Unterste Zarge entfernen-wie?

  • tach, liebe mitimker!


    mir steht im nächsten spätwinter/früjahr die aufgabe bevor, bei meinem diesjährigen wirtschaftvolk (überwinterung auf 3 zargen), nachdem de bienen die ersten paar mal pollen geflogen haben(so sagt`s mein imkerpate) die unterste zarge zu entfernen (dreijähriger wabenumtrieb).
    jetzt ists mir dieses jahr im sommer schon ein paarmal passiert, dass beim abheben einer zarge die waben der darunterliegenden zarge so festgekittet waren, dass ich sie mit raus gezogen hab :evil: .
    da dabei die gefahr, die königin zu zerdrücken, meiner meinung nach recht hoch ist,wollt ich fragen, ob jemand ne ahnung hat wie man dieses starke verkitten vermeiden kann und wie ich im frühjahr möglichst vorsichtig und ohne bienenverluste die vermutlich ja auch festgekittete unterste zarge (nach möglichkeit mit waben :-? ) entfernen kann?

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hällo!
    Die Rähmchen der oberen Zarge mit den Stockmeizel leicht anheben, dann werden sie vom dem darunter liegenden Rähmchen getrennt.
    Mich würde interessieren, wo die Bienen sitzen, so einfach kann man da nicht irgendwo eine Zarge wegnehmen. Sitzen die Bienen in den oberen beiden Zargen, sollte man die untere eigendlich wegnehmen können. Mit dem Stockmeizel zwischen die Zargen gehen und mit der Hand an der oberen Zarge der zu trennenden mit der Hand ziehen. Mit dem Fuß in die Griffmulde treten, um die untere Zarge festzuhalten, dann mit dem Stockmeizel die Zargen auseinanderhebeln.


    Gegen das Verbauen kann man eigendlich nichts machen. Das machen die Bienen von sich aus.



    Grüsse 8)

    Bis die Tage, ich komm wieder, keine Frage !

  • Doch, den bee-space einhalten (ggfs. mal nachmessen mit einem Stück Knete zwischen den Zargen) und die Rähmchen exakt übereinander hängen= null Verbauung.


    edit: Für die Bienen gibt es nun mal *nur* durchgängige Waben; größere Lücken als der beespace werden nicht akzeptiert, weil nicht normal.
    Ich hab in einige MWs mit nem Lötkolben 1-cm-Löcher reingeschmolzen, um den Bienen kurze Wege zu bieten, und ich hab noch nie außer bei KS so schnell angenommene und ausgebaute MWs gesehen.... :lol:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • hi sabi(e)ne!
    danke für den tip,aber mal ne ganz dumme frage:wie gross isn der bee-space?
    @berni911(cooler name! :D ):mir is schon klar, dass ich die bienentraube net auseinanderreissen darf,mein imkerpate meinte allerdins die würden im späten winter bzw.frühen frühjahr ziemlich sicher so weit oben sitzen,dass man die untere zarge problemlos entfernen kann,ansonsten sollten seiner meinung/erfahrung nach höchstens wenige bienen in der unteren zarge sitzen, die man dann in die beute abfegen können sollte.


    gruß patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo, Patrick,


    beespace liegt zwischen 6 und 14mm, je nach Lust und Laune und genetischer Veranlagung. Mußt du ausprobieren, was bei dir paßt.
    Aber wenn du es gefunden hast, und samt Rähmchen-auf-eine-Seite-schieben konsequent einhältst, wirst du nie wieder Verbauungen haben.


    Wenn du die untere Zarge wegnimmst, sofort eine Zarge mit Leerwaben/MWs aufsetzen!
    Und um himmelswillen gucken, wieviel Pollen dann noch da ist!


    Ich überwintere aktuell tw. 3-zargig, und die unterste Zarge ist mit Pollen zugeballert bis zum geht-nicht-mehr. Nehme ich die komplett im Frühjahr weg, und es ist drei Wochen schlechtes Wetter, kann es zu einem Brutstopp wegen Eiweißmangel kommen.


    Bei allem, was man aufzieht, egal ob Tier oder Pflanze: Eiweiß ist der limitierende Faktor allen Lebens.


    Also ggfs. Neopoll oder sowas auflegen oder Waben umhängen.
    (Das Neopoll mit Wasser bestreichen, in dem etwas Salz und VitaminC gelöst sind, fördert die Annahme ungemein :wink: )

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • hi,



    ich bin Christian, bin 22 jahre jung und imkere zusammen mit meinem vater seit etwa drei jahren. wir haben mit einem gekauften volk angefangen und sind jetzt bei 11 überwinterten völkern. bei etwa 10 völkern soll bei uns auch schluss sein, weil es jetzt schon ab und zu in arbeit ausartet :wink:


    ich habe da auch gleich mal ein paar fragen zur wabenerneuerung.
    ich habe meine völker zweizargig in segeberger beuten überwindert, zum glück alle gut über den winter gekommen :)


    nun möchte ich ein system in die ganze geschichte bringen und zwar schwirrt mir folgendes im kopf vor:
    untere zarge entfernen und dafür die zweijährige honigzarge vom letzten jahr als neuen brutraum einsetzen.
    den ersten honigraum, den ich aufsetzen würde, würde dann aus mittelwänden bestehen, die die bienen dann ausbauen müssten. der zweite honigraum dieses jahr würde dann der einjährige honigraum vom letzten jahr sein und im folgenden dann eben der neue brutraum.




    jetzt habe ich als jungimker natürlich einige sorgen ;)
    meine erste ist schonmal, kann ich das so machen? nach dieser variante würden die waben ja vier jahre in gebrauch sein. zwei als honigraum und die letzten beiden jahre als brutraum.


    nächstes problem, was jetzt aktuell ist: wann ist der günstigste zeitpunkt, um die zarge zu entfernen und wie mache ich das am besten ?
    die neue zarge einfach oben aufsetzen, die bienen wandern nach oben und ich kann die untere prolemlos wegnehmen ?!
    hab sorgen, dass ich evtl zu viel brut, futter oder pollen mit wegnehme und mir die völker verhungen, eingehen oder ich sie einfach zu sehr schwäche.
    wollte die bienen eigentlich erstmal einzargig lassen, weil weniger platz = weniger energieverbrauch zum heizen oder unterliege ich da einem irrtum ?


    ich hoffe, ihr könnt mir bei meinem kleinen problem helfen ?! :)


    MFG


    Christian

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • hallo, Christian, willkommen! :wink:


    Zitat

    meine erste ist schonmal, kann ich das so machen? nach dieser variante würden die waben ja vier jahre in gebrauch sein. zwei als honigraum und die letzten beiden jahre als brutraum.


    Du kannst sie unbegrenzt als Honigraum am Stück aufsetzen, das macht gar nichts.
    Nur, wenn sie bebrütet wurden, sollten sie spätestens nach der 2. Saison raus.


    Zitat

    nächstes problem, was jetzt aktuell ist: wann ist der günstigste zeitpunkt, um die zarge zu entfernen und wie mache ich das am besten ?
    die neue zarge einfach oben aufsetzen, die bienen wandern nach oben und ich kann die untere prolemlos wegnehmen ?!
    hab sorgen, dass ich evtl zu viel brut, futter oder pollen mit wegnehme und mir die völker verhungen, eingehen oder ich sie einfach zu sehr schwäche.


    Nein, so früh wie möglich aufsetzen, auch gern direkt zwei, und die untere erst entfernen, wenn die Weidenblüte voll im Gange und die Zarge leer von Brut ist.


    Zitat

    wollte die bienen eigentlich erstmal einzargig lassen, weil weniger platz = weniger energieverbrauch zum heizen oder unterliege ich da einem irrtum ?


    Nein, so früh wie möglich und so viel wie möglich aufsetzen.
    Die Volksstärke pegelt sich auf den zur Verfügung stehenden Raum ein.
    Kleine Baumhöhle, kleines Volk, große Baumhöhle, großes Volk.
    Ich arbeite ohne Absperrgitter und ich habe letztes Jahr tatsächlich :o dreimal Königinnen in leeren Honigräumen knapp unterm Deckel spazierengehen sehen.
    Setzt du früh viel auf, wirst du auch ein starkes Volk bekommen.Und viel Honig.
    Sie heizen ja nur das Volumen, das sie tatsächlich auch benutzen.
    Solange es ein ganzes Volk ist, kann kaum etwas passieren.
    Eine Kälteperiode bei frühen Ablegern kann schon eher zu Verkühlungsschäden führen, weil einfach nicht genug Bienen da sind für eine ausgedehnte Brutfläche.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Christian,
    habe selbst gute Erfahrungen mit 2-3 Zargig überwintern gemacht.
    Ich entferne die alten Waben Stückweise.
    Einfach an den Rand schieben, und 1-2 Wochen abwarten, dann sind sie meist leer.
    Das aufsetzen ist normalerweise mit viel Fingerspitzengefühl verbunden.
    Ich denke hier im Forum findest du bestimmt recht Viel zu dem Thema.
    Einfach nur immer kräftig oben drauf schadet dem Volk.

    Grüßle
    Franky ( Erfinder des Apinaut-Systems )

  • Hallo
    Meine Völker überwintern auch 3zargig. Ich verbinde das wegnehmen der untersten Zarge mit der ersten Durchschau wenn die Quecksilbersäule mal die 15°C erreicht hat. Dann sind die meisten Völker (es gibt auch Ausnahmen) in den beiden oberen Zargen. Der Rest wird wie du schon geschrieben hast einfach dazugefegt.


    Jörg

  • sabi(e)ne schrieb:

    Ich hab in einige MWs mit nem Lötkolben 1-cm-Löcher reingeschmolzen, um den Bienen kurze Wege zu bieten, und ich hab noch nie außer bei KS so schnell angenommene und ausgebaute MWs gesehen.... :lol:


    Moin , Moin aus Hamburg
    Sach mal , wie viele Löcher , Durchmesser , Rand oder Mitte :roll:


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • :lol: 
    5 Stück, drei im oberen Drittel, zwei im unteren, so als Trapez angeordnet.
    Möglichst gleich weit vom Rand weg.
    Einfach nen Lötkolben mit 1 cm breiter Spitze quer dranhalten, gibt waagerechte Langlöcher von 2cm x 8mm Höhe.
    Dauert keine 2 Sekunden pro Wabe, aber hilft ungemein. :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Danke !
    Mit dem Lötkolben kann ich gut um 8)


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Drohne Daniel schrieb:

    ... Mit dem Lötkolben kann ich gut um 8)


    Da kann abba nich jeder mit um. Da hat sich schon mancher mit inni Hand geschossen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Der Daniel ist doch Klemptner :wink: 
    Was der Tagsüber Klemmt,
    das Verlötet der Abends :roll:


    Wird Zeit das es Warm wird,
    hab Langeweile.