Habe meine Völker gekillt...

  • Dies zur Warnung für andere:


    Habe wie immer mit Oxalsäure geträufelt und hatte bisher nie Probleme damit.


    In diesem Winter durfte ich feststellen, daß meine 3 Völker (= 100%) im Bienenhimmel gelandet sind (...da wo angeblich Milch und Honig fließen...) :cry:


    Die Völker waren stark eingewintert, Futter war noch genug vorhanden, aber nix mehr mit Summen und so... :cry:


    Nach langem hin und her glaube ich nun, eine Erklärung dafür gefunden zu haben:
    Im letzten Somme hatte ich zum erstenmal meine Oxalsäurelösung in einem Geräteschuppen gelagert (sonst immer im Keller).
    Der Sommer war an manchen Tagen sehr heiß und das wurde auch meine Oxalsäure/Zuckerwasserlösung.
    Und was weiß der informierte Imker: Es bildet sich eine hohe Konzentration von HMF!!!!! :evil:


    HMF ist tödlich für Bienen :cry::cry::cry: 
    ... und ich hab`sie immer schön mit dem Teufelszeug geduscht :evil::evil::evil::evil::evil: 
    Was lerne ich daraus:
    Oxalsäure wenigstens jedes Jahr frisch ansetzen (nach der Abschleuderung) und kühl lagern bei max 15°C.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Nein, vergiß es!
    Wenn du das Zeugs nicht viertelliterweise reingeschüttet hast, liegt es nicht am HMF, denn auf die ganzen Futterkilos ist das zu vernachlässigen.


    Klar soll das immer frisch angemacht und kalt gelagert werden, aber das ist es in diesem Fall nicht gewesen, wenn deine Mädels stark eingewintert wurden.
    Denn dann hättest du ja schon Verluste haben müssen direkt nach dem Träufeln....


    Nachdem ich in Henrys Bericht was von 16 Viren statt 4 mir bekannten gelesen hab, neige ich doch ganz schwer dazu, der Mehrere-Ursachen-Theorie rechtzugeben.
    Varroa, Viren, Monokulturen, PSM, und was weiß ich noch......

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin Radix


    ich nehm' ja keine OS aber steht nicht überall, daß zuckrige Lösungen, egal womit immer sofort aufzubrauchen und nicht zu lagern sind? Oder hab' ich da was falsch verstanden? Aus dem Bauche heraus würde ich behaupten, daß alle zuckrigen Lösungen chemisch reagieren oder bakteriell oder durch Pilze verändert werden. Welchen Grund gibt es denn OS-Lösung überhaupt zu lagern, wenn doch im Winter ohnehin nur eine Behandlung möglich ist?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Hardy,


    deiner Schlussfolgerung kann man folgen, oder auch nicht. HMF ist für Bienen toxisch, ja das ist so. Nun hab' ich da aber ein Problem. Die Bienen müssen es ja konsumieren um daran zu sterben. Die OS-Lösung wird aber nicht aufgenommen (das dachte man anfangs, dem ist aber nicht so; die Wirkungsweise ist weitestgehend unbekannt). Eine Dusche mit HMF schadet den Bienen IMHO nicht. Ausserdem würde eine toxische Wirkung unverzüglich oder in kurzem zeitlichen Zusammenhang auftreten. Also nicht vier Monate später.


    Wer hat andere Meinungen?

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • sabi(e)ne schrieb:

    Varroa, Viren, Monokulturen, PSM, und was weiß ich noch......

    Erdstrahlen, linksdrehende feinstoffliche Micropartikel, Weltallverschwöhrungen, Dolchstöße aus der Industrie, der Imperialismus als Ganzes und im Speziellen, Schwarzlicht, Seifenreste, Fliehkraft, Fliehkraftänderung, Änderungen der Fliehkraftänderunge, multiple Wasseradern und ihre mobilen Kreuzungspunktverschiebungen, Hexenschuß ...


    sabi(e)ne schrieb:

    Nein, vergiß es!...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Hardy,
    danke für Deinen offenen Bericht, aber ich mag auch nicht ganz an HMF glauben.
    Du schreibst:

    Zitat

    ... und ich hab`sie immer schön mit dem Teufelszeug geduscht


    Wie oft war eigentlich 'immer' und zu welchem Zeitpunkt war das genau?
    Wenn das mehr als einmal war und wenn das schon zu Brutzeiten gewesen ist, könnte das auch ein Ansatz für eine Erklärung sein.
    Viele Grüße,
    Rudi

  • Radix schrieb:

    ... und ich hab`sie immer schön mit dem Teufelszeug geduscht :evil::evil::evil::evil::evil: 


    Moin , Moin aus Hamburg,
    Keine Mehrfachbehandlungen mit Oxalsäure und vor jeder Behandlung immer frisch ansetzen und kühl halten.
    Zwischen träufeln und duschen ist da auch noch ein Unterschied.
    Die Menge richtet sich nach der Volksstärke.
    Eine Behandlung soll die Völker auch nur unterstützen. Man kann die Bienen auch totbehandeln. Sie müssen lernen, mit der Varroa klar zu kommen.


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • moin Hardy,


    da würde ich auch zu Daniels Aussage tendieren: Bienen nur einmal im Jahr mit Oxalsäure behandeln. Die zweite Behandlung könnte die letzte gewesen sein. So auch die Empfehlung vom BI in Celle.
    Irgendwann ist auch das Immunsystem der Bienen hin.

    Viele Grüße aus Niedersachsen


    Martin

  • hallo Radix,


    wie oft hast du deine Völker denn mit Os geduscht?


    und dann eine Frage zur Volksstärke!


    Wie groß waren die Bienen Anfang August?
    wie groß Ende Oktober?


    es kann auch möglich sein, daß du deine Bienen schlichtweg zu oft zum falschen Zeitpunkt und mit dem falschen Mittel behandelt hast!


    desahalb würde ich auch gerne wissen wann du mit was behandelt hast?


    jedenfalls glaub auch ich nicht, daß das HMF deine Bienen gekillt hat!


    es hat bestenfalls dazu geführt, daß sie entweder geschwächt wurden oder die Scheißerei bekommen haben! und daran dann hinüber gingen!


    aber auch das müßte man dann auf den Waben sehen!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • bienenmartin2 schrieb:

    moin Hardy,


    da würde ich auch zu Daniels Aussage tendieren: Bienen nur einmal im Jahr mit Oxalsäure behandeln.
    Irgendwann ist auch das Immunsystem der Bienen hin.


    Sorry, völlig falsch diese Aussage. Das kann man nicht so verbreiten!
    Ich kann die Sommerbienen auch mehrmals behandeln und mache dies selbst auch so!
    Liest euch doch mal www.bienenwohl.com durch, da könnt ihr euch wirklich weiterbilden!

  • Zitat

    die Bienen haben kein Immunsystem analog dem unseren!


    das kann man so nicht stehen lassen, nachzulesen u.a. hier:


    http://www.wissenschaft.de/wissen/news/256627.html


    und noch besser hier:


    http://www.lifescience-zurich.ch/focus1/research-de.asp



    Ich behandle seit Jahren mit "Bienenwohl" und habe durch Überdosierung noch nie Verluste hinnehmen müssen. Allerdings träufle ich nicht ,sondern zerstäube das Bienenwohl in einem Zerstäuber über die Bienen und in die offenen Brut. Und dabei ist die dosis, die ich in die Völker bringe, höher als auf der Packungsbeilage von "Bienenwohl" angegeben. Die Ableger habe ich in 2005 nur mit Bienenwohl behandelt (und im Januar 2006 mit Oxalsäure-Verdampfer behandelt). Verluste gibt es bei mir dieses Jahr bisher nur im "normalen Rahmen" (13%).

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • deines aber auch nicht:



    Wir meinen wahrscheinlich schon das Gleiche, steht doch im zweiten Link:


    Zitat

    Der auffälligste Unterschied besteht darin, dass die „adaptive“ Immunabwehr von Wirbeltieren fehlt, die auf der klonalen Expansion von T- und B-Zellen und der damit verbundenen Produktion hochspezifischer Antikörper beruht.


    Dann samma wieder beieinander, oder?

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Zitat

    Dann samma wieder beieinander, oder?


    Ja.
    Wir meinen das Gleiche, allerdings: In den letzten Jahren hat sich unser Wissen über das Immunsystem bei Insekten doch sehr verbreitert. Leider kenne ich keine deutschsprachige Quelle. Es gibt eine ganze Reihe englischsprachiger Reviews über das Immunsystem bei Insekten. Es ist viel "breiter" als wir bisher angenommen hatten und auch in deinem ersten Zitat von Siede aus Kirchhain beschrieben wird.


    Zwar werden diese Arbeiten in erster Linie bei Drosophila melanogaster, der Frucht- oder Tau- oder Essigfliege gemacht. Das sollte aber bei Bienen analog so sein (weil bisher niemand danach gesucht hat, wurde es auch noch nicht gefunden).


    Also: "Invertebrate immune systems--not homogeneous, not simple, not well understood"

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"