Persönliche Ansichten - Langstrothmaß

  • Hallo Imker,


    habe mir das Forum schon durchgelesen im Bezug auf "Langstroth" jedoch finde ich eigentlich wenig Private Ansichten. Denke das sich mit diesen zurückgehalten wird.


    Aber mich interessieren Euere Persönlichen Erfahrungen und Ansichten über dieses Wabenmaß!


    Allgemeine Gründe z.B. Weltmaß, in deutschland weniger verbreitet kenne ich schon.
    Ich meine halt die Persönlichen.


    Gruß Dennis

  • Dennis schrieb:


    Allgemeine Gründe z.B. Weltmaß, in deutschland weniger verbreitet kenne ich schon. Gruß Dennis


    Hallo Dennis,


    was willst du denn hören? Das in D alles viel besser wäre, wenn wir alle Langstroth hätten? Ich denke wir haben es nicht, da es mit dem Zandermass ein Mass gibt das sich nur unwesentlich unterscheidet und mit dem genauso erfolgreich geimkert werden kann wie mit Langstroth. Und Kompatibillität brachte uns das Kompatible System, das meines Erachtens intelligenteste Beutensystem weltweit!

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  • Ich halte den Fokus auf "personliche Ansichten" für völlig überzogen, wunder was durch diese Frage heraufbeschworen wird. Mir ist es völlig egal ob ich auf Zander oder auf Langstroth imkere.
    Wie wärs mit einer Grundsatzdiskusion Langstroth oder Dadant? Da könnte man sich zwischen den Jahren die Köppe einhauen. :)


    Gruß
    Simon

  • ich gehe mal von einer Magazinimkerei in Langstroth Ganzzargen aus.
    Dann ist das Wabenmaß von seiner Länge(Zehrweg) und Größe für eine einräumige Überwinterung ganz angenehm.
    Aber die Ernte ist in den superschweren vollen Honig-Ganzzargen doch ein Gesundheitstöter.
    Bevor ich mir deswegen die Gesundheit ruiniere höre ich lieber mit der Imkerei auf.


    Gruß
    Rainer

  • Rainer schrieb:

    ich gehe mal von einer Magazinimkerei in Langstroth Ganzzargen aus...
    .....vollen Honig-Ganzzargen doch ein Gesundheitstöter.
    Bevor ich mir deswegen die Gesundheit ruiniere höre ich lieber mit der Imkerei auf.


    Gruß
    Rainer


    ja oder du nimmst eben Dadant!


    dort sind die Honigräume eben doch um gut 1/3 leichter! was zwar immer noch Knochenarbeit ist, aber für den normalen Menschen etwas erträglicher! :wink:


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Da man bei Buckfast ja eh keine Schwarmkontrolle mehr machen muss, würde ich den Honigraum mit Dadantwaben ausstatten. Wenn die technischen Voraussetzungen gegeben wären (Transporteinrichtung u. Schleuder), wäre das sicher eine Arbeitserleichterung. Vielleicht hat das schonmal jemand ausprobiert?
    Gruß
    Simon

  • Bumblebee schrieb:

    Da man bei Buckfast ja eh keine Schwarmkontrolle mehr machen muss


    Wer hat diese Biene, lasst es mich bitte auch wissen?
    Meiner langjährigen Erfahrung nach mit Buckis und Carnicas sind Buckis nur nicht so sturköpfig in Bezug Schwärmen. Falls Weiselzellen vorhanden sind und die ausgebrochen werden, gibt das Buckivolk viel früher den Schwarmgedanken auf, als das sturköpfigere "Austriamädel".
    Aber ganz ohne Schwarmkontrolle geht es bei den Buckis auch nicht, zumindestens nicht bei mehrjährigen Königinnen.

  • Hehe.. :wink: war ja auch nur mal so dahingeredet. Ich gebe es zu, mit Buckfast habe ich keine Erfahrungen. Aber sehr gute mit einer lenkbaren, schwarmträgen Landrasse. Iss aber alles völlig off-topic.
    Wie mir scheint auch der Dadant Honigraum:)
    Gibt es bei Dadant die Sache auch umgekehrt?
    Unten die Halbzargen?
    Gruß
    Simon

  • Ich frage mal direkt die Buckfast-Datantfeunde. Haltet Ihr euch an die vorgegebene Adambetriebsweise. Die ist in der Neuauflage des Buches von Raymond Zimmer sehr gut beschrieben. Zellenbrechen über 4 Wochen, sucht Ihr da auch in der untergestellten Halbzarge??? Verstärkungsableger im Spätsommer untersetzen in zusätzlichen Langstrothmaß, Hoher Unterboden durch zusätzliche Honighalbzarge, also langt die Datantzarge mit 12 Rahmen vom Platz her nicht aus. Auch in Deutschland haben wir ähnliche Bedingungen wie Raymond Zimmer.
    Für mich als langjährigen Magazin Imker ist diese Betriebsweise sehr verwirrend. Da bleibe ich doch lieber bei den Langstrot Flachzargen.
    Die sind handlich- auch wenn sie honigvoll sind, Erweiterungen sind problemlos und ich hab nur ein Maß am Stand, nicht wie bei der Buckfastbetriebsweise Datant, Halbzarge und ein Maß für die Ableger. Ev käme Mini Plus noch dazu. Welch eine unnütze Vielfalt. Ich provoziere jetzt sicher Wiederspuch, aber der ist ja im Forum gewünscht.
    Grüße von Peter aus dem Erzgebirge

  • Hallo Peter,


    was Zimmer beschreibt ist die Zimmer-Betriebsweise!. Die hat mit der Karl Kehrles kaum noch was zu tun. So weit ich weiss machts in D sonst auch keiner so wie Zimmer. Aber auch kaum jemand machts exakt so wie Kehrle seinerzeit. Das nachahmen eines Vorbildes mag zwar funktionieren, muss aber nicht für den Imker das Optimum sein.


    Die ganze Verstärkungsgeschichte hab' ich nie gemocht. Wenn ist es ja im Frühjahr sinnvoll. Da machte ja auch BA das Ausgleichen. Langstroth-Ableger hatte er meines WIssens nach auch nicht. Auch reicht die 12er-Dadant-Kiste als Brutraum. Manche Imker setzten noch eine Honigkappe drauf (oder auch drunter) um möglichst viel Honig als Winterfutter zu belassen.

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  • Zitat

    "Austriamädel


    Bei allem respekt Xaver:


    fals du Carnica meinst-
    Kranj, den mach einer auch von Ski WM kennt liegt in heutigen Slowenien!!


    Zitat

    Ich provoziere jetzt sicher Wiederspuch, aber der ist ja im Forum gewünscht.


    Naja, jeder spricht FÜR seine Gewohnheiten :wink:


    Ich selber bin begeisterter Langstroth-er und kann es nur weiterempfehlen. Zumal diese Zargen universal einzusetzen sind egal ob Ableger, Brut oder Honigraum, Königig, Futterzarge, Wabenlager etc....
    Auch einzargige Überwinterung insbesondere bei Ablegern funktioniert bei mir seid generationen problemlos. Grossimker mit paar tausenden Völker machen es Welteit auch nicht anders!


    Aber wirklicher Vorteil wäre wenn Internationale vergleiche, Presseberichte, Wissenschaftliche erkenntnise etc... auf gleichen Voraussetzungen ansetzten ( mann denke z.B. an Ameisensäureverdunstung).
    Sicher sind kompatible Magazine nicht schlechter aber es freud mich dass jeder Weltweit versteht wenn ich von Langstroth spreche!


    Klar sind die Honigzargen etwas Gewichtiger; ich kann jedoch nicht klagen dass es schwer fällt die abzuheben :D aber falls jemanden doch (ca. <30 kg) dafür gibts Halbzargen die dann wie bei Dandant ein zusatzmass für Honigraum darstellen.



    Die Anstrebungen Deutschen Magazinimkerbunds sind beachtenswert!

  • Moin Apiscro,


    apiscro schrieb:

    ...es freud mich dass jeder Weltweit versteht wenn ich von Langstroth spreche!


    komm' nach Sachsen ins DNM-Land und frag' ma' nach Langstroh, Langstrotz, Längstroß oder wie auch immer. Keiner wird Dich da verstehen. Versprochen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo zusammen,
    genau,
    das ist immer noch nicht geklärt worden.
    Wie spricht man das richtig aus?
    Habe ich vor langer, langer Zeit hier schon mal gefragt.
    Aber um auf das Langstroth-Maß zurückzukommen:
    Die Breite scheint ja im Mutterland dieses Maßes unbestritten zu sein.
    Dort streitet man mehr über die Höhe.
    Soll ja "nur" sieben verschiedene geben.
    Aber auf diesen Weg sind wir ja schon auch.
    Ich denke da an die Halb-, Einandhalb- und Dreiviertel-, Zweidrittel-
    oder gar Doppeltmaße, die es von einigen unsere Maße schon gibt.
    So weit weg sind wir von der "Weltimkerei" also denn doch auch nicht.
    Aber wir scheinen mit diesem Thema irgendwie nicht weiter zu kommen.
    Noch gibt es örtlich bevorzugte Maße, die sich irgendwann einmal als gut erwiesen haben und sich dann durchgesetzt haben.
    Jetzt um die Jahreswende ist man leicht geneigt, unter dieses Thema einfach zu schreiben:
    "The same procedure as every year"
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.