• Hi Bernhard!
    ähm, könntest du bitte zu dem Link noch was schreiben? Hast du solche Töpfe als Schwarmfänger schon benutzt? wie (technisch)? mit Erfolg? oder hast du das als Idee vor?


    ich les grad von Seely (oder so) das Buch über Bienendemokratie und seine Versuche zu Entscheidungen des Schwarms für welche neue Behausung usw...


    soweit ich mich erinnere spielt das Volumen des neuen Zuhause in Kombination mit kleinem Flugloch die wichtigste Rolle. Hier meine ich, dass die Untergrenze bei keinem anderen (besseren) Angebot bei deutlich über 10 Liter liegt, wohl mindestens so um die 15 Liter.


    Seine Versuche ergaben eine unwidersetheliche "Wohnung" von ca. 40 Liter mit einem unten liegenden Flugloch von 15 cm² - bei mehreren akzeptablen Alternativen.


    Was mich bei den paragrafen wundert: eigentlich ist die "Wohnung" doch nur die bebrütete Wabe. Ein desinfizierter Kasten mit Anfangsstreifen ist meiner Meinung nach absolut nicht AFB-"gefährlich" - und genau auf diese Seuche zielt doch das gesetz hauptsächlich ab, oder?


    Selbst bei unbebrüteten Leerwaben hätte ich bezüglich AFB keine Sorge - vorallem, wenn ich deren Herkunft aus einem für AFB-frei erklärten Gebiet (Veterinäramt) weiss.


    Eigentlich müsste der gesetzgeber sämtliche bemühungen fördern, einem suchenden Schwarm was passables anbieten zu können, mit der berechtigten Aussicht, dass sich ein Imker um das Volk (bzw. Schwarm) und insbesondere dessen gesundheit und Versorgung kümmert ?!


    Zudem kann ich mir kaum vorstellen, dass ein Richter oder sonstwer einen Imker dranbekommen kann und will, der Schwärmen eine wohlüberlegte und durchdachte Wohnung anbietet?!


    Ich denke eher, dass hier einfach für Problemfälle eine Rechtsgrundlage für eine zügige Handhabe besteht - wobei ich mir kein Szenario vorstellen kann, das zu einem echten Problem werden kann?!

  • Die Amis nutzen solche Pflanztöpfe als Einmalschwarmfalle. (Mit Lockstoffen.)


    http://www.mannlakeltd.com/bee…plies/product/HD-377.html
    http://www.mannlakeltd.com/newsletter/Swarm_Trap.pdf


    Sind etwas größer, aber von den oben genannten kannst Du ja auch zwei Topfe zu einer Röhre zusammenstellen. Imprägnieren gegen Wetter. Mit Lockstoff ausstatten. Fertig.


    Wer Fallen stellt, sollte die regelmäßig kontrollieren. (Wöchentlich.) Und die Kontrolle dokumentieren. (Kontrolliert am, um, von...) So kannst Du deine Sorgfalt genau nachweisen. Wer schreint, der bleibt.

  • Beim Lesen des Seely Buchs kam mir schon die Idee, dass man so ne Art festes Dach an einen Baum in luftiger Höhe macht und da drunter dann in Leichtbauweise eine vereinfachte Zarge mit Rähmchen drin mit einer stabilen Schnur zum runterlassen.


    Zieht ein Schwarm ein - kann man dann abends nach Flugbetrieb das Flugloch schliessen (Leiter) und den ganzen Kasten sachte ablassen, woanders hinstellen und einfach die Rähmchen in eine Beute umsetzen .....


    Unten ein Schild mit "Achtung Hornissenkasten" - könnte die Leute (wenn sie den Camouflage-Fänger denn überhaupt sehen) Abschrecken.


    Wenn das ganze im eigenen Garten steht / hängt - oder auf Privatgrund (Wald) sehe ich da gute Chancen. Kontrolldokumentation ist ne gute Idee !!!!

  • Nachschwarm noch nicht, da die Zellen ja aufgeteilt oder bis auf eine gebrochen werden, aber geschwärmte Ableger die 2 Zellen hatten. Also mit Unbegatteter...

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Hallo Molle, möglicherweise kann man so einen Ablegerschwarm von der Charakteristik her mit einem Nachschwarm vergleichen. Ich habe keine Ahnung. Die Situation ist ja vergleichbar: Ohne amtierende Königin schlüpfen etwa zeitgleich ebenbürtige Königinnen. Ob biologisch das gleiche Programm dahinter steht, wer weiß. Ich habe eine Schwarmlockbeute stehen. Und morgen zieht aus meinem stärksten Volk wahrscheinlich ein Nachschwarm aus. Darin tütet es seit 2 Tagen. Ringsherum nur kleine Bäume. Und ich habe keine Zeit...

  • Man sagt ja, die Nachschwärme suchen das Weite.


    Hat jemand von Euch trotzdem schon mal einen Nachschwarm mit einer Lockbeute in der Nähe des Bienenstandortes gefangen???


    Hallo,


    warum trotzdem? Durch das Schwärmen über größere Distanzen (als der VS) können es immer auch fremde Nachschwärme von weither sein, die da am eigenen Standort einziehen. Sofern ihnen eine Unterkunft passend erscheint. Grundsätzlich sollte sich das also ausgleichen. Eigene NS verschwinden, fremde NS kommen angeflogen. Wäre es nicht so, könnte man NS ja grundsätzlich als totgeweiht bezeichnen.


    Gruß Sven

  • Hallo,


    warum trotzdem? Durch das Schwärmen über größere Distanzen (als der VS) können es immer auch fremde Nachschwärme von weither sein, die da am eigenen Standort einziehen. Sofern ihnen eine Unterkunft passend erscheint. Grundsätzlich sollte sich das also ausgleichen. Eigene NS verschwinden, fremde NS kommen angeflogen. Wäre es nicht so, könnte man NS ja grundsätzlich als totgeweiht bezeichnen.


    Gruß Sven


    Na daß jemals ein Nachschwarm von weither sich in meine Schwarmlockbeute verirrt, ist extrem unwahrscheinlich. Ich meinte mit meiner Frage schon den eigenen Nachschwarm in der eigenen Lockbeute (die typischerweise in der Nähe des eigenen Bienenstandes steht, was für Vorschwärme paßt).

  • Die Frage ist doch eher, ob überhaupt schonmal jemand einen Nachschwarm in irgendeiner Lockbeute gehabt hat. Ob eigen oder fremd ist da unerheblich. Oder ob die NS lieber gleich unbemerkt in bestehende Völker einziehen, weil sie sonst aufgrund ihrer oft sehr geringen Größe kaum eine Überlebenschance hätten?

  • Nachschwärme müssen nicht immer klein sein. Ich habe gerade einen eingesammelt, der war so groß, daß ich gleich 2 draus gemacht habe. (Hat sich so ergeben, die Bienen sind brav in die Schwarmfangkiste reinmarschiert, aber draußen bildete sich erneut eine Traube und ich sah eine Königin, also schnell einen Karton genommen usw.)
    Daß der Nachschwarm so groß war, lag an meinem zu klein gebildeten VVS, denke ich.

  • Hallo zusammen ,

    die Arbeit bei den Bienen werden nun weniger und ich suche mir gerade Holzkistenmaterial für ein paar Schwarmlockbeuten zusammen um sie nächstes Jahr einsatzklar zu haben .

    Bei der recherche über Schwarmlockbeuten bin ich auf den

    "russischen Spross " gestoßen .

    Es scheint in der östlichen Imkerei eingesetzt zu werden .
    Das weckt meine Neugierde und wollte fragen "kennt Ihr sowas " ?

    Hier ein Link dazu -


    http://www.immenfreunde.de/forum/viewtopic.php?t=1086


    einen schönen Sonntag ,


    Bertram



  • Für mich sieht das eher danach aus eine Sammelplatz für die eigenen Schwärme zu schaffen, um die schnell und einfach wieder zu bergen. Für Schwarmimker bestimmt interessant.

    Fremde Schwärme aus größerer Entfernung werden sich dafür aber glaube ich nicht interessieren.

  • Ja ich kenne es zwar nicht als "russischen Spross", sondern in der Variante mit einem 20l Malereimer und dazugehörigen Deckel, der mit einem wachsbemalten Holzstab ausgerüstet ist.

    Ich schließe mich Chris an und denke es ist eine Möglichkeit als erster Sammelplatz für Schwärme.

    Wenn man nicht rechtzeitig kommt ist er trotzdem weg.

    Da ich aber in der Schwarmzeit nicht jeden Tag meine Stände kontrollieren kann, bringe ich gleich richtige Kisten in Position, da können Sie dann auf Dauer drinbleiben.

  • Hallo ,

    ja da habt Ihr recht , der " russische Spross " ist gedacht um die eigenen Schwärm zu fangen .

    Am Bienenstand zwei " Sprosse " in unmittelbarer nähe der Beuten anbringen , in nachbarschaft

    ein paar Schwarmlockbeuten aufstellen .

    Ich probiers nächstes Frühjahr aus , ist ein kleines Experiment !!


    Grüße,


    Bertram