Make your own Honey Extractor

  • Da legst di nieder! :lol:


    Scheint aber zu funktionieren. Nicht viel anders wird die erste Schleuder meines Großvaters ausgesehen haben, von der er mir erzählte. Marke Eigenbau, mit dem was nach dem Krieg zur Hand war.

  • Hallo Hubert,


    das ist ja eine tolle Idee! :D Nicht, dass ich so eine Schleuder unbedingt nachbauen möchte (aber warum eigentlicht nicht?), aber wenn man in abgelegenen ländlichen Gebieten imkert (wie in Afrika üblich) hat man ja nicht unbedingt eine Fa. Holtermann oder Voigt-Warnholz um die Ecke, von dem nötigen Kleingeld ganz zu schweigen. Ich war im letzten Jahr dienstlich in Tansania und in Äthiopien, habe dort auch Imker getroffen. Die hängen natürlich von Schleudern ab, die über Projektgelder subventioniert werden (und wenn das Projekt dann ausläuft)? :cry:


    Imkerliche Grüße ins Münsterland (meiner alten Heimat) aus dem
    Vorgebirge

    (seit 2002 Carnica, Standbegattung; Löwenzahn, Obstblüte, Sommerblüte, Robinie, Linde; Zander, Zeidlermagazin (Heroldbeute), Hohenheimer Einfachbeute; Neutralgläser, eigene Etiketten; Honig, Propolis, Met, Bärenfang)

  • Das Prinzip ist eigentlich immer dasselbe: Radial oder Tangential.


    Es kommt nur auf die passenden Materialien an! Ich bin grad am Bauen einer Schleuder und verwende dazu lebensmittelechten Kunststoff (HDPE) und Edelstahl. Unterantrieb und obere Achslagerung ein verkapseltes Lager für den lebensmittelbereich. Es gab hier im Forum auch schon einen dicken Thread über Schleudereigenbau, da kam der Link aus Afrika auch schon (und viele weitere) ...


    Irgendwann werde ich einen kleinen Fotofred aufmachen und die Eigenbau Schleudr detailliert beschreiben. Ich sammel schon die Bilder der versch. Stadien des Fortschritts.


    Reiner sagt, eine Schleuder ist keine Mondfähre ;-))

  • Jaein.
    das hängt etwas von der Betriebsweise und den zu schleudernden - oder sagen wir - zu gewinnenden Honigmengen ab.


    Stabilbau wird wohl nur so gehen. Ausserdem brauch ich mit einer Handkurbel auch keine Elektrizität.


    Geschleuderte Wabenrähmchen sind direkt wieder einsetzbar.


    Meine bekommt einen 12V Motor, dann bin ich mit z.B. Autobatterie auch flexibel.

  • ich frage mich, ob Crush & Strain nicht viel erfolgreicher wäre? Man würde nicht einmal Elektrizität benötigen:


    Wieviele Tonnen Honig willst du ernten, damit eine nennenswerte Strommenge gespart werden kann? ;)
    Da rasiere ich mich lieber nass, das spart über das Jahr gesehen genausoviel Strom wie der verzicht auf ne Schleuder mit E-Motor ;)
    Und bevor ich mir diese Matscherei antue, da spar ich lieber bis zum März auf meine Schleuder hin.


    fränkle


    Unbedingt Bilder zeigen! Will ich alle sehen. Bist ja ein Handwerker mit 2 rechten Daumen, was du so alles gebaut hast bisher.


    Stefan

  • Hallo,


    wir kennen hier weder die Mengen, noch die Möglichkeiten, die es dort in Afrika gibt. Crush & Strain kann angewendet werden und zwar ohne viel Aufwand.
    In einem Land, in dem es Imkerbedarf in Hülle und Fülle gibt, hat man natürlich ein anderes Denken und umarmt seine Schleuder.


    Ich denke, man sollte es so sehen, wie es ist. Es ist dort anders.

  • es gibt auch hier in D einige Imker, die ohne Schleuder Honig gewinnen. Wie gesagt, es kommt auf die Betriebsweise und die Menge an. manche pressen auch mit der Thüringer kartoffelpresse oder einer Obstpresse. Ist auch bestimmt sehr lecker, vermutlich in Richtung Wabenhonig, weil wohl mehr Pollen reinkommt, der beim schleudern oft in den Zellen bleibt. Vielleicht liegts auch an weniger Luftkontakt - keine Ahnung.


    ja, Bilder kommen schon noch, aber da sieht man noch zu wenig nach meinem Geschmack. ich möchte das auch möglichst zusammengefasst, dass man schön in einem Rutsch die Bauabschnitte erkennen kann.

  • Ja, sehr viel besser. Erstens ist man schneller durch, das Pressen holt zudem etwa 30 % mehr Honig aus dem Wachs und sauberer ist es insgesamt auch noch.


    Den Wachstrester mit den Honigresten schmelze ich dann als Seimhonig im Topf auf der Herdplatte (ohne Wasser, kleinste Flamme) und verwende diesen Seimhonig dann für die Metbereitung. Wegen des hohen HMF-Wertes ist er auch nicht mehr zu viel anderem zu gebrauchen.


    Vom Arbeiten her ist das Pressen deutlich angenehmer als das Schleudern, da das Entdeckeln und Einsetzen komplett entfällt, was wegen des nicht benötigten Geschirrs dazu auch bei der Reinigung weniger Arbeit verursacht. Der einzige Nachteil ist eben, daß die Waben nicht wiederverwendet werden können. Man müßte so eine Wabenpresse wie Tamas aus Ungarn haben, die fertige Waben presst. Das wäre super.


    Gruß
    Bernhard