Welcher Dampfwachsschmelzer?

  • In einer der aktuellen ADIZ´en ist eine ausführliche Beschreibung eines Eigenbau Dampfwachsschmelzers zu lesen. Dr. Neumann aus Aulendorf hat die Kiste aus Betoplan konstruiert. Sie funktioniert mit einem elektr. Dampferzeuger (Tapetenablöser). 40 Waben passen liegend (horizontal), die Wabenreste fallen in einen Sack, die Rähmchen kommen recht sauber raus. Die Kiste macht einen guten Eindruck, hätte ich sofort gebaut, wenn ich nicht schon einen Dampfwachsschmelzer (Gas) besitze. 19 Zanderrähmchen passen rein, ein Durchgang dauert ca. 20 Minuten.
    Gruß
    Simon

  • [quote="Bumblebee"]In einer der aktuellen ADIZ´en ist eine ausführliche Beschreibung eines Eigenbau Dampfwachsschmelzers zu lesen. Dr. Neumann aus Aulendorf hat die Kiste aus Betoplan konstruiert. Sie funktioniert mit einem elektr. Dampferzeuger (Tapetenablöser). 40 Waben passen liegend (horizontal), die Wabenreste fallen in einen Sack, die Rähmchen kommen recht sauber raus. Die Kiste macht einen guten Eindruck, hätte ich sofort gebaut, wenn ich nicht schon einen Dampfwachsschmelzer (Gas) besitze. 19 Zanderrähmchen passen rein, ein Durchgang dauert ca. 20 Minuten.
    Gruß
    Simon[/quote]


    Hallo Simon


    Leider habe Ich "zwei linke Hände" und deshalb muß Ich einen D.-wachsschmelzer kaufen.
    trotdem danke fürs Antworten.


    Gruß
    Arno

  • Hallo Arno,


    Dein Wunsch nach "billig" ist zwar verständlich, aber wohl kaum zu erfüllen.
    Da die Dampfwachsschmelzer heute in der Regel alle aus Edelstahl sind, sind sie auch entsprechend teuer. Eventuell hast Du Glück und kannst einen gebrauchten erstehen. Sehe mal in die Anzeigen unserer Imkerzeitschriften, bzw. gebe dort selbst eine Kleinanzeige auf.
    Ich selbst bin mal angefangen mit einem Dampfwachsschmelzer der Fa. Thomas (Frankreich), der hier verkauft wird u.a. über die Firma Koch in Oppenau/Schwarzwald. Dieser fasste ca. 17 Waben im Normalmass.
    Heute habe ich ein Gerät von Fritz in Mellrichstadt, dass in einem Durchgang 30 Waben schafft. Da ich kein Freund von Gasbrennern bin, sind meine Geräte in der Elektro-Ausführung. Im Energieaufwand kommen aber beide Versionen in etwa aufs gleiche Mass. Vielleicht hilft Dir das ja weiter.

  • Peter Groth schrieb:

    Hallo Arno,

    Dein Wunsch nach "billig" ist zwar verständlich, aber wohl kaum zu erfüllen.
    Da die Dampfwachsschmelzer heute in der Regel alle aus Edelstahl sind, sind sie auch entsprechend teuer. Eventuell hast Du Glück und kannst einen gebrauchten erstehen. Sehe mal in die Anzeigen unserer Imkerzeitschriften, bzw. gebe dort selbst eine Kleinanzeige auf.
    Ich selbst bin mal angefangen mit einem Dampfwachsschmelzer der Fa. Thomas (Frankreich), der hier verkauft wird u.a. über die Firma Koch in Oppenau/Schwarzwald. Dieser fasste ca. 17 Waben im Normalmass.
    Heute habe ich ein Gerät von Fritz in Mellrichstadt, dass in einem Durchgang 30 Waben schafft. Da ich kein Freund von Gasbrennern bin, sind meine Geräte in der Elektro-Ausführung. Im Energieaufwand kommen aber beide Versionen in etwa aufs gleiche Mass. Vielleicht hilft Dir das ja weiter.


    Und was ist mit dem Dampfwachsmeister mit Kunststofftrommel?
    taugt das was?


    Gruß
    Arno

  • Hallo Arno,
    Deine letzte Frage kann ich Dir leider nicht beantworten, weil ich mit einem solchen Gerät keine Erfahrung habe. Grundsätzlich habe ich aber gelernt, keine halben Sachen zu machen, denn die zahlen sich langfristig nie aus.

  • Hi Arno,


    ich imkere auch in deiner Größenordnung. Hab mir letztes Jahr einen Dampfmeister ersteigert und nach verschiedenen Versuchen bin ich jetzt bei einem 60-l-Fass gelandet, in das ich den Dampf einleite. In das Fass passen 9 Rähmchen Normalmaß. Ich stelle sie einfach senkrecht auf ein paar Holzleisten, damit sie nicht im Wasser,bzw. im Wachs stehen. 2 - 3 cm über dem Boden hab ich 5 5-mm Löche gebohrt, aus dem das Wachs/Wasser ablaufen kann. Das Fass steht schräg. Den Deckel darf ich nicht festspannen, es entsteht kräftig Überdruck, der irgendwo entweichen muss. Ich denke, es müsste auch in einem 200-l Fass funktionieren, in das man sicher 20 -25 Rähmchen reinkriegt. Ich werde das ganze noch mit irgendeiner Luftpolsterfolie isolieren, um wirtschaftlicher zu arbeiten. Die Fässer gibts in manchen Betrieben für umsonst und sind gut zu bearbeiten.

  • Hallo Arno,


    ich arbeite seit ca. einem Jahr mit einem selbstgebautem Dampfwachsschmelzer, Modell Kunststofftonne im Eigenbau und bin sehr zufrieden damit. Wichtig: die Kunststofftonne muss hitzebeständig sein. In meine Tonne passen 11 Zanderwaben. Mit einem alten Dampferzeuger (ausgemustertes Gerät, welches früher zum Hausputz eingesetzt wurde) wird der Dampf von oben durch ein kleines Loch im Deckel über die Waben geleitet, die mit etwas Abstand vom Tonnenboden stehen. In den Boden der Tonne habe ich eine Öffnung von ungefähr 15 mm als Auslauf gebohrt. Das ganze Arrangement wird etwas erhöht und leicht schräg z.B. auf eine Holzkiste gestellt, so dass darunter eine Auffangwanne Platz findet. Bei warmer Witterung wird nach ca. einer halben Stunde Betrieb der Schmelzvorgang eingeleitet. Im Winterhalbjahr sollte man vielleicht die Tonne gegen Wärmeverlust isolieren. Ist das ganze System einmal aufgeheizt, gehen weitere Schmelzvorgänge zügig von statten. Für meine kleine Imkerei (ca. 20 Völker) reicht dieser Apparat völlig aus.


    Einen guten Rutsch wünscht Pit

    Imkeranfänger 1973, nach 3 Jahren wegen Schul- und Berufsausbildung Aufgabe des Hobbys, 1996 Wiedereinstieg, zwischen 15 und 25 Völker, Landrasse auf Hohenheimer Einfachbeute im Selbstbau, AS auf Schwammtuch und Tropfflasche.

  • Pit schrieb:

    Hallo Arno,


    ich arbeite seit ca. einem Jahr mit einem selbstgebautem Dampfwachsschmelzer, Modell Kunststofftonne im Eigenbau und bin sehr zufrieden damit. Wichtig: die Kunststofftonne muss hitzebeständig sein. In meine Tonne passen 11 Zanderwaben. Mit einem alten Dampferzeuger (ausgemustertes Gerät, welches früher zum Hausputz eingesetzt wurde) wird der Dampf von oben durch ein kleines Loch im Deckel über die Waben geleitet, die mit etwas Abstand vom Tonnenboden stehen. In den Boden der Tonne habe ich eine Öffnung von ungefähr 15 mm als Auslauf gebohrt. Das ganze Arrangement wird etwas erhöht und leicht schräg z.B. auf eine Holzkiste gestellt, so dass darunter eine Auffangwanne Platz findet. Bei warmer Witterung wird nach ca. einer halben Stunde Betrieb der Schmelzvorgang eingeleitet. Im Winterhalbjahr sollte man vielleicht die Tonne gegen Wärmeverlust isolieren. Ist das ganze System einmal aufgeheizt, gehen weitere Schmelzvorgänge zügig von statten. Für meine kleine Imkerei (ca. 20 Völker) reicht dieser Apparat völlig aus.


    Einen guten Rutsch wünscht Pit


    Hallo Pit


    Im Handel gibt es den Dampfmeister und eine Kunstofftonne als kompletten Dampfwachsschmelzer.
    Wieviel Watt hat Dein Dampferzeuger? Ich möchte das Wachsschmelzen zetzt im Winter in der Garage bei ca. +5-10Grad machen.Ist das zu kalt?
    Wenn ja wie isoliert man die Tonne?
    Sorry viele Fragen, aber bevor Ich mir den Dampfmeister mit Tonne kaufe was Ich vor habe möchte Ich genau wissen ob das Sinnvoll ist.


    Ebenfalls einen guten Rutsch aus Neidenstein wünscht Arno

  • Hallo Arno,


    wie beschrieben ist mein Gerät ein alter, ausgemusterter Dampfreiniger. Er hat 1800 Watt. Wenn du dir einen Dampfwachsschmelzer selbst bauen möchtest, dann sieh dich mal in Baumärkten um. Da gibt es Dampferzeuger zum Tapeten ablösen, die ganz gut geeignet sind. Eine Tonne mit Deckel, die hitzebeständig ist, kannst du manchmal auch in Baumärkten erhalten und zwar in dem Bereich, wo Utensilien für Wein- oder Mostherstellung zu finden sind, ansonsten im Fachhandel (Küferei, WLZ, Landhandel). Regentonnen sind übrigens nicht geeignet. Manchmal kann man günstig oder sogar umsonst 200-Liter-Fässer bekommen, in denen sich Getränkesirupe befanden. Das wäre dann die billigste Lösung.


    Viel Erfolg und einen guten Rutsch wünscht Pit

    Imkeranfänger 1973, nach 3 Jahren wegen Schul- und Berufsausbildung Aufgabe des Hobbys, 1996 Wiedereinstieg, zwischen 15 und 25 Völker, Landrasse auf Hohenheimer Einfachbeute im Selbstbau, AS auf Schwammtuch und Tropfflasche.

  • Liebe Imkerkollegen,
    habe vor einigen Tagen erstmals mit der Schmelzkombi von Holtermann alte Waben ausgeschmolzen. Die Kombination besteht aus einer Plastiktonne ("Dampftrommel" aus lebesmittelechtem Kunststoff), einem elektrisch betriebenen Dampfmeister (damit kann man wohl auch Tapeten ablösen) und einer Wachsschale aus Edelstahl. In die "Dampftrommel" passen ca. 10-15 Waben (Hersteller gibt 16 Waben an, ich imkere auf Zander). Ein Durchgang dauert etwa 30 Minuten. Die Gerätekombination (Dampftrommel, Dampfmeister, Wachsschale) kostet bei Holtermann 153 Euro. Die gleiche Kombination gibts auch bei Bienen-Voigt & Warnholz, kostet dort allerdings "nur" 152 Euro. Langzeiterfahrungen habe ich noch nicht, bin aber nach dem ersten Durchlauf zufrieden. Allerdings sollte man mit mindestens einer zweiten Wachsschale arbeiten, da man mit einer Schale wg. kondensiertem Wasser nicht weit kommt und diese rasch voll läuft.
    Es grüßt herzlich
    Vorgebirge

    (seit 2002 Carnica, Standbegattung; Löwenzahn, Obstblüte, Sommerblüte, Robinie, Linde; Zander, Zeidlermagazin (Heroldbeute), Hohenheimer Einfachbeute; Neutralgläser, eigene Etiketten; Honig, Propolis, Met, Bärenfang)

  • Vorgebirge schrieb:

    Liebe Imkerkollegen,
    habe vor einigen Tagen erstmals mit der Schmelzkombi von Holtermann alte Waben ausgeschmolzen. Die Kombination besteht aus einer Plastiktonne ("Dampftrommel" aus lebesmittelechtem Kunststoff), einem elektrisch betriebenen Dampfmeister (damit kann man wohl auch Tapeten ablösen) und einer Wachsschale aus Edelstahl. In die "Dampftrommel" passen ca. 10-15 Waben (Hersteller gibt 16 Waben an, ich imkere auf Zander). Ein Durchgang dauert etwa 30 Minuten. Die Gerätekombination (Dampftrommel, Dampfmeister, Wachsschale) kostet bei Holtermann 153 Euro. Die gleiche Kombination gibts auch bei Bienen-Voigt & Warnholz, kostet dort allerdings "nur" 152 Euro. Langzeiterfahrungen habe ich noch nicht, bin aber nach dem ersten Durchlauf zufrieden. Allerdings sollte man mit mindestens einer zweiten Wachsschale arbeiten, da man mit einer Schale wg. kondensiertem Wasser nicht weit kommt und diese rasch voll läuft.
    Es grüßt herzlich
    Vorgebirge


    Hallo


    Genau diesen W.-Schmelzer stelle Ich mir vor.
    Kann der Schmelzvorgang auch im kalten Raum ca. +5Grad erfolgen?
    Was legst du auf den Boden der Trommel Lochblech oder so?


    Gruß aus dem Kraichgau
    Arno

  • Hallo Arno,
    die Außentemperatur spielt meiner (kurzen!) Erfahrung nach keine Rolle. Ich habe die Waben im Keller (Altbau, wo Keller noch richtig kühl sind!) ausgeschmolzen. Auf den Boden der Kunststofftrommel habe ich zwei kurze Holzleisten gelegt und darauf die Waben dicht an dicht gestellt. Dadurch kann sich der Trester (Nymphenhäutchen u.dgl.) absetzen, ohne die ganze Angelegenheit zu verstopfen. Vielleicht läßt sich der Schmutzanteil noch vermindern, wenn man auf die Leisten ein Stück Absperrgitter (oder wie von Dir vorgeschlagen: Lochblech) legtDas flüssige Wachs (mit geringen Schmutzanteilen) fließt durch eine kleine Öffnung ab. Dazu muss die Kunststofftrommel aber etwas schräg gestellt werden.
    Viele Grüße,
    Vorgebirge

    (seit 2002 Carnica, Standbegattung; Löwenzahn, Obstblüte, Sommerblüte, Robinie, Linde; Zander, Zeidlermagazin (Heroldbeute), Hohenheimer Einfachbeute; Neutralgläser, eigene Etiketten; Honig, Propolis, Met, Bärenfang)

  • Hallo
    Wenn Ihr sauberen Wachs wollt, so legt die Trommel noch mit einem weissen Gartenflies aus. Damit werden die Rückstände nicht mit dem Wachs hinausgeschwemmt und die Trommel bleibt auch sauber.
    Mit freundlichem Gruss
    Hugo