• Hallo Toyota,


    ich will nicht wieder den alten Brei aufwärmen, aber eine abgesprochene Varroabehandlung mit klaren Vorgaben, wann man beginnt, scheint doch eine Alternative zu sein. Sonst wander nicht nur die Spitzmäuse von Stand zu Stand, sondern auch die Varroen! :D:D:D:D


    Grüsse 8)


    Komisch auch bei dir, das einzelne Stände befallen, sind, der Dr. Ritter schrieb es ja schon, wer weiß welche Viren da am Werk sind, wenn die Bienen also die Varroa verteilen, warum nicht auch Viren. Nosema Ceranea, kann man nur durch Genanlyse erkennen, oder so. Ich glaube also nicht so ganz an deinen Traum vom GVO- oder PSM- Mais.


    Grüsse 8)

    Bis die Tage, ich komm wieder, keine Frage !

  • Hallo Berni911,


    ja ok!


    die Vieren!


    die sind also schuld!


    aber spätestens jetzt dreht sich doch alles wieder im Kreis!


    Vieren können doch nur dann großen Schaden anrichten, wenn die Bienen geschwächt sind!


    oder?


    sind jetzt die Bienen geschwächt durch die Milben?


    oder durch was anderes?


    Wieso können bei Bienen die Vieren so große Schäden verursachen?


    wo doch Prof. Bengsch ganz klar behauptet die Biene sei eine einzige fliegende Enzymfabrik und komme mit Vieren aller Art bestens zurecht?


    Gemeinsam alle Völker auf einen Termin hin behandeln?


    Selbst wenn es allein von der Theorie klappen würde alle Völker in einem bestimmten Gebiet auf einmal zu behandeln, würde es doch spätestens 21 Tage später wieder zu unterschiedlichen Ergebnissen führen!


    Denn es hat doch nur dann Sinn, so ne Aktion zu machen, wenn auch gleichzeitig all diese Völker brutfrei gemacht werden!


    Und ob das dann sich einheitlich durchziehen lässt?


    Spätestens da machen doch nicht mehr alle mit!


    Alles andere aber läuft doch ins ungewisse!


    wohl gemerkt ich spreche hier von der Spätsommerbehandlung!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo Zusammen,
    über Viren sollten wir andrweitig reden.
    Aber mal zum eigentlichem Thema: Puderzuckerbehandlung.
    Folgende Idee: Nach der Brutpause ( 2 X 9 - Methode ) eine Behandlung mit Puderzucker. Alle Varroen sind dann aus der Brut, logisch, die schlüpfen dann ja auch, müsste einn hohen Erfolg bringen.
    Oder sollte man besser ein anderes Behandlungsmittel anwenden?
    Zeitpunkt wäre dafür etwa Ende Juni.
    Freue mich auf Antworten.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Toyota,


    natürlich kann man nicht defenitiv sagen dieses oder jenes ist es. Bisher war die Nosema Ceranea ja nicht bekannt. Schön, dass der Dr. Ritter dort alte Proben hatte, die er darauf untersuchen konnte und auch etwas fand !!!
    Aber erst nachdem ein spanischer Torero etwas gefunden hatte und er nun wuste wie und wonach er suchen musste! Diese Art der Nosema ist eigendlich nicht für unsere Biene gedacht, genauso wie die Varroa. Es ist daher für mich naheliegend, dass sie weniger gut damit zurecht kommt.
    Eine andere Überlegung wäre, ob man sich mit OS einen Gefallen tut. Vielleicht greift die OS den Darm oder die Kotblase oder was auch immer im Verdaungstrackt der Biene an, nun hat solch eine Krankheit, die wahrscheinlich noch agressiver ist als unsere Nosema, viel grösseren Erfolg.


    Falls das für einige nur böhmische Dörfer und Fantastereien sind, der kann gern sein Radio auslassen und sich keine Beiträge über tote Katzen und Marder anhören, die am Vogelgrippevirus gestorebn sind. Diesen Herren würde dann wahrscheinlich als Begründung für das Versterben der Tiere den Gebrauch von PSM als Ursache nennen. Und das Bayer alles nur verschleiern will. :D:D:D


    Grüsse 8)

    Bis die Tage, ich komm wieder, keine Frage !

  • Hallo TF,


    die Viren sind nach meinem Verständnis auch nur wieder eine Sau, die durchs Dorf getrieben wird.
    Ich bin da eher Deiner Meinung, ob Viren, Milben usw., das ist alles sekundär. Primär ist, ob der Bien sich wohl fühlt. Das hängt aber von einer intakten Umwelt sowie vom verantwortungsvollen Umgang mit ihr ab. Wenn das alles stimmt, sind vermutlich Milben, Viren usw. durch den Bien bald in den Griff zu bekommen. Da schließt sich eine Frage an, zu einer Äußerung Dr. Büchlers:


    In einem kleinen Nachfolgeversuch auf Unije untersuchen wir derzeit den Zusammenhang von Bienengenetik, Milbenpopulation und den Haltungsbedingungen als Voraussetzung für ein langfristiges Überleben von Völkern ohne Behandlungsmaßnahmen. Die Nachkommen des Siegervolkes schlagen sich dabei relativ gut. Aber es wäre viel zu kurz gegriffen, wenn wir Varroatoleranz nur als ein genetisches Phänomen beschreiben wollten.

    Wenn es sich um ein Konglomerat unterschiedlichster Faktoren handelt, die notwendig sind, um die Völker nicht mehr behandeln zu müssen, werden sie auf eine intakte Umwelt angewiesen sein, die den Bien mit seinen über wohl 50 oder 100 Mio. gewachsenen Genmaterial nicht zu irritieren vermag. Ob dazu aber Blütenpflanzen passen, die dahin manipuliert wurden, Gift herzustellen, das ihre Schädlinge tötet? Ist der Bien dagegen immun? Ob das mit systemisch wirkenden Insektiziden geht, die in allen Teilen und Pflanze wirksam sind?


    Ich glaube, an dieser Stelle müssen sich viele überlegen, ob sie es mit ihrer Ethik vereinbaren können, ihren Namen mit dem Bienenmonitoring verbunden zu sehen.


    Gruß


    Manne

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

  • Hallo toyotafon,
    danke für deine Antwort, die für mich aus dem Grund, dass du ein "Grossimker" und obendrein ein Imkermeister bist, sehr aufschlußreich war.


    toyotafan schrieb:


    Jetzt kurz vor Fasnacht hab ich auch wieder alle Völker Kontolliert vorallem auf Futter! Die Ausfallquote war insgesammt so bei 10%!


    Solche Ausfallquoten kenne ich auch von Verein und betrachte sie eher als sehr gering!



    toyotafan schrieb:

    wobei die beiden Problemplätze die größten Verluste hatten! und die restlichen Völker dort mir überhaupt nicht gefallen!


    An diese beiden Plätze werde ich nicht mehr überwintern, diese sind über die Jahre wohl doch viel zu schattig geworden!


    Dieses fiel mir auch wiederholt bei Vereinskollegen auf, die neue Standplätze súchten. Die Ausfallquote von Standplatz zu Standplatz kann sehr verschieden sein. Dass es immer bei den gleichen Standplätzen zu höheren Ausfällen kommt, lässt bei mir den Schluß zu, das es doch an Wasseradern, Stromleitungen, Pollenarmut, ungünstige Höhenlage, stetigen Winterstörungen usw. liegen kann, denn GVO ist überall auch an guten Standplätzen. Dass ich aber dies grundsätzlich verneine, will ich nicht sagen, aber vielleicht erbringen doch die Forschungen der nächsten Jahre mehr Licht ins Dunkel.

  • hallo Xaver,


    zu den beiden Plätzen nur soviel.


    Beide hab ich schon etwas über 15 Jahre! Der eine davon war sehr lange Zeit sogar mein bester Platz!


    Beide Plätze sind aber über diese lange Zeit so langsam zugewachsen!


    Das war hier wohl das Hauptproblem dieses Jahr!


    allein die letzten 3 Jahre ist der Wald schätze gut 5 bis 10 Meter höher gewachsen!


    Das hab ich nicht so ernst genommen! und jetzt die Quittung bekommen!


    Gute neue Plätze zu finden ist halt auch nicht immer so einfach! und ich hab doch so einiges an Fluglöcher und will auch nicht mehr als 25-30 Völker auf einem Platz!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Habe im Sommer 2005 mit Puderzucker behandelt (nicht nur!!!) und kann nicht nachweisen, daß es daran liegt, aber ich habe kein einziges Volk an Varroa verloren. Puderzucker wirkt auf die Haftlappen der Füßchen der Varroen und läßt sie regelrecht von dern Bienen abgleiten. Bepudert mal eine lebendige Varooa das nächste mal, wenn Euch eine über den Weg läuft. Der Effekt ist hinreißend! Die Varroa wirft sich auf den Rücken und schlägt heftig mit den Füßen hin- und her und kommt nicht weiter! Ich bilde mir ein zu hören, wie sie vor Verzweiflung schreit! :lol:
    Im Bienenvolk würde sie dann durch das Gitter fallen und hoffentlich nicht mehr zurückkehren.

  • Hallo Eden,


    das würde denn mit dem Rohrboden gut zusammen wirken!


    ich werde das dieses Jahr noch ausgibig Testen!


    und hier auch berichten!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Ich habe diesen thread von Anfang an gelesen und bin mir nun nicht sicher, ob die Anwendung von Puderzucker richtig bekannt ist. Die Puderzucker hat nicht die totale Ausloeschung der Milben zur Folge, sondern eine Verminderung der Milbenlast, welches sich guenstig fuer die allgemeine Gesundheit der Bienen auswirkt.


    Vorab ein Gedanke zur Varroa Vermehrung. Der Brutzyklus der Milbe ist 10 Tage. Mehr dazu unter


    "Hochorganisiertes Leben auf kleinem Raum: Die Fortpflanzung der Varroa Milben in den verdeckelten Brutzellen der Bienenvölker"


    Link: http://www.alp.admin.ch/themen…/00515/index.html?lang=de



    Eine einmalige Anwendung von Puderzucker ist also sinnlos, da viele Milben jeweils in ihrem Zellbunker hocken, d.h. ausser Reichweite des Puderzuckers. Ene jeweils dreimalige Anwendung von Puderzucker im Abstand von jeweils 7 (sieben) Tage wird allgemein empfohlen.


    Zur Anwendung selbst. Es geht nicht darum, die Beute kiloweise mit Puderzucker zu fuellen. Ziel ist es, die Benen gut mit dem Puderzucker moeglichst gleichmaessig zu einzustaeuben. Damit wird der Putztrieb ausgeloest und zwar aller bestaeubten Bienen gleichzeitig wie auch gegenseitig.


    Dazu wird der Puderzucker am besten "vernebelt", von oben und zwischen die haengenden Waben, wo sich die Bienen aufhalten, eingebracht. Entfachen Sie einen Puderzucker Staubsturm um Ihre Bienen herum. Puderzucker auf den Waben bring nichts, schadet aber auch nicht. Wird ganz einfach von den Bienen geschleckert.


    Die Puderzucker Methode erlaubt die Reduzierung der Milbenlast auf fuer die Bienen tolerierbare Werte und kann praktisch jederzeit durchgefuehrt werden, auch mehrmals im Jahr falls angebracht, da auch Brut dabei nicht geschadet wird.


    Ein eingefetterter Einsatz sollte verwendet werden um die herabfallenden Milben zu binden und auch um die Milben zu zaehlen zur Feststellung der Staerke des Befalls.


    Der Gebrauch von Puderzucker ist fuer Mensch und Biene absolut unschaedlich. Es ist ein Weg "weg von Giften im Bienenstock" und Bestandteil eines vernuenftigen, gesuenderen, "IPM" (integriertes Pest Management).


    Ich hoffe dies ist verstaendlich und bitte vorab um Entschuldigung fuer mein mangelhaftes Deutsch.


    Dennis Murell's site (Varroa blaster) - die Fotos zur veranschaulichung,


    > http://bwrangler.farvista.net/gbla.htm

  • :lol: Hi, Empilolo,
    dein Deutsch ist ganz hervorragend!
    Puderzucker funktioniert gut, nur muß dafür absolut trockenes Wetter sein, und das haben wir hier nicht so regelmäßig, sonst klumpt der Zucker schon zusammen, bevor er auf den Bienen ist. :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen