** Ich hab sie noch alle.........

  • alle Völker. Habe gerade vorhin alle Völker meines Heimatstandes varroabehandelt und stellte zu meiner Freude fest, dass alle Völker leben. Für mich ist das immer ein Feedback über eine erfolgreiche Varroabehandlung der letzten Wintervarrobehandlung bzw. des heurigen Jahres.
    Natürlich wird erst im April/ Mai Blianz gezogen, aber an Varroaschäden können mir die Bienen schon nicht mehr eingehen, wenn dann müsste ich die Ursache anderweitig suchen.

  • Moin Franz-Xaver,


    ich werde das erst am Heilig Abend wissen.


    Erstaunt bin ich aber immer wieder, daß bereits jetzt bei mir und anderen Bestellungen für Bienenvölker eingehen, weil offensichtlich andern Imkern die Bienen eingehen. Warum gehen älteren Imkern öfter und mehr Bienen ein als jungen? Und da meine ich mal mit Jung die unter 50. Oder liege ich da mit meiner Beobachtung falsch? Ist das vielleicht Leichtsinn oder Gewöhnung an Verluste die zum knapperen Einfüttern verleitet? Doch für futterbedingte Ausfälle ist's doch noch viel zu früh. Oder bilden sich bei Imkern die Bienen schon länger am selben Stand und den selben Beuten halten Krankheitsherde? Bilden die Alten nicht mehr kontinuierlich Jungvölker und fehlt so das Aufstrebende?


    Oder mal ganz frech: schwindeln die Jungen einfach besser?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Henry schrieb:


    Erstaunt bin ich aber immer wieder, daß bereits jetzt bei mir und anderen Bestellungen für Bienenvölker eingehen, weil offensichtlich andern Imkern die Bienen eingehen. Warum gehen älteren Imkern öfter und mehr Bienen ein als jungen? Und da meine ich mal mit Jung die unter 50. Oder liege ich da mit meiner Beobachtung falsch?


    Hallo Henry,
    das sieht ein jeder anders. Ich kann hier nur meine Meinung kundtun, die aber als subjektiv zu betrachten ist.
    Wenn ich unseren Imkerverein betrachte, dann sind von 100 Imkern vielleicht 10 Spitzenimker, die auch gute Könginnen züchten. Darunter befinden sich Imker, die seit vielen Jahrzehnten Bienen haben. Ich habe hier eigentlich nie gehört, dass diese übernatürlich große Verluste haben oder hatten. Dazu gehört auch unser, bis zum letzten Jahr regierender Vorstand mit seinen 74 jahren, der immer Bienen im Frühjahr zu verkaufen hat. Komischerweise kommen in meiner Hitliste dann viele alte "Perizinbesprenger", die auch wenig Verluste haben.
    Die meisten Verluste scheinen Anfänger, aber auch Imker zu haben, die meinen, dass die Imkerei so nebenbei läuft und die Bienen auch alleine zurecht kommen.
    Wie gesagt, eine subjektive , nicht meßbare Meinung meinerseits, ich empfinde dies aufgrund meiner Erfahrungen in der Vorstandschaft dieses Vereins so.
    Dass nächstes Jahr der "Völkerverkauf" wieder eine gute Einnahmequelle sein kann, vielleicht mehr als der Honigverhauf bei detailierter Gegenrechnung, kann als objektiv eingestuft werden.
    Dann wünsche ich die lieber Henry, dass du sie am Hl. abend auch alle noch beieinander hast. :lol::lol:

  • Liebe Freunde,


    konnte auch kurz vor Weihnachten (23. und 24. Dezember) meine Winterbehandlung durchführen. Alle Völker leben, und sind nach grober Einschätzung im guten bis sehr gutem Zustand.


    Seit Jahren benutze ich für meine Varroabehandlung - ich werde nicht müde es immer wieder zu betonen - ausschließlich organische Säuren, der Jahreszeit entsprechend. Systemisch wirkende Mittel sind meiner Ansicht nach in ihrer Langzeitwirkung unberechenbar. Es gibt wirksame und sichere Alternativen: Milch-, Ameisen- und Oxalsäure (geträufelt). In den vergangenen 5 Jahren sind mir insgesamt 2 Völker an Varoose bei 12-15 Völkern am Stand eingegangen.


    Noch eine schöne Zeit
    Christoph

  • Moin,Moin aus Hamburg,
    auch hier ist alles OK. :D Jetzt ist die Oxalsäurebehandlung seit 1 Woche beendet. Es sind je Volk maximal 30 Milben in einer Woche gefallen. Größtenteils unter 10 Milben. Ich hatte nach der Ameisensäure im Herbst (dieses Jahr nur 1 x ) schon nahezu kaum Milbenfall. Ich schreibe das aber hauptsächlich dem Ausschnitt des Drohnenbrut zu, was ich sehr gewissenhaft betreibe. Die Völker sind alle sehr ruhig und augenscheinlich stark. Bei 2 Völkern liegen sehr viele Bienen vor der Beute, das waren aber auch die stärksten Völker. Bei zweien muß ich das Futter im Auge behalten, obwohl ich alle mit mindestens 38 KG Gewicht eingewintert hatte. Sonst alles Tippi Toppi. Hoffen wir auf das Beste.... das dicke Ende kommt ja erst noch.


    Schöne Grüße


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo zusammen,


    Oxalsäure verdampfen sollte, wenn man die diversen Zeitschriften liest, so ab 8 Grad Außentemperatur angewendet werden.


    Nun hab ich mal bei der Fischermühle rumgestöbert und gelesen, dass dort auch Anwendungen bei 2 Grad und weniger erfolgten.


    Was meint Ihr dazu.

  • honigmayerhofer schrieb:

    alle Völker. Habe gerade vorhin alle Völker meines Heimatstandes varroabehandelt und stellte zu meiner Freude fest, dass alle Völker leben. Für mich ist das immer ein Feedback über eine erfolgreiche Varroabehandlung der letzten Wintervarrobehandlung bzw. des heurigen Jahres.
    Natürlich wird erst im April/ Mai Blianz gezogen, aber an Varroaschäden können mir die Bienen schon nicht mehr eingehen, wenn dann müsste ich die Ursache anderweitig suchen.


    Auch bei mir alle 22 Völker am leben und stark. Der Nachbarimker macht das gleiche wie Ich Er hat aber 70% Verlust. Wir behandeln beide mit AS und Oxalsäure mit der gleichen Methode zum gleichen Zeitpunkt. Und trotzdem gehen bei Ihm immer mehr wie die hälfte ein und bei mir selten mal eins oder Zwei und das schon 3Jahre. Wir stehen vor einem Rätzel.


    Gruß
    Arno

  • Hallo Arnix,


    mir drängen sich sofort einige Fragen auf? Da du bei der Behandlung alles richtig machst, ist zu fragen, ob dein Nachbar wirklich so vorgeht, wie es idealerweise geschehen sollte. Dabei geht es nicht nur um die jeweiligen Mittel! Bist du dabei, wenn er behandelt? Wie kontrolliert er den Behandlungserfolg? Sind die äußeren Umstände (z.B. Kleinklima und Luftfeuchtigkeit) identisch? Wann sterben die Völker? Wie sieht die Varroaentwicklung im Jahreslauf aus? Auch die Betriebsweise (Drohnenbrutentnahme, Jungvolkbildung mit verdeckelter Brut) kann mit entscheidend sein. Vor allem kann sich eine entsprechende Betriebsweise über zwei oder drei Jahre negativ aufschaukeln!


    Viele Grüße
    Christoph

  • Hallo Arnix & Christoph,


    bei enem meiner Stände ernte ich regelmäßig sehr viel und lange Waldhonig.
    Ist ja einerseits super aber zum Überwintern ist dieser sehr schlecht geeignet.
    Als ich es wider besseres Wissen doch einmal probiert habe hier Völker überwintern zu lassen war das Ergebnis niederschmetternd.
    Seitdem ziehe ich sie wieder mit dem Anhänger zum Hauptstand.


    Die Führung der Völker war über Jahr identisch, der Unterschied kam von der langen (teils unbemerkten ) Waldtracht.
    Vielleicht geht euer Prüblem auch in diese Richtung.


    Grüsse max

    Ich mag keine Signaturen mit ach so Schlauen Sprüchen.

  • Hallo Arnix, hallo zusammen,
    der Nachbarimker soll sich einen anderen Standplatz für seine Bienen suchen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß es Plätze gibt, an denen alle Bedingungen ganz prima sind, trotzdem die Bienen nicht gedeihen und vor allem nicht gut über den Winter kommen. Ob Erdstrahlen oder sonstwas die Ursache sind weiß ich auch nicht, können vielleicht andere besser beantworten, aber es ist einfach so. Ich hatte vor einigen Jahren einige Beuten an einem derartigen Platz stehen und bin schier verzweifelt. Auf den Rat meines Vaters hin hab ich die Bienen mit welchen von einem anderen Stand ausgetauscht und den Stellplatz um etwa 30 Meter versetzt. Ich hab seitdem keine Probleme mehr und hab nach wie vor hier neun Völker stehen.
    Gruß
    Gerhard Eißner

  • Christoph schrieb:

    Hallo Arnix,


    mir drängen sich sofort einige Fragen auf? Da du bei der Behandlung alles richtig machst, ist zu fragen, ob dein Nachbar wirklich so vorgeht, wie es idealerweise geschehen sollte. Dabei geht es nicht nur um die jeweiligen Mittel! Bist du dabei, wenn er behandelt? Wie kontrolliert er den Behandlungserfolg? Sind die äußeren Umstände (z.B. Kleinklima und Luftfeuchtigkeit) identisch? Wann sterben die Völker? Wie sieht die Varroaentwicklung im Jahreslauf aus? Auch die Betriebsweise (Drohnenbrutentnahme, Jungvolkbildung mit verdeckelter Brut) kann mit entscheidend sein. Vor allem kann sich eine entsprechende Betriebsweise über zwei oder drei Jahre negativ aufschaukeln!


    Viele Grüße
    Christoph


    Hallo Christoph


    Mein Nachbar imkert eigentlich schon länger wie Ich, und Ich habe das imkern von diesem gelernt.
    Auch der Standort kann es nicht sein, denn sein Standort ist der gleiche sehr warmer Südhang neben mir.


    gruß
    Arno


  • Hallo max


    Auch daß kann es nicht sein, da es bei uns leider keine Waldtracht gibt.
    Unser Standort liegt zu niedrig 190m ÜM.


    Gruß
    Arno

  • [quote='Max Six']Hallo Arnix & Christoph,


    Bei mir ist es genauso in guten Waldtrachtgebieten fehlt im Herbst der Pollen für die Winterbienen.Manchmal honigt es auch noch im Okt-Nov.es
    wird Tannenhonig auf das Winterfutter getragen,was für die Überwinterung schlecht ist.Der Bienenumsatz ist im Spätsommer durch die Fichten-Tannentracht ist nicht gegeben.Es gibt zwei Möglichkeiten frühzeitig Abwandern oder mit einem starken aufgefütterten Ableger im Okt.vereinigen.
    Gruß Imkerjojo