• Moin Imkers,


    ich war heute an den Bienen und es war nicht ganz so schlimm wie befürchtet. Nur von einer Beute hatte es den Deckel weggeweht. Ich hab' ihn im Feld gefunden. Die Futterzarge auf diesem Volk, war vollgeschneit und drin stand 2cm Schmelzwasser. Das waren vermietete Bienen bei einem befreundeten Bauern. Zum Glück war ich dort und hab' sie auch zurückgeholt, denn die Mieter haten mit Windbuch so zu tun, die konnten nicht nach den Bienen schaun. Im Auto summten die schon wieder. Ich hab' ihnen einen ruhigen windgeschützten Platz gegeben. Die Futterzarge abzureißen wäre unnütz. Ich hab sie ja gehört. Die schaffen das schon.


    Fast alle Nadelbäume auf und in der Nähe meines Bienengrundstücks sind umgeknickt oder in Schräglage. Ich habe gestern und heute 3 Kiefern und eine Tanne mit der Winde wieder aufgerichtet und gepflockt. Allerdings hab' ich keine Ahnung ob Bäume von über 4m Höhe dann wieder Festwurzeln. Die Gitter gegen Fegen und Verbiß haben neu gepflanzten Bäumen das Leben gekostet. Der Schnee- und Winddruck auf die Gitter hatn den Pflock abgebrochen und der war ja mit dem Bäumchen verbunden ...


    Eine Birke, mit von mir nicht zu umfassendem Stamm, ist in etwa 4m Höhe abgebrochen und hat eine 6m hohe junge Eiche zerschlagen. Ich habe heute nur von dort 1,5 Traktorenanhänger vorgesägtes Bruchholz geborgen. Hier hat niemand wegen Sägerei am WE gezuckt. Jeder hat irgendwo zugegriffen. Die Tage sind ja auch so kurz und wenn jetzt nochmal Schnee auf die Bäume kommt in denen schon andere Bruchbäume hängen, dann "Gute Nacht!". Auf dem Kirschberg sind mehrere große und wertvolle Höhlenbäume abgebrochen. Genauses wird man im Frühjahr sehen. Die Stämme sind verschneit. Paar stehen noch sind aber zerrissen. Dennoch hat's auch der Kirschberg besser überstanden als erwartet. 3 weggebrochen und paar arg zerzauste, das geht noch bei etwa 50 Bäumen.


    Paar leere EWK's bzw. Schutzhäuser hat's zerschlagen und Leerzargen umgekippt bzw. in der Gegend verteilt. Und die Beuten waren allesamt eingeweht. Das Bißchen frei zu fegen, damit die sterbenden abfliegen können war die leichteste Übung dieses Wochenendes.


    Wie sieht's bei Euch aus?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ganz so wild wars bei mir nicht, bei einem Volk hat es den Deckel weggewirbelt, trotz den zwei Pflastersteinen. Die Blechabdeckung ist ziemlich leicht und flach, ein einfaches Spiel für den Wind. Zum Glück hat es den fetten Zargendeckel nicht weggeweht wie bei Sturmtief Lothar. Da wurden die Steine samt Deckel mehrere Meter durch die Luft gefegt.
    Gruß
    Simon

  • Mir hat es Freitagmorgen bei allen Beuten hier zuhause die Deckel samt je 2 Kalksandsteinen drauf weggehauen.
    Die Deckel hab ich tw. bis zu 80 m weiter am Zaun eingesammelt.
    Der Wind kam wohl in sehr ungünstigem Winkel....
    Mein Windmesser geht nur bis 25m/s, was 90km/h entspricht.
    Der lokale Wetterdienst der Stadt sprach von Böen bis zu 132km/h....und wir hatten keinen Frost vorher.
    An einem Standort an einem Teich sind Teile von drei Beuten ins Wasser geweht worden; es waren ca.5 m bis dahin...insgesamt umgeblasen wurden 14.
    An drei Waldstandorten ist wie erwartet nichts passiert, außer jede Menge Äste runtergekommen.
    Die letzten beiden konnte ich noch nicht nachsehen, weil ich auf der Rückfahrt vom Teich mit Motorschaden liegengeblieben bin, Ventilabriß.
    2005 war bis jetzt das zweitschlimmste Jahr, was ich je hatte, in fast jeder Beziehung, und ich warte dringend auf ein neues und besseres 2006....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • habe ich im vorigem Jahr mir eine Schutzmauer, wie aus nachfolgendem Link ersichtlich ist, gebaut. Dies war notwendig, da ich auf einer Anhöhe wohne und der Sturm ungehindert durchpfeift.


    http://www.honigmayerhofer.de/bienenstandklein.jpg


    Auch finde ich, dass speziel die Deckeln der Segeberger bei Frösten und wir hatten heuer schon - 12 Grad sehr gut festfrieren. Aber speziell das Aussuchen für einen Bienenstand, sei es von den Witterungseinflüssen oder von der Pollenversorgung her, der ohnhin entscheidende Aspekt einer "gesunden Imkerei" ist.
    Besonders hier sollte auch auf einen "windabgewandten" Standplatz geachtet werden.

  • Moin Franz-Xaver,


    honigmayerhofer schrieb:

    ...hier sollte auch auf einen "windabgewandten" Standplatz geachtet werden.

    Diesmal kam der Wind hier von Westen her und wehte nach Osten hin. Geschützt stehen meine Bienen gegen Nordost- bis Südostwinde.


    Die Segeberger Deckel fliegen schon nicht weg, wenn die Drahtklammer drum liegt, aber auf einer Futterzarge paßt die nicht. Die Futterzarge wird ordentlich festgebaut und festgekittet und friert vielleicht auch fest, der Deckel darüber aber nicht.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Jungs und Mädels,


    da hatten wir ja nochmal riesiges Glück hier.
    Der Sturm kam lange nicht so stark hier an, wie prophezeit.
    Von Schäden an Bienen und Inventar nichts zu sehen, gottlob.
    Ich hoffe, bei euch hält es sich auch etwas in Grenzen, der Bericht von Henry klang ja richtig schlimm.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Henry schrieb:

    Diesmal kam der Wind hier von Westen her und wehte nach Osten hin. Geschützt stehen meine Bienen gegen Nordost- bis Südostwinde.


    Dass bei euch jetzt der Wind von Westen her weht, werden die meisten schon begriffen haben, der frühere Ostwind war dagegen nur noch ein laues Lüftlein. :D:D:D 
    Hoffe du nimmst mir meien Joke nicht übel :P:P:P