 Tage die Woche) von unten, in diesen weißen Milbenschalen auf Schwammtuch durchs Flugloch schieben. Dann etwas warten und die zweiten 10 Liter Sirup ins Volk, fertig! Darauf achten, das der Boden verschlossen ist ! Flugloch natürlich weit auf lassen.
    Dann Ende November oder wann die Völker brutfrei sind, eine OS-Behandlung, fertig. ml pro Wabe weiß ich leider nicht auswendig.


    Warum muß man zwischen der Fütterung und der AS-Behandlung warten ?
    Was passiert sonst mit dem Futter ?
    Wieso muß man bei der AS-Behandlung so genau auf die Aussentemperatur achten ?


    Grüsse
     8)


    Vom Webmaster geändert

    Bis die Tage, ich komm wieder, keine Frage !

  • Hallo Franz Xaver,
    ich habe einen Ableger gebildet und auch Dronen herausgeschnitten.
    PS. lieber eine harte Antwort als eine Unsachliche!
    also Danke!

  • Berni911 schrieb:

    Hallo Michael,


    Wieso muß man bei der AS-Behandlung so genau auf die Aussentemperatur achten ?


    ich mache die Behandlung mit der Flasche. Ein mal vor und einmal nach dem Einfüttern. Naja, letztes Jahr war es dann doch recht kalt und die Außentemperatur kühlte auch den Leerraum der Völker aus.


    Die AS ist nicht verdampft weil es zu kalt war.


    Bei mir hat die erste AS und die OS im Dez. doch noch ausgereicht. Baurahmen hatte ich 2x geschnitten.


    Gruß bienenhansi

  • Hallo Berni,


    bei der Verdunstung der Ameisensäure kommt es nicht darauf an, möglichst viel möglichst schnell zu verdunsten. Die Verdunstungsmenge und -Zeit ist nur ein Indikator.
    Ziel ist es, eine möglichst hohe Ameisensäurekonzentration in der Stockluft zu erreichen.
    Und dies ist nunmal, wenn ich in Physik denn nicht nur geschlafen habe, von Temperatur und Luftfeuchtigkeit abhängig.
    In der Vergangenheit hat man propagiert, bei der Behandlung möglichst nicht zu füttern, weil
    a.) man dachte, das Futter kann säuern
    und
    b.) die Ameisensäure durch die erhöhte Feuchte im Stock sich verdünnen könnte.
    Während a.) zu vernachlässigen ist, ist b.) aber ein zu beachtender Faktor.
    Dies gilt weniger bei der Stoßbehandlung, aber bei der Langzeitverdunstung würde ich nicht nebenher füttern.
    Außerdem benutze ich die Dinger eh nicht.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Liebe Mitbekämpfer,


    ich habe noch nie eine Langzeitbehandlung in großen Bienenvölkern mit AS durchgeführt, weil ich über eine lange Zeit das Wetter weder vorhersagen noch beinflussen kann. :wink: Mein Imkerkollegen klagen immer wieder über Dochtprobleme und zu hohe oder zu niedrige Verdunstungsquoten oder über Schwirigkeiten mit der AS-Konzentration.


    Ich behandele daher im Sommer mehrfach mit dem Schwammtuch. Die Behandlung dauert nur einen Tag und das Ergebnis liegt sofort vor. Auch ist so eine Behandlung norfalls Ruck-Zuck abgebrochen oder auch Ruck-Zuck eben nochmal gemacht. Am Schwammtuch selbst kann man erkennen, ob's geklappt hat und am Gras vor der Beute sieht man, ob die ganze Beute bedunstet wurde.


    Auch weiß ich schon am nächsten Tage, ob die Behandlung wiederholt werden muß und eben nicht erst nach zwei Wochen, wenn dann's Wetter wieder schlechter ist. Auch lege ich Wert auf die Spezialisierung auf wenige Vefrahren. Bei mir dezeit AS-Schwammtuch und Perizin. Nur wenn ich oft das selbe Verfahren anwende, kann ich Probleme erkennen und Fehler ausmärzen. Wer gestern Thymol, heute MS gesprührt, morgen Bayvarol und übermorgen OS verdampft, verliert nicht nur die Übersicht, sondern eben deshalb auch seine Bienen. Ich will bei einem Ersatz für Perizin ankommen, aber im Notfall sicher darauf zurückgreifen können. Aber ich will nicht herumexperimentieren.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Dann lag ich bei meinen Völkern auch richtig, Varroa tot. :(


    Aber mann lernt nie aus, bis an sein Lebensende.


    Anscheinend hat bei mir AAP nix gebracht, ich werde es wohl doch nach Liebig machen mit AAO. :evil: <-- Kampf der Varroa


    Edgar Machen wir ne Selbsthilfegruppe?
    Wir haben vieles gemeinsam, Keine Völker mehr, im zweiten Winter ist es passiert. Tja kann man nix mehr ändern jetzt.

  • Berni911 schrieb:

    ...3 mal 85% AS(für 3 Tage die Woche) von unten, in diesen weißen Milbenschalen auf Schwammtuch durchs Flugloch schieben.


    Moment, wie verdunstet AS denn? Ist sie nicht schwerer als Luft und würde garnicht nach oben steigen?


    Siehe auch:


    http://de.wikipedia.org/wiki/Ameisens%C3%A4ure


    Mit AS also unbedingt von oben behandeln, liebe Leute. Die Dämpfe entweichen -unten angewandt- nutzlos durchs Flugloch!


    Viele Grüße,


    Bernhard


    Varroa ist das Symptom

  • BernhardHeuvel schrieb:


    Varroa ist das Symptom


    Hallo Bernhard,


    diese Deine Aussage entspricht auch meiner Erfahrung bei Völkerverlusten.
    Das Symptom steht stets am Ende einer Kette.


    Gruß


    Manne