Keine Brut aber Weiselzellen

  • Hallo Forum.
    Bei mir ist die Eukalyptustracht vorbei. Deshalb habe ich heute den Mädels aus einer Beute mal etwas Honig stibitzt (ca. 3 Kg) um mal zu probieren, ob man den Eukalyptus rausschmeckt.
    Hab nur wenig geklaut, denn es gab insgesamt noch wenig Honig. ich habe auch nur einen Baum, sodass die Tracht auch nicht besonders gross sein konnte.
    Warum ich aber schreibe, ist die Tatsache, dass es wenig Bienen gab.
    Keine Brut aber viele Weiselzellen.
    Habt Ihr auch schonmal so etwas gehabt ?
    Kann es sein, dass die Bienen gerade umweiseln wollen, um jetzt im Fr¨hjahr so richtig mit ´ner neuen Königin los zu legen ?

    In diesem Sinne. Pedro.
    (aus dem sonnigen Spanien)

  • Hallo Pedro
    Im Februar Honig ernten, dann bei 1 Baum von einer Tracht reden, Mann, das wird schwer für unsere Profis, darauf zu antworten. ;-)
    Wie machen die Euvodias?

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Hallo Pedro,


    nicht so schnell mit die jungen Pferde.


    Sind die Weiselzellen bestiftet? Wirklich gar keine Brut? Oder doch ein paar Stifte?
    So gleich mit Weiselzellen in den Frühling zu starten, wäre sehr merkwürdig.


    Grüße, Thomas

  • Schönen Gruß erstmals ins wärmere Spanien!


    So einen Fall von Volk hatte ich auch vorletztes Jahr. Es war ungefähr Anfang April und bei der Durchsicht fiel mir ein schwaches Volk auf, dass keine Brut hatte. Da ich keine Zeit hatte es gleich aufzulösen, ließ ich es noch eine Woche stehen. Was mich störte war, dass das Volk trotzdem Pollen eintrug; also Kiste auf, noch einmal das Volk durchwühlt und siehe da, es fand sich eine Jungkönigin. Ich habe keine Ahnung, wieso das Volk so früh umweiselte und wo die junge Königin zu dieser Jahreszeit bei uns Drohnen fand. Aber das Volk wurde noch so stark, dass es schwärmte.
    Andererseits hatte ich letztes Jahr ein Volk, dass auch so zeitig eine Königin nachziehen musste, weil die alte irgendwo und irgendwie das Zeitliche gesegnet hatte. Aus dem wurde nichts mehr. Die Bienen wurden immer weniger, die Jungkönigin verschwand auch und ich erbarmte mich dann des Restes und kehrte die handvoll übriggebliebener Bienen ab.


    Die Frage ist halt, wie "stark" ist das schwache Volk? Wäre es stark genug, um zu überleben? Sind die Weiselzellen bestiftet und kann eine Jungkönigin schon gegattet werden?


    Hast du Zeit und Freude daran, so ein Volk wieder aufzupeppeln, lass es stehen und schau, was draus wird. Abkehren kannst du noch immer. Wenn nicht, kehr es gleich ab und besetz die Beute später mit einem Ableger. Auch das macht Freude, zu sehen, wie sich dieser zu einem Vollvolk entwickelt.


    lg, Stefan

  • Hallo Pedro,
    wenn keine offene oder verdeckelte Arbeiterinnenbrut, sondern nur mehr gefüllte Weiselzellen vorhanden sind, dann würde ich diese vorhandene Weiselzellen ausbrechen und eine offene Brutwabe aus einem weiselrichtigen Volk zuhängen. Falls keine Königin vorhanden ist, werden erneut Weiselzellen angeblasen. Nach drei Tagen entferne alle verdeckelten Nachschaffungszellen auf der zugehängten Brutwabe. Mit den noch nicht verdeckelten angeblasenen Weisezellen kann sich das Volk eine brauchbare Königin nachziehen.
    Diese Maßnahmen sind jedoch nur sinnvoll, wenn die Bienenmasse noch stimmt.


    Gruß


    Martin

  • Hallo Zusammen, Hallo Pedro,
    Das Volk hat geschwärmt.
    Wieso kommt keiner darauf?
    In Spanien ist es doch schon Frühling.
    Die Bienen haben schon Tracht.
    Vielleicht hat Pedro den Schwarm gar nicht bemerkt.
    Aber ein schwaches Volk mit verdeckelten Weiselzellen,
    das ist doch typisch dafür.
    Wenn einer von uns Mitteleuropäern diese Beschreibung eines Volkszustandes hier im Mai ins Forum gesetzt hätte,
    dann hätten sicherlich die meisten dies mit "Abgeschwärmt" beschrieben.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo. Danke für rege Anteilnahme bzw. Interesse.
    Zuerst Guido : Den Euodias geht es gut. Sie sind allerdings nicht so schnell gewachsen, wie ich es erwartet hatte. Ist wohl ein langsam wachsender Baum/Strauch. Er soll ja auch erst nach ca. 8 Jahren BLühen.
     :( 
    Allerdings habe ich einige Pflanzen den Winter über im Wintergarten gelassen und diese haben die Blätter erst gar nicht abgeworfen.
     
    @ die anderen.
    Also. Die Weiselzellen sind verdeckelt. Brut gibt es wenig. Sieht so aus, wie mit "wenig" Schrot hineingeschossen. Das Problem für die neue, mög-
    liche Königin sehe ich in noch nicht vorhandenen Drohnen. Ich habe noch keine Drohnenzellen gesehen. Pollen wird eingetragen, deshalb habe ich mir bis dato auch noch keine Sorgen gemacht. Die Überraschung kam halt durch das "Honigklauen". Eukalyptus schmeckt man nicht. Also kein Bombongeschmack. Allerdings ist der Honig meiner Meinung nach etwas streng im Geschmack. Man könnte - positiver - auch sagen würziger.
    Ja, was soll ich sagen. Ob das Volk stark genug ist fällt mir schwer zu beurteilen, weil noch nicht soviel Erfahrung auf dem Gebiet. Im Vergleich zur Volksstärke im Sommer, wenn es so richtig brummt: jetzt noch 40%.
    Abgeschwärmt: bin ich noch nicht drauf gekommen; aber mit unbegatteter Königin ?
    Letzten Sommer habe ich zwei Ableger geschenkt bekommen. Vielleicht habe ich jetzt doch Varroen eingefangen !!
    Also Summa summarum: ich werde erst mal mit dem Abfegen warten.
    Die Entwicklung macht mich neugierig :)

    In diesem Sinne. Pedro.
    (aus dem sonnigen Spanien)

  • Hallo.
    Nochmal zu dem - hoffentlich - Eukalyptushonig. Ich denke, dass er nicht ganz sortenrein ist, weil die Mädels den Winter Über auch alles andere was blühte angeflogen sind.
    Was mich überrascht: der Honig kristallisiert in einer Geschwindigkeit, dass man zusehen kann. Jetzt, nach den paar Tagen sind die Gläser bereits trübe und die ersten, groben Kristalle liegen bereits auf dem Boden. Mir macht das zwar nichts und den Freunden sage ich immer mein Honig ist naturbelassen, wie ihn die Bienen mir liefern. Das finden alle prima.
    Die Frage: kommt das in D.land auch vor und bei welcher Sorte ?

    In diesem Sinne. Pedro.
    (aus dem sonnigen Spanien)

  • Hallo Heintzelmann,


    die Blütenhonige kristallisieren generessl recht schnell, bis auf wenige Ausnahmen. Raps ist in einer Woche fest, Löwenzahn schon nach 3-4 Tagen.
    Wenn Du die Kristalle nicht so geren magst, kannst Du Deinen Honig rühren, einfch während des Kristallisierens 1-2 mal Täglich umrühren. Dadurch zerbrechen die Kristalle und es entstehen so durch die Kristallbruchstücke sehr viele Kristallisationskeime. Auf die Art bekommst Du einen schönen cremigen Honig, der nicht so zwischen den Zähnen knirscht. Du mußt nur aufpassen, daß der Honig nich flüssig genug zum Abfüllen ist.
    Wenn Du Fragen zum Rühren hast, sei vorsichtig: Hier im Forum sind schon erbitterte Kriege um die richtige Rührtechnik geführt worden. Einfachste Version: Langen Löffel in den Honigeimer und solange rühren bis der Flügel weh tut. Und überteibe das Rühren nicht, das geht auf den Geschmack.


    Viele Grüße nach Spanien,


    Effendi