Nosemaprobleme

  • Hallo Kolleginnen und -en,
    ich hatte letztes Jahr nicht viel Zeit für meine Bienen (aufwändiges weiteres Hobby angefangen), und jetzt das Problem, dass eines meiner Völker – weil es nicht gut eingefüttert wurde und auf Honig sitzt (Waldhonig denke ich), nach Nosema aussieht (ziemlich flüssige und teilweise helle K..e rund um die Beute, seit Sonntag war bei mir verhaltener Reinigungsflug möglich).
    Gibt es Insidertipps was ich dem Volk jetzt noch Gutes tun könnte, damit das noch gut endet oder kann man die Sache nur laufen lassen und auf ein baldiges Frühjahr hoffen mit schnellem Bienenumsatz?,
    danke für Eure Antworten,
    Gruss Charly
    PS dass ich letztes Jahr geschlampert habe - ist so, daran lässt sich nichts mehr ändern, ich hatte halt nur eine sehr begrenzte Zeit – wird heuer wieder besser.

  • Moin Charly,


    ich denke es bleibt bloß das Hoffen auf's Frühjahr. Einige meiner Völker hat die Sauerei auch erwischt und es liegt nicht einfach an Futter oder Infektion durch Zuflug. Bei mir ist eine der Komponenten sicher die Störerei durch (Spitz-) Mäuse und Meisen. Man kann im Frühjahr wenn man hat, die beschmutzten ohnehin leeren Waben rausnehmen, damit die die nicht noch putzen müssen und durch neue ersetzen. Doch oft kommt man als Wochenendimker damit zu spät, weil die schon bei drei Tagen über 10°C putzen und aufräumen und auch ihren Sitz anpassen. Die untere Zarge weg und gleich in den Schmelzer bringt da schon einiges an Hygiene.


    Richtig schlimm sieht es in den eingegangenen Völkern aus. Da ist bei Ruhr und/oder Nosema alles vollgesch... Da hilft nur brutal und groß reinemachen und anschließend in der Sonne bleichen. Der Nosema-Erreger hat ein UV-Problem und wird daran eingehen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,
    ich hab jetzt mal versucht das Volk so warm wie möglich zu halten (Gitterboden von aussen mit Styroporplatte abgedichtet und Flugloch eingeengt auf 10 cm), dachte dann spart das Volk Energie weil es sicher schon in Brut ist (natürlich war das Volk im Winter ohne Abdichtung, aber bei Brut denke ich ist warmhalten nicht verkehrt),
    liege ich da falsch?,
    danke,
    Gruss Charly

  • Charly schrieb:

    aber bei Brut denke ich ist warmhalten nicht verkehrt),
    liege ich da falsch?,
    Gruss Charly


    Moin Moin aus Hamburg ,
    je wärmer drinnen , um so mehr Brut , um so höher der
    Futter - und Pollenverbrauch. Je länger schlechter Wetter herrscht , um so mehr Probleme kannst Du/deine Bienen bekommen.
    Zugfrei , kalt und trocken ist das Beste.


    Viele Grüße
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Daniel,


    ja, da bin ich mir eben nicht sicher, dachte, wenn sie mal angefangen haben zu brüten, dann wollen sie das zu Ende bringen, koste es was es wolle - an Energie,
    die Styroporplatte ist natürlich auch gleich wieder entfernt (ist nur unten angedrückt), ich mach sie mal weg am Wochenemde - auf Dein Risiko
     :wink: 
    danke,
    Gruss Charly