• Hallo!


    Als ich heute zu meinem Bienenstand kam, musste ich leider feststellen, dass mir der Sturm letzte Nacht bei einem Volk die Abdeckung heruntergeworfen hat. So hat es mir in die Futterzarge geregnet und dann draufgeschneit. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Wasser durch den Stock geronnen ist. Ich mache mir nun natürlich Vorwürfe, weil ich die Abdeckung nicht besser beschwert habe.
    Wie sehr belastet so ein Missgeschick ein Bienenvolk um diese Jahreszeit? Kann ich es gleich abschreiben?


    Lg
    Andreas

  • Hallo Andreas,


    ich hatte letztes Jahr ein ähnlichen Fallen, ein Deckel war bei einem Volk entfernt, weggeflogen oder es war jemand am Volk und hat es geöffnet.
    Das Volk war scheinbar einige Tage ohne Abdeckung, es war zu der Zeit kalt.
    Vögel haben schon fleißig an den Waben gepickt den Bienen ging es recht gut.
    Das Volk hatte eine große Wintertraube, Deckel und Folie wieder drauf und alles war wieder beim alten. :D
    Wenn es kalt ist und ohne Regen dürfte normal nix weiter passieren, in der Zeit gab es ab und zu etwas Schnee, hat dem Volk scheinbar nicht geschadet, ich weiß aber auch nicht wie lange das Volk ohne Abdeckung war.


    Wenn noch Bienen da sind abdecken und abwarten mehr kann man da nicht tun.

  • Moin Imkers,


    vor zwei Jahren fanden wir die umgekippten und auseinander gefallenen Zargen der Bienenvölker eines Imkerfreundes mitten im Winter ganz eingeschneit vor. Die Zweizarger waren fast alle von der Konstruktion gekippt. Wir haben die Beuten so wie sie waren so gut das ging vom Schnee und Harsch befreit und wieder zusammengesetzt. Dabei war nicht immer klar, welche Zarge zu welchem Volk gehört. Wir haben einfach immer eine schwere auf eine leichte gesetzt. Und es war uns weitgehend egal wie die Zargen aufgesetzt wurden, weil keiner ernsthaft glaubte, daß irgendeines der Völker, immerhin mit Schnee auf dem blanken Wabenwerk und im Schnee eingefrorenen Bienen, überhaupt überleben würde.


    Ich kann nicht genau sagen, ob es 6 oder 8 oder auch 10 Völker waren, die wir da zusammensetzten oder ob wir, wie sollten wir's auch wissen, Ableger zusammengestapelt haben. Jedenfalls kamen alle Völker oder besser "Zargengruppen über Böden" irgendwie durch den Winter. Alle Fluglöcher erlebten einen Reinigungsflug. Allerdings haben wohl die überbesorgten Kontrollen und Notvereinigungen, dann doch noch die Auswinterungszahl vermindert.


    Jedenfalls ist schon erstaunlich wieviel Widrigkeit ein Bienenvolk aushalten kann. Ein weggeflogener Deckel ist so gesehen also keine Katastrophe.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo!


    Danke für die Antworten. So kann ich etwas beruhigter den Frühling erwarten.
    Es ist ja auch sonst nicht gesagt, dass jedes Volk den Frühling erlebt. Aber die Voraussetzungen dieses Volkes sind durch das Missgeschick ja doch schlechter als bei den anderen Völkern am Stand - weil es noch dazu ein Ableger ist, der im August nocheinmal still umgeweiselt hat.
    lg
    Andreas

  • Hallo alle miteinander,


    Mit den Magazienen und nem Blechdeckel is das Problem Sturmschäden nur mit Auflagemassen lösbar. Ich hab da hoffentlich ne bessere Lösung:
    Holzdeckel, die sind in der Form der Zarge mit je 20mm Übermaß in L&B
    etwa 150mm hoch, haben ein Holzbrett als Abschluß (oben) da ist dann Teichfolie rübergenagelt (wasserdicht!!). Innen ist eine Dämmpltte eingeklebt, das Ganze wird rübergestülpt und gut. Nur ein Tornado hebt das aus :-? . Im Sommer weiße Farbe drauf (wasserlöslich) und zum Lüften können zwei Leisten untergelegt werden, Innendeckel mit Lüftungsgitter drunter- dann ist auch das Problem mit der Honigfeuchte in den Griff zu bekommen. Etwas Hobbybasteln über den Winter - sonst wird die (Warte)zeit auf die neue Sommerzeit e zu lang :wink: :


    Gruß Knäcke

  • Tja Henry,
    dieses Würfelpuzzle wäre mit ´ner Golzbeute nicht passiert.
    Aber ich werde diesen Punkt unter Vor- und Nachteile der Golzbeute hier im Forum noch eintragen.
    Muss die richtige Seit nur nochfinden.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo!


    Möchte nur kurz mitteilen, dass besagtes Volk gestern geflogen ist! Es war warm genug, dass die Völker meines Standes und jener der Nachbarimker geflogen sind. Ich weiß es ist deshalb noch nicht über den Winter aber gefreut habe ich mich trotzdem.
    Habe bei dieser Gelegenheit gleich die Deckelisolierung gewechselt, denn die war noch nass und diese Feuchtigkeit wollte ich nicht über den Winter in der Beute belassen.
    Milben dürfte ich kaum welche haben, denn es war nur bei zwei Völkern seit 27.11. je eine Milbe in der Windel.


    lg
    Andreas

  • Hallo,


    so ein richtiger Sturm kann gewaltige Gewichte vom Deckel rütteln. Die beste Lösung ist und bleibt eine starke Perlonschnur (geflochtene) um die Beute. Selbst Lothar konnte nur die Beuten umwerfen aber nicht den Deckel wegblasen. Auf dem Wanderplatz mache ich es gleich. So eine Schnur zu binden ist leichter als Steine zu suchen. Mit alten Gurten sollte man nicht arbeiten. Es gibt Imker die entsorgen gerne Völker.


    Gute Überwinterung
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Zusammen,
    äh..., bevor ich verdächtigt werde, fremde Beuten umzuwerfen,
    obwohl es ja beklagenswerterweise solche Zeitgenossen gibt,
    ich war es nicht, der Remstallimkers Beuten umwarf, sondern ein Tiefdruckgebiet, das den gleichen Namen trägt.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lothar,


    leugnen hilft nicht. Der Täter kommt immer an's Licht. Tausende Bienen sollen dich stechen. Die Honigfässer werden überlaufen. Knietief sollst du im Schleuderraum in dunklem, klebrigem Honig waten. Deine Kunden sollen an die Türe pochen und wollen keinen Honig kaufen. Sie werden dir vorwerfen, dass deine ganze Ernte mit mit manipulierten Genen verseucht sei. So geschiet recht denen, welche des Nachts zu den Bienekästen wandeln und diese mit höhnischem Geschrei umwerfen und verschwinden, wie sie gekommen.


    Dich warnt der Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol: