Palettenbeuten?

  • Hallo,


    Beim Stöbern durchs Netz, bin ich bei der Sonnentracht- Imkerei über eine interessante Idee gestolpert.
    Vier Beuten auf einer Art Palette.
    Ich hoffe ich darf das Bild hier reinstellen. :-? 


    Handelt es sich um einen kompletten Eigenbau, oder kann man das in dieser Form kaufen?

    Unsere Heimat, unsere Liebe, unsere Farben Blau, Weiß, Rot!
    Von 1965, FC Hansa bis in den Tod ! ;-)

  • Hallo benzoca,


    das ist eine Eigenkonstruktion. Ich kenne den "Erfinder" er nennt dieses System die JUBO Beute!


    Ist glaub ich etwas größer als das modifizierte Dadant! werd mich aber nochmal schlau machen!


    Jedenfalls brauchst du um die zu Wandern einen schweren Geländestapler!


    Sehr durch dacht ist es jedenfalls auch das ganze!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Wenn man eine simple Möglichkeit findet, das ganze abzusenken bzw. anzuheben, könnte man sicher auch mit einem umgebauten PKW Anhänger sehr gut wandern.

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  • Hallo Benzoca,


    nur eine Frage: Welchen Sinn hat denn die 'Palettenbeute', wenn man nicht gerade einen Gabelstapler zur Verfügung hat? :o Ich stelle mir die Arbeit an den Beuten schwierig vor. Seitlich an den Beuten zu arbeiten ist unpraktisch, z.B. bei der Schwarmkontrolle auf Weisel- bzw. Schwarmzellen im Frühjahr. Von vorne in die Flugbahn kommt auch nicht in Frage.
    Ich weiß allerdings von einem Großimker aus dem Raum Aachen, der seine Beuten (jeweils 4) auf Europaletten stellt und verschraubt (gleichzeitig Schutz vor Dieben, falls die nicht auch mit einem Gabelstapler kommen). Er lädt die Beuten zwecks Wanderung auf LKWs und fährt (z.B. zur Robinienblüte) bis nach Brandenburg.
    Für Unsereins (Nebenerwerbs- bzw. Hobbyimker) sehe ich den Sinn aber noch nicht. :(


    Viele Grüße,
    Vorgebirge

    (seit 2002 Carnica, Standbegattung; Löwenzahn, Obstblüte, Sommerblüte, Robinie, Linde; Zander, Zeidlermagazin (Heroldbeute), Hohenheimer Einfachbeute; Neutralgläser, eigene Etiketten; Honig, Propolis, Met, Bärenfang)

  • Vorgebirge schrieb:

    Ich stelle mir die Arbeit an den Beuten schwierig vor. Seitlich an den Beuten zu arbeiten ist unpraktisch, ...


    das kommt ganz darauf an: bei Längsbau ist der Zugriff von der Seite der bequemere.


    Grüße, Thomas

  • Moin Imkers, das wird jetzt ma kurz:


    Vorgebirge schrieb:

    Welchen Sinn hat denn die 'Palettenbeute', wenn man nicht gerade einen Gabelstapler zur Verfügung hat?


    Keinen

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Bitte nicht falsch verstehen, ich habe mir nicht dir ganze Mühe mit dem Wanderwagen und den Schweriner Magazinen gemacht, um jetzt über Neuanschaffungen nachzudenken.


    Mir ist nur aufgefallen, das Erwerbsimkereien scheinbar häufig diese Art der Aufstellung bevorzugen. in der Adiz vom Dezember 2005, war auch ein Beitrag über einen Großimker aus den USA, der mich doch sehr beeindruckt hat. Da stehen teilweise 6 seiner über 350 Völker auf der Palette. Ob da überhaupt noch eine Nachschau stattfindet?

    Unsere Heimat, unsere Liebe, unsere Farben Blau, Weiß, Rot!
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  • Thomas Hädrich schrieb:

    das kommt ganz darauf an: bei Längsbau ist der Zugriff von der Seite der bequemere.


    Grüße, Thomas


    nicht nur der bequemere!


    sondern ist viel mehr die einzig richtige Methode viele Völker rückenschonend zu bearbeiten!


    man verdreht auf diese weise nicht sein Kreuz!


    und daruf kommts an!


    oder man hat eben Kaltbau!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo Zusammen,
    Toyota-Fan schrieb:
    Oder man hat eben Kaltbau.
    Daran sieht man wieder:
    Kalt-, oder neuerdings Querbau ist nur zur leichteren Bearbeitung erfunden worden.
    Aber verdreht man sich wirklich das Kreuz, nur weil man mit einer Hand immer übergreifen muß ?
    Das Kreuz mit dem Kreuz hat auch viel damit zu tuen, das die Arbeitshöhe nicht richtig abgestimmt ist.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo!
    Wenn man den Transportaufwand der Metallpaletten, Riesenbeuten und tonnenschwerem Stapler betrachtet, die durch ganz Deutschland geschaukelt werden,kann man sich schon fragen, ob es wirklich alles Bio ist.Leichte Kästen sind da wesentlich umweltfreundlicher.


    Ich lege vor allem Wert auf die richtige Arbeitshöhe.
    Bei meinen Segebergern muß ich mich beim Abheben der Honigräume nicht bücken sondern manchmal eher strecken wenn es mehr als zwei Honigräume sind.
    Als Gift für den Rücken sehe ich das Arbeiten mit gekrümmtem Rücken an.
    Ableger bearbeite ich in der Hocke oder sitzend.
    Auch die Kippkontrolle belastet den Rücken kaum, wenn man aus der Hocke heraus arbeitet.
    Bei den Segebergern erfordert die Kippkontrolle sowieso etwas Übung da der obere Teil des Volkes leicht abrutschen kann.
    Die Drehung des Oberkörpers bei der Entnahme der Waben von hinten sehe ich nicht als Problem an.
    Wichtig ist es einseitige Belastung zu vermeiden und durch Sport und Rückentraining die Rückenmuskulatur zu stärken.
    Viele Grüsse, Hermann

  • Lothar schrieb:


    Aber verdreht man sich wirklich das Kreuz, nur weil man mit einer Hand immer übergreifen muß ?
    Lothar


    jungspund, bekomm du mal eine neue Hüfte, dann redest du auch anders! 8)

    Bis die Tage, ich komm wieder, keine Frage !

  • Lothar schrieb:


    Aber verdreht man sich wirklich das Kreuz, nur weil man mit einer Hand immer übergreifen muß ?
    Das Kreuz mit dem Kreuz hat auch viel damit zu tuen, das die Arbeitshöhe nicht richtig abgestimmt ist.


    Beim verdrehen der Wirbelsäule steigt die Belastung auf die Bandschiebe um etwa das dreifache!
    Wenn du nur 20 Völker am Tag bearbeitest und dann 6 Tage was anders machst, ist das nicht das selbe, als wenn du 70 Völker am Tag durchschaust und das 3 oder noch mehr Tage nach einander!


    und noch was, so eine Dadantbrutwabe wiegt bis zu 3 Kg! wenn man pro Völk nur 2 Waben kontrolliert bedeutet das allein 420 Kg nur bei den Brutwaben! ohne die Honigräume! Pro Tag!
    Ich bin aber ganz deiner Meinung, daß die arbeitshöhe allein schon viel bringt, aber eben nicht das verdrehen verhindert!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo,


    also richtig genutzt brigt Paletierung schon was her!
    Paleten sind auch eingeführt um Transportmanipulation zu erleichtern.


    Wer sich zur Bienenwanderung sowieso einen Lastwagen mietet, weil sonst ein eigener das restliche Jahr ungenutzt rumstehen würde, der kann auch gleich zum einem mit Heckladekran inc. Paletengreifer greifen!


    So kommt mann auch ohne eigenem Stapler aus, ist genauso schnell aber um einiges fleksibler. Bei Baustellenfahrzeugen ist heutzutage allrad und Luftfederung standard.


    Rein rechnerisch ergibt sich bei einem LKV mit Anhänger bei 14m Ladefläche platz für 64 paleten (2 reihig) = 272 Beuten


    Zu viel??
    Dann eben Vereinskollen zur Wanderung und Kostenteilung miteinladen.
    Mann ist eben auf Paleten sehr Fleksibel und schnell mit auf und abladen.
    In Massentrachtgebieten lassen sie sich wunderbar verteilen.
    So sollte auch gut organisierte Vereinswanderung ablaufen.


    Und wegen Rücken braucht sich auch keiner zu sorgen.


    Schliesslich sind 8 Std. Bürostuhl Täglich auch nicht gesund-
    mann macht trotzdem Überstunden!