wann Futterkontrolle ???

  • Nabend zusammen
    wir hatten bei uns am Sonntag herliches Wetter, sehr sonnig und relativ warm.Da meine Jungs neugierig waren was unsere Bienen machen , schauten wir mal zum Bienenhaus .Bis auf ein Volk waren alle (insg. 11 )in reger Flugstimmung.Ob das eine ein Spätaufwacher ist oder den Winter nicht überlebt hat weiß ich nicht , wollte nicht nachschauen.
    Jetzt meine Frage :
    Wann sollte man mal nachschauen ob die Bienchen noch genug Futter haben , und wieviel sollte es jetzt noch sein.Ich habe ein und zweizargig überwintert.
    Da dies mein erster "Bienenwinter war , bin ich für jeden Tipp dankbar


    Gruß und noch nen schönen Abend


    Jockel

  • Zitat

    Wann sollte man mal nachschauen ob die Bienchen noch genug Futter haben , und wieviel sollte es jetzt noch sein.Ich habe ein und zweizargig überwintert.


    ...hast du nach gutem Gewissen eingefüttert? Und bei der Winterdurchsicht im Herbst hatten alle Völker genpgend futter? Dann bedarf es i.d.R. jetzt keinerlei Futterkontrolle.
    Hast du Windeln in den Völkern, so daß du den Zehrweg sehen kannst? Kontrolliere die Windeln, wie sie von Wabengasse zu Wabengasse ziehen.
    Jetzt sollte noch kein Volk an Futtermangel sterben. Es wird erst im März/April kritsch ,wenn das Wetter entsprechend schlecht ist und sie nicht fliegen können ........

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Moin Jockel,


    frag' Dich mal was Du tun kanst, wenn Du feststellst, daß so'n Bienenvolk nur noch einen Daumen breit Futter hat! Füttern oder Waben reinhängen wäre die Antwort. Flüssig Füttern kann man so bei über 10°C Außentemperatur. Waben reinhängen bedeutet die irgendwo rauszunehmen und das geht auch sinnvollerweise erst bei über 10°C. (Es sei denn man hat schon sicher tote Völker mit verbliebenem Futtervorat)


    Die meisten Bienenvölker verhungern erst in Frühjahr, wenn sie voll in Brut sind und das Wetter nochmal kalt wird, so daß sie keinen frischen Nektar eintragen können. Das ist so Ende März oder im April, je nach Gegend. Deshalb zählt als "ausgewintert" auch ert was am 1.Mai ein brauchbares Bienenvolk ist.


    Wenn Du eine Chance hast die Beuten zu wiegen, dann suche Dir die leichteste raus und sieh die durch, wenn's das Wetter erlaubt. Hat diese Kiste noch genug Futter dann habens die schwereren allemal. Oder wiege ein komplett bestückte Beute ohne Bienen als Tara und dann weißr Du wieviel zusätzliche Masse, also Futter, Brut und Bienen in den Kisten steckt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Und flüssig füttern geht dann am besten mit Ziplock-Beuteln und angewärmter Zucker/Honiglösung.
    Beutel halb füllen, Luft rausdrücken, verschließen.
    Direkt über den Bienensitz legen und jede Menge Löcher reinpieksen.
    Bißchen drücken, daß etwas runterläuft und die Mädels es schneller finden.
    Deckel drauf (evt. Innendeckel rauslassen, wegen Platz) und fertig.


    Eine Messerspitze Vitamin C und eine Prise Salz helfen sehr :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Jockel schrieb:

    Wann sollte man mal nachschauen ob die Bienchen noch genug Futter haben , und wieviel sollte es jetzt noch sein.
    Jockel


    Hallo Jockel,
    wenn die Sonne scheint und auch Flugbetrieb herrscht, ich gestehe, dann juckt es auch mich, nach dem Rechten zu sehen - wenn man im Januar das Volk auseinanderreißt und MS reinsprüht, dann geht das doch auch...
    mfg
    Gert

  • Moin , Moin aus Hamburg,
    ich habe heute bei 4 C° und Sonne meine Völker kontrolliert und gewogen.
    Ursache für diese Maßnahme war die gestrige Feststellung von starken "Kotspuren" an einem Volk, welches ich einzargig und eher schwach eingewintert hatte (ehemaliger Schaukasten vom Spätsommer (September). Das Volk saß total verklammt auf 4 Waben und hatte nicht ein Gramm Futter mehr. Aber es gab noch Lebeszeichen beim anhauchen :wink: (oder lag das am Gyros vom Vortag ? :roll::oops: Habe es auf das andere einzargige (Schaukasten 2) aufgesetzt und in der Not, Futterteig direkt über den Bienensitz gelegt. Bei der heutigen Kontrolle dann die Überraschung. Schaukasten 2 sitzt auf seinen Futterwaben unten und die aufgetauten Volk 1 hauen sich die Wampe mit Futterteig voll.
    Totenfall = 0 :wink::wink: 
    Haben wohl Glück gehabt. :roll: Werde sie jetzt bei ca. 10 C° mit Futterwaben verstärken weil :25 KG Gewicht.


