Cremiger Honigmix - wie?

  • Guten abend zusammen,


    wie kann ich aus einem früh kandierenden Honig und einem Waldhonig einen cremigen Mix bekommen?
    Wie lange ist der stabil?
    Ich habe einen Rührer mit gegenläufigem Rührwerk und einen 3-Kant-Buchenstab.
    Der kandierte Honig ist schon recht fest.
    Melitherm kann ich mir ausleihen - durchlaufen lassen,
    und wie dann weiter...? :o


    Gruß Hardy

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Radfix,
    wenn dir keiner sagt wie`s geht dann sag ich´s dir!
    Also du mußt den Honig erst mal auftauen, etwa so lange bis du ihn mit einer großen Bohrmaschine gerührt bekommst. Am besten ist Rührstab mit zwei Scheiben. Gibt es im Imkerfachhandel für etwa 40 Euro. Dann rührst du so lange mit langsamer Drehzahl bis du bei einem Geschmackstest keine groben Kristalle mehr auf der Zunge hast. Das kann je nach Honig bis zu einer halben Stunde dauern. Vorsicht, du mußt schon eine kräftige Bohrmaschine haben, sonst brennt sie dir durch. Du musst langsam rühren sonst hast du zuviel Luft im Honig. Genauso musst du beim Auftauen vorsichtig sein: nicht zu lange ( bei 36 Grad brauch ich bei einem Hobbock ungefähr 12 Std.) sonst steigt der HTMF Gehalt, nicht zu warm sonst hast du nur noch Zucker, da über 36 Grad die meisten guten Bestandteile zerstört werden. Dann bleibt der Honig normal cremig im Glas. Viel Spass MfG Helmut

  • Hallo Helmut,


    danke für Dein "Erbarmen"... :P


    Ich habe mich zwischenzeitlich auch weiter umgesehen und bin fündig geworden.
    Ist schon interessant, auf wievielen unterschiedlichen Wegen ein Cemehonig entstehen kann.


    Dein Tip kommt in meine "Sammlung". :wink:


    Unter "Fragen, Hinweise, Tips, Ratschläge..." und dann "Cremehonig Supertips" habe ich einen Hinweis zum Cremehonig gepostet.
    Kannst Dir ja mal die Version anschauen... :D

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Radix,


    habe meinen Honig ähnlich behandelt wie Helmut. Allerdings habe ich statt Bohrmaschine ein Rührgerät verwendet, dass man üblicherweise auch z.B. zum Rühren von Farbe benutzen kann. Gibt es im Baumarkt für ca. 130-150 Euro. Vorteil: Wird nicht so leicht heiß wie eine Bohrmaschine. Der Rührstab (ich benutze wie Helmut einen Rührstab mit zwei geflügelten Tellern) passt gut in das Bohrfutter. Zusätzlich habe ich den zu rührenden Honig noch mit cremigem Honig (etwa in der Konsistenz, die das Endprodukt haben soll) 'geimpft', ca. 1 Esslöffel voll. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.


    Zum Auftauen habe ich übrigens (nach Tipp von Daniel) einen ausgedienten Kühlschrank und eine 60 Watt Glühbirne genommen. Das Auftauen hat ca. 18 Stunden gedauert. Der Honig war im Zentrum (25 kg Behälter) noch etwas fest, hatte aber nach dem Rühren (plus Impfen) eine schöne cremige und einheitliche Konsistenz.


    Viele Grüße,


    Vorgebirge

    (seit 2002 Carnica, Standbegattung; Löwenzahn, Obstblüte, Sommerblüte, Robinie, Linde; Zander, Zeidlermagazin (Heroldbeute), Hohenheimer Einfachbeute; Neutralgläser, eigene Etiketten; Honig, Propolis, Met, Bärenfang)