• Mit wieviel Zargen ist Mini Plus überwinterungsfähig und wieviel Futter muß im Herbst eingefüttert werden?

  • vorletztes jahr habe ich minis mit zwei zargen eingewintert und alle ausgewintert. sie bekamen ca. 5kg futtersirup. allerdings hatten sie ja noch einiges an honig drin, da er nicht geschleudert worden ist.

  • Moin Imkers,


    ich habe dieses Jahr viele 2-zargige Mini Plus eingewintert und nur einen Dreizarger. Die Zweizarger haben es allesamt nicht geschafft. Ursache dafür war wohl die Meise in Kombination mit Ruhr oder Nosema, denn die Fluglöcher waren stark angepickt und die Völker waren im Innern total kotbeschmutzt. Die Völker sind letztendlich verhungert. So jedenfalls die typischen Symtome. (enge Traube, Zellen im Innern voller toter Bienen mit den Rüsseln zur MW) Manche, obwohl sie noch Futter in andern Beutenteilen hatten.


    Vielleicht hätten sie's ohne die dauernde Störererei duch die Vögel geschafft, doch weil sie etwas abseits stehen, hat dort das Rinderhalsfettfüttern nichts genützt. Die Meisen klopfen und werden immer mit abfliegenden Bienen belohnt. Sowas prägt sich eben schnell ein.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin Imkers,


    das war's nu: Meine Mini-Pluse sind allesamt der Scheißerei zum Opfer gefallen. Meine Idee der Kleinvolkköniginnenüberwinterung war damit ein ernster Fehlschlag. Ich hab', jetzt statt vieler ausgebauter direkt bestiftbarer Mini-Plus-Waben viele voller Sch.. und Restfutter und einsteckender toter Bienen.


    Wahrscheinlich muß man die in den Mini-Plusen wirklich sehr früh im Jahr schon auf den Winter vorbereiten, also auf einen gute Weisel setzen und ungestört lassen und wahrscheinlich ist das Besiedeln mit Waben aus den bienenwidrigen EWK's zwecks Beweiselung und Bienenerhalt der massive Einschleppungsweg für Nosema und Ruhr.


    Ich kann jetzt jedenfalls Waben schruppen und wohl größtenteils in den Schmelzer hauen und nix war's mitti Reserve- und Zuchtstartbienen. So schön gedacht: Drei-Zargen-Mini-Pluse werden 3 Begattungsvölker ganz ohne Umgeschütte.


    Na das geht ja gut los dieses Jahr: Meisen, Mäuse, Diarrhoe

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
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  • Lieber Henry
    Du warst doch so sehr begeistert von den Miniplus. Stille Warnungen hast Du nicht ernst genommen. Wer hat Dir das gelernt oder empfohlen. Miniplus ist bei diesen Wintern unratitoneller Kleinkram und schade um die Mühe. Überwintererunsfähige Ableger sind viel stäker, und die sollten so stark sein, daß sie spätesten noch in der Rapstracht ein Vollvolk ergeben. Im Miniplus gibts auch keine Pufferzohnen, nur Plaste ringsum.
    Da haben auch die Feinde leichtes Spiel, Mäuse, Meisen, Nosema...
    Ich will Dir aber keinen Vortrag über Lehrgeld halten, sonst bist Du mir noch bös. Gruß Peter

  • Moin Peter (aus dem ... wie bist Du schie :wink: )

    Peter aus dem Erzgebirge schrieb:

    ...
    Ich will Dir aber keinen Vortrag über Lehrgeld halten, sonst bist Du mir noch bös.


    nee, nee, nee binnich nich. Es ist eben doch was anderes, ob man seine Mini-Pluse in der Saarschleife oder in Westsachsen aufstellt. Was da gut klappt muß anderswo nicht oder eben nicht immer klappen. Ich werd's dennoch wieder probieren, denn so ein Zargenturm mit 3 Zargen ist einem hohlen Baume doch schon sehr ähnlich. Vielleicht muß man hier 4 Zargen nehmen, dann hätte man so pi ma daum (lat. "ungefähr") auch die Stärke eines Ablegers und dennoch in Frühjahr gut aufteilbare Einheiten. Wahrscheinlich wäre auch eine Stproporplattenzusatzisolationschicht ganz nützlich.


    Zumindest werde ich die Serien in den EWK's nicht so lange wie dieses Jahr laufen lassen und die Bienen daraus nicht in MiniPluse verwerten. Wenn's auch schwer fällt. Wahrscheinlich ist da abschwefeln doch die einzig sinnvolle Methode, garade in Hinblick auf Nosema und Ruhr.


    Ich werde mehr Jungbienen erzeugen, wenn mir das mit den Doppelvölkchen gelingt und den Mini-Plus-Türmen jeweils eine eigene Königin belassen und nicht erst eine unbegattete der letzten Serie zusetzen. Die bekommen dann eine Königin aus der Vorletzten Serie und behalten die dann ganz planmäßig.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin Henry,


    das deine Mini Plus nicht überhebt haben ist möglich die Störung der Vögel, du hättet besser die Kästen mit Netzen abdecken sollen.
    Des weiteren kann es gut möglich sein das in dem Winterfutter Bestandteile waren die den Bienen nicht bekommen sind, Waldhoniganteil oder andere Stoffe die eine Verdauung erschweren.
    Normal sollte man Mini Plusvölkchen auf besser 3 Zargen einwintern, die Überwinterung ist besser als auf zwei Zargen.
    Wer mit AS seine Völker behandelt bekommt so gut wie keine Nosema, das Bakterium mag kein saure Umgebung, die Wahrscheinlichkeit dass die Bienen an Nosema eingegangen sind ist hier mit unbegründet und unwahrscheinlich.
    Ich habe schon einige Jahre keine Nosema bei mir mehr festgestellt.
    Ruhr ist wieder was ganz anders, diese Krankheit wird durch Störung jeglicher Art beeinflusst und natürlich Winterfutter was nicht geeignet oder Bestandteile enthält die diese Krankheit begünstigen.
    Der Winter 2005/2006 hat sehr spät begonnen, hier waren im November noch bis zu 20 Grad, das ist sicher nicht gerade günstig für die Bienen, was höheren Futterverbrauch zu folge hat und auch die Kotblase belastet.


    Ich habe bis jetzt leider auch Mini Plus Völkchen verloren, die Völkchen haben den Anschluss zum Futter verloren, in der 3 Zargen war noch genug Futter vorhanden, dazu war in der 2 Zarge neue Ansetze für Brut, die Bienen haben sich verausgabt.
    Die Völkchen waren sehr stark hatten keine Scheißerei noch andere Krankheiten.
    So ein Fall hatte ich bis jetzt mit der Mini Plus nicht, als ich die Kästchen wegräumte stellte ich fest das die Bienen mit der Brut wieder begonnen hatten, aber scheinbar viel zu viel Futter verbraucht haben, obwohl ich eigentlich mehr eingefüttert habe als normal.
    Die Ursache kann an dem zu milden Winter der zu anfangs waren liegen, bei den großen Völkern habe ich kein einzige bis jetzt verloren.


    Probleme gibt es immer mal, Erfahrung sammeln ist sehr wichtig, also die neue Saison steht in den Startlöcher Henry. :D

  • Hallo Ihr Mini Plus Überwinterungs-Freunde
    Ich verstehe immer noch nicht für was Ihr Mini Plus über den Winter braucht, ich vermute Ihr habt einen Fehler im Betriebssystem.
    1 ) zum Aufbau im Frühjahr sind sie zu klein.
    2) Was nützt mir eine Königin ohne genug Bienen
    3) Richtig ausgetestet ist diese auch nicht
    4) Weitere "unnötige" Betriesmittel und natürlich Kosten in Menge ohne
    finanzielle Vorteile im Frühjahr
    5) Ausser Spass an der Freud bleibt da nichts übrig und somit sind die Händler die lachenden Dritten.
    Mein Tipp, mit dem selben Aufwand habt Ihr auch richtige Ablegereinheiten, die auch einen solchen Winter überstehn erstellt. und wenn der Überlebt (mit zirka 80% Sicherheit) könnt Ihr den als Überschuß im Frühjahr verkaufen und habt da 80-100€. Auf Eure Gegenargumente bin ich gespannt. Gruß Peter

  • Moin Peter,


    wuie gewünscht:


    - Mini-Pluse sind Begattungseinheiten und damit ohnehin in großer Zahl nötig.
    - Vor dem Raps kaufen die Leute Völker, keine Ableger, die machen sie später nämlich selber aus den Völkern.
    - Frühe Zucht braucht Bienen in Begattungseinheiten und es ist schön, wenn die da schon gleich drin sind. Das spart Arbeit ohne Ende. Denke nur an's EWK-Befüllen.
    - Reserveköniginnen, ganz früh im Jahr, will ich nicht aus Trachtvölkern entnehmen geschweige denn raussuchen.
    - Ableger, denen ich Reserveköniginnen entnahm, kann ich gleich garnicht mehr verkaufen.
    - Aus einem dreizargigen gesunden Mini-Plus mit Königin vom Vorjahr mach ich Dir aber locker ein richtiges Volk ... oder eben drei Begattungseinheiten.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Peter,


    die Mini Plusbeute ist eine Begattungseinheit die gegenüber andere Begattungskästchen mehre Vorteile hat, die Einheit kann ohne Grenzen erweitert werden was eine Königin nicht in ihrer Legeleistung einschränkt, die Einheit ist größer somit gegen kühle Witterung weniger anfällig, das Kästchen muss nicht immer mit Bienen gefüllt werden weil überwinterte Einheiten das Bienenmaterial liefern, für Reservekönigin gedacht, entnehmt man bei milden Winterwetter oder im zeitigen Frühjahr eine Königin weil ein Volk weiselos wurde kann man das restliche Völkchen einfach anderen Minipluseinheit aufsetzen.
    Man braucht im Sommer keine Begattungseinheiten auflösen, weil mit Zargen gearbeitet wird.
    Man spart sich viel arbeit, entnimmt man eine Königin für den Gebrauch kann man die Bienen, Brut vereinigen oder wieder schlupfreife Weiselzellen zusetzen.
    Das Ganze ist ein System was immer geschlossen weiter läuft.
    Bei vielen Bienen kann man Kunstschwärme erstellen, es gibt genug Möglichkeiten.
    Egal welche Kästchen oder Begattungseinheiten, Beuten alles hat Vor und Nachteile.
    Das nicht immer alles so läuft wie ist halt so, Verluste gibt es über all.
    Ich habe selbst schon Honig mit dieser Beute geerntet, 6 kg in einer Zarge. :D
    Ich könnte noch mehr schreiben über die Mini Plus Beute, Henry fängt damit ja erst an, ich habe schon einige Jahre diese Beute, es gab schon gute Zeiten und auch mal schlechte, das ist genau wie bei den großen.

  • Hallo Peter
    Konsequentes Arbeiten mit Mini ist eine eigene Imkerei in der Imkerei.
    Die Wirtschaftsvölker werden zu keiner Zeit geschwächt oder durch die Zucht gestört.
    In den Minis werden die notwendigen Kö gezogen, können sich entwickeln und dabei kann man auch noch feststellen, ob die Kö etwas taugt.
    Bei der Überwinterung gibt es verschiedene Wege, welche auch vom Klima abhängig sind. Türme bis zu vier Zargen oder die Überwinterungskasten welche pro Zarge 10 Rähmchen fassen. Diese Kasten werden zu drei Zargen hoch gestapelt und damit hat man praktisch keine Winterverluste. Im Frühjahr dann wieder auf die Minis verteilt hat man dann die notwendigen Begattungseinheiten.
    Mit den Überwinterungskasten kann man ausserdem auch die Zuchtserien sauber durchführen.
    Schau Dir einmal die Sache bei einem Imker an und bilde Dir dann Deine Meinung.
    Freundliche Grüsse
    Hugo

  • Danke an Henry, Michael2 und Hugo
    Nun verratet Ihr mir noch Euer Wabennaß und das Betriebssystem.
    Hugo ,ich leiste mir schon 20 Jahre mehr eine Imkerei in der Imkerei.
    Alles wird im Standmaß aufgebaut und so verwertet. Das ist viel effektiver als der Kleinkram. Im Nieschenbereich kann die Miniplus Sache noch funktionieren, aber in der wirtschaftlichen Imkerei hat sie nach meinen Erfahrungen nichts zu suchen. Seid Ihr drei Klein- oder kleinstimker? Wieviel Minis haltet Ihr zu wieviel Völkern.
    Gruß Peter

  • Moin Peter,


    Peter aus dem Erzgebirge schrieb:

    Danke an Henry...

    Bitte, bitte

    Zitat

    Nun verratet Ihr mir noch Euer Wabennaß

    Ich hab' das in meiner Fußzeile: DNM meint Deutsch Normalmaß :wink: Das Gerstungmaß.

    Zitat

    Betriebssystem

    XP-Pro und Windows98, weil ich noch Bissl altmodisch bin.

    Zitat

    ich leiste mir schon 20 Jahre mehr eine Imkerei in der Imkerei.

    Wie Du leistetst Dir schon 20 Jahre mehr eine Imkerei in der Imkerei? 20 Jahre mehr als ich, als Michael oder Hugo oder als wir alle zusammen?

    Zitat

    Alles wird im Standmaß aufgebaut und so verwertet.

    Wieviele Königinnen ziehst'n Du so im Jahr? Mehr als 100 oder mehr als 500?

    Zitat

    Seid Ihr drei Klein- oder kleinstimker?

    1.83m ist nicht klein, oder?

    Zitat

    Wieviel Minis haltet Ihr zu wieviel Völkern.

    Wie Du schon richtig und ganz selbst erkannt hast handelt es sich bei den Mini-Plusen tatsächlich um eine ganz eingene Imkerei. Wer viele Königinnen damit zieht, wird auch viele Mini-Pluse haben. Ich habe derzeit nicht ganz 20 und will bald weiter aufstocken und etwa 50 EWK's ablösen. Honig und Pflegevölker hab' ich allerdings nur zwei (-weniger als die Berufsgenossenschaft mir erlauben würde 8) )

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Peter
    Völker habe ich etwas mehr als letztes Jahr.
    Betreffend Minis habe ich etwa 150 Stück tendenz steigend.
    Noch etwas zur Betriebsweise: Eine wirtschaftliche Imkerei kann es sich nicht leisten, die Wirtschaftsvölker durch wegnahme von Bienenmasse zu schwächen. Darum praktisch keine Ablegerbildung im Normalfall.
    Die Minis (von Wagner) sind wirtschaftlich das beste in der Produktion von Königinnen. Eine Königinn kann dort ohne Schaden ihre Jugend verbringen, sorgt dafür dass immer genug Bienenmasse vorhanden ist und kann dann im Herbst oder Frühjahr ohne Gefahr des Abstechens dem Wirtschaftsvolk gegeben werden.
    Wenn Du nun mit dem Argument des Rähmchensalates kommst, so kann ich darüber nur lachen.
    Ich habe 3 Rähmchengrössen in meiner Imkerei und die Betriebsweise ist voll darauf abgestimmt und hat mich noch nie gestört oder Zeit gekostet.
    Freundliche Grüsse
    Hugo