    Eine Segeberger Beute mit Varioboden , Bausperre , 2 Zargen mit ausgebauten Mittelwänden und Deckel sowie Folie und Spanngurt wiegen bei mir ca. 17 KG. Der Rest sind also Bienen und Futter.


    Zum Vergleich : Alle anderen überprüften Völker wiegen zur Zeit zwischen 34 KG und 42 Kg.
    Alle leben und haben Schwitzwasser unter der Folie (Brut). Zur Beruhigung: Ich habe nicht unter die Folie gesehen , mehr oder minder erschütterungsfrei gearbeitet und es herrschte Teilweise reger Flugverkehr von vermutlich Wasserholerinnen.
    Sogar eine flugfähige Drohne habe ich gesehen (einige schaffen es wohl doch :wink: )


    Morgen soll es hier wieder kalt werden und im Radio reden Sie von Schnee. :evil::evil::evil:


    Ich hoffe ich konnte Dir mit den Gewichten ein wenig weiterhelfen. :wink:


    Viele Grüße aus dem schwarzbunten Norden


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Daniel,


    noch eine Idee für Dich, Absperrgitter zwischen, dann kannste Glück haben, dass beide Königinnen überleben. Vor der Tracht kannste dann die Völker wieder teilen.
    Kann man also bei allen Völkern machen, solange man auch Völker viel Futter hat.


    Grüsse
     8)

    Bis die Tage, ich komm wieder, keine Frage !

  • Hab ich :wink: Danke !


    Wollte bei der Beschreibung nur andeuten, das das untere Volk auf seinen Waben sitzen geblieben ist und das Obere den Futterteig angenommen hat.


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hi !


    Wenn ich zwei Völker über Abspergitter (oder Fliegengitter) übereinander stelle muss ich sie ja wieder trennen.
    An anderer Stelle hiess es mal das völker max 20 cm pro Tag verstellt werden dürfen.
    Wie finden die Bienen denn den Eingang der oberen verstellten (bzw.abgenommenen) Beute ) ?
    Oder verfliegen die sich da ...

  • Hallo Phillip,
    zwei Völker übereinander, nur ein Flugloch, klappt nur mit AGitter.
    Beim Trennen können beide am Stand bleiben. Das Aufgesetzte, ehemals schwache, bleibt am Platz. Das Untere wird daneben gestellt und gibt einen Teil der Flugbienen an das schwächere ab. Dieser Ausgleich ist oft nicht immer gerecht, das Volk ohne Flugbienen bringt in der Blüte fast nichts mehr, das andere kann durch die Flugbienen gnadenlos in den Schwarm getrieben werden. Ich wandere lieber an einen Standort.


    Gruß
    Simon

  • Bumblebee schrieb:

    Hallo Phillip,
    zwei Völker übereinander, nur ein Flugloch, klappt nur mit AGitter.
    Beim Trennen können beide am Stand bleiben. Das Aufgesetzte, ehemals schwache, bleibt am Platz. Das Untere wird daneben gestellt und gibt einen Teil der Flugbienen an das schwächere ab. Dieser Ausgleich ist oft nicht immer gerecht, das Volk ohne Flugbienen bringt in der Blüte fast nichts mehr, das andere kann durch die Flugbienen gnadenlos in den Schwarm getrieben werden. Ich wandere lieber an einen Standort.
    Gruß
    Simon


    Servus
    obiges stimmt zwar natürlich, aber ich möchte trotzdem noch meinen Senf dazugeben.
    Man sollte die beiden Völker früh genug wieder teilen, d.h wenn sich der schwächling erholt hat früh genug vor der Rapsblüte teilen. Dann sind optimalerweise beise einsetzbar.
    Wenn sich der Schwächling trotz dieser Maßnahme nicht wie gewünscht erholt dann trenne ich trotzdem (zum Überleben reicht die Hilfe ja erstmal und weisel den später um) Keinesfall möchte ich ja ein agiles Volk für die Tracht verlieren.


    Grüsse max

    Ich mag keine Signaturen mit ach so Schlauen Sprüchen.

  • 8) 
    Hab ich selbst von meinem Lieblings-Ami-Imker geklaut.
    Warum es funktioniert, weiß ich nicht genau.
    Vermuten tu ich so ins Blaue hinein, daß die Bienen auch lieber "was mit Geschmack" und lebensnotwendigen Mineralien haben.
    Es funktioniert bei allem, egal ob Futter, Pollenteig oder Tränkewasser.
    Ich hab 3 Tränken hier, und bei den beiden MIT Zeugs drin war den ganzen Sommer die Hölle los. Als ich dann im Oktober die Tränken weggenommen habe, sind sie an schönen Tagen zu Hunderten beim Nachbarn am Teich (sehr algig, sehr grün) eingefallen, obwohl 50 m näher ein sehr sauberer Bach vorbeifließt...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen