Nochmal Bremerbeute

  • Hallo,
    ausgehend von dem schönen gescannten Buch möchte ich in diesem Thread doch gern noch mal die Vor- und Nachteile von Lagerbeuten diskutieren.


    Meine persönlich größte Sorge ist, daß meine Buckis mit dem Platz nicht hinkommen.
    In den letzten 30 Jahren hat sich ertragsmäßig ja nun doch gut was getan, und auch die Völker sind entsprechend stärker.
    2x 18 Kuntzsch-Hoch entspricht etwa 3,6 Zargen a 12 DNM, was definitiv zuwenig ist, wenn das inklusive HR sein soll.
    Und was mache ich mit meinen halbhohen HR, die meine Kunden so lieben?


    Was tun, sprach Zeus?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Nabend Sabi(e)ne,
    Deine Frage kann ich leider nicht beantworten :cry: 
    Ich habe nämlich im vergangen Jahr meinen ersten Honig von 3 Völkern Eifel-Carnies in Längsbaulagerbeuten geerntet. Also keine Ahnung von Buckis.
    Deine Vergleichsrechnung zum Rähmchen stimmt. Wer 3 Honigzargen regelmäßig braucht, der muss sich was Neues überlegen. (oder beim Magazin bleiben.)
    Meine Völker hatten beide Räume im Sommer sehr gut aus- und gefüllt.
    Im Brutraum war Rähmchen Nr. 15 der Baurahmen.Die 3 Waben dahinter waren praktisch nicht bebrütet und ich habe sie geschleudert. Also echte 2 Zargen Honigraum.
    Mit meinem Ertrag will ich aber nicht prahlen, denn mein Schleuderraum war relativ kalt. Ich habe aber was gelernt für die diesjährige Ernte!
    Viele Grüße
    Peter

    Vernunft verwirrt Dogmatiker! (Prof. Dr. H. Lesch)
    ----------------------------------
    Start 2004 mit Eifel-Carnika; 5 Völker in Lagerbeuten nach Bremer und Golz; fast Öko-Betriebsweise.

  • Hallo Sabi(e)ne,
    ds nimmt sich fast nichts.
    18 Waben Kuntzsch-Hoch entsprechen 18 Waben Normalmaß.
    (um die paar mehr qmm lohnt sich keine Diskussion)
    Wieso meinst Du, das reicht nicht?
    Golz erntet nur einmal im Jahr.
    Bei ihm reicht der Honigraum.
    Noch dazu hat seine Beute eine Wabe weniger. (2 x 17)
     
     
     
    Sicherlich ziehst Du bei 24 oder 36 Waben nicht nur "Speckseiten" aus den Beuten.
    Wenn man mal ganz ehrlich zu sich selbst ist, und allen leeren Raum und nur teilweise gefüllten Raum abzieht, sieht das ganz anders aus.
    Der kleinere Honigraum ist auch eher voll.
    Man kann also öfter schleudern.
    Natürlich mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen.
    Aber ein Honigraum in der Größe "versklavt" einen noch nicht zum wöchentlichen Schleudern wie bei noch kleineren Beuten.




    Bei Supertrachten könnt es eng werden.
    Aber wann haben wir die schon einmal?
    Und wenn dem Magaziner dann auch die Honigräume fehlen...
    Und noch ine Möglichkeit, den Honigraum zu entlasten:
    Gerade bei Frühtrachten (Raps) hat man meist noch einige Nachzügler. Denen kann man auch mal einige Honigwaben der Spitzenvölker überlassen, und diese "zwischenparken".
    Nur nicht vergessen, nachher bei den richtigen Völkern diese miteinzurechnen :lol: .
    Für durchschnittliche Jahre sind Lagerbeuten ausreichend.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Sabine
    Ich bin sicher, daß die Bremer nicht reicht für Deine Bukis. Vor allen kann ich mir Probleme bei Rapshonig ausrechnen. Wenn der, oder auch anderer Frühtrachthonig lange in den Waben bleit, sind die in Kuntsch nur mühselig zu schleudern. Da hast Du Deine Halben schon paarmal geschleudert. Ich hab schon über lange Zeit einen Waagstock, es werden mitunter gewaltige Mengen an Nektar eingetragen und da bieten 36 Waben zuwenig. Platz. In den alten DDR Normbeuten passten gerage mal 36 DNM rein und wir hatten vom Raumvolumen viele Probleme und mussten immer Umhängen und der Kreislauf stöhren.Die Bremer ist etwa gleich so groß wie die Normbeute auf die Seite gelegt, und die hab ich vor 20 Jahren verfeuert.
    Freundliche Grüße Peter

  • Guten Morgen, Peter,
    der Unterschied liegt im Ansatz:
    Der Magazinimker denkt und arbeitet zargenorientiert; der Lagerbeutenimker in einzelnen Waben!
    Also zu Beginn der Rapsblüte setze ich einen Teil der Brutwaben hinten in den Honigraum. (Demaree). Der Brutraum und der Honigraum wird mit Mittelwänden aufgefüllt. Der Honigraum muss aber nicht vollständig gefüllt sein, sondern er wird wabenweise erweitert, wenn die vorhandenen Honigwaben zum größeren Teil gefüllt sind und bald verdeckelt werden.
    Wenn genügend Honigwaben verdeckelt sind, beginnt die Schleuder ihre Arbeit. Die Brutwaben aus dem Honigraum kommen nach ca 9 Tagen zum Sammelbrutableger, der die neuen Königinnen aufziehen soll.
    Das ist immer noch keine Antwort auf Sabi(e)nes Frage.


    Allen einen schönen Sonntag.
    Peter

    Vernunft verwirrt Dogmatiker! (Prof. Dr. H. Lesch)
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    Start 2004 mit Eifel-Carnika; 5 Völker in Lagerbeuten nach Bremer und Golz; fast Öko-Betriebsweise.

  • Hallo erzgebirgischer Peter


    Was hattet denn ihr für Normbeuten ? Die, die ich kenne, haben oben und unten je 14 Waben, nicht 18.
    Bezüglich der Massentrachten gebe ich dir aber recht. Im verregneten Erzgebirge holen die Bienen die Frühtracht nur an wenigen Tagen rein, dann aber auch gleich paarmal hintereinander 8kg/Tag. Und die müssen erstmal irgendwo zwischengelagert werden. Wenn man da nur 1-2 mal im Jahr ernten will wie Golz, wird es da wirklich zu eng.


    lg
    Stefan

  • Guten Morgen Sabi(e)ne,
    gestern nahm ich nochmal "F. Lampeitl: Bienen halten" in die Hand. Da sind die Innenmaße der Waben tabellarisch aufgeführt. Nach diesen Angaben hat ein Dadant-Brutraum mit 12 Waben die gleiche Fläche wie mein Bremer-Brutraum mit 18 Waben "Kuntzsch-hoch". Weiter kann in meinen Honigraum (gleich dem Brutraum) so viel Honig eingelagert werden wie in zwei Zargen Dadant 1/2.
    So kann ich annehmen, dass sich eine Buckfastkönigin auch in einer Bremer-Beute wohlfühlen wird.
    Ein Dadant-Magazin hat nätürlich den Vorteil, dass bei Bedarf mit einem Turm von Honigzargen erweitert werden kann.
    Ich muss bei einer ergiebigen Tracht zwischendurch mal schleudern.


    Zusammenfassend: Wer kräftige Osteuropäer einsetzen kann, wird sicher bei den Magazinen bleiben wollen. Wer aber beim Imkern nicht nur an die Bienen sondern auch an die Imkerin / den Imker denkt, der hat mit den Lagerbeuten eine gute Möglichkeit.


    Viele Grüße
    Peter

    Vernunft verwirrt Dogmatiker! (Prof. Dr. H. Lesch)
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    Start 2004 mit Eifel-Carnika; 5 Völker in Lagerbeuten nach Bremer und Golz; fast Öko-Betriebsweise.

  • Guten Morgen zusammen...


    Da gebe ich dem Peter mit denn Lagerbeuten recht!!! :)


    Sie sind Rückenfreundlicher wenn man Sie dem entsprechend auf seine Höhe stellt. :wink: