Erfahrungen mit Flachzargenbetrieb / "Georg Schuster&qu

  • Hallo Ich interessiere mich für die Flachzargenbetriebsweise von Georg Schuster in welcher auch die Bruträume mit 2/3 bestückt.


    Bis auf das, dass er mal 3 BW in den Honigraum hängt was aber zu modifizieren ist, gefällt mir die Sache eigentlich ganz gut.


    Das einige die Anzahl der Waben stört ist mir auch schon bekannt jedoch muss das jeder selbst für sich entscheiden. Ich sehe das als ein Stück Flexibilität.


    Aber jetzt zu meiner eigentlichen Frage:


    Hat jemand Erfahrung mit dieser Betriebsweise?



    Liebe Grüße Dennis

  • Ja.
    - das Bienenzuchtzentrum Bantin arbeitet seit Jahrzehnten mit dem sog. Schweriner Maß, es ist Langstroth 2/3.
    - Bretschko und Farrar haben darüber auch geschrieben.
    - ein paar andere Imker und auch ich.


    Grüße, Thomas


    P.S.: Wenn Dich der häufige Zargenwechsel interessiert, da wärest Du bei mir falsch.

  • Hallo Dennis,
    es gibt in Deutschland und europaweit viele Großimker ab 100 Völkern, die mit der Langstroth 2/3 Zarge, 168 mm Höhe arbeiten.
    Diese Imker findet man kaum im Forum, die haben immerzu etwas zu arbeiten. Unabhängig vom Klima findest Du diese Flachzargenimker im Erzgebirge, im Allgäu, in Luxemburg oder am Vänernsee in Schweden. International wird diese Zarge als Farrar-Zarge nach Dr. Farrar benannt. Dieser Bienenwissenschaftler hat in den Zwanzigern des letzten Jahrhunderts die Arbeitsweise mit der Langstroth-Flachzarge beschrieben. Es lässt sich sowohl mit Bukfast als auch mit Carnica in der Flachzarge imkern.
    Generell stimmen die Aussagen in Schusters Buch und seine Begeisterung für den Flachzargenbetrieb mit den Erfahrungen derer überein, die es damit versucht haben.
    Allerdings war auch Schuster „Imker & Erfinder“ und hat „sein Maß“ aus seinen alten Gerstung Rähmchen entwickelt, wie er selber schreibt. Dazu hat er, statt auf bewährtes und vorhandenes zu setzen, gleich noch einen neuen Oberträgertyp erfunden, der hier im Forum bereits mehrfach negativ beschrieben wurde und eine unübliche Höhe von 170 mm gewählt.. Dennoch ist sein Buch neben Bretschko/Mossbeckhofer derzeit die einzige deutschsprachige Beschreibung der Flachzargenbetriebsweise.
    Wer neu einsteigt oder stark erweitert sollte gleich die Langstroht 2/3 Zarge nehmen und nicht den Umweg über Zander-Flachzarge wählen, die Beuten sind einfacher zu bauen.
    Gruß Hartmut

  • Vielen Dank Jungs,


    scheinbar ist diese Betriebsweise ausser die Anzahl der Zargen nichts Negatives bekannt.


    Da ich meine Imkerei aufstocke werde ich, denke ich auch komplett auf 2/3 Langstroth ausrüsten.


    Jedengalls nochmal vielen Dank für Euere Beiträge


    Gruß Dennis

  • Hallo Dennis,
    vielleicht hast Du noch nicht bedacht, dass sich Deine Entscheidung für Flachzargen auch arbeitserleichternd auf Deine Honigernte auswirken kann. Mit Flachzarge kannst Du auch bei kleineren Kesseldurchmessern bereits radial schleudern und brauchst keine Waben zu wenden, das spart Aufwand. Bei imkerzentrale.de/shop.htm habe ich entsprechende Sternkörbe mit 10 oder 14 Halterungen zur Nachrüstung meiner Schleuder gefunden.


    Hättest Du Deine Frage ursprünglich unter "Bienenbeuten" gestellt, hättest Du evtl. noch einige Tips mehr einsammeln können.


    Viel Erfolg wünsch Dir
    Hartmut