apropo tote bienen,...

  • was macht ihr eigentlcih jetzt wo diese -15°C und mehr am montag erwartet werden? ich überwintere mit offenen boden und überlege, falls jetzt noch wind dazu kommt, den boden wieder zu schließen.

    ...drama makes the world go round... darf ja bloß nicht langweilig werden!

  • Hi Maxwell!
    Kann deine Bedenken gut verstehen,mich aber Heidecap nur anschliessen.
    Meine hier irgedwo im Forum gelesen zu haben, dass tiefe Temperturen für die Biene kein Probem darstellen, solange sie genug Futter haben. Sie haben dann eigentlich nur nen höheren Energieverbrauch, um die Temperatur in der Wintertraube zu halten, der bei ausreichendem Futtervorrat m.E. zur Zeit recht unerheblich ist. Ansonsten kann denen das Wetter ja egal sein, sie heizen im Winter eh nur die Traube und ich glaub net, dass bei -15 grad ein geschlossener Gitterboden irgendwas Grossartiges bringt bzgl. Isolierung und wenn in der Beute kein Zug herrscht, solte auch der unten am offenen Gitterboden vorbeisausende Wind nicht zum Problem werden.


    Grüsse aus dem verhagelten Erkelenz


    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Moin , Moin aus Hamburg,
    kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.Selbst wenn es - 15 C° werden sollten, ist das ja durchaus noch normal.
    Frag mal die Bayern :wink: Die fangen bei den Temperaturen überhaupt erst an von Winter zu reden.
    Das größte Problem an der Sache wird aber sein ,überhaupt - 15 C° zu erreichen. Das sehe ich noch nicht. Bei uns sollte seit vorletzter Woche die Alster zufrieren :o und was ist ? + 4C°.
    Solche Meldungen dienen lediglich dem Einzelhandel um die Winterware noch vor dem ersten Reinigungsflug zu verkaufen. :wink:


    Viele Grüße aus dem Norden


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo miteinander!


    Im Prinzip sollte die Kälte den Bienen nichts ausmachen. Ich habe meinen Ablegern heute allerdings jeweils eine Gutex-Platte zur Isolierung in den Innendeckel gelegt. Die dünne Sperrholzplatte allein (und darüber dünnes Bleck des Außendeckels) scheint mir dann doch etwas gewagt. Ich imkere mit der Einfachbeute nach Dr. Liebig. Der Hersteller (Bienenweber) sagt allerdings, dass eine zusätzliche Isolierung der Innendeckel nicht notwendig ist. Hat jemand von Euch Erfahrung mit diesen Beuten und kalten Wintern?


    Grüße,
    Vorgebirge

    (seit 2002 Carnica, Standbegattung; Löwenzahn, Obstblüte, Sommerblüte, Robinie, Linde; Zander, Zeidlermagazin (Heroldbeute), Hohenheimer Einfachbeute; Neutralgläser, eigene Etiketten; Honig, Propolis, Met, Bärenfang)

  • Hallo,
    ich habe die Einfachbeute, Gitterboden ist offen. Es ist egal ob eine Styrodurplatte im Deckel liegt oder nur Sperrholz oder MDF-Platte. Ob gut isoliert oder nicht, bei beiden Varianten habe ich schon Eis in der Beute gehabt. Also mal schauen was die Kältewelle bringt. Hoffentlich eine nicht allzustarke Selektion auf Kälte :)


    Gruß
    Simon

  • Drohne Daniel schrieb:

    .Selbst wenn es - 15 C° werden sollten, ist das ja durchaus noch normal.
    Frag mal die Bayern :wink: Die fangen bei den Temperaturen überhaupt erst an von Winter zu reden.
    Daniel


    In der Nacht zum 24. Dezember - waren es immerhin wieder minus 42,7 Grad und zwar am Funtensee in Berchtesgaden. Minus 15 - 18 Grad hatten wir heuer auch schon einigemale, aber da kann man von Kälte noch nicht reden. Bis minus 30 Grad können Bienen normalerweise in den Beuten aushalten, idealerweise wäre es aber da, wenn die Beuten eingeschneit wären. Früher hatten wir scchon oft schlimmere Kälten , wie z. B. 1983 oder 1984, wo wir eine Woche lang während der Nacht minus 30 Grad hatten, aber im Frühjahr gab es bei uns auch noch Bienen.
    Ab 30 Grad werden in Russland z.B. die Beuten in Erdmieten eingewintert.
    Deshalb würde ich mir wegen der Kälte absolut keine Sorgen machen.

  • honigmayerhofer schrieb:

    Früher hatten wir scchon oft schlimmere Kälten , wie z. B. 1983 oder 1984, wo wir eine Woche lang während der Nacht minus 30 Grad hatten, aber im Frühjahr gab es bei uns auch noch Bienen.
    Deshalb würde ich mir wegen der Kälte absolut keine Sorgen machen.


    ES SEI DENN , DU HAST KEINE BAYRISCHEN BIENEN :wink:
    Die Carnica Bayowarius erkennt man an den Gamsbärten :wink:


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo


    Zu diesem Thema möchte ich nur sagen daß man bei großer Kälte noch so viel Futter im Volk haben kann, wenn die Bienen zu starr sind und nicht auf den Waben weiter wandern können wird man im Frühjahr wohl nur noch ein totes Volk vorfinden.Darum lieber etwas mehr Verpackung als zu wenig und Zugluft vermeiden! Gerade der kalte Ostwind wird bei mir durch Windschutzgitter ( 2 Meter hoch)stark abgebremst.


    Mit Grüßen aus Thüringen


    Rüdiger

  • rüdiger schrieb:

    .Darum lieber etwas mehr Verpackung als zu wenig und Zugluft vermeiden!


    Es ist erwiesen, dass das "Verpacken" der Bienen im Winter die schlechteste Variante ist und vor allem die "Durchlenzung" sehr gefährdet ist.
    Diese Ansichten des "Bienenverpackens" sind nicht mehr zeitgemäß.

  • Tach auch!
    Kann mich Franz-Xaver da nur anschliessen, meinem Imkerpaten sind z.B. letzten Winter zwei Völker eingegangen, und zwar die, die er als einzige eingepackt hatte. Der Rest war in Ordung. Er hat sich dann mal erkundigt bei nen Berufsimker und der ihm das bestätigt.
    Außerdem wurden die Wildbienen auch nie eingepackt ud sie habens ja auch überlebt.
    rüdiger :
    Natürlich sterben bei grösserer Kälte über längere Zeiträume bestimmt mal Völker weil sie nicht mehr ans Futter kommen, aber soweit ich da Bescheid weiss, hindert die Kälte die Bienen nur am Wechseln der Wabengassen, nicht aber an ausreichender Futteraufnahme generell. Die Erklärung leuchtet mir insofern ein, als dass die Bienen ja beim Wechseln von einer Wabengasse zur anderen die Traube deutlich lockern bzw. verformen müssen, was eine deutlich schlechtere Wärmereguation zur Folge hat, denke ich. Daher die Unfähigkeit des Bien, bei deutlichen Minusgraden von einer leeren zu einer vollen Wabengasse zu wechseln und daher eventuelles Verhungern einzelner, ungünstig sitzender Völker bei grosser Kälte.


    Schöne Grüsse
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo Xaver


    Mit Deiner Antwort hatte ich schon fest gerechnet und hätte einen Kasten Bier wetten können daß Du mir antwortest !! Deine Meinung übers verpacken war mir klar und es wird ja jeder seine Erfahrungen selber gemacht haben ob nun Zeitgemäß oder nicht. Ich imkere seit 1967 und habe meine eigene Erfahrungen gemacht!Es soll hier niemanden vorgeschrieben werden wie er seine Bienen zu verpacken hat das möchte ich hier nur nochmal feststellen! Auch jungimker die mal Imker werden wollen werden selber erst einmal eigene Erfahrungen sammeln müssen um sich ein Urteil zu erlauben! Nicht umsonst werden in Kanada die Völker im Winter in geschütze Behausungen gebracht, daß nur nebenbei!
    So wer will kann sich jetzt wieder aufregen oder auch nicht!


    Euer Rüdiger