• Drohne Daniel schrieb:

    Gehört haben alle , nur wer hat es probiert?
    ...........
    Was soll´s : Versuch macht klug.


    Daniel



    ...genau! Versuch macht klug! Und ich kenne mindestens ein halbes Dutzend Imker, die es "damals" probiert haben (ich auch!). Ergebnis: Kein Erfolg!
    Genauso mit Kapuzinerkresse.


    Bitte, mache einen Versuch, wünsche dir dabei alles Glück dieser Welt, aber berichte bitte nächstes Jahr im Frühjahr hier darüber.

  • Hallo Jungs,


    wenn wir all das Geld und die Energie, die in "natürliche" Mittelchen investiert wurden, in die Varroatoleranzzucht eingebracht hätten, stünden wir heute anders da!
    Zählte man alles auf, was seit ~1980 auf und in die Völker geschüttet, verdampft, vergast, verdunstet oder sonstwie wurde, von den Brunnenkresse-Anwendungen, dem Sud aus Nußbaumblattextrakt, dem Abkochen von Rhabarberblättern, von den mechanischen Methoden und "garantiert" virenfreien Bienenpopulationen ganz zu schweigen, müßte unser Forumsweisel Hartmut jede Menge neuen Speicherplatz besorgen. :lol:
    Irgendwann, wenn wir über unsere heutigen Klimmzüge nur noch schmunzeln können, werde ich mal ein Buch drüber schreiben .

  • GLAS schrieb:

    Wie hast du das mit dem Puderzucker damals praktiziert ?
    (Anzahl der Anwendungen,Menge usw.)


    ...nach der letzten Schleuderung Ende Juli hatte ich 3 Maganzine folgendermaßen behandelt:


    Puderzucke mittels (Kuchenbäcker bitte helfen: Wie heißt das Gerät, womit man Puderzucker fein auf den Kuchen streut?) "Puderzuckerstreuer" auf die Oberträger der Waben gestreut (sehr reichlich, genau abgemessen hatte ich nicht, aber ich denke, mehr als ein Kilo pro Volk war es auf alle Fälle), danach mit Feder in die Wabengassen gekehrt. Der Boden war offen..... Das Ganze nach 8 und weiteren 8 Tagen nochmals wiederholt.


    Diese 3 Völker hatten einen enormen Milbenfall (mehrere Tausend) nach der Oxalsäurebehandlung im Dezember, während bei Nachbarvölkern, die ich mit Ameisensäure im Juli behandelt hatte, nur einige dutzend Milben fielen.

  • G. Wustmann schrieb:

    Diese 3 Völker hatten einen enormen Milbenfall (mehrere Tausend) nach der Oxalsäurebehandlung im Dezember, während bei Nachbarvölkern, die ich mit Ameisensäure im Juli behandelt hatte, nur einige dutzend Milben fielen.


    ..... und wie war der totenfall nach der Zuckerbehandlung ? Der Zucker sollte nach dem was ich gehört habe auch möglichst fein sein.
    Haben noch andere Erfahrung mit dieser Methode gemacht ? Gerne mehr Info. :wink:


    Danke


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Zitat

    ... und wie war der totenfall nach der Zuckerbehandlung ?


    ...keine Ahnung. Weil ich zwar am Tag nach der Behandlung das Bodenbrett drin hatte, aber der Puderzucker lag da dicke drauf und Mio. vom Ameisen waren auch am Fressen und fortschleppen ,so dass ich es wieder entfent hatte und auch nie wieder untergeschoben hatte. Auf dem Bodenbrett Milben zählen wäre nicht möglich gewesen.



    Zitat

    Der Zucker sollte nach dem was ich gehört habe auch möglichst fein sein.


    ...darum ja auch das Draufstreuen mittels "Puderzuckerkuchenstreuer" :wink:

  • Liebe Imkerfreunde,


    unser Imker G. Wustmann hat eine Glaubwürdige Beobachtung gemacht mit dem Puderzucker.


    Ich finde, wir sollten nicht nur schreiben sondern auch Versuche machen und vergleichen.


    Diesen Frühling werde ich mit 10 Völkern den Puderzucker – Versuch machen.


    Wie gehe ich vor?


    Der Bodenschieber wird gereinigt
    Nach 10 Tagen wird der Milbenfall erfasst
    Behandlung mit Puderzucker. (Feines Mehlsieb verwenden)
    Nach 10 weitern Tagen wird der Milbenfall wieder erfasst
    Eine 2. Behandlung mit Puderzucker wäre möglich.



    Vielleicht ist mein vorgehen Falsch, ich hoffe, dass mir Imker, die Erfahrungen gemacht haben mit der Methode Puderzucker mich korrigieren werden.


    Mit Imkergruss


    Edmond

    Schritt für Schritt hinterlasse ich Spuren, sie verwehen wieder so wichtig sind sie nicht. Aufgeschnappt in der Sahara.

  • Moin Moin aus Hamburg ,


    G. Wustmann schrieb:

    ...darum ja auch das Draufstreuen mittels "Puderzuckerkuchenstreuer" :wink:


    Eben! ich bin der Meinung (gem. Deiner Beschreibung) es war zu viel und zu grob.


    sabi(e)ne schrieb:

    Es soll übrigens am allerbesten funktionieren, wenn man den Puderzucker in eine quetschbare Plastikflasche füllt, mit Löchern im Deckel und einem Nylonstrumpf als Sieb davor, und sozusagen mit Iruck jede einzelne Wabe einstäubt.
    Aufwendig, aber rückstandsfrei und bienenschonend.


    Scheint mir wesentlich feiner als ein verhältnismäßig grobmaschiges Drahtsieb. Es soll ja der Putztrieb verstärkt werden. Ziel ist es ja nicht die Bienen und Milben unter einer cm Dicken Zuckerschicht zu verschütten.


    Wie Du schreibst , hast du ja den Totenfall auch nicht kontrollieren können.
    Also kannst Du über die direkte Wirksamkeit auch nichts sagen. Ich will hier aber auch keinen Streit vom Zaun brechen :wink:
    Ich werde es auf jeden Fall im Vergleich testen. Gab es denn jetzt noch andere , die auch Erfahrung damit gemacht haben ?


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Edmond,
    ich hab es noch nicht selbst gemacht, aber allgemein heißt es, man soll danach täglich das Milbenbrett wechseln, weil viele Milben lebend herunterfallen und sonst evt. wieder ins Volk zurückkrabbeln können.


    Gerald, bitte schau mal hier:
    http://bwrangler.madpage.com/bee/gbla.htm
    Ist zwar auf Englisch, aber die Bilder sagen genug.
    Mehr brauchst du auch bei der Fegemethode nicht unbedingt.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hui, interessantes Konzept!
    ABER: ist der Ständer nicht ein bißchen zierlich?
    UND: tote Bienen passen ja ganz offensichtlich nicht da durch, wird das Ding im Frühjahr von den Bienen oder vom Imker geputzt?
    Gibt es dazu noch andere Erfahrungsberichte?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabi(e)ne,


    ich hab das Ding letzten Sommer bei meinem franz. Sirup Typ das erste mal gesehen! und soviel ich weiß hat man damit noch keine Wintererfahrung zu mindest die Ober-Elsässer nicht. Ich werde aber in der Sache am Ball bleiben weils mich selber auch sehr intresiert!


    Wegen der toten Bienen und auch eventuellem Gemülle mach ich mir jetzt weniger Kopfzerbrechen!


    Wenn man das mit dem Puderzucker als echte Alternative zusammen mit diesem Boden im Sommer/Herbst macht, denke ich schon, daß da die Masse der Milben nicht mehr zurück ins Volk kommt!


    Das Drahtgestell haben viele Franzosen! mir erscheint es auch etwas zu klapprig!


    aber da kann man sich ja auch mit was anderem Solidem ab helfen!


    da sind Imker ja in der Regel sehr erfinderisch!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Moin , Moin aus Hamburg ,
    gibt es eigentlich Beobachtungen , ob Milben es wirklich in großer Zahl über längere Strecke ins Volk zurück schaffen ?
    Könnte man die normale Varroaschublade bei der Segeberger nicht einfach mit Wasser (oder in den heißen Monaten ) mit einem Speiseölfilm versehen?Das sollte doch eine abgefallene Milbe eigentlich an der Rückkehr ins Volk hindern. Ich habe diesbezüglich noch keine Versuche unternommen. Hat mal jemand ausprobiert , ob sich durch solche Maßnahmen die Anzahl der verbleibenden Milben tatsächlich nicht auch schon erhöht ?
    Bei den Röhren geht es doch einfach nur um eine größere Distanz zu den Bienen. Warum nicht einfach den Varioboden erhöhen und die Schublade vertiefen (zur Erhöhung der Ölschicht. ) Dann bräuchte man die Schmutzschicht immer nur regelmäßig als Schmutzfilm abstreifen und die Standsicherheit wäre gewährleistet. :roll:


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • :o Standard ist aber schon, das Teil fett mit Vaseline einzuschmieren.
    Du sollst es ja auch nur zum Zählen drin haben, ansonsten geht man ja von offenem Gitterboden aus.
    Das beantwortet ja auch den zweiten Teil...
    Der Boden sollte offen sein, und nicht ganzjährig irgendwelche Zähldinger beherbergen. :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen