• Hallo Imkerkollegen,


    bei mir steht der Kauf einer Honigschleuder ins Haus, ich besitze derzeit 10 Völker auf DN es sollen vielleicht mal ca. 20Stck werden.
    Welche Vorteile/Nachteile hat eine Radialschleuder gegenüber einer Tangential Selbstwendeschleuder. Wie sieht es in Bezug auf Wabenbruch,Ausschleuderungsgrad des Honigs aus usw.....


    Gruß Horst

    willst Du Dich zu den Bienen wagen,
    muß dein Herz in Reinheit schlagen,
    denn der Bienen Pflicht die ist ,
    daß sie jeden Sünder sticht.

  • horst schrieb:

    Hallo Imkerkollegen,


    Welche Vorteile/Nachteile hat eine Radialschleuder gegenüber einer Tangential Selbstwendeschleuder. Wie sieht es in Bezug auf Wabenbruch,Ausschleuderungsgrad des Honigs aus usw.....


    Gruß Horst


    Tangential:
    Vorteil: Preisgünstig, gibts in allen Preisklassen/ Antriebe zum Nachrüsten Kein Wabenbruch
    Nachteil:Du mußt die Waben von Hand umdrehen was Zeitaufwendig ist


    Selbstwende: (Weiterentwickelte Tangential)
    Vorteil. Kein Umdrehen der Waben von Hand, schnelle Schleuderung, kein Wabenbruch. Beim Kauf einer CFM 6 Waben Selbstwende Schleuder kann auch ein Radialkorb nachgerüstet werden für z.b. Halbzargen, somit flexibel
    Nachteil:Hohe Anschaffungskosten, Bauart bedingt aufwändige teuere Lösung .


    Radial: Hab ich nicht. Steht aber im Ruf umso besser auszuschleudernje kleiner die Wabenhöhe ist, aber da können dir sicher Praxisanwender mehr zu schreiben.



    Grüsse Max

    Ich mag keine Signaturen mit ach so Schlauen Sprüchen.

  • Max Six schrieb:

    Radial: Hab ich nicht. Steht aber im Ruf umso besser auszuschleudernje kleiner die Wabenhöhe ist, aber da können dir sicher Praxisanwender mehr zu schreiben.Grüsse Max


    Hallo Horst,


    eine Radial habe ich zwar auch (noch) nicht, aber eine Radschleuder, bei der das Prinzip das Gleiche ist. Außerdem ist das Ganze eigentlich nur ein bißchen Physik:


    Bei der Radialschleuder ist es sehr wichtig, daß der Durchmesser der Trommel möglichst groß ist, und zwar mindestens viermal so groß wie die Höhe eines Rähmchens. Der Grund ist, daß die Winkelgeschwindigkeit für einen Punkt bei einer Kreisbewegung umso geringer ist, je dichter der Punkt sich an der Drehachse befindet. Anders ausgedrückt: die Rähmchenunterkante dreht sich nur relativ langsam um die Mitte, wenn sie zu dicht an der Drehachse ist (weil sie in derselben Zeit einen viel kürzeren Weg zurücklegt). Da gibt es nicht wirklich einen Schleudereffekt. Aber wenn die Größe stimmt, funktioniert das Ganze sehr gut.
    Ansonsten hast Du bei einer Radialschleuder kaum Wabenbruch, weil ja die Belastung sozusagen "nach oben", also in Richtung des Oberträgers geht und die Wabe in diese Richtung sehr stabil ist.
    Ein weiterer Vorteil ist, daß bei Radialschleudern ("Sternschleuder") oft 10 oder mehr Rähmchen auf einmal reinpassen und somit weniger Schleudergänge für die gleiche Honigmenge erforderlich sind.
    Nachteil: Brauchbare Radialschleudern sind recht groß und außerdem habe ich noch keine gute für unter 1000 Eus gesehen. Eine Alternative wäre eine Radschleuder, die ist mehr nach oben groß. Ich weiß aber nicht, ob die überhaupt noch hergestellt werden.


    Gruß,
    Zendor