• Hallo Imkerfreunde


    mit meiner bescheidenen Erfahrung, habe ich noch keinen Schwarm in eine Lockbeute oder ein ähnlich angefertigtes Teil locken können. Ich habe auch Schwarmlockmittel verwendet, das hilft auch nicht. Die Schwärme haben sich fast immer an die gleichen Bäume bei mir zu Hause gehangen. Es gibt Ausnahmen da hängen sie mal in der Hecke oder am Zaun wo man kaum rankommt. Ein einziger Schwarm im Laufe von 45 Jahren ist von allein in eine vorbereitete Beute eingezogen, da war ich aber nicht anwesend.

    Obwohl ich schon ähnliches wie den "russischen Spross" gebaut habe, ohne Erfolg, werde ich das auch noch mal ausprobieren.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Reinhard ,

    ich hab keinerlei Erfahrung mit Schwarmlockbeute und Spross, es sollte bei mir ein Experiment werden .

    Ich habe einige Wachstücher die ich als Folie benützt habe , diese möchte ich um den Pflock

    wickeln und festtackern und nochmal mit Bienenwachs einstreichen .

    Den Deckel ( das Brett )habe ich in Zandergröße abgeschnitten , mit der Idee , falls sich ein Schwarm auf einen Spross hängen sollte , und ich es mitbekomme , diesen Spross

    auf einen meiner Zadantbruträume zu setzen .

    Den Brutraum mit Rähmchen ( links drei u. rechts drei ) gefüllt , in der mitte für den Spross

    Platz gelassen , um den Schwarm einzulogieren .

    Ist halt so eine Idee !!


    Schönen Sonntag


    Bertram

  • Ja, das geht - ist aber nach "Bienenseuchenschutzverordnung oder so" - verboten... dort heißt es das leere Beuten bienendicht zu verschließen sind... - mein Großvater hatte das immer so gemacht und jedes Jahr mindestens einen Schwarm gefangen - aber das war noch bevor es diese Verordnung gab ;-) ... und als unsere Bienen noch mehr schwärmten... :-) und die Bienen noch dunkler waren...

  • Hallo FranzXR ,

    es gibt da anscheinend einige Ausnahmen bei der Verwendung von leeren Beuten oder Schwarmlockbeuten hinsichtlich " Bienenseuchenschutzverordnung ".


    Rechtliche Grundlagen

    In Deutschland müssen nach der Bienenseuchenverordnung, unbesetzte gebrauchte Beuten verschlossen bleiben. Damit soll die Ausbreitung der Amerikanischen Faulbrut verhindert werden. Bereits benutzte Beuten dürfen daher nicht zum Schwarmlocken verwendet werden.

    Legal sind dagegen neue Beuten oder extra für diesen Zweck hergestellte Schwarmlockkisten. Diese widersprechen weder dem Wortlaut, noch dem Sinn nach der Verordnung.


    "habe ich bei Mellifera nachgelesen "

    Bei der Schwarmlockbeute muß der Lockstoff ( z. B. alte Waben ) getrennt durch ein Gitter , für die Bienen nicht ereichbar sein um Krankheitsübertragungen zu vermeiden !


    Grüße,


    Bertram

  • Hallo Bertram,


    danke für die Info, diese Details kannte ich noch nicht.


    Aber was nutz mir ein Fanggerät das immer neu sein muss und wo ich keine Waben zugänglich machen darf. Da müsste ich ja jeden zweiten Tag kontrollieren - dazu habe ich nicht immer Zeit - aber vielleicht kann man ja diese Lücke nutzen... - da muss ich einmal in mich gehen.


    Auf jeden Fall noch einmal "vielen Dank"!



    Gruß

    Franz

  • Alte Waben oder Waben wie auch immer in einer Kiste, steigern die Chancen auf einen Schwarmeinzug nicht wirklich. Laßt sie einfach weg, das ist viel einfacher.

    Was soll dagegen sprechen, wenn eine Beute/Kiste desinfiziert und optisch sauber ist,

    aber gebraucht ?

    Dann dürfte ich ja keine Beute mehr für ein weiteres Volk bzw. Ableger benutzen.

  • Hallo,

    Alte Waben oder Waben wie auch immer in einer Kiste, steigern die Chancen auf einen Schwarmeinzug nicht im Geringsten.

    vollkommen richtig!


    Es genügt auch eine ganz leere Beute. Nur, dann habe ich spätestens 2 Tage nach dem Einzug Wirrbau mit Brut im Kasten. Daher bevorzugte mein Großvater auch ein paar Waben und Mittelwände in so einer sauber und desinfizierten Beute, damit der Bautrieb eines Schwarmes im Sinne des Imkers sinnvoll verwendet werden kann... ;-) - ohne das man zeitnah zum Einzug diese zuhängen muss.


    Gruß

    Franz


    P.S.: Ich habe nicht gesagt das ich das auch schon jemals so gemacht hätte :-)

  • Hallo Schwarmfänger.

    Ich habe im Garten in den Bäumen folgende Schwarmhilfen aufgehängt:

    Als Schwarmfangkasten verwende ich die ovalen Malerkübeln, sauberst gereinigt und im Boden- und Randbereich viele 2 mm Löcher gebohrt. In den Deckel habe ich genau so ein 5 cm DM Loch mittels Rundbohrer gemacht. Mit diesem Kübel kann man, weil leicht und handlich, auf jede Leiter steigen. Nach dem Einschlagen wird der Kübel mittels S-Haken (Fleischerhaken ohne Spitz) auf einen passenden Ast gehängt.

    Gleichzeitig habe ich ca 5 Deckel ohne Kübel mit genommen. Auf der Deckel Unterseite wird ein ca. 25 cm langes Holzstück - z.B. von einem Ast - angeschraubt und mit Wachs beschmiert. Bei einigen Fangstücken habe ich vorm Wachs anschmieren ein Gitter vom Trockenbauer gewickelt. Oben wieder eine Ösenschraube und ein S-Haken. Zum Tarnen bekommen die Schwarmfänger (nur die Deckel) noch einen grünen Anstrich. So kann ich den Schwarm einfach *pflücken* und gleich in den Schwarmfangkübel einschlagen.

    Bekannte, eigene Schwärme kommen so eine Nacht in den Keller. Unbekannte Schwärme müssen 2 Nächte ohne Futter in den Keller. Nach dieser Zeit ist angeblich die AF- bereits im Darmtrakt und kann keine Ansteckung mehr erfolgen.


    Gruß Fritz

  • FranzXR :

    Ich nehme Rähmchen mit Dreiecksleisten, oder Schiffsrumpfprofil oder mit Anfangstreifen und fülle die Kiste komplett auf.

    Wirrbau hatte ich nur einmal, da ich die Anfangstreifen nicht richtig eingelötet habe und sie abgerutscht sind.


    Fritz Wieland :

    Wir kennen uns woanders her. :-)

    Ja die habe ich 2 Jahre lang ausprobiert, nur irgendwas mache ich falsch, da da noch nie einer dran war.