• Hallo Forum,


    wollte mich nur kurz vorstellen. Ich hab seit August (dumme Zeit) zwei Jungvölker (Ableger, Carnica in gekauften Zander Einfachbeuten), wohne mitten im Bergwald in Niederbayern (rund 60 Km von Honigmayerhofer entfernt) in der Nähe von Deggendorf. Bin seit kurzem im örtlichen Imkerverein (überwiegend ältere Herren, bin selbst auch auch schon 45), habe die ersten Lehrgänge beim Bienenfachberater hinter mir und einen ganz lieben, älteren Paten, der wirklich kompetent ist, aber doch manches anders macht, wie ich mir das mit meinem laienhaften Verständnis bisher vorstelle. Und Bücher habe ich glaub ich bislang knapp zehn Stück verschlungen - wenn schon, denn schon!
    Vorerst stelle ich mir vor, dass bei spätestens zehn Völkern Schluss sein sollte.
    Da ich schon einige Zeit bei Euch Mäuschen spiele, habe ich auch sehr viel Wertvolles hier lernen können. Vor allem Henrys Beiträge haben es mir angetan (freundlichwink!).


    Und da ich meinen Paten derzeit nicht erreichen kann, gleich mal eine Bitte um Rat: Meine Mädels wurden auf Anraten meines Paten einräumig eingewintert. Das schwächere Volk sogar nur auf insgesamt sieben Waben (Rest Schied). Mein Pate meinte, die packen das locker und brauchen nicht vereint werden. Futter hätten sie genügend, meinte mein Pate. Sie kriegten je 12 L Zuckerwasser (3:2). Jetzt habe ich aber im Grundkurs beim Bienenfachberater erfahren, das Futter seit alle, wenn die Bienen hinten sitzen (zu sehen am Gemüll). Bei mir sitzen beide jetzt hinten, wie ich kurz darauf festgestellt habe. Sollte ich mir jetzt Sorgen machen und falls ja, kann ich überhaupt was tun? Ansonsten scheint es ihnen gut zu gehen. Sie "schnurren" gleichförmig vor sich in. :-?

  • Hallo Bergschrat,


    wenn sie schnurren ist es erst mal gut. Wo sie sitzen, vorn oder hinten, das scheinen sie ganz nach ihrem Gusto zu tun, zumindest bei Längsbau. (Sie fressen sich lieber entlang der Waben und erst wenn die Wabe leer ist, wird die Wabe gewechselt.) Bei Querbau einräumig kann es schon so sein, daß sie sich nach hinten arbeiten.
    Nur bei den 12 Litern Zuckerwasser kriege ich große Augen, bei mir ist gut das Doppelte üblich. Dann solltest Du mal die Beuten wiegen, einfach ankippen - oh, Du weißt ja nicht, wie schwer sie sein sollten. Und bald bei warmem Wetter einen Blick in die leichteste Beute risrkieren. Und lies im Forum über "Notfütterung", rein vorsorglich.


    Grüße, Thomas

  • Moin Bergschrat,


    verlaß Dich mal auf Deinen Imkerpaten, denn gerade am Anfang ist es wichtig, sich an Standards zu halten von denen man ja später ohnehin wenigstens probeweise abweichen wird. Diese Standards setzt Dein Imkerpate. Dafür trägt er auch einen Teil der Verantwortung und er steht in Deiner Beobachtung und somit schon fast in aller Öffentlichkeit.


    Du muß Dich immer fragen, was Du denn tun könntest, wenn Du ein Problem festellen würdest. Und wenn Du das sichere Gefühl hast, ohnehin nichts tun zu können, dann hat es auch keinen Sinn nach Problemen zu suchen. (... und bei der Suche vielleicht erst welche zu verursachen. :cry: ) Und was könntest Du denn jetzt tun? Futterwaben hast'e keine, Flüssigfutter nehmen sie Dir nicht ab und wenn es drauf ist bei sonnigem Winter-Wetter treibts Dir die Bienen in den Schnee, Futterteigfladen würden Kondenswasser ziehen und in die Gassen laufen, zwei Hungervölker zu vereinigen gibt ein großes Hungervolk ...


    Futtermangel tritt gewöhnlich im späten Frühjahr und bei Witterungsrückschlägen ein. Weil dann der Verbrauch wegen des Bruteinschlages ordentlich ansteigt und das Einkommen von frischem Nektar schon verplant ist. Kommt der dann nicht wird's eng. Sobalb es jedoch warm wird nehmen die Bienen auch wieder flüssiges Futter ab. (Wassermangel vermeiden!) Leider regt sie das dann aber zum Ausfliegen und zu noch mehr Brut an. Füttert man also zur Unzeit, dann büßt man eventuell mehr ein, als man rettet. Es heißt also im Wesentlichen warten, warten und ... (jawohl) warten.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder