Ideen für eine Rutschsicherung ??

  • Hallo,
    bin gerade dabei mir meine ersten Zargen selbst zu bauen. Normalerweise bin ich ein Freund von Details, also eher für Rutschsicherung durch Falz. Den Bienen zur liebe und der einfachheit halber habe ich mich gegen meine "Ambitionen" für die Falzlose Variante entschieden.


    Jedoch habe ich ein kein so gutes Gefühl ohne Rutschsicherung da es bei mir doch mal holprig werden könnte und ich finde bei 5 - 10 Völkern kann man darauf noch acht geben und diese dementsprechend vorsichtig handhaben jedoch finde ich diesen Umstand bei einer größeren Völkeranzahl zu groß.


    Darum meine Idee zur Rutschsicherung:


    Untere Zarge:
    An den hinteren Ecken der Zarge, oben links und rechts zwei Löcher mit einem Durchmesser von etwar 8-10 mm und einer Tiefe von 10mm.


    Daraufliegende Zarge:
    Genau über den genannten Löchern soll die darüberliegende Zarge unten 2 Hartholzdübel mit 8-10 cm Durchmesser eingesetzt bekommen welche 5 mm rausstehen und sich in die darunter liegende Löcher fassen.


    Was haltet Ihr von dieser Idee? Seht ihr hierbei Nachteile welche ich nicht sehe? Oder hat jemand schon Erfahrung mit solcher Methode?


    Für Antworten und andere Ideen bin ich dankbar.



    Gruß Dennis[/u][/b]

  • Hallo Dennis,


    Dübel sind keine gute Idee. Die brechen schnell ab, vor allem, wenn mal von den Bienen verkittet wurde und Du mit Gewalt dran mußt.


    Falzlos mit Senkrecht-Gurt für den Transport oder stell 4 Leisten hochkant mittig an die Beuten und mach `nen Waagerecht-Gurt drum oder besser 2 (oben und unten).


    Ist nur so `ne Idee, ich wandere nicht.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hi Hobbybastler & Co,
    Rutschsicherung ist trotz Spanngurt sinnvoll fürs Wandern! Meine Lang´is hats auch mal verrückt, hinterher waren es die Bienen. Die waren echt wuschig und ich htte sie auf dem Halse.
    Also Idee gesucht und gefunden: Blechplatten 3*8 cm von OBI, je 4 Stück an den Längsseiten mit ca 4cm Überstand an der jew. oberen Zarge angeschraubt. Zargentausch kein Problem, Wandern auch nicht. Noch ein Tipp: den Boden gut mit dem Unterbau verbinden.
    Gruß Knäcke

  • Erst einmal dankeschön für Euere Beiträge.


    Da sieht man mal wieder wie verschieden die Ansichten sind. Jedoch denke ich das sich diese nach den gegebenen Anforderungen ausrichten und ausreichen. Bei 5-10 Kästen kann man ein wenig vorsichtiger damit umgehen und sich danach richten das die Zargen verrutschen können. Jedoch sehe ich diesen Umstand als zu groß an, bei einer größeren Völkeranzahl. - Ansichtssache-


    Zu meinen Holzdübeln, Ok diese könnten abbrechen. Jedoch sehe ich kein Problem diese auch in Metallausführung zu benutzen. Das einzige was mich an dieser Methode Stören könnte ist, dass die Löcher in welche die Dübel fassen sollen sich mit der eit zusetzen. Desswegen soll deren Tiefe 10mm betragen und die Dübel nur 5mm in diese hineinragen. Auch die zugesetzten löcher kann mann mit der jährlichen Beutenpflege schnell freibohren.
    Ausserdem fällt mir gerade ein eventuell kleines Vorteil der unteren Stifte ein.- Die Kästen stehen nicht komplett auf dem Boden bei dem beiseite stellen und somit werden auch keine Bienen gequetscht und man spart sich das Holzstückchen welches man immer unterlegt.- Mache ich zumindest so.


    Und jetzt noch zu den angebrachten Rutschleisten welche einige Kollegen an Ihren beuten angebracht haben. Meine Frage diesbezüglich: Unten an den Zargen oder oben an den Zargen? Rings um die Zargen oder nur an den Seiten. Sammelt sich bei der frei-Aufstellung kein Wasser in den Kanten zwichen Zarge und der angebrachten Leiste?


    Und jetzt noch eine Frage zu den Dadant-Blechecken. Hat schon jemand mit diesen Erfahrungen?


    So denn, bin gespannt auf Euere Antworten,


    Gruß Dennis

  • Schau doch mal hier:


    http://www.immelieb.de/pages/ind2.htm


    Gehe auf den Download Einfachbeute. Auf Seite 2 der Datei siehst Du die Rutschleisten auf Vorder- und Hinterfront; ganz deutlich auf der rechten Seite beim Maß 480. Ich habe mit den Rutschleisten keine Probleme und beim Transport an einen anderen Platz gibt's mit Spanngurt auch nix zu beklagen.


    Gruß
    jandavid.

  • Hallo zusammen,


    warum Falzlos?


    damit man die schweren Honigräume erst mal über Eck aufsetzten kann, um möglichst wenig Bienenquetschfläche zu haben, und dann die Zarge auf ihren eigentlichen Platz zu schieben/drehen und die Bienen werden dabei praktisch weg geschoben!


    Somit hat man praktisch keine Biefmarken und kann trozdem zügig und flott arbeiten!


    Das Argument, daß die Zargen beim Wandern zu gerne verrutschen ist nur bei neuen noch nicht benutzten Zargen der Fall! nach einer Saison ist genügend Propolis an den Fugen, so daß kein verrutschen mehr vorkommt! Klar man sollte vor dem Wandern nicht unbedingt die Völker auseinander nehmen!
    Aber das sollte man sowieso nicht wegen dem Stress der dadurch entsteht!
    Einzig den Boden sollte man irgend wie sichern z.B. mit Falz oder Dübel oder ähnlichem. Denn da propolisieren die Bienen nicht so schnell bzw. gar nicht! Und am Boden entstehen auch durchs schieben die größten Querkräfte!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo,


    TIP
    Kantenschutz= die Pallettenleisten (meist Hart-Kunststoff) vom Verbrauchermarkt etc. besorgen und senkrecht zur Ecken anpassen.
    Wenn sie etwas oben oder unten überstehen wirken sie auch als Rutschsicherung!


    :wink:

  • @ toyotafan,
    also, das mit dem Pro und Contra von Falzen ist so eine typische Imkerideologie (wie vieles in der Imkerei). Der eine schwört halt auf dies und der andere auf jenes. Ich arbeite seit eh und jeh mit der Segeberger Beute, welche ja bekanntlich einen Falz hat. Mir wurde mal als Gegenargument gesagt, da müsste man ja immer die schweren Honigzargen erst herüberheben. Nun ja, ich denke, wer diesen 1 cm nicht mehr schafft, sollte sich ernsthaft überlegen ob er auf eine andere Beute umsteigt oder gar ganz mit der Imkerei aufhört. Und das man mit falzlosen Zargen keine Bienen quetscht, ist auch eher Wunschdenken. Es hat eben alles seine Vor- und Nachteile.

  • Danke für Euere Meinungen,
    klar hats der eine lieber so, der andere lieber so. Aber ein Beitrag das ohne Rutschsicherung bei der Wanderung etwas verrutscht ist, langt mir um nicht darauf verzichten zu wollen. Wenn sie heute nicht verrutscht sind können sie das morgen tun. Das Risiko einzugehen muß nicht sein.


    Da ich immer noch am grübeln bin ist mir noch eingefallen das ich die Griffmulden sein lassen kann, und Griffleisten 5mm über Oberkannte anbringen kann?
    Aber da stört mich halt: Flachzargen und Griffleisten?? (Mir solls auch gefallen)


    Auf meiner Suche bin ich bei Bienenweber gelandet welcher auch Beuten mit Rutschsicherung anbietet jedoch kann man auf den Bildern nix sehen was wie eine Rutschsicherung aussieht.- Kennt jemand diese?


    Gruß Dennis

  • Hallo Dennis,


    wenn du davon aus gehst, daß ein Fals dir Sicherheit brinngen will, daß beim Wandern keine Bienen irgendwo raus kommen, dann liegst du im Prinzip richtig, wenn man davon ausgeht das Verrutschen wohl die Hauptursache sein kann!


    Bei neuen und noch maßhaltigen Beuten wird es wohl auch so sein. Sind die Kisten jedoch einige Jahre älter, so hast du dann egal welche Kistenbauart man nun wählt immer die Gefahr das da irgendwo Bienen raus kommen! Bei manchen etwas frühr bei andern halt entsprechend später!


    Die Frage ist generell wie steht man zu so was und wie gut sind zum Beispiel auch die Wandergurte! Ich hatte mal welche die waren so gut, daß ich die Kiste damit gequetscht hatte und das war dann garnicht gut!


    Heute benutze ich die Ratschen Gurte vom OBI! damals hatten die knapp 5 DM gekostet! Heut kosten sie glaub ich so um die 3,99 €


    Zu den Griffleisten: ich finde die Griffleisten sind an den meisten Beuten auf der falschen Seite!


    Wenn man die Honigräume so nah wie möglich am Körper tragen will, weil das für die Wirbelsäule das Beste ist, dann muß man sie quasi aufrecht tragen!


    Will man aber verhindern daß die Waben rausfallen bzw. der Honig aus den Waben läuft, müßen die Waben auch senkrecht sein bei der trageweise!


    und dann sind wohl die Griffleisten wie z.B. bei der Liebigschen "Einfachbeute" auf der falschen Seite!


    Denk mal darüber nach!


    auch wenn ich jetzt nochmal meinen Senf zu der Falszlosen Kiste hier los werden möchte und den einen oder andern jetzt langweile:


    Wenn man sehr viele Bienen hat und schnell arbeiten will und dazu seinen Rücken schonen will gibts nichts schöneres für schwere Honigräume bein zurücksetzen nach einer Kontrolle, daß man sie erstmal auf über Eck setzt und dann an den Platz dreht!


    Denk auch mal darüber nach!


    Im Moment hast du vielleicht blos ein paar wenige Völker und bist was den Rücken an geht vielleicht noch gesund!


    Grüßle


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo,


    da muß ich Toytafan zustimmen: Vernüntige Ratschengurte, kräftig angezogen, dann rutscht nichts mehr, wenn die Beuten noch in Ordnung sind.
    Und wenn die Beuten mal so verzogen sind, das Bienen rauskommen, dann hilft auch kein Falz mehr.


    Irgendwelche Leisten an die Ecken/Kanten zu schrauben bringt ziemlich wenig, nur jede Menge Teile, die mit der Zeit kaputt gehen können, und dann eher zu einer trügerischen Sicherheit führen. Ein guter und gut angelegter Spanngurt zieht locker über 100kg (aufwärts), da rutscht nichts mehr. Muss man im Gegenteil schon aufpassen, das die Beuten das auch aushalten.


    Das man nicht mit Völkern wandert, die man gerade durchgesehen hat, versteht sich von selbst, da sonst die Rähmchen noch nicht wieder zusammengeklebt sind, und man Gefahr läuft, das die hin- und herschwingenden Waben eine ganze Menge Bienen auf dem Gewissen haben. Und dann rutschen die Zargen auch nicht mehr so leicht aufeinander.


    Worauf man beim Wandern auch achten sollte: Das das Flugloch 100%ig dicht ist... Geht schneller als man denkt, das die Bienen sich da einen Weg suchen...


    Ich versuche es mir (trotz meiner Jugend) nicht schwerer als nötig zu machen, also warum Falze sägen, über Falze heben, ...
    Je einfacher eine Beute gebaut ist, umso billiger (bedenke auch: Zeit = Geld), umso weniger geht kaputt, bzw man kann Schäden leichter reparieren, ...


    Mirthran


    Zander/Dadant, falzlos, kompatibel, glücklich.

    Wer Linksschreibfehler findet, darf sie behalten...