• Hallo zusammen,


    ich hab vor Weihnachten als kleines Geschenkle für meine Kunden mehrmals selber Honigpralinen gemacht und dreingegeben (das was meine Liebsten davon übriggelassen haben). Das kam so gut an, wie nichts vorher. Viele wollten auch die Rezepte haben. Hab ich natürlich gerne hergegeben, weil zum Nachmachen brauchen die lieben Kunden ja dann wieder jede Menge Honig. Kann ich wirklich allen Imkern bestens empfehlen.


    Die Pralinen hab ich gemischt (verschiedene Sorten) in eine kleine, mit Bienen bedruckte Knistertüte gegeben und mit Bast zugebunden.


    Die Basis für die Pralinen war immer Marzipan.
    Vor allem mit Kindern kann man diese Pralinen gut herstellen.
    Geht wirklich schnell und einfach.


    Rezept für eine "Portion":


    500 g Waldhonig
    500 g blanchierte und sehr fein gemahlene Mandeln (fertig so gekauft)
    zusammen in Mixi und ca. 10 Min. rühren,
    kurz vor Ende der Rührzeit je nach geplanter Weiterverwendung (Füllung) Aroma zugeben, z.B: Rumaroma, Bittermandel, Orangenaroma, Kirschwasser usw. Evtl. die Masse in kleinere Einheiten teilen und verschieden aromatisieren.


    Das Marzipan dann noch kurz kneten und als Laib etwa 1/2 Std. kühl ruhen lassen.
    Währenddessen Füllung vorbereiten (getrocknete Aprikosen in Stücke schneiden, eingeweckte Sauerkirschen abtropfen lassen, Cranberries in Rum einweichen, ganze Haselnüsse oder Mandeln, Haselnusshonig mit Krokantstücken usw.), helle oder dunkle Kouvertüre auflösen und "Garnitur" (Krokant, Schokoflocken, Schokostreusel, Kokosraspel, Kakao-Puderzucker, Mandelstifte oder -blättchen usw.) in Schüsselchen bereitstellen.


    Vor Weiterverwendung Marzipan nochmal eine Minute kneten.
    Dann kleine Kugeln (wie große Murmeln) formen, in diese dann je nach Füllung ein Loch drücken oder zu einem kleinen Fladen ausdrücken, Füllung reinlegen und wieder zu einer Kugel formen daß außen nur noch Marzipan ist. Die Kugeln dann in die Kouvertüre legen, gleich wieder rausnehmen und in "Garnitur" rollen oder damit bestreuen. Auf Backblech mit Backpapier legen und abkühlen lassen.
    Fertig.


    Am besten geht das, wenn man zu zweit dabei ist.
    Als Füllung und "Garnitur" kann man eigentlich alles nehmen, was einem geeignet scheint. Man sollte aber darauf achten, daß Füllung und "Garnitur" zusammenpasst.
    Wenn man Honigcreme als Füllung verwendet, sollte die vorher im Kühlschrank stehen, lässt sich dann besser einformen.


    Die fertigen Pralinen sollte man kühl aufbewahren. Wie lang die haltbar sind, weiß ich nicht, hat auch niemand danach gefragt und vermutlich sind auch keine wirklich alt geworden.


    Wenn die Pralinen dann gemischt in einer Schale oder in Klarsichttüte liegen, sieht das echt toll aus. Wenn man dann noch zum Kunden sagen kann, das hab ich selber gemacht, extra für dich, dann ist der begeistert und da die Pralinen auch noch sehr fein schmecken kriegt man absolut überzeugende Rückmeldungen.


    Wahrscheinlich gibts mindestens zig Gesetze, die genau das verbieten, das Inverkehrbringen von selbergemachten Honigpralinen. Sicher mit Androhung von ganz schrecklichen Strafen.
    Wenn Ihr Euch davor fürchtet, dann esst die Pralinen einfach selber. Begeistert werdet Ihr trotzdem sein.


    Viel Spass beim Nachmachen


    mit Gruß
    Gerhard Eißner

  • Hallo, Gerhard,
    ich hab grad schon beim Lesen meine Tasta vollgesabbert.... :lol: 
    Goiles Eezept und dir ein gaaaanz dickes Dankeschön dafür!*kuss-smilie*

    Zitat

    Wahrscheinlich gibts mindestens zig Gesetze, die genau das verbieten, das Inverkehrbringen von selbergemachten Honigpralinen. Sicher mit Androhung von ganz schrecklichen Strafen.


    Klar, Konditoren-Innung. Andererseits, landwirtschaftliche Ur-Produktion.
    Landwirtschaftliche Betriebe dürfen auch Brot backen, wenn sie ihr eigenes Getreide nehmen. Also pflanzen wir alle ein Mandelbäumchen...*gg*
    Wenn deine Honigküche vom Ordnungsamt abgenommen ist, brauchst du dir keinen Kopf zu machen, dann fällt es tatsächlich unter Veredelung eigener Produkte.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo,


    habe gerade das Rezept hier herausgekramt. Das liest sich ja superlecker. Gerhard scheint ja schon lange nicht mehr im Forum gewesen zu sein, aber hat jemand das Rezept ausprobiert und kann mir sagen, ob es (für das Marzipan) wirklich Waldhonig sein muss? Könnte man auch Blütenhonig, ggf. verflüssigt, nehmen oder geht das schief?


    Gruß
    Martin

  • Aloha,
    Blütenhonig geht auch, aber es wird sowas von ZU süß, ein herber oder weniger süßer Honig kommt auf jeden Fall besser...ich mag deshalb kein normales Honigmarzipan.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Gerhard,:daumen:
    auch von mir vielen Dank. Das Rezept werde ich (doch eher meine Frau und ich) auf jeden Fall ausprobieren. Da wir oft mit Keramik und Honig auf Märkten stehen. Da ist es sehr von Vorteil, wenn man die Besucher mit etwas leckerem verköstigen kann.
    Danke!
    Gruß,
    Jörg