An alle Oxalsäurewinterbehandler

  • Ich habe den natürlichen Milbenfall meiner Völker gezählt und bin überrascht, dass dieses Jahr die Milben gegen null gehen.


    Ich frage Euch: soll ich trotzdem die sogenannte Restentmilbung durchführen?


    Grüße aus Berlin

  • Wenn Du Dir ganz sicher bist, daß Deine Völker milbenfrei sind, mußt Du nicht behandeln. Doch bist Du Dir da wirklich sicher? :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Jungs,


    "Mors certa, hora incerta" sagten die alten Römer.


    Ich würde es tun, bzw. werde es tun, denn auch bei mir gibt es einige "Nullfaller", dafür wieder andere, bei denen für meinen Geschmack zu viele Milben gefallen sin.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Moin Michael,


    Michael schrieb:

    "Mors certa, hora incerta" sagten die alten Römer.


    Todsicher (... geht die... ) Uhr falsch. :lol: (steht bei uns an der Rathausuhr)


    Der Lateiner ist eben mitten unter uns.


    q.e.d.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • StefanR. schrieb:

    Ich habe den natürlichen Milbenfall meiner Völker gezählt und bin überrascht, dass dieses Jahr die Milben gegen null gehen.


    Ich frage Euch: soll ich trotzdem die sogenannte Restentmilbung durchführen?
    Grüße aus Berlin


    Hallo Stefan,
    ich war mir auch als Anfänger einmal sicher beim Wintermilbenzählen und habe nicht behandelt. Im darauffolgenden Herbst hatte ich dann von 13 Völkern nur noch 4. Das war viel Lehrgeld für mich, am meísten saß aber der "Stachel der eigenen Dummheit" tief.


    Ist doch kein Problem, jetzt eine Flasche Bienenwohl zu kaufen, anzuwärmen und jetzt vor Weihnachten an einem wärmeren Tag zu behandeln. Es schadet nicht, aber der Nutzen ist mit Sicherheit die 12,60 € allemal wert. Rückstände brauchst du auch nicht zu befürchten und der Arbeitsaufwand ist minimal.

  • Hallo Stefan,


    von den Wissenschaftlern wird aktuell eine Winterbehandlung als nötig empfohlen, wenn in den Monaten Oktober- Dezember pro Tag mehr als eine Milbe fällt.


    (Z.B. Pohl, Bienenkrankheiten, 2. Ausgabe 2005).


    Das ist doch ein sehr geringer Wert.


    Die Frage ist , ob man/frau da das Risiko eingehen und auf die Winterbehandlung verzichten sollte.


    Ich denke, da liegt Herr Xaver mit seiner Empfehlung genau richtig.
    Auf jeden Fall kannst Du dann ruhiger schlafen.


    Gruß Hubert

  • Ich lese häufig deine Beiträge, seit 2 Jahren.
    Mir fällt auf,dass du von Ameisensäure über total sichere Oxalverdampfer
    jetzt doch wieder auf Bienenwohl schwörst
     :P
    Behandelst du nur noch mit Bienenwohl?


    Gruss Jürgen

  • Jojobiene schrieb:


    Mir fällt auf,dass du von Ameisensäure über total sichere Oxalverdampfer
    jetzt doch wieder auf Bienenwohl schwörst
     :P
    Behandelst du nur noch mit Bienenwohl?
    Gruss Jürgen


    Hallo Jürgen,
    nichts ist im Kampf gegen die Varrao schlimmer, als eine festgefahrene Behandlung, sei es immerwährend mit den gleichen Mitteln oder nach dem gleichen Schema. Solche Imker sind immer wieder die Luser, die dann die Umwelt für ihre Verluste verantwortlich machen.
    Zuerst möchte ich dir sagen, dass du ein sehr aufmerksamer Leser bist.
    Als Anfänger bekommst du immer die Perizinflasche und die Coumaphosstreifen in die Hand gedrückt, so war es auch bei mir, aber das war nur eine Saison lang.
    Dann habe ich viele Jahre mit AS behandelt, bis zu dem Zeitpunkt, als wir einen Sommer mit ständigen 35 Grad im August geschlagen waren und ich mit meiner AS Säure nicht das Umfeld hatte, wo ich meine Bienen behandeln konnte.
    Dann machte ich auch keine Winterbehandlung und stand dann mit 70 % Völkerverlusten da.
    Schließlich bin ich auf die OS Säure gekommen und fahre jetzt viele Jahre schon gut damit.
    Die Bedampfung ist wirklich sehr erfolgreich, aber jedesnmal mit der Gasmaske 10 min pro Volk und das von August bis Nov. im monatlichen Turnus war auch kein Vergnügen, besonders wenn die Zeit knapp ist. Obendrein verhinderte einmal eine Winböe mich vor den Einatmen eines OS Dampfes, nachdem ich das Bedampfungsgerät zu vorschnell öffnet.
    Dass der Wirkstoff OS die beste Lösung sei, in Sachen Wirksamkeit oder in Hinsicht Rückstände das optimalste ist, ist mir schon vor längerer Zeit klar geworden.
    Aber die ganzen Zusammenhänge müssen stimmen, nicht nur die Mittelchen. Hier haben auch die Bieneninstitute die richtigen Verhaltensregeln aufgezeigt, sowie die erfahrenen Imker unseres Vereins, die seit Jahrzehnten nicht nenneswerte Ausfälle haben.


    Nachfolgend möchte ich Grundsätze einer erfolgreichen Varroabehandlung nennen und somit minimalste Völkerverluste in der Imkerei aufführen.


    Jedes Volk sollte im Jahr mindestesten (zeitig A.Mai) einen Ableger ergeben. Starke Carnis bzw. die normalerweise noch volksstärkeren Buckfastvölker können nach den Abschleudern auch noch einen Kunstschwarm entbehren.


    Ableger und Kunstschwärme oder auch Schwärme werden mit Bienenwohl nach der ersten Eiablage der Königin Varroabehandelt.


    Nachdem Abschleudern, das bei uns ca. Mitte Juli geschieht, wird sobald als möglich varroabehandelt. Hier zählt jede Woche. 3 X im Abstand von 6 - 7 Tagen garantiert einen ganzen Brutzyklus zu erwischen. Hier geht es nicht um eine Ausrottung der Varroa, sondern um das "Brechen der Varroaspitze", die gerade mit dem "Verschwinden der Drohnenwaben, der wenig werdenden Brut und somit dem Rückgang der Bienenstärke und das Verdoppeln der Varroapopulation pro Monat dem Volk sehr gefährlich wird. Sollte man hier einen Bedampfer verwenden kann man auch im Oktober/November mehrmals bedampfen um Reinvasionen zu eliminieren. Bei flüssiger OS dürfen die Winterbienen und zu diesem Zeitpunkt (Sep./ Okt.) sind es Winterbienen nur einmal behandelt werden, deshalb unterbleibt hier eine weitere Behandlung.


    Eine Wintervarroabehandlung wird 3 Wochen nach den ersten schweren Frösten mit Bienenwohl oder auch mit flüssiger, selbsgemischter OS Brühe durchgeführt. Hier sollte man einen warmen +5 Grad warmen Wintertag abwarten.


    Fazit: Nicht das Mittelchen alleine macht den erfolgreichen Imker aus, sondern das richtige Konzept. Ich meine für meinen Teil, dass ich die Varroa im Griff habe, aber man sollte hier sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen, denn schnell ändert sich die Konstellation und somit auch wieder das Einstellen auf veränderte Bedingungen.





    .

  • Hallo Imkers


    wie lange hält Oxalsäure. Ich habe mal vor 3 Jahren eine größere Menge gekauft und nicht ganz gebraucht. Kann ich die noch zum träufeln verwenden????


    Ist die Oxalsäure die man zum Verdampfen verwendet auch sog. Rohe Oxalsäure also Oxalsäuredihydrat.


    Bedanke mich im Voraus für Eure Hilfe


    max

    Ich mag keine Signaturen mit ach so Schlauen Sprüchen.

  • Hallo,


    auch auf Bienenwohl ist ein Haltbarkeitsdatum angegeben. Was geschieht denn eigentlich bei Oxalsäurelösungen oder Bienenwohl, wenn dieses Datum überschritten wird?

  • Hallo Leute,


    ich komme gerade von der Behandlung mit Oxalsäure zurück.
    Ging eigentlich ruck-zuck.
    Bin mal gespannt.
    Soweit beurteilbar, leben alle meine Vöker noch.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-