Elgo und Primorskibiene

  • Hallo
    Ich weiss das die beiden Rassen nicht ganz Varroa Resistent sind.
    Zudem habe ich mal eine SEITE mit Killerbienen?????????
    gefunden,finde sie jetzt nicht mehr(Killerbienen die Varroa Killen).
    Hat jemand Erfahrung damit.
    Und vieleicht noch die seite zu den Killerbienen.




    mfg Volle

  • Hallo Volle.
    hoffentlich hast du noch nicht zugeschlagen. Der Wallner Alois war vor vielleicht 5 -6 Jahren in aller Munde. Jetzt ist es still geworden. Auf dem Hohenheimer-Tag hat er auch mal referiert. Er wurde nicht ernst genommen. Heute ist man der Ansicht das alles heiße Luft war. Die Landesanstalt hat Königinnen von ihm getestet. Die Völker gingen noch im selben Jahr über den Jordan. Ein Bericht kam in der Bienenpflege. Ob ich den Artikel noch finde? Besser du forderst (bittest) ihn dort an.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • :o Wenn die Landesanstalt da nur Königinnen geholt hat, dürfte von vornherein klar sein, daß es nicht funktionieren kann.
    Das ist ähnlich sinnhaftig wie die 10 x10cm Stücke kleiner Zellen in normalen MWs. :evil: 
    Manchmal frage ich mich wirklich, wer die wahren Bienenforscher sind, die mit Titel und im Institut oder die kleinen Imker, die sich einfach nur richtig Gedanken machen.... :evil:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabi(e)ne,
    der Wallner Alois ist direkt bescheiden geworden. Er hatte damals die Königinnen als varroraessistent der Landesanstalt überlassen und sie wurden getestet. Seit Jahren ist es ruhig um ihn. Er hat wohl kräftig Federn lassen müssen. Wenn er heute für einen stattlichen Preis (52 €)Königinnen verkauft, welche nur noch zweimal mit Ameisensäure behandelt werden müssen - mir kommen die Tränen.


    Gerade Neuimker müssen vor solchen Angeboten gewarnt werden. Auf diesem Gebiet tummelten sich schon viele Propheten. Einer verkaufte Kupferplättchen zum in das Flugloch legen, die Varroen sollten panisch aus der Beute flüchten. Letztes Jahr bekam jeder Verein einen Chip, er sollte an die Beute geheftet werden, zum Testen, man konnte weitere nachbestellen. Vom Erfolg etwas gehört? Ich nicht. Ein bekannter Erfinder (Umsteckzellen für die Zucht) hat so eine Art Demareeplan ausgetüfftelt mit Drohnenwaben umhängen und gleichzeitigem umweiseln. Hat gut funktioniert, doch die Varroen haben das nicht kapiert. Es hat auch nicht geschadet. Einer propagiert, dass Völker mit kleinen Zellen varroaressistent wären. Kannst du das bestätigen?


    Ich hoffe schon seit 25 Jahren auf diese neue Biene. Erleben werde ich es sicher nicht. Obwohl vielversprechende Projekte laufen.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo, Remstalimker (wäre nett, wenn da mal ein Name zu käme),


    ich sehe das ein bißchen anders, obwohl ich die Seite heute zum ersten Mal gesehen habe.
    Wenn er die Königinnen als tolerant/resistent anbietet, ist das SEIN Fehler.
    Er dürfte zur Verifikation seiner Thesen nichts anderes als Ableger und KS verkaufen.
    Das Milbenbeißen funktioniert nur im gesamten Volk, wenn ALLE mitmachen, oder wenigstens der überwiegende Teil.
    Eine einsame Königin in einem fremden Vollvolk voller Milben ist da hoffnungslos verloren.
    Warum ich hier große Klappe habe?
    Weil Erik Österlund denselben behandlungslosen Weg geht, zusätzlich mit kleinen Zellen.
    Er hat Elgons, die er stolz "mite-biter", also Milbenbeißer nennt.
    Und er macht es schon was länger mit Erfolg ohne Behandlung.
    Es geht also, und der Ansatz der Landesanstalt war völlig zweckfrei.
    Wenn studierte Leute nicht begreifen, wie ein Volk funktioniert, die ja die Spezialisten dafür sein wollen, weiß ich nicht, wofür die überhaupt bezahlt werden.
    ich habe langsam den Eindruck, daß alle mit kommerziellen Interessen echt Angst davor haben, daß irgendwo wirklich varroatolerante Bienen gefunden werden, und sie haben ihre Finger nicht mit drin.... :evil:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Warum Sabi(e)ne,


    hackst Du so auf den Instituten rum? Was machen die anders als ein Imker, der solche Milbenesser kauft? Königin kriegen - irgendwann im Sommer, Einweiseln in ein entmilbtes Volk, 3 Monate warten und sehen wie die über den Winter kommen. Nach 3 Monaten sollte die Bienenmasse komplett umgeschlagen sein und es gibt nur noch bissige Bienen. Entweder die Genetik beeinflußt das Verhalten oder nicht. Ich finde diese Herangehensweise in keiner Weise kritikwürdig. Zumindest hätte ich das vermutlich ganz genauso gemacht.


    Eine resistente Biene zur Sicherheit und damit sie nicht umkommt mit AS zu behandeln und das auch noch zweimal, kann ja irgendwie nicht den Resistenzgedanken ausfüllen. Das ist wie ein Hinweis auf dem Amaturenbrett eines mit ABS ausgestatten Fahrzeuges: "Bitte benutzen Sie das ABS nicht, es könnte Schaden nehmen"

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin, Henry,
    weil ich wie oben geschrieben, da eigentlich einen tiefen Interessenkonflikt sehe.
    Und nicht an "entmilbte" Völker glaube.
    Denn da hätte nur durch Reinvasion niemals innerhalb von ein paar Monaten so ein Milbendruck aufkommen dürfen, daß die Völker noch vor dem Winter abrauchten.
    Das tun sie ja nicht mal so im Normalfall, den ersten Winter überleben fast alle.
    Außerdem meine ich, daß da zu kurz gedacht wird, ein Bienenvolk ist als ganzes ein Organismus, und ich würde in so einem Fall mich nicht auf einzelne Königinnen verlassen.
    Da hätte es in meinen Augen schon ganzer Ableger oder KS bedurft.
    Sich da ausschließlich auf die Königinnen zu fokussieren ist zwar traditionell, entspricht aber nicht der wirklichen Komplexität des Systems Bienenvolk.
    Aber nur meine Meinung.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen