• Hallo!
    Ich fange dieses Jahr mit Bienen an. Nach durchforsten etlicher Fachbücher und einigen Gesprächen mit meinem Imkerpaten bin ich bei den Bremerbeuten angelangt und habe mich für sie nun entschieden. Nun die Frage, woher bekommen? Die Neuen aus PU-Hartschaum sind mit ihren 240 EUR doch recht teuer. Dampft dieses Material nicht auch noch ziemlich aus? Heute war ich bei einem Imker, der aus gesundheitlilchen Gründen aufhört, und habe mir seine Bremerbeuten aus Holz angeschaut. Die sind mir vom Material her doch um einiges sympatischer. Er hat jedoch nur 2 und die nicht ganz vollständig. Deshalb meine Frage:
    - wer weiß jemand, der mir seine Holz-Bremerbeuten verkaufen möchte.
    - woher bekomme ich fehlendes oder mit der Zeit verschlissenes Zubehör?
    In meiner Gegend imkern alle auf Magazine und können mir deshalb nicht weiterhelfen.


    Ganz liebe Grüße


    Heidrun :D

  • Heidrun Bingenheimer schrieb:


    In meiner Gegend imkern alle auf Magazine und können mir deshalb nicht weiterhelfen.


    Hallo Heidrun, dieser letzte Satz von dir macht mich stutzig: Wenn alle in Magazinen imkern, was meiner Meinung nach zeitgemäß ist, warum willst du dann ausgerechnent in einer so exotischen Beute imkern dass dir niemand helfen kann.


    Ich weiß im Moment das Rahmenmaß nicht, aber wenn es nicht das gleiche wie dass deine ist, wo willst du dann z. B. weiteres Bienenmaterial herbekommen, tauschen oder vielleicht auch mal abgeben.


    Holzmagazine haben sich bewährt und sind für um die 100 € im Bienfachhandel erhältlich.


    Mehr zu dem Thema kannst du auch auf folgender Seite nachlesen http://www.magazinimker.de.


    Also, überleg dir deinen Kauf nochmal.


    Gruß
    Werner

  • Hallo Werner,
    ich hatte in Mayen den Imkerlehrgang belegt wo mit Magazinen geimkert wird, sowie mein Imkerpate imkert mit Magazinen. Ich finde das Handling nicht besonders praktisch. Außerdem gibt es noch eine Reihe weiterer Nachteile. Ich wollte ja auch nicht eine Diskussion über Vor- bzw. Nachteile der verschiedenen Beuten beginnen, sondern Info`s bezüglich Bremerbeuten erhalten. Aber vielen Dank trotzdem für Deine Antwort.


    Lieben Gruß
    Heidrun

  • Hallo Heidrun,


    auch ich will nicht in die so oft geführten Grundsatzdiskussionen einleiten. Aber da ich überzeugter Magazinler bin, würde es mich nun schon interessieren, was dich dazu bewegt hat, die Bremerbeute zu wählen.


    Ich muss auch bekennen, dass ich von Bremen nur die Stadtmusikanten und einige Kaseren aus meiner Bundeswehrzeit kenne. Vielleicht wären auch noch ein paar Informationen über diesen Beutentyp mit drin.


    Mit freundlichen Grüßen
    Werner

  • Danke Sabi(e)ne


    nun weiß ich zumindest, dass es nichts mit der Stadt Bremen zu tun hat :wink: .


    Ich habe die Seiten auch schon mal quer gelesen, so dass ich mir eine Vorstellung von der Beute und der Betriebsweise machen konnte. Zum genaueren Lesen, und dafür scheint es interessant genug zu seine, brauch ich allerdings ein bisschen mehr Zeit.


    Mit freundlichen Grüßen
    Werner

  • Hallo Heidrun,


    wenn ich es richtig verstehe, beginnst du in 2006 erst mit der Bienenhaltung., bist also Einsteiger. Versuchs doch erstmal so wie es die meisten deiner Nachbarn machen, auch wenns dir nicht so praktisch erscheint . Das Wichtigste bei der Imkerei ist Anfang mit nichten die Beute, sondern das Kennenlernen des Organismus Bien. Und da werden viele Fragen auftauchen. Auch beim Handling. Wen willst du fragen wenn du bei der Bremerbeute Probleme hast? Ist nur so ein Denkanstoss, nix gegen die Lagerbeute (aber auch nix dafür :wink: )

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo Heidrun,
    das Buch von Bremer habe ich auf der Domain mit meinem Namen veröffentlicht. Weitere Infos gibt es unter
    www.imker-euskirchen.de
    Auch hier im Forum gibt es Fachleute für Lagerbeuten z. B. Frieder Hummel.
    Viel Freude und Erfolg mit der Querbaulagerbeute
    MfG
    Peter

    Vernunft verwirrt Dogmatiker! (Prof. Dr. H. Lesch)
    ----------------------------------
    Start 2004 mit Eifel-Carnika; 5 Völker in Lagerbeuten nach Bremer und Golz; fast Öko-Betriebsweise.

  • Hallo lieber Werner, Sabi(e)ne und Reiner,


    vielen lieben Dank für eure Tipps und Meinungen!! Ich bin halt ein Typ, der selbst altgedientes oder bewährtes erst mal in Frage stellt und von allen Seiten beleuchtet. Für mich ist das Lagerbeutensystem eben schlüssig und ich werde es versuchen. Über meine Erfolge (oder auch Mißerfolge) werde ich euch dann auf jeden Fall berichten. Dein Tipp lieber Peter56 mit der Homepage von... habe ich sofort ausprobiert und dem Imker gleich eine E-mail geschickt. Schau mer mal, wie er mir weiterhelfen kann.


    Ganz lieben Gruß an Euch!
    Heidrun

  • Hi,


    Bremer Beuten (warmbau) gibt`s im Saarland bei Kunesa (googeln).
    Ich habe Golz-Beuten von Lonnemann (Holz) und verwende Kunesa-Kunststoffrähmchen.


    Kollege hatte Bremer und immer Ärger mit den Schiebern.


    Ich bin von Golz begeistert - obwohl auch noch Anfänger.
    Habe allerdings Beute modifiziert für Varroabehandlung.


    Gruß Hardy

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Hardy,
    lieben Dank für Deine Nachricht. Mitlerweile bin ich von Bremer auf Golz umgeschwenkt. Der Grund ist rein finanzieller Natur. Der ältere Imker, der Bremerbeuten angeboten hatte, konnte mir keine kompletten Bremerbeuten mehr zusammenstellen aus seinem Fundus, hatte aber noch eine Menge gebrauchter und 4 neue Golzbeuten. Jetzt hatte ich die Wahl zwischen Neuen Bremer für 240 EUR von Kunesa, oder gebrauchte Golzbeuten von ihm für sehr viel weniger Geld. Außerdem findet man für die Golzbeuten viel mehr Anbieter bezüglich Zubehör. Da es für einen Anfänger ein ziemlich teures Hobby am Anfang ist (das ändert sich doch hoffentlich, oder???), versteht es sich von selbst, warum ich mich nun für die Golz entschieden habe. Ich werde meine Bienen leider erst nach dem Abschleudern und vor dem Einfüttern zu mir holen können (aus beruflichen Gründen). Die Beuten kann ich mir Mitte Februar holen. Bin mal gespannt.


    Lieben Gruß!

