Kö Zucht nach Hopkins Methode

  • Im englischsprachigen Forum habe ich folgendes entdeckt.


    http://www.beesource.com/pov/hayes/abjmay91.htm


    Hat das von euch schon jemand probiert?


    Kurze Zusammenfassung der Hopkins Methode:


    - unbebrütete Wabe in nachzuchtwürdiges Volk hängen


    - nach 3- 4 Tagen bestiftete Wabe rausholen und in weiselloses Pflegevolk Volk waagrecht reinstellen am besten wohl mit Leiste 2.5-5 cm Abstand zu den anderen Rähmchenoberträgern


    - nach 1 Tag schauen und 1. und 2. Zellen zerstören und nur jede 3.e stehen lassen - damit späteres ausschneiden der Zellen möglich wird.


    - nach 11 Tagen Kö Zellen ausschneiden und Ableger machen


    - Vorteile:
    - kein Umlarven
    - kein Schnickschnack und Plaschtikgruscht
    - kann jeder nachmachen auch Brillenträger
    - kein teures Werkzeug


    Er schreibt, dass 75-100 Zellen pro Rahmen Volk möglich sind.
    Wenn man weniger braucht kann man ja verschenken oder 2-3 Zellen Pro Ableger zugeben


    Es grüßt euch
    für Tippps und Anregungen dankbar


    Uli

  • Moin Uli,


    wenn ich mal davon ausgehen kann, daß es sich um ein Horizontalwaben-Verfahren handelt, warum benennst Du dann nur und ausschließlich die Vorteile und die Nachteile nicht:


    uvette schrieb:

    - Vorteile:
    - kein Umlarven
    - kein Schnickschnack und Plaschtikgruscht
    - kann jeder nachmachen auch Brillenträger
    - kein teures Werkzeug


    Bei den Nachteilen geht es nämlich schon los beim Platz, den die Horizontalwabe braucht. Sie soll ja nicht aufliegen sondern eigentlich Platz für die Zellen lassen. Man brauch also den selben Platz wie in einem Starter. Oder man schneidet die Wabe gleich kaputt und hängt sie waagerecht in den Deckel. Wo werden aber Zellen am allerliebsten verbaut bei Tracht im Frühjahr? Ganz oben! Aber nur dort kann man eine solche Horizontalwabe anbieten.


    Und dann geht es gleich weiter mit der Zellengröße, also dem Durchmesser. Arbeiterinnenzelle bleibt Arbeiterinnenzelle. Es bleibt also eine Nachschaffungszelle und die bringt Nachschaffungsköniginnen.


    Wie setzt man gerade als Brillenträger angepflegte Zellen sinnvoll in Finisher oder andere Pflegevölker um? Man muß sie ausschneiden und irdendwo wieder einklemmen oder an Stopfen löten oder kleben, während darin schon die Larve liegt. Ein Umstecken oder Verschulen ist also nicht so ohne Weiteres möglich. Gerade, wenn denn tatsächlich 50 und mehr Königinnen brauchbarer Qualität aufgezogen werden sollen, ist das Umstecken aber notwendig, weil selbst ein großes Volk mit so vielen Zellen überfordert ist. Man wird also notgedrungen viele Zellen nach dem Anpflegen zerstören oder umschneiden müssen.


    Wenn die Königinnen nicht als schlupfreife Zellen in die Begattungsvölker gegeben werden sollen, sondern vielleicht schon vorher gezeichnet als Geschlüpfte, dann muß man käfigen. Wie aber käfigt man eine Naturzelle ohne

    uvette schrieb:

    Schnickschnack und Plaschtikgruscht


    Nein da lob' ich mir das Nicot-System. Wer's einmal benutzt hat, sei's nun mit Umlarven oder noch besser mit der Cupularve, der wird das wohl genauso sehen und ich spreche aus der Erfahrung von Zellenstanzen mit Dreispitz, Zanderkäfigen, echten Lockenwicklern, usw. ... Nicot ist wesentlich besser als das Jenter-Original. Sehr sicher was Termine angeht. Und das Startset, das wirklich mehr als ausreicht, kostet komplett um die 60 Euro. Diese Investition lohnt sich schon wegen der gewonnenen Flexibilität und der Möglichkeit datierten Zuchtstoff zu erzeugen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder