Betriebsweise nach Bruder Adam, "Drohnenrahmen"

  • Liebe Imkergemeinde,
    ich bereite mich gerade theoretisch auf das Imkern vor. Bei Karl Weiß las ich, daß dem Volk sog. Drohnenrahmen mit einem schmalen Mittelwandstreifen, gedrahtet oder ungedrahtet, seitlich in den Brutraum gegeben werden, damit sie dort frei bauen können.
    Bruder Adam fügt dem Brutraum immer nur komplette Mittelwände seitlich zu. Kann mir vielleicht jemand aus der Buckfast/Adamgemeinde hierzu etwas sagen?
    Herzliche Grüße,
    Volker1

  • Um ein Volk zu erweitern (ihm mehr Platz für Arbeiterinnenbrut zu geben), hängt man ganze Mittelwände ein.
    Willst du, dass ein Volk auf einem bestimmten Rähmchen (nur) Drohnenbrut anlegt, hängst du ein leeres Rähmchen oder ein Rähmchen mit einem Anfangsstreifen (schmaler Mittelwandstreifen) ein.
    Du lenkst damit, wo Arbeiterinnen und wo Drohnen schlüpfen.
    Ein Volk will wachsen und bauen. Und es will auch eine gewisse Anzahl an Drohnen produzieren. Du schlägst damit gleich mehrere *ähm* "Fliegen" mit einer Klappe: die Bienen können bauen und sich entfalten und wenn die Drohnenbrut verdeckelt ist kann/soll man sie ausschneiden. Die Varroa bevorzugt Drohnenbrut, und mit der Entnahme eines Drohnenrähmchens reduzierst du die Varroa in einem Volk um ca. 1/3.


    lg, Stefan


    P.S.: Ein Leerrahmen sollte auf jeden Fall irgendwo am Rand hängen. Hängst du einen leeren Rahmen in die Mitte eines Volkes, kann es sein, dass nur oder überwiegend Arbeiterinnenzellen angelegt werden. Ganz abgesehen davon, dass man einen Rähmchen am Rand leichter entnimmt als in der Mitte.