  • Guten Morgen Heidrun,
    die Investitionskosten sind wirklich beachtlich bei Kunesa. Das ist aber kein Grund sich auf Golzbeuten zu beschränken.
    Ich hatte mit drei gebrauchten Bremerbeuten begonnen. Zur Probe habe ich mit einem weiteren Jungimker eine Golzbeute bei Lonnemann neu gekauft. Er kaufte zweie. Er ist aber bald auf Heroldsbeuten mit Brutraum anderthalb Zander umgestiegen und hat mir seine beiden Golzkisten angedreht. Letztes Jahr konnte ich zwei weitere Bremerbeuten gebraucht mit Kunesa-Rähmchen und weiterem Zubehör für zusammen 300 Euronen kaufen. Dieses Jahr werde ich nur in den Bremerbeuten wirtschaften. In den 3 Golzbeuten werde ich mit Trennschieden in je zwei Jungvölker groß ziehen.
    Mein Rat: schau nach gebrauchten Beuten von Kunesa in den Zeitschriften und bei der Internet-Imkerbörse.


    Viele Grüße
    Peter

    Vernunft verwirrt Dogmatiker! (Prof. Dr. H. Lesch)
    ----------------------------------
    Start 2004 mit Eifel-Carnika; 5 Völker in Lagerbeuten nach Bremer und Golz; fast Öko-Betriebsweise.

  • Hallo Peter56,


    herzlichen Dank für Deine Nachricht. Ich bin ja schon überall am schauen nach gebrauchten Bremerbeuten. Die Annonce dieses Imkers war ja sehr vielversprechend. Aber es war dann doch nicht so erfolgreich unser Besuch bei ihm. Schildere mir doch bitte einmal die Unterschiede in der Handhabung dieser zwei Beuten (die baulichen kenne ich schon). Denn ich bin der Überzeugung, das es der Biene so ziemlich egal ist, worin sie wohnt. Es müssen einige Rahmenbedingungen stimmen; das ist klar. Aber ansonsten sind die lieben Bienen mit fast allem zufrieden. Ob nun die Waben in Kalt- oder Warmbau stehen oder ob der Honigraum neben oder über dem Brutraum liegt, ist auch piep egal. Ich möchte ja keine Großimkerei aufziehen, sondern ganz gemütlich meine 3 - 5 Völker betreuen.


    Lieben Gruß


    Heidrun

  • Hallo Heidrun,


    ob Golz, Bremer, Magazin oder Baumhöhle - den Bienen ist grundsätzlich alles recht, auch wo der Honig hin soll. Die passen sich schon an die Örtlichkeiten an.
    Aber da gibt`s noch die Imker, die immer alles besser wissen als die Bienen... :lol:


    Im Grunde geht`s doch darum: Wie bekomme ich die Völker gesund über`s Jahr und wie gibt`s viel Honig bei wenig Aufwand.
    Und da sind wir bei 2 Imkern und 3 Antworten. :roll:


    Für mich ist ausschlaggebend, daß ich nicht schwer heben muß und mit meiner Bienengiftallergie möglicht wenig direkten Kontakt zu Bienen habe.
    (An letzterem arbeite ich noch.)


    Da gab`s nur die Trogbeuten, und über Golz bin ich zuerst gestolpert.
    Hätte also genausogut Bremer sein können. Bremer läßt sich sicherlich vielseitiger einsetzen. Ich bin bis jetzt mit Golz zufrieden und bleibe dabei, wenn auch mit Umbau.


    Wenn Du beide günstig bekommst, nimm beide! Wichtig ist, daß Du für Zubehör, hier also die Rähmchen, nur ein einziges Standmaß hast, also nur Kuntsch hoch.


    Dazu noch ein Hinweis: Nimm die Kunesa-Rähmchen aus Kunststoff.
    Die passen auch in eine alte, preiswerte, gebrauchte 3-Waben-Schleuder, weil du die Tragohren abmachen kannst. Holzrähmchen passen da nicht.
    (Das soll keine Reklame für diese Firma sein, aber ich glaube die stellt sonst keiner her.)


    Wenn Du allerdings vor hast, zu wandern, rate ich Dir von so schweren Beuten ab.



    Viel Honig wünscht


    Hardy
    [/u]

